{"id":24047,"date":"2023-07-13T15:24:45","date_gmt":"2023-07-13T13:24:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23598-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:47","slug":"23598-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23598-01\/","title":{"rendered":"Treibhausgase im Stra\u00dfenverkehr eind\u00e4mmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das von der EU-Kommission eingesetzte Instrument des Emissionshandels erfasst unter anderem den Verkehrssektor nicht. Gleichzeitig steigt der Anteil des Verkehrs an den CO2 Emissionen weiter und liegt heute f\u00fcr die EU bei ca. 26%. In der EU fehlen sowohl verbindliche Grenzwerte f\u00fcr den CO2 Aussto\u00df im Stra\u00dfenverkehr als auch geeignete Instrumente zu deren Umsetzung. In einer Mitteilung betont die EU-Kommission, bis 2012  einen Grenzwert von 120 g CO2\/km festlegen zu wollen. Dazu will sie bis sp\u00e4testens Mitte 2008 einen rechtlichen Rahmen vorgeben. Erkl\u00e4rtes Ziel der DUH ist es, in Deutschland und der EU verbindliche Verbrauchs-Grenzwerte durchzusetzen. Diese sollen ab 2008 f\u00fcr alle neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge gelten und schon vorab steuerlich gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie DUH machte im Rahmen des Projekts Klimagase im Stra\u00dfenverkehr eind\u00e4mmen verschiedene, in Japan, China und Kalifornien bereits verabschiedete gesetzliche Bestimmungen zur Festlegung von Kraftstoff-Maximalverbr\u00e4uchen \/ CO2-Obergrenzen f\u00fcr neu zugelassene Pkw in der \u00d6ffentlichkeit bekannt und bewertete deren Wirksamkeit. Aus den zahlreichen Diskussionen und Folgeveranstaltungen entwickelte die DUH unter anderem den Marshallplan f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie. Dieser Plan ent-h\u00e4lt die folgenden Bausteine:<br \/>\n\teine effektive und nachvollziehbare Kennzeichnung der Realverbr\u00e4uche und des CO2 Aussto\u00dfes jedes einzelnen Fahrzeuges<br \/>\n\tEin Ende der steuerlichen Privilegierung ineffizienter Fahrzeuge als Dienstwagen<br \/>\n\tDie Einf\u00fchrung einer CO2-basierten Kfz-Steuer<br \/>\nDiese Instrumente wurden in zahlreichen Pressemitteilungen und Fachgespr\u00e4chen verbreitet und durch die Diskussion weiterer Bausteine des Autos der Zukunft erg\u00e4nzt.<br \/>\nHinsichtlich einer EU-weiten Regelung entwickelte die DUH in Kooperation mit anderen Verb\u00e4nden ein auf der Fahrzeugfl\u00e4che basierendes Bewertungssystem, in dem sich der zul\u00e4ssige Grenzwert f\u00fcr jedes einzelne Fahrzeug ableiten l\u00e4sst, so dass eine Reduzierung der Gesamtflotte auf den gew\u00fcnschten Wert erreicht wird.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das von der DUH entwickelte Konzept einer europaweiten H\u00f6chstverbrauchsregelung f\u00fcr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkn\u00fcpft Elemente der in Japan und China erlassenen Regelungen mit denen Kaliforniens. Schon im Vorfeld der Realisierung dieses Konzeptes setzte die DUH darauf, dass die deutsche Automobilindustrie bereits verf\u00fcgbare Techniken zur Kraftstoffeinsparung auch tats\u00e4chlich einsetzt.<\/p>\n<p>Die DUH verfolgte mit dem Projekt Klimagase im Stra\u00dfenverkehr eind\u00e4mmen bereits seit 2005 das Ziel, verbindliche Regelungen zur Minderung von Klimagasemissionen aus dem Verkehrsbereich durchzusetzen. Sie sieht sich durch die seit Ende 2006 zu beobachtende Top-Position dieses Anliegens auf der politischen und gesellschaftlichen Agenda in ihrem Ansinnen best\u00e4tigt. Den in der EU-Kommission vollzogenen Schwenk hin zu verbindlichen Regelungen sehen wir als einen ersten bemerkenswerten Erfolg. Die k\u00fcnftige Ausgestaltung der anvisierten Regelung wird \u00fcber ihre Klimawirksamkeit entscheiden, daher ist hier weiterhin kontinuierliche und intensive Aufkl\u00e4rungs- und \u00dcberzeugungsarbeit zu leisten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Folgende Einzelbausteine wurden umgesetzt:<\/p>\n<p>\tAuftaktpressekonferenz in Berlin (im Haus der Bundespressekonferenz).<br \/>\n\tZwei Fachworkshops mit internationaler Besetzung zur Bewertung existierender Regelungen und Ausarbeitung eines konkreten Vorschlages f\u00fcr verbindliche H\u00f6chstverbr\u00e4uche \/ CO2-Grenzwerte.<br \/>\n\tZielgruppengespr\u00e4che mit der Automobilwirtschaft, mittelst\u00e4ndischen Betrieben der Zulieferindustrie und der Wissenschaft \u00fcber geeignete Technologien und Konzepte zur CO2-Reduktion.<br \/>\n\tMedienarbeit zu bevorstehenden Diskussionen \u00fcber die verfehlte Erf\u00fcllung der Selbstverpflichtung und moderne Konzepte zur Treibhausgas-Emission im Verkehr.<br \/>\n\tGezielte Umweltbildungsarbeit auf nationaler wie europ\u00e4ischer Ebene: Internetauftritt, intensive Me-dienarbeit.<br \/>\n\tDokumentation des Projektes (Erfolgskontrolle) und seiner sowohl inhaltlichen wie publizistischen Er-gebnisse.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Ver\u00f6ffentlichung des Marshallplans f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie sowie den darin genannten Vorschl\u00e4gen (siehe Arbeitsschritte und Methoden) hat die DUH den politischen Entscheidungstr\u00e4gern konstruktive Hinweise f\u00fcr eine w\u00fcnschenswerte Politikentwicklung gegeben. Neben einer EU-weiten verbindlichen Regelung zur Reduzierung des CO2-Aussto\u00dfes von Pkw ist auf der Ebene der Mitgliedstaaten begleitend die Einf\u00fchrung der genannten Instrumente erforderlich.  <\/p>\n<p>Die Steigerung der Energieeffizienz von Pkw ist nicht nur im Sinne einer wirksamen Klimaschutzpolitik dringend geboten. Auch wirtschaftliche Aspekte werden entscheidend sein: nur wenn die deutsche Automobilindustrie ihre Modellpolitik auf effiziente Fahrzeuge verlegt, wird sie dauerhaft auf internationalen M\u00e4rkten konkurrenzf\u00e4hig bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das von der EU-Kommission eingesetzte Instrument des Emissionshandels erfasst unter anderem den Verkehrssektor nicht. Gleichzeitig steigt der Anteil des Verkehrs an den CO2 Emissionen weiter und liegt heute f\u00fcr die EU bei ca. 26%. 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