{"id":24064,"date":"2023-07-13T15:25:44","date_gmt":"2023-07-13T13:25:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24644-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:25:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:25:45","slug":"24644-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24644-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung, Bau und Erprobung eines produktionsintegrierten Verfahrens zur Nassreinigung mit Vibrationen von im Trockenzerspanungsprozess bearbeiteten Teilen f\u00fcr Maschinen, Motoren und Anlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des Vorhabens war die Entwicklung eines wartungsarmen, taktkompatiblen, robusten und proze\u00dfsicheren Verfahrens zur Reinigung von Werkst\u00fccken in der laufenden Fertigung in der gesamten industriellen Teilefertigung. Damit wird eine wichtige Forderung der Unternehmen erf\u00fcllt, n\u00e4mlich: Reduzierung der Bearbeitungszeiten und damit Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit in einem globalen Markt. Bisher hat die Reinigungstechnik mit den hochentwickelten Bearbeitungsmaschinen nicht Schritt halten k\u00f6nnen. In-line-F\u00e4higkeit, Taktkompatibilit\u00e4t, Integrationsf\u00e4higkeit in bestehende Anlagen, niedriger Energieeinsatz sowie leichte Bedienbarkeit bei gleichzeitig niedrigsten Wartungsanspr\u00fcchen sind daher absolut notwendig, damit die bisher erzielten Zeit- und Kosteneinsparungen bei der spanenden Fertigung nicht sogleich durch zeitaufwendige und anachronistische Reinigungsstufen gemindert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tErmitteln der Anforderungen aus Anwendersicht<br \/>\nSystematisierung als Grundlage zur Erstellung des Pflichtenheftes<br \/>\n2.\tEntwicklung des Reinigungssystems<br \/>\nTeilsystem 1: Ermittlung geeigneter Reinigungsstrategie (Versuche, Modellierung, Berechnungen)<br \/>\nTeilsystem 2: Entwicklung Vibrationsverfahren<br \/>\nTeilsystem 3: Entwicklung\/Optimierung Badkreislauf<br \/>\n3.\tEngineering f\u00fcr die Baugruppen<br \/>\nBasic\/Detail-Engineering f\u00fcr das Reinigungsverfahren<br \/>\nBasic\/Detail-Engineering f\u00fcr die Adaption an Robotersysteme<br \/>\nBasic\/Detail-Engineering f\u00fcr die Anlagensteuerung<br \/>\n4.\tFertigung von Erprobungsmustern<br \/>\n5.\tProbebetrieb \/ Workshop Verifizierung Reinigungsverfahren durch praktische Reinigungsaufgaben<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das wichtigste Ergebnis des Projektes ist, dass das Vorhabensziel, ein Vibrationsreinigungsverfahren mit proze\u00dfintegrierter W\u00e4sche, das hohe Umweltanspr\u00fcche erf\u00fcllt, erreicht und nachgewiesen werden konnte.<br \/>\nDas Verfahren erm\u00f6glicht einen bisher nicht erreichten Reinheitsgrad der gereinigten Teile. Die gew\u00fcnschten Partikelgr\u00f6\u00dfen und Mengen der Restanhaftungen werden proze\u00dfsicher eingehalten, \u00d6le und K\u00fchlschmierstoffe nicht ausgeschleppt. Die Anlagen sind &#8211; nicht zuletzt wegen des modularen Aufbaus &#8211; so konzipiert, dass sie direkt in die Produktionslinien integriert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nVorteil 1: Jedes gefertigte Teil kann vor Ort an der Bearbeitungsmaschine im Fertigungstakt gereinigt werden; die abgesaugten \u00d6le und K\u00fchlschmierstoffe werden aufgefangen und wiederverwertet.<br \/>\nVorteil 2: Alle gereinigten Teile k\u00f6nnen ohne Umweg dem n\u00e4chsten Bearbeitungsschritt zugef\u00fchrt wer-den.<br \/>\nDies bedeutet, dass f\u00fcr die industriellen Teile-Fertiger nunmehr ein erprobtes Basisverfahren zur Verf\u00fcgung steht, das einen dezentralen Reinigungseinsatz an denjenigen Orten in den Fertigungslinien erm\u00f6glicht, an denen die Reinigungsaufgabe entsteht, ohne dass die Teile innerbetrieblich verbracht werden m\u00fcssen.<br \/>\nDurch die verschleppungsfreie Reinigungsmethode werden \u00d6le- bzw. K\u00fchlschmierstoffe eingespart. \u00dcblicherweise eingesetzte L\u00f6sungsmittel werden bei dem entwickelten Verfahren nicht ben\u00f6tigt, das Verfahren arbeitet vollkommen l\u00f6sungsmittelfrei. Es finden auch keine Temperaturerh\u00f6hungen statt, wie dies bei anderen Verfahren unumg\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Entwicklung wurden zahlreiche Kontakte zu KMUs, Anwendern und industriellen Fertigern aufgenommen. In den einschl\u00e4gigen Medien wurde \u00fcber die Entwicklung berichtet, darunter im Messef\u00fchrer \u0082parts2clean, Jahrg. 61 (2007), im Industrieanzeiger PR 1\/2007. Auf der Messe \u0082parts2clean wurde das System in Modulbauweise im Jahr 2007 in Stuttgart demonstriert (Halle 9, Stand D 432) und stie\u00df auf reges Interesse bei den potentiellen Anwendern. Im Rahmen des Landesstandes NRW wurde das grundlegende Verfahren auf der Hannover-Messe im April 2007 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen eines Workshops mit End-usern wurde die Technologie demonstriert und ist auf reges Interesse gesto-\u00dfen. Versuche mit Teilen aus der laufenden Fertigung wurden bei ZF erfolgreich durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rderten Projekt konnte eine weitere Innovation zur umweltfreundlichen und industriegerechten Reinigung von Bauteilen realisiert werden. Temperaturer-h\u00f6hungen, L\u00f6sungsmitteleinsatz und innerbetrieblicher Teile-Tourismus ist damit nicht mehr erforderlich. Auf diese Weise kann die umweltentlastende Reinigung \u00fcberall dort vor Ort erfolgen, wo h\u00f6chste An-spr\u00fcche an die Teilefertigung und ihre Reinigung gestellt werden. Mit dieser Technologie tritt &#8211; neben den Umweltentlastungen &#8211; eine St\u00e4rkung der Wettbewerbssituation gerade f\u00fcr KMUs, aber auch in Gro\u00dfbe-trieben der mechanischen Fertigung, ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Vorhabens war die Entwicklung eines wartungsarmen, taktkompatiblen, robusten und proze\u00dfsicheren Verfahrens zur Reinigung von Werkst\u00fccken in der laufenden Fertigung in der gesamten industriellen Teilefertigung. Damit wird eine wichtige Forderung der Unternehmen erf\u00fcllt, n\u00e4mlich: Reduzierung der Bearbeitungszeiten und damit Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit in einem globalen Markt. 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