{"id":23931,"date":"2023-08-13T10:32:05","date_gmt":"2023-08-13T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23147-01\/"},"modified":"2023-08-13T10:32:07","modified_gmt":"2023-08-13T08:32:07","slug":