{"id":24001,"date":"2023-07-13T15:24:39","date_gmt":"2023-07-13T13:24:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23435-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:41","slug":"23435-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23435-01\/","title":{"rendered":"okumentation und Ausstellung der mit Unterst\u00fctzung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gewonnenen modellhaften Erkenntnisse beim Wiederaufbau der zerst\u00f6rten Dresdner Frauenkirche unter Verwendung der stark umweltgesch\u00e4digten und verwitterten Tr\u00fcmmer[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche wurde in zweierlei Beziehung Neuland betreten.<br \/>\n1.\tEs galt 45 Jahre im Tr\u00fcmmerzustand lagerndes und entsprechend umweltgesch\u00e4digtes Natursteinmaterial auf seine Tauglichkeit zur Wiederverwendung im neu zu errichtenden Bau zu untersuchen und Methoden zu entwickeln, den Einbauort von 8.000 Fassadensteinen zu ermitteln, die wieder verwendbar waren oder zumindest als Modell dienen konnten<br \/>\n2.\tEs war erforderlich, unter dem Aspekt der Ressourcenschonung aufgabenbezogene Qualit\u00e4tsnormen zu entwickeln, die Standsicherheit und bauklimatische Tauglichkeit des neuen Steingef\u00fcges gew\u00e4hrleisteten, da das europ\u00e4ische Normenwerk hier nur sehr eingeschr\u00e4nkt anwendbar war.<br \/>\nDas Vorhaben erfuhr im Rahmen von vier Projekten nachhaltige F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die es gilt, einer gro\u00dfen \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie \u00f6ffentliche Bekanntmachung der nachhaltigen F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sollte in einer gemeinsamen Ausstellung der Stiftung Frauenkirche und des Stadtmuseums Dresden aus Anlass der Weihe der Frauenkirche geschehen. Sie wurde am 21.10. 2005 er\u00f6ffnet.<br \/>\nEin Ausstellungskuratorium, bestehend aus je einem Vertreter der Stiftung Frauenkirche, des  Stadtmuseums Dresden, der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der F\u00f6rdergesellschaft Wiederaufbau Frauenkirche, hatte einzelne Sachzeugen, wie in der Fassung des Antrages vom 21.04.2005 im einzelnen dargestellt, ausgew\u00e4hlt, d. h. historische Fotos des Zerst\u00f6rungszustandes, geod\u00e4tische Erfassung des Tr\u00fcmmerberges, Kerndatenbl\u00e4tter zu den einzelnen Steinen, Fassadenbezeichnung mit Eintragung der wiederverwendeten Altsteine, Zeichnungen zur Ausbildung der Kuppel und des Kuppelanlaufes oder des Hauptgesimses, aus dem die Ergebnisse der durch die  Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rderten experimentellen Untersuchungen zur Wiederverwendung Altsteinen und zur optimalen Ausbildung des Werksteingef\u00fcges anschaulich ersichtlich ist.<br \/>\nDazu kamen Computeranimationen und kurze Filmsequenzen zum Kr\u00e4ftefluss im Mauerwerksgef\u00fcge oder zum ressourcenschonenden Umgang mit Gro\u00dfteilen, z. B. der Bekr\u00f6nung des nord\u00f6stlichen Eckturmes, des sogenannten Schmetterlings, die &#8211; 90 t schwer &#8211; im Ganzen wieder aufgesetzt wurde.