{"id":24014,"date":"2023-07-23T10:32:08","date_gmt":"2023-07-23T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-66\/"},"modified":"2023-07-23T10:32:08","modified_gmt":"2023-07-23T08:32:08","slug":"17400-66","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-66\/","title":{"rendered":"\u00f6rderung von Planungsleistungen f\u00fcr das geplante Projekt Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berg- und Schutzh\u00fctten am Beispiel der Ostpreu\u00dfenh\u00fctte auf 1.630 m \u00fc. NN im Hochk\u00f6nigmassiv des Salzburger Kalkalpenge[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die technischen Ver- und Entsorgungssysteme auf der Ostpreu\u00dfenh\u00fctte der DAV Sektion K\u00f6nigsberg entsprachen in \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Hinsicht nicht mehr dem Stand der Technik. Da die H\u00fctte im Gebiet der Salzburger Kalkalpen liegt, konnten die Abw\u00e4sser sehr schnell und unkontrolliert ablaufen. Im Karstgebiet erfolgt keine Selbstreinigung beim Abflie\u00dfen. Durch die fehlende Entkeimung werden die Grenzwerte nicht eingehalten. Daher wurde von der Bezirkshauptmannschaft St. Johann eine Nachr\u00fcstung der Abwasserreinigung gefordert. Die DAV-Sektion K\u00f6nigsberg war daher gezwungen, das Ver- und Entsorgungssystem der H\u00fctte zu \u00fcberarbeiten und die daf\u00fcr notwendigen Versorgungssysteme umbauen oder erneuern zu lassen. Der erste Schritt der durchzuf\u00fchrenden Planungsuntersuchung war, die verschiedenen L\u00f6sungsvarianten zu analysieren, zu pr\u00fcfen und gegeneinander abzuw\u00e4gen. Ziel der Untersuchung sollte die Darlegung der L\u00f6sungsvarianten sein, mit allen Vor- und Nachteilen, Bewertungen einschlie\u00dflich einer Handlungsempfehlung. Diese sollten hinsichtlich Inhalt, Form und Umfang dem allgemein anerkannten Stand des  Handelns entsprechen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAls m\u00f6gliche Varianten wurden untersucht:<br \/>\nA\tBelebungsanlage f\u00fcr biologische Abw\u00e4sserreinigung unter Verwendung der bestehenden Abwasserkl\u00e4rbeh\u00e4lter einschl. Energieversorgung.<br \/>\nB\tDezentrale Abwasserreinigungsanlage nach dem Tropfk\u00f6rperverfahren mit Energieversorgung durch Blockheizkraftanlage<br \/>\nC\tAnschluss an das \u00f6ffentliche Ver- und Entsorgungsnetz der Gemeinde Werfen (Dielalm).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Situation bis dato:<br \/>\nDie elektrische Installation war auf 230 Vac Wechselstrom und 400 Vac Drehstrom ausgelegt. Jeder Raum war beleuchtet. Die Versorgung der Verbraucher erfolgte \u00fcber den direkten Betrieb eines der bei-den Dieselaggregate (zwei \u0082Perkins Baujahr 1988; 27,5 kVA; 22 kW; 3.200 l Diesel pro Jahr). Auch die Materialseilbahn (7,5 kW) war mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet. Als Notstromeinrichtung war bis dahin eine kleine 24 Vdc Batterieanlage im Einsatz. Diese wurde \u00fcber zwei kleine Solarmodule und \u00fcber ein Autoladeger\u00e4t \u00fcbers Aggregat geladen. Die Batterien waren mit 250 Ah etwas zu gro\u00df f\u00fcr die kleinen Module. Auch waren vier Batterien im Einsatz, wobei lediglich zwei nur im Wechselbetrieb waren.<br \/>\nEin K\u00fcchenherd einschlie\u00dflich Backrohr wurde \u00fcber eine au\u00dfen angebrachte Fl\u00fcssiggasanlage mit 33 kg Flaschen betrieben (Verbrauch 13.500 kWh\/a). In der K\u00fcche war ein Gasdurchlauferhitzer eingebaut. Zus\u00e4tzlich wurden ein K\u00fchlschrank und zwei Tiefk\u00fchltruhen mit Gas betrieben. Geheizt wurde in der H\u00fctte \u00fcber insgesamt drei verschiedene Holzheizungen (zwei \u00d6fen und Holzherd in der K\u00fcche). Warmwasser wurde in der K\u00fcche \u00fcber den Holzherd und mittels eines Holzboilers im Privatbad erzeugt.<br \/>\nEine nach dem Stand der Technik erforderliche Brandschutzanlage lag zur Genehmigung der Bezirks-hauptmannschaft St. Johann vor.