{"id":24034,"date":"2023-09-21T10:32:02","date_gmt":"2023-09-21T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-67\/"},"modified":"2023-09-21T10:32:04","modified_gmt":"2023-09-21T08:32:04","slug":"17400-67","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-67\/","title":{"rendered":"Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berg- und Schutzh\u00fctten am Beispiel der Oberzalimh\u00fctte auf 1.889 m \u00fc. NN in Vorarlberg\/\u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Wasserversorgung bei der Oberzalimh\u00fctte in Brand \/ Vorarlberg erfolgt durch eine Quellfassung, die  in einer Entfernung von ca. 600 m und rund 120 m oberhalb der H\u00fctte liegt. Von verschiedenen Einzelfassungen wird das Wasser zun\u00e4chst in einen Kunststoff-Sammelbeh\u00e4lter mit 0,5 m3 Inhalt geleitet, von dort \u00fcber eine  \u00bd Zoll starke Kunststoffleitung zu einem 4,5 m3 gro\u00dfen Beton-Beh\u00e4lter,  der rund 20 m oberhalb der H\u00fctte bodeneben im Erdreich liegt. Sowohl im Bereich der Quell-Fassung als auch beim unteren Sammelbeh\u00e4lter gibt es Abzweige zur Wasserversorgung des Alpviehs bzw der Alpe.<\/p>\n<p>Die \u00dcberpr\u00fcfung der Wasserqualit\u00e4t hat immer wieder zu Beanstandungen Anlass gegeben, wobei insbesondere durch das Auftreten von coliformen Keimen das Wasser als nicht genusstauglich eingestuft wurde. In hei\u00dfen und niederschlagsarmen Sommern sank die Ergiebigkeit der Quellen auf bis zu 2 Liter  pro min, so dass eine ausreichende Versorgung der H\u00fctte plus Alpe im Jahr 2005 nur noch mit Not gegeben war. Die Sanierung der Quellfassung und Reinigung des Quellwassers mittels UV-Anlage war daher sowohl aus qualitativen als auch aus quantitativen Gr\u00fcnden dringend angezeigt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Sanierung der Quellfassung war in der Vergangenheit bereits \u00f6fter in Erw\u00e4gung gezogen worden, aber erst als die Vorarlberger Illwerke sich bereit erkl\u00e4rt hatten, die nicht risikolose Sanierung der Quellen  durchf\u00fchren zu wollen, konnte die Neufassung der Quellen seitens der Sektion in Angriff genommen und die entsprechende Finanzierung der Ma\u00dfnahme in die Wege geleitet werden.<br \/>\nFolgende Arbeitsschritte wurden vorgesehen:<br \/>\n\tFreilegung u. Vergr\u00f6\u00dferung der unteren undurchl\u00e4ssigen und wasserf\u00fchrenden Bodenschicht<br \/>\n\tHerstellung einer Staumauer<br \/>\n\tHerstellung einer Filterschicht \u00fcber der undurchl\u00e4ssig Bodenschicht<br \/>\n\tAbdeckung des Quellbereichs gegen von oben eindringende Verunreinigungen<br \/>\n\tEinbau eines \u00dcberlaufes mit Klappe gegen Verunreinigungen von au\u00dfen<br \/>\n\tSeparate Einleitungen der verschiedenen Quellfassungen in den oberen Sammelbeh\u00e4lter, damit Einzel\u00fcberwachung der verschiedenen Fassungen m\u00f6glich war.<br \/>\nDie Arbeiten mussten dabei unter Beachtung des Mondstandes durchgef\u00fchrt werden, damit die Gefahr eines m\u00f6glichen Versiegens der Quellen infolge der Eingriffe verringert wurde.