{"id":24008,"date":"2023-07-13T15:24:42","date_gmt":"2023-07-13T13:24:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23455-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:43","slug":"23455-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23455-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung energiesparender Verfahren zur Regenerierung der L\u00f6semittel in Reinigungsmaschinen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Entwicklungsvorhabens ist die Reduzierung der erforderlichen Heizleistung f\u00fcr den Destillationsvorgang der L\u00f6semittel &#8211; vor allem Per &#8211; in Reinigungsmaschinen um etwa 1\/3 der heute ben\u00f6tigten Energie durch Entwicklung eines speziellen Rohrwendels zur Destillation. Zugleich sollen die optimalen Temperaturen f\u00fcr diesen Prozess strikt eingehalten werden, um die Zersetzung des LM mit Bildung von Schadstoffen (Phosgen, Salzs\u00e4ure) zu vermeiden. Die Filterung des LM soll dadurch verbessert werden, dass anstelle der \u00fcblichen Scheibenfilter, von denen der mit Per belastete Filterkuchen von Zeit zu Zeit abgeschleudert wird, ein Tuchfilter verwendet wird. Dessen spezielle Ausf\u00fchrung soll es erlauben, den Filterbelag ohne Belastung mit LM mechanisch zu entfernen und als Hausm\u00fcll zu lagern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tUntersuchung gebr\u00e4uchlicher Filter und Destillierbeh\u00e4lter; Beh\u00e4ltergr\u00f6\u00dfen, Destillationsleistung, Durchflussraten und Anschlussma\u00dfe der gebr\u00e4uchlichsten Maschinen sind zu ermitteln.<br \/>\n2.\tAusarbeitung des Pflichtenhefts; Aufgrund der Untersuchung nach AS 1 sind die Baugr\u00f6\u00dfen und Maschinentypen festzulegen, f\u00fcr die die Entwicklungsgegenst\u00e4nde ausgelegt werden sollen.<br \/>\n3.\tEntwicklung der Destilliereinrichtung<br \/>\n4.\tHerstellung eines Prototyps der Destilliereinrichtung<br \/>\n5.\tVersuche mit der neue Destilliereinrichtung<br \/>\n6.\tEntwicklung der neuen Filtertechnik<br \/>\n7.\tHerstellung eines Prototyps des neuen Filters<br \/>\n8.\tVersuche mit der neuen Filtertechnik<br \/>\n9.\tMontage des kompletten Systems Filtern &#8211; Destilliereinrichtung<br \/>\n10.\tErprobung des neuen Systems im praktischen Betrieb einer Chemischen Reinigung<br \/>\n11.\tEntwicklung verschiedener Baugr\u00f6\u00dfen zur Umr\u00fcstung  gebr\u00e4uchlicher Maschinen<br \/>\n12.\tVerbreitung der Vorhabensergebnisse<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Destillation:<br \/>\nZur Ermittlung der Leistungsangaben f\u00fcr die Neuentwicklung wurden 75 l Tetrachlorethen in der Anlage destilliert und die dazu erforderliche elektrische Energie f\u00fcr die Dampfbereitung am Elektroz\u00e4hler der Zuleitung mit 12 kWh abgelesen. Umgerechnet auf eine Destillation von 150 l\/h ben\u00f6tigt die neue Anlage somit 24 kWh bzw. 0,16 kWh pro Liter Tetrachlorethen. Die Einsparung gegen\u00fcber dem Stand der Technik betr\u00e4gt somit ~ 27,6%. Dies entspricht einer Energieeinsparung von 18 284 kWh\/a je Per-Maschine. Diese Destillationsversuche zeigten, dass das Projektziel erreicht werden konnte.<br \/>\nDie Destillation funktionierte entsprechend unseren Erwartungen. Allerdings erwies die geschaffene An-lage als \u00fcberdimensioniert. F\u00fcr die praktische Anwendung muss sie verkleinert werden. Die Wendel k\u00f6nnen f\u00fcr die am h\u00e4ufigsten eingesetzte Maschinengr\u00f6\u00dfe mit 20 kg Reinigungsgut wesentlich kleiner aus-gef\u00fchrt wer-den, eventuell sogar als Koaxialrohr mit dem L\u00f6semittel im inneren Rohr und der Dampff\u00fchrung im Mantel. Damit k\u00f6nnte vermutlich der Energiebedarf noch weiter gesenkt werden.<br \/>\nFilter:<br \/>\nDie einwandfreie Funktion der Destillation setzt ein funktionsf\u00e4higes Filter voraus, da nur dann eine Belagsbildung in der Destillationswendel verhindert werden kann. Da die Funktion der Wendel auch \u00fcber ei-nen l\u00e4ngeren Zeitraum nachgewiesen werden konnte, wurde diese Voraussetzung erf\u00fcllt.