<br \/>\nDie konzeptionelle Planung wurde am 25.07.2005 endg\u00fcltig abgeschlossen und anschlie\u00dfend mit den Ausstellungsgestaltern konkret umgesetzt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wie schon im Antrag dargestellt, w\u00e4re es der Stiftung Frauenkirche in Verbindung mit den Ingenieurb\u00fcros Prof. Dr. J\u00e4ger und Prof. Dr. Wenzel nicht m\u00f6glich gewesen, soviel originale Substanz in den wiedererrichteten Bau zu integrieren und diesen ganz im konstruktiven Sinne George B\u00e4hrs wiederherzustellen, wenn nicht die dazu erforderlich begleitende abgewandte Forschung von der DBU so gef\u00f6rdert worden w\u00e4re. Dies wird im 3. Teil der Ausstellung zu Zerst\u00f6rung, arch\u00e4ologischer Enttr\u00fcmmerung und Wiederaufbau ausf\u00fchrlich dokumentiert. Die Dokumentation b\u00fcndelt sich und wird f\u00fcr den fachlich nicht speziell gebildeten Besucher besonders anschaulich in den von combase erstellten Animationen und  Videodarstellungen:<br \/>\n1.\tDer 3 D-Einblick in die Hauptkuppel (animierter Schnitt) macht besonders deutlich, welche Sorgfalt in Werksteinauswahl, Fugentechnik und M\u00f6rtelzubereitung erforderlich war, um ein solch kompliziertes Gebilde allein aus nat\u00fcrlichen Baustoffen standfest auszubilden.<br \/>\n2.\tDie Darstellung der Pfeilerb\u00f6gen und Kassettengew\u00f6lbe in Verbindung mit dem originalgerechten Stahlbaukern und dem zus\u00e4tzlichen Zugring  demonstriert, wie die konstruktive Idee George B\u00e4hrs erneut, nur in erweiterter Form, umgesetzt werden konnte &#8211; im Ergebnis der begleitenden Forschungen.<br \/>\n3.\tDie 3 D-Animation zur verbesserten Ausbildung des Kuppelanlaufs verdeutlicht, wie eine Schwachstelle George B\u00e4hrs bez\u00fcglich Durchfeuchtung des Steingef\u00fcges materialgerecht verbessert und damit ressourcenschonend ausgebildet werden konnte.<br \/>\n4.\tIn der vergleichenden Darstellung der Ableitung der Kuppellasten im Pfeiler- und Wandmauerwerk, die sich in den Schnitten des Baues nach unten bewegen, wird besonders anschaulich, was George B\u00e4hr konstruktiv beabsichtigte, was konstruktiv tats\u00e4chlich eintrat und wie nun durch pr\u00e4zisere Ausf\u00fchrung der Ideen B\u00e4hrs der Bau stabil ist.<br \/>\n5.\tDie Videodarstellung der Bergung, Herrichtung und Wiederversetzung des 90 t schweren Gro\u00dfteiles der Bekr\u00f6nung des Treppenturmes Nordost macht das Prinzip der arch\u00e4ologischen Enttr\u00fcmmerung, die Bewahrung der originalen Substanz und damit auch das arch\u00e4ologische Prinzip deutlich.<br \/>\n6.\tDie Abfolge der Bilder der Arbeit zeigt den respektvollen Umgang mit den Zeugnissen der Natur und der Kultur, wie sie uns anvertraut ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation dieser Forschungen ist besonders anschaulich in den von combase erstellten Animationen und  Videodarstellungen sowie auf den verschiedenen Schautafeln, die von den Ingenieurb\u00fcros erstellt wurden:<br \/>\nVom B\u00fcro Prof. J\u00e4ger werden gezeigt:<br \/>\n&#8211;\tEinsturz-Tr\u00fcmmerberg-Planung Enttr\u00fcmmerung<br \/>\n&#8211;\tArbeitsschritte der arch\u00e4ologischen Enttr\u00fcmmerung<br \/>\n&#8211;\tDer Weg eines Steines<br \/>\n&#8211;\tDie schlanken Pfeiler der Frauenkirche<br \/>\nVom B\u00fcro f\u00fcr Bauforschung, Prof. Dr. Wenzel werden gezeigt:<br \/>\n&#8211;\tIngenieurplanung zum statisch-konstruktiven Konzept<br \/>\n&#8211;\tAnkersystem der Frauenkirche.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus informiert auch der die Ausstellung begleitende Katalog \u00fcber diese Forschungen und ihre Ergebnisse.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>s. Ergebnisse<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche wurde in zweierlei Beziehung Neuland betreten. 1. 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