<\/p>\n<p>Die Installation einer UV-Anlage war f\u00fcr die zus\u00e4tzliche Qualit\u00e4tssicherung des Trinkwassers notwendig, weil auch bei optimaler Quellfassung die Gefahr von Verunreinigungen des Gesamtsystems zum Beispiel bei nicht ausreichender Einz\u00e4unung gegen\u00fcber dem Weidevieh, nicht ausreichender allj\u00e4hrlicher Reinigung der oberen und unteren Speicher, der Leitungen mit Ventilen und Abzweigungen oder auch durch eine gewisse Gef\u00e4hrdung durch Murmeltierbauten unweit der Quellfassung als nicht sicher genug ausgeschlossen werden konnte. Die UV-Anlage musste dabei durch einen Wechselrichter mit Batterie ausgestattet werden, damit die Anlage ununterbrochen tags\u00fcber und nachts in Betrieb war.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Alternativen zu den betrachteten L\u00f6sungsvarianten bestanden im Grunde nicht. F\u00fcr Sanierung der Quellfassung war mit den Illwerken ein Partner gefunden worden, der die Arbeiten fachgerecht durchf\u00fchren konnte. Zudem konnte die Gesamtfinanzierung der Sanierung der Quellfassung plus Installierung der UV-Anlage durch Gew\u00e4hrung der Zusch\u00fcsse der DBU, des Landes Baden-W\u00fcrttemberg aus Sportf\u00f6rdermit-teln und einer Kostenbeteiligung der Alpgemeinschaft sichergestellt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Beschreibung der Ma\u00dfnahmen erfolgte in den Sektionsmitteilungen der Sektion Mannheim und im Rahmen der Abrufung der Zusch\u00fcsse beim Land Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Aufgrund der Anregung der DBU zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob mit den Anlagen ein wasserrechtlicher Tatbestand verbunden sei, wurde ein diesbez\u00fcglicher Schriftverkehr mit der zust\u00e4ndigen Bezirkshauptmannschaft Bludenz gef\u00fchrt. Nach dem Antwortschreiben der Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 5.7.2005 ist ein anzeigenpflichtiger bzw. wasserrechtlich genehmigungspflichtiger Tatbestand mit den beiden Anlagen nicht verbunden.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden im Rahmen des  9. Internationalen Fachseminars Umweltgerechte Ver- und Entsorgungskonzepte f\u00fcr Berg- und Schutzh\u00fctten am 27. Februar 2009 sowie des 10. Internationalen Fachseminars am 19. Februar 2010 im ZUK Benediktbeuern von der Sektion Mannheim, dem Ingenieurb\u00fcro Energiebig Energie- und Umwelttechnik GmbH in Innsbruck sowie dem Ingenieurb\u00fcro  OtterWasser GmbH in L\u00fcbeck pr\u00e4sentiert. Das Demonstrationsprojekt ist einschlie\u00dflich Diskussion in den Tagungsb\u00e4nden des ZUK zum 9. Bergh\u00fcttenseminar auf den Seiten 29 &#8211; 49 sowie zum 10. Seminar auf den Seiten 100 &#8211; 108 ausf\u00fchrlich dargestellt.<\/p>\n<p>Das am 11.08.2008 erschiene Begleitbuch Umwelttechnik f\u00fcr alpine Berg- und Schutzh\u00fctten der DBU zur F\u00f6rderinitiative enth\u00e4lt die H\u00fcttenportraits der Oberzalimh\u00fctte und der Mannheimer H\u00fctte auf den Seiten 129 &#8211; 136.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Sanierung der Quellfassung und dem Einbau einer UV-Anlage wurde die f\u00fcr den Betrieb so wichtige Wasserversorgung der Oberzalimh\u00fctte dauerhaft auf eine sichere Grundlage gestellt. Damit wurde gleichzeitig die Voraussetzung geschaffen, einen weiteren umweltgerechten und den heutigen Anspr\u00fcchen gerecht werdenden Ausbau der 100 Jahre alten H\u00fctte weiter zu verfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Wasserversorgung bei der Oberzalimh\u00fctte in Brand \/ Vorarlberg erfolgt durch eine Quellfassung, die in einer Entfernung von ca. 600 m und rund 120 m oberhalb der H\u00fctte liegt. 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