{"id":24063,"date":"2023-07-13T15:24:49","date_gmt":"2023-07-13T13:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23641-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:49","slug":"23641-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23641-01\/","title":{"rendered":"Gestaltung des Naherholungsgebietes Sudety in Bielawa (Niederschlesien) zu einem Lernort Umweltbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>200.000 Menschen erholen sich j\u00e4hrlich auf dem 30 Hektar gro\u00dfen Gebiet um den Stausee Sudety (Wassersport, Angeln, Ballsportarten, Camping, B\u00fchne etc.) Dieses Naherholungsgebiet soll zu einem Lernort f\u00fcr Umweltbildung ausgebaut werden und damit eines der Hauptziele der \u00f6kologischen Stadtentwicklung verwirklicht werden. In Anlehnung an die Tolkien-Welt soll die umgestaltete Freizeitlandschaft am See kulturelle und \u00f6kologische Weise verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm das Verh\u00e4ltnis der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen zu ihrer nat\u00fcrlichen Umwelt zu verbessern, wird eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung des Gel\u00e4ndes als Umwelt &#8211; und Bildungszentrum angestrebt. In die Planungs-, Umsetzungs- und Unterhaltsarbeiten werden die Bev\u00f6lkerung, ortsans\u00e4ssige Institutionen und einheimische Betriebe von Anfang an einbezogen.<br \/>\nDas Gebiet soll folgende Hauptfunktionen erf\u00fcllen:<br \/>\n1.\t\u00f6kologisch vertr\u00e4gliche und Naherholung<br \/>\n2. \tUmweltbildung<br \/>\n3.\tForum f\u00fcr erlebnistiefe Aktionen zu Kunst und Natur.<br \/>\nDas Gesamtprojekt soll in mehreren Phasen realisiert werden:<br \/>\nDie Inhalte der ersten Phase lauteten:<br \/>\n1.\tEinrichtung der Projektsteuerung<br \/>\n2.\tPlanung  der Freianlagen und der Geb\u00e4ude<br \/>\n3.\tEinrichtung und Koordination verschiedener Arbeitsgruppen<br \/>\n4.\t\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Marketing<br \/>\n5.\tVorbereitung des ersten Bauabschnittes: Bau der Weidenarena<br \/>\n6.\tDurchf\u00fchrung des ersten Bauabschnittes<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das gemeinsame Projekt mit der Stadt Bielawa ist wie vorgesehen im Juni 2005 auf der Basis der Vorarbeiten ohne Probleme gestartet. Die vordringlichste Aufgabe war es &#8211; aufgrund der Projektgr\u00f6\u00dfe &#8211; die Projektinhalte detaillierter zu erarbeiten, um die unterschiedlichen Bereiche wie \u00d6kologie, Freifl\u00e4chenplanung, Architektur, Tiefbau, Ver- und Entsorgung, Statik, die Mitbeteiligungs- und Bildungsaspekte, koordinieren zu k\u00f6nnen und Projektansprechpartner zu benennen.<br \/>\nDabei wurde festgestellt, dass die bestehenden Grundlagenpl\u00e4ne ungen\u00fcgend waren, sodass das gesamte Gel\u00e4nde neu vermessen werden musste. Da die Vermessung in Polen nicht digital aufzunehmen war, musste der Plan in Freiburg \u00fcberarbeitet und digitalisiert werden.<br \/>\nIn verschiedenen Arbeitstreffen in Polen wurde zuerst das Raumprogramm f\u00fcr die Geb\u00e4ude entwickelt, Sicherheitsfragen gekl\u00e4rt und gemeinsam verbindliche Umweltstandards f\u00fcr z. B. Energie, Abwasser und Entsorgung festgelegt. Zur Einrichtung der Projektsteuerung geh\u00f6rte auch nach alternativen Finanzierungskonzepte zu suchen und Antr\u00e4ge zu stellen.<br \/>\nEs ist allerdings wichtig weitere B\u00fcndnispartner f\u00fcr das Projekt zu gewinnen. Neben weiteren Gespr\u00e4chen mit den Elektrizit\u00e4tswerken Sch\u00f6nau wurde auch der Kontakt zu der Universit\u00e4t Breslau intensiviert. Seit M\u00e4rz 2006 wird in Bielawa das Erg\u00e4nzungsstudium in der Richtung Solatour angeboten.<br \/>\nIm Herbst 2005 wurden die ersten Vorbereitungsarbeiten auf dem Gel\u00e4nde selbst durchgef\u00fchrt. So wurde der marode Laubengang abgebaut und erste Auff\u00fcllarbeiten get\u00e4tigt.<br \/>\nEbenso wurden vorbereitende Gespr\u00e4che und Planungen mit verschiedenen ortsans\u00e4ssigen Institutionen (Schulen, Kinderg\u00e4rten etc.) gef\u00fchrt.