{"id":24011,"date":"2026-04-13T10:32:05","date_gmt":"2026-04-13T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23463-01\/"},"modified":"2026-04-13T10:32:06","modified_gmt":"2026-04-13T08:32:06","slug":"23463-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23463-01\/","title":{"rendered":"Naturschutzleistungen der Landwirtschaft &#8211; Wettbewerb \/ Information \/ Beratung \/ Modellbauernh\u00f6fe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die gesellschaftliche Anerkennung landwirtschaftlicher Leistungen f\u00fcr den Naturschutz ist gering. Es fehlt ein \u00f6ffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung dieser Leistungen. Es fehlen regionalspezifische Instrumente zur naturschutzfachlichen Information \/ Beratung von Landwirten sowie eine Infrastruktur zur Demonstration von naturschutzfachlichem Know-how f\u00fcr die Landwirtschaft. Die Ziele des Projekts sind:<br \/>\n\tErhaltung und Entwicklung von naturschutzfachlich kompetent genutzten landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen;<br \/>\n\tMotivation aller Landwirte zur verst\u00e4rkten Planung und Umsetzung von Naturschutz-Ma\u00dfnahmen;<br \/>\n\tEntwicklung \/ Verbesserung der naturschutzfachlichen Info- und Beratungsleistungen f\u00fcr Landwirte;<br \/>\n\tEntwicklung eines Instrumentariums zur Integration naturschutzfachlicher Ziele und Ma\u00dfnahmen in den Entwicklungsplan landwirtschaftlicher Betriebe und modellhafte Umsetzung auf vier Bauernh\u00f6fen .<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufbau und Koordinierung der Steuerungsgruppe &#8211; Information und Abstimmung der geplanten Ma\u00dfnah-men und Akzeptanzf\u00f6rderung in der Region.<br \/>\nDurchf\u00fchrung eines Wettbewerbs Naturschutzleistungen der Landwirtschaft &#8211; Das Instrument des Wettbewerbs dient als positiver Projektstart und zur Kontaktaufnahme mit den Landwirten.<br \/>\nEntwicklung, Erstellung und Verbreitung einer Fachbrosch\u00fcre &#8211; Erstellung einer Fachbrosch\u00fcre zur Dar-stellung herausragender Naturschutzleistungen und zur Motivation und Anleitung weiterer Landwirte<br \/>\nEntwicklung\/Erprobung eines naturschutzfachl. Beratungsmoduls f\u00fcr Landwirte &#8211; Entwicklung eines Beratungsmoduls zur Demonstration einzelbetrieblicher M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Naturschutzleistungen.  Konzeption und Erprobung von naturschutzfachlichen Entwicklungspl\u00e4nen f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe (Kooperation mit DBU-Projekt Naturschutz in einem Betriebsmanagementsystem f\u00fcr eine nachhaltige Landwirtschaft) Um die langfristige Integration naturschutzfachlicher Belange in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu sichern, wird ein naturschutzfachlichen Betriebsentwicklungsplan entwickelt und an den betriebswirtschaftlichen Entwicklungsplan gekoppelt.<br \/>\nDurchf\u00fchrung einer internationalen Fachveranstaltung &#8211; Verbreitung der Projektergebnisse und langfristige Vernetzung mit \u00fcberregionalen Akteuren und Experten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Am Wettbewerb Naturschutzleistungen der Landwirtschaft nahmen insgesamt 40 Landwirte im Landkreis Konstanz teil. Die Motivation war auf den beteiligten Betrieben bereits hoch und konnte gest\u00e4rkt werden. Durch die umfassende Pressearbeit und die Integration des Wettbewerbs in eine landwirtschaftliche Schule konnten besonders junge Landwirte erreicht werden. Die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung sowie die Wettbewerbsdokumentation waren wichtige Instrumente, um die Naturschutzleistungen der Landwirte st\u00e4rker im \u00f6ffentlichen Bewusstsein zu verankern. Gerade im Rahmen des Wettbewerbs wurden in der kon-ventionellen Landwirtschaft viel Vertrauen und Sympathien f\u00fcr den Naturschutz geweckt. Vielen Landwirten bedeutete die symbolhafte und \u00f6ffentliche Sch\u00e4tzung Ihrer Arbeit sehr viel. Der Wettbewerb Naturschutzleistungen der Landwirtschaft wurde von allen Beteiligten als gro\u00dfer Erfolg gewertet.