<br \/>\nDas zweite Ziel der Filterentwicklung war der Nachweis eines durch LHKW unbelasteten Filterkuchens, so dass dieser auf normalen Hausm\u00fclldeponien DK1 gelagert werden k\u00f6nnte. Die Analyse durch das UIS Umweltinstitut synlab Stuttgart GmbH beweist, dass auch dieses Ziel mit einer Belastung des entnom-menen Filterkuchens durch ? LHKW von 1,4 mg\/kg und 3,5 mg\/kg erreicht wurde. Die Zuordnungskrite-rien f\u00fcr Deponien der Deponieklasse I und II (DK) f\u00fcr LHKW nach dem Stand vom 05.05.2006 lassen die Deponierung von LHKW bis 25 mg\/kg in Deponieklasse I und bis 50 mg\/kg in Deponieklasse II zu.<br \/>\nAufgrund der Entwicklung sind beachtliche Kosteneinsparungen je Maschine m\u00f6glich, die durch<br \/>\no\tden geringeren Energieverbrauch (13 284 kWh\/a ~ 2 384,- \u0080\/a)<br \/>\no\tdas Reduzieren der Entsorgungskosten f\u00fcr Perhaltigen Filterkuchen um 95% (~2 860,- \u0080\/a)<br \/>\no\tdie l\u00e4ngere Standzeit der Reinigungsmaschinen weil Temperaturspitzen und damit das Entstehen der stark korrosiv wirkenden Salzs\u00e4ure vermieden werden,<br \/>\nerzielt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wir werden Gespr\u00e4che mit Herstellern von Textilreinigungsmaschinen suchen und Ihnen die Vorteile der neuen Technik an den Prototypen vorf\u00fchren. Da die Filtertechnik von den Maschinenbauern meistens bezogen wird, m\u00f6chten wir auch diese Hersteller, die vor allem in Italien ans\u00e4ssig sind, in die Vorf\u00fchrun-gen mit einbeziehen. Ein namhafter Hersteller dieser Komponenten, den wir besonders ansprechen m\u00f6chten, ist die Firma Marinelli\/Bologna<br \/>\nUm einen gewissen Druck auf die Hersteller von Textilreinigungsmaschinen und die zugeh\u00f6rigen Komponenten aufzubauen, werden wir auch deren Kunden, also die Textilreinigungsbetriebe, die Betriebe f\u00fcr die Reinigung von Industrietextilien, den Deutschen Textilreinigungsverband e.V. sowie die Textilinstitute durch Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften, im Internet und bei Informationsveranstaltungen unseres Hauses auf die neue, energiesparende Destillations- und Filtertechnik hinweisen.<br \/>\nFerner ist eine Tagung in unserem Haus f\u00fcr September oder Anfang Oktober 2008 f\u00fcr die Firma B\u00f6we als bedeutendsten Hersteller von Reinigungsmaschinen geplant, zu der die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, die Service- und Verkaufsleiter und alle Inlandsvertretungen eingeladen werden. Zweck der Tagung ist die Vorstellung der neuen Destillations- und Filtertechnik. Dabei werden wir auf den bedeutenden Anteil der DBU bei der Finanzierung des FuE-Vorhabens hinweisen.<br \/>\nAngesichts der laufend steigenden Energiekosten rechnen wir damit, dass die neue Technik dadurch und \u00fcber die Kundenanforderungen schnell Eingang in das Angebot der Maschinenhersteller finden wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Entwicklungsziel war eine Verbesserung der Destillation von L\u00f6semitteln in Reinigungsmaschinen dadurch, dass der Energieverbrauch zur Destillation gesenkt und gleichzeitig die maximal zul\u00e4ssigen Temperaturen eingehalten wurden. Dieses Ziel konnte bei Tetrachlorethylen mit einer Destillationsleistung von 150 l\/h bei einem Energieverbrauch von 24 kWh, der einer Reduzierung von 27,6% gegen\u00fcber dem Stand der Technik darstellt, erreicht werden.<br \/>\nDie entwickelte Anlage kann zum Nachweis dieser Angaben jederzeit vorgef\u00fchrt werden. Zum praktischen Einsatz in Reinigungsmaschinen ist sie jedoch \u00fcberdimensioniert, das hei\u00dft, weitere Ausf\u00fchrungen m\u00fcssen aufgrund der erarbeiteten Erkenntnisse der jeweiligen Maschinengr\u00f6\u00dfe angepasst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Entwicklungsvorhabens ist die Reduzierung der erforderlichen Heizleistung f\u00fcr den Destillationsvorgang der L\u00f6semittel &#8211; vor allem Per &#8211; in Reinigungsmaschinen um etwa 1\/3 der heute ben\u00f6tigten Energie durch Entwicklung eines speziellen Rohrwendels zur Destillation. 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