{"id":24041,"date":"2023-07-13T15:22:31","date_gmt":"2023-07-13T13:22:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20413-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:31","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:31","slug":"20413-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20413-01\/","title":{"rendered":"Contracting und Umweltbildung &#8211; ein starkes Team f\u00fcr mehr Klimaschutz im Sport"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Viele ostdeutsche Sportst\u00e4tten haben Defizite im Bereich der Bauh\u00fclle und der Geb\u00e4udeausr\u00fcstung. Die Folge sind Energieverluste und unn\u00f6tige finanzielle Belastungen der Sportst\u00e4ttentr\u00e4ger. Im Rahmen des Projektes sollen die Potentiale f\u00fcr die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien an Sportst\u00e4tten im Freistaat Sachsen aufgezeigt und realisiert werden. Die Sportst\u00e4ttenbetreiber (Vereine \/ Kommunen) werden motiviert, m\u00f6glichst viele der im Rahmen einer professionellen Energieberatung aufgezeigten Ma\u00dfnahmen in die Praxis umzusetzen. Ein Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Anwendung von Finanzierungsmodellen. Die Nutzung von Contracting-Modellen soll dabei ein wesentlicher Baustein sein. Im Rahmen des Projektes sollen in zwei Modellregionen (Stadt Leipzig, Regierungsbezirk Chemnitz) beispielhaft Contracting-Pools gebildet. Neben der Nutzung des Contractings sollen kleinere investive Ma\u00dfnahmen auch direkt umgesetzt werden. Insgesamt sollen 40 Sportst\u00e4tten energetisch modernisiert werden. Zus\u00e4tzlich soll ein Umweltbildungskonzept f\u00fcr die \u00dcbungsleiter-Ausbildung des Landessportbundes Sachsen entwickelt werden, um damit auch das Nutzerverhalten gezielt zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Landessportbund Sachsen wird das Projekt umfassend bewerben. Die Sportst\u00e4ttenbetreiber werden aufgefordert, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Der Schwerpunkt der Energieberatungen liegt in den Modellregionen Stadt Leipzig und Regierungsbezirk Chemnitz. Die Berichte sind stark umsetzungsorientiert und werden nach einem einheitlichen Schema durch lokale Ingenieurb\u00fcros erarbeitet. Vorgeschlagene kleinere Sofortma\u00dfnahmen werden innerhalb der Projektlaufzeit umgesetzt. F\u00fcr komplexere und finanziell aufwendige Ma\u00dfnahmen werden regionale Contracting-Pools gebildet. \u00dcber eine private Vorfinanzierung (Contracting) sollen somit auch gr\u00f6\u00dfere Energieeffizienzma\u00dfnahmen umgesetzt werden. Auch f\u00fcr kleinere Umsetzungsma\u00dfnahmen werden &#8211; gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft &#8211; Finanzierungsmodelle entwickelt. Bei der Umsetzung werden die am Rahmen anderer DBU-Projekte (OPTIMUS, MeTuSalem etc.) gewonnenen Erfahrungen genutzt. Die umgesetzten Ma\u00dfnahmen werden mit Informationstafeln, Infobl\u00e4ttern und einer detaillierten Internet-Pr\u00e4sentation dokumentiert. Die Endergebnisse werden bei einer deutschlandweiten Tagung dargestellt. Parallel werden Aus- und Weiterbildungsangebote f\u00fcr \u00dcbungsleiter entwickelt und umgesetzt. \u00dcbungsleiter sind ein besonders wichtiger Multiplikator im Sport und k\u00f6nnen gezielt auf das Nutzerverhalten Einfluss nehmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der 3j\u00e4hrigen Projektlaufzeit konnten im Freistaat Sachen insgesamt 55 Ma\u00dfnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien an 41 Sportst\u00e4tten umgesetzt werden. Dabei wurden insgesamt rund 1 Mio. \u0080 investiert. Mit den umgesetzten Ma\u00dfnahmen werden j\u00e4hrlich rund 250 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Gleichzeitig sparen die s\u00e4chsischen Sportvereine pro Jahr circa 80.000 \u0080 an Betriebskosten &#8211; diese Mittel stehen nunmehr dem Breitensport zur Verf\u00fcgung. Vor der Umsetzung wurde an 51 s\u00e4chsischen Sportst\u00e4tten eine umfassende Energieberatung durchgef\u00fchrt. Bei der Realisierung der Ma\u00dfnahmen konnte leider nicht &#8211; wie urspr\u00fcnglich geplant &#8211; das Instrumentarium des Contracting genutzt werden. In der Stadt Leipzig wurde jedoch die Umsetzung eines Contractingpools entscheidungsreif vorbereitet.