<\/p>\n<p>K\u00fcnftige Situation:<br \/>\nUm die H\u00fctte so weit wie m\u00f6glich auf regenerative Energietr\u00e4ger umzustellen, war geplant, dass ein Blockheizkraftwerk mit 22 kWel auf Pflanzen\u00f6lbasis die Grundversorgung (Batterien; Verbraucher, wie: Seilbahn, Geschirrsp\u00fcler, Wasserpumpe, Waschmaschine) sicherstellt. Die Abw\u00e4rme des BHKW sollte mit Hilfe eines Brauchwasserspeichers\/Pufferspeichers f\u00fcr die Warmwasserversorgung,  teilweise die Beheizung der H\u00fctte sowie die schnelle Trockenraumbeheizung verwendet werden. Zudem sollte eine kleine Photovoltaikanlage (2,5 kWp) die elektrische Versorgung der H\u00fctte unterst\u00fctzen (Grundlast: Beleuchtung, kleinere Verbraucher, Abwasseranlage). Als Puffermedium f\u00fcr die elektrische Energie war eine Batterieanlage mit 24 Vdc Nennspannung geplant. \u00dcber diese sollte zudem ein bidirektionaler Wech-selrichter so betrieben werden, dass auch ohne Betrieb des BHKW das Wechselstromnetz mit 3,3 kWel Leistung der H\u00fctte zur Verf\u00fcgung stand. Des Weiteren erfolgte eine Umstellung auf neue sparsame elektrische Ger\u00e4te. Die Warmwasserbereitung und die Beheizung einzelner R\u00e4ume der H\u00fctte konnte \u00fcber die Abw\u00e4rme des BHKW und \u00fcber ein Heizungssystem mit 800 l Pufferspeicher und Frischwasseraufbereitung erfolgen. F\u00fcr das Kochen und die schnelle Essensbereitung sollte weiterhin Flaschengas verwendet werden. <\/p>\n<p>Die Abwasseranlage bestand bis dato aus einer 3-Kammeranlage (11 m3 Nutzvolumen). Diese sollte k\u00fcnftig als mechanische Vorreinigung genutzt (Vorkl\u00e4rung; Fettabscheidung; Puffer) und um eine biologische Stufe (zwei bewachsene Bodenfilter: 40 m2 Fl\u00e4che vertikal durchstr\u00f6mt, 45 m2 horizontal) erweitert werden. Die Volumenreduzierung des Kl\u00e4rschlamms sollte durch eine solare Schlammtrocknungsanlage (Fa. Grammer Solar) erreicht werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des anschlie\u00dfenden Demonstrationsprojektes sollten die Projektergebnisse in Fachjournalen und sonstigen Printmedien (Handzettel\/Flyer) ver\u00f6ffentlicht und auf Fachveranstaltungen, wie z. B. die Internationalen Fachseminare Umweltgerechte Ver- und Entsorgungskonzepte f\u00fcr Berg- und Schutzh\u00fctten im ZUK Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur Benediktbeuern pr\u00e4sentiert werden<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Ergebnis der Planungsphase war die Dimensionierung der auf der Ostpreu\u00dfenh\u00fctte geplanten Energie- versorgungskomponenten insgesamt plausibel. Das Ziel der vermehrten Nutzung der regenerativen Energien, um damit die Prim\u00e4renergietr\u00e4ger Gas, Benzin und Diesel soweit wie m\u00f6glich zu reduzieren und neben der saubereren Energieerzeugung auch die Gefahren bei der Lagerung dieser Stoffe zu minimieren, konnte mit dem neuen Konzept erreicht werden.<br \/>\nDas Demonstrationsprojekt AZ 17400\/79 wurde am 28.02.2006 als 24. Berg- und Schutzh\u00fctte, die durch die DBU im Rahmen der Ausschreibung AZ 17400 gef\u00f6rdert wurde, bewilligt. Das Bewilligungsschreiben wurde im Rahmen des sechsten Internationalen Fachseminars Umweltgerechte Ver- und Entsorgungskonzepte f\u00fcr Berg- und Schutzh\u00fctten am 03.03.2006 im ZUK Zentrum f\u00fcr Umwelt und Kultur Benedikt-beuern \u00fcbergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die technischen Ver- und Entsorgungssysteme auf der Ostpreu\u00dfenh\u00fctte der DAV Sektion K\u00f6nigsberg entsprachen in \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Hinsicht nicht mehr dem Stand der Technik. Da die H\u00fctte im Gebiet der Salzburger Kalkalpen liegt, konnten die Abw\u00e4sser sehr schnell und unkontrolliert ablaufen. Im Karstgebiet erfolgt keine Selbstreinigung beim Abflie\u00dfen. Durch die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[57,51,53],"class_list":["post-24014","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-bayern","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"17400\/66","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"17400-66.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"4.664,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Deutscher Alpenverein (DAV) e. V.\nSektion K\u00f6nigsberg\/Pr.","dbu_projektdatenbank_strasse":"Rolf-Pinegger-Str. 14","dbu_projektdatenbank_plz_str":"80689","dbu_projektdatenbank_ort_str":"M\u00fcnchen","dbu_projektdatenbank_p_von":"2005-02-23 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"","dbu_projektdatenbank_telefon":"0 89 - 700 654 72","dbu_projektdatenbank_inet":"www.alpenverein-koenigsberg.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Bayern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"115","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24014\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42908,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24014\/revisions\/42908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}