<br \/>\nDie detaillierten Inhalte (wie z. B. B\u00fchnengr\u00f6\u00dfe, Ausstattung etc.) des ersten Bauabschnittes wurde zusammen mit der Stadt Bielawa entwickelt und fein abgestimmt. F\u00fcr den Bau der B\u00fchne und des zentralen Veranstaltungsortes wurde ein ma\u00dfst\u00e4bliches Modell und die Ausf\u00fchrungsplanung erstellt.<br \/>\nUmfangreiche Vorbereitungen, wie Weidenanbaustellen besichtigen, Material bestimmen, nach brauchbarem Steinmaterial zu suchen etc., das Erstellen ausf\u00fchrlicher Materiallisten und mehrere Arbeitstreffen, wurden durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Ausf\u00fchrungsarbeiten f\u00fcr die Weidenarena und das Amphitheater mit den Weidenskulpturen begannen am 18. April 2006. Ca. 1.800 qm Erde wurde neu aufgef\u00fcllt und 150 qm Weiden verbaut.<br \/>\nIn der bisher gr\u00f6\u00dften Mitbeteiligungsaktion in Bielawa wurden innerhalb von vier Wochen unter fachlicher Anleitung durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der P\u00e4dagogischen Ideenwerkstatt BAGAGE und der Gruppe Sanfte Strukturen mit ca. 1.000 Helfer und Helferinnen die Weidenarena und das Amphitheater umgesetzt. Aufgrund der geringen Erfahrung vor Ort und der k\u00fcnstlerischen Ausrichtung dieses Bauabschnittes konnten diese Arbeiten \u00fcberhaupt nur \u00fcber die starke Vorortpr\u00e4senz (fast vier Wochen am St\u00fcck) und die damit verbundene fachliche Koordination und Unterst\u00fctzung erm\u00f6glicht werden.<br \/>\nDurch Ausschreibungen der Stadt Bielawa konnten polnische Firmen gefunden werden, die die Anschlussarbeiten, wie Pflasterung, Wegebau und Bau der Zufahrtsbereiche umsetzten. Alle Arbeiten wurden im Herbst 2006 abgeschlossen.<br \/>\n59 Pl\u00e4ne dokumentieren die planerische Ausarbeitung des Gesamtkomplexes. Neben den technischen Pl\u00e4nen sind f\u00fcr jedes Bauwerk auch die k\u00fcnstlerischen Umsetzungen detailliert worden. Mit dem nun erreichten Ausarbeitungsgrad k\u00f6nnen weitere Antr\u00e4ge vor allem an die EU gestellt werden, um eine Gesamtf\u00f6rderung des Projektes zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeit wurde von allen Arbeitstreffen und Aktivit\u00e4ten in den Zeitungen informiert. Ebenso hat das lokale Fernsehen schon mehrfach \u00fcber den Projektfortgang berichtet. Dem Stadtrat wurde die Kon-zeption vorgestellt und in mehreren Sitzungen wurde \u00fcber den aktuellen Stand debattiert und die damit verbundenen weiteren rechtlichen Beschlussfassungen z. B. f\u00fcr die Ausschreibungen entschieden. Die Tageszeitung in Lingen hat mit zwei Artikeln \u00fcber das Projekt der Partnerstadt berichtet und die Deutsche Tolkiengesellschaft informiert ihre Mitglieder und Interessenten \u00fcber ihre Homepage. Die Stadt Bielawa und die P\u00e4dagogische Ideenwerkstatt BAGAGE e.V. haben je eine extra Homepage-Seite, um aktuell \u00fcber das Projekt informieren zu k\u00f6nnen. Eine gro\u00dfe Informationstafel ist auf Sudety angebracht, um die Bev\u00f6lkerung auf dem Laufenden zu halten. Ein Filmteam des polnischen regionalen Fernsehens beglei-tete den gesamten Projektablauf. Der Film wird im Fr\u00fchjahr 2007 fertig gestellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die mit diesem Projekt angestrebten Ziele und Inhalte konnten erreicht werden. Die starke inhaltliche und k\u00fcnstlerische Ausrichtung dieses Projektes und die damit verbundene Einzigartigkeit birgt eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Stadt. Eine kontinuierliche Weiterf\u00fchrung ist zwingend notwendig und damit verbunden eine gesicherte Finanzierung anzustreben. OWW Sudety k\u00f6nnte ein europ\u00e4isches Modell f\u00fcr die Integration von \u00d6kologie, Bildung und Kultur an einem Ort werden und mit den zu entstehenden Arbeiten und Arbeitspl\u00e4tzen helfen die Region \u00fcber die Grenzen hinaus bekannt zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens 200.000 Menschen erholen sich j\u00e4hrlich auf dem 30 Hektar gro\u00dfen Gebiet um den Stausee Sudety (Wassersport, Angeln, Ballsportarten, Camping, B\u00fchne etc.) Dieses Naherholungsgebiet soll zu einem Lernort f\u00fcr Umweltbildung ausgebaut werden und damit eines der Hauptziele der \u00f6kologischen Stadtentwicklung verwirklicht werden. 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