<br \/>\nWeiterhin wurde gemeinsam mit der Umweltbildungsakademie der S\u00e4chsischen Landesstiftung Natur und Umwelt wurde ein Umweltbildungsmodul zum Thema Klima und Energie entwickelt, welches zwischenzeitlich verbindlicher Bestandteil der \u00dcbungsleiter- und Trainerausbildung des S\u00e4chsischen Landessportbundes ist.<br \/>\nDas Projekt hat w\u00e4hrend der Laufzeit eine hohe Nachfrage und Akzeptanz erzielt, so dass der LSB Sachsen das Projekt mit Unterst\u00fctzung der Landesregierung l\u00e4ngerfristig fortf\u00fchrt. Auf Initiative des Projektes wurde zudem die allgemeine Richtlinie des Freistaates Sachsen f\u00fcr die Sportst\u00e4ttensanierung dahingehend novelliert, dass grunds\u00e4tzlich ein Energieberatungsbericht vorliegen muss eine F\u00f6rderung gr\u00f6\u00dfere Sanierungsma\u00dfnahmen nur dann erfolgt, wenn die Vorgaben der Energieeinsparverordnung um mindestens 20 Prozent unterschritten werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden umfassend kommuniziert. Jede umgesetzte Ma\u00dfnahme wird auf einer einheitlich gestalteten gro\u00dffl\u00e4chigen Informationstafel vorgestellt. Die Tafeln wurden jeweils \u00f6ffent-lichkeitswirksam \u00fcbergeben. Zur Werbung f\u00fcr das Projekt wurden mehrere Informationsbl\u00e4tter entwickelt und verteilt. Die &#8211; teilweise negativen &#8211; Erfahrungen im Umgang mit dem Contracting an Sportst\u00e4tten wurden in einer Handreichung aufgearbeitet. Gleichzeitig wurden konkrete Verbesserungsvorschl\u00e4ge abgeleitet. Zudem wurden die Chancen und Herausforderungen des Contracting an Sportst\u00e4tten auf einer gut besuchten Fachtagung im Herbst 2008 diskutiert.<br \/>\nDas Umweltbildungskonzept wird von der S\u00e4chsischen Landesstiftung Natur und Umwelt an alle interessierten Sportorganisationen auf Anfrage verteilt.<br \/>\nW\u00e4hrend der Projektlaufzeit fanden mehrere \u00f6ffentlichkeitswirksame Veranstaltungen statt &#8211; zum Teil mit der Schirmdame des Projektes, der Kanu-Weltmeisterin Mandy Planert. In den Medien wurde regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber das Projekt berichtet.<br \/>\nDas Projekt wurde im Dezember 2008 als offizielles Projektes im Rahmen der UN-Dekade anerkannt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann ein positives Fazit aus dem Projekt gezogen werden: Zwar konnte eines der Kernziele des Projektes &#8211; die Umsetzung zweier Contracting-Pools &#8211; nur in Ans\u00e4tzen erreicht werden. Die zu Projektbeginn formulierten Evaluierungsziele &#8211; Abschluss von 50 Energieberatungen, energetische Sanierung von 40 Sportst\u00e4tten &#8211; konnten jedoch auch ohne das Instrumentarium Contracting erreicht werden. Mit der F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in die Projektbetreuung und die \u00d6ffentlichkeitsarbeit konnten rund 1 Mio. Euro aus anderen Finanzierungsquellen f\u00fcr die Sanierung von Sportst\u00e4tten in Sachsen aktiviert werden. Dar\u00fcber hinaus wurden wichtige administrative Grundlagen f\u00fcr die langfristige Implementierung des Klimaschutzes in den s\u00e4chsischen Sport (Umweltbildung, Richtlinien) gelegt. Hinsichtlich des Contractings muss bilanziert werden, dass es sich hierbei grunds\u00e4tzlich um ein Verfahren handelt, mit welchem Energieeffizienzma\u00dfnahmen an Sportst\u00e4tten kosteng\u00fcnstig realisiert werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig ist Contracting jedoch noch sehr unbekannt und in der Vorbereitung sehr zeit- und abstimmungsaufw\u00e4ndig. Contracting kann &#8211; so das Fazit &#8211; vor allem dann eine Alternative f\u00fcr die Umsetzung von Energieeffizienzma\u00dfnahmen an Sportst\u00e4tten sein, wenn keine anderen Mittel bzw. zinsg\u00fcnstige Darlehen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Viele ostdeutsche Sportst\u00e4tten haben Defizite im Bereich der Bauh\u00fclle und der Geb\u00e4udeausr\u00fcstung. Die Folge sind Energieverluste und unn\u00f6tige finanzielle Belastungen der Sportst\u00e4ttentr\u00e4ger. Im Rahmen des Projektes sollen die Potentiale f\u00fcr die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien an Sportst\u00e4tten im Freistaat Sachsen aufgezeigt und realisiert werden. 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