<br \/>\nDie Ziele f\u00fcr das Beratungsmodul wurden weitgehend erreicht. Die positiven Zusatzergebnisse aus der Zusammenarbeit mit den beiden REPRO-Teams konnten Mangels fertiger Software nicht erreicht werden. Das am meisten \u00fcberraschende Ergebnis war, dass die Modellbetriebe in weitreichendem Umfang naturschutzfachlich gut wirtschaften, viele Ideen in den Betrieben vorhanden waren und es so in erster Linie um die Unterst\u00fctzung f\u00fcr deren Umsetzung ging. Der Vorzeigecharakter strahlt aber bereits jetzt aus und best\u00e4tigt die Strategie, zun\u00e4chst solche Betriebe zu f\u00f6rdern. So zeigt sich z.B., dass f\u00fcr naturschutzfachlich wertvolle aber landwirtschaftlich ung\u00fcnstige Landschaftsbereiche zunehmend ein oder zwei Betriebe von den Naturschutzbeh\u00f6rden gesucht werden, die haupts\u00e4chlich als Landschaftspfleger auftreten. Die Zusammenarbeit mit den Modellbetrieben und Beh\u00f6rden war in jeder Hinsicht sehr produktiv. Die direkte Weiterf\u00fchrung des Projektes ist ohne externe Finanzierung nicht m\u00f6glich. Naturschutzberatung wird in Deutschland modellhaft bleiben, sollte nicht eine staatliche Zuschussf\u00f6rderung m\u00f6glich ist (wie z.B. in \u00d6sterreich \u00fcber ELER).<br \/>\nDie internationale Fachveranstaltung war mit 40 Teilnehmern gut besucht. Die Veranstaltung hat insbesondere zur St\u00e4rkung der grenz\u00fcberschreitenden Kontakte und des fachlichen Austauschs in der internationalen Bodenseeregion gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Landwirte wurden durch mehrere Pressemitteilungen sowie durch das Anschreiben im Ehemaligenbrief zur Teilnahme am Wettbewerb motiviert. Auch im Internet wurde auf den Seiten der Projektpartner und z. T. auf den Seiten der Mitglieder der Projektarbeitsgruppe auf den Wettbewerb hingewiesen. Im Rahmen der Veranstaltung zur Preisverleihung wurde eine Pressekonferenz durchgef\u00fchrt sowie Pressetexte und Fotos von der Veranstaltung versandt. Ebenso wurde im Internet von den Projektpartnern \u00fcber die Veranstaltung berichtet. Zur \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation der Wettbewerbsgewinner wurden der interessierten Presse detaillierte Informationen und Textbausteine zu den einzelnen Betrieben geliefert. Diese Betriebsportraits wurden u. a. auch gezielt an die jeweiligen kommunalen Info-Bl\u00e4tter geschickt und dort auch ver\u00f6ffentlicht. Mit der vierseitigen Wettbewerbsdokumentation wurden alle Wettbewerbsteilnehmer, alle B\u00fcrgermeister im Landkreis Konstanz, alle entsprechenden Verwaltungen und politischen Mandatstr\u00e4ger \u00fcber den Wettbewerb informiert. Dar\u00fcber hinaus wurde die Dokumentation auch in der internationalen Bodenseeregion publik gemacht und verbreitet.<br \/>\nDie \u00f6ffentliche Wahrnehmung der Fachveranstaltung in Konstanz war ebenfalls gut. Allerdings konnte bei den Wochenzeitschriften der Bauernorganisationen leider keine Berichterstattung erreicht werden. Daf\u00fcr wurde der Tagungsband an alle Tagungsteilnehmer als PDF-Dokument versandt. Der gesamte Einladungsverteiler wurde \u00fcber die Fertigstellung und die Abrufm\u00f6glichkeit des Tagungsbands informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt ist das Projekt sehr zufriedenstellend und erfolgreich verlaufen. Insbesondere die fachliche Auseinandersetzung zwischen Vertretern von Landwirtschaft und Naturschutz war sehr intensiv und fruchtbar. Die \u00f6ffentliche Wahrnehmung insbesondere der Wettbewerbs-Preistr\u00e4ger war durch die intensive Pressearbeit auch nach der Preisverleihung sehr gut. Leider konnten die M\u00f6glichkeiten, im Anschluss an den Wettbewerb weitere Information- und Beratungsinstrumente zu entwickeln und zu erproben, nicht wahr genommen werden. Zu stark waren die meisten Landwirte und auch die Landwirtschaftsverwaltung mit den sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft besch\u00e4ftigt.<br \/>\nDie Entwicklung des Naturschutz-Beratungsmoduls sowie der betrieblichen Naturschutz-Entwicklungspl\u00e4ne wurden bereits beschrieben und entsprechend beurteilt. Eine zentrale Erkenntnis hierbei ist, dass es oftmals weniger eine grundlegende Beratung der interessierten Landwirte braucht, sondern eine kompetente Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung der bereits vorhandenen Naturschutzideen des Landwirts. F\u00fcr die daf\u00fcr notwendige enge Zusammenarbeit zwischen Landwirt, Naturschutz-Organisationen sowie Fachverwaltungen hat das Projekt vor Ort sehr gute Impulse gesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die gesellschaftliche Anerkennung landwirtschaftlicher Leistungen f\u00fcr den Naturschutz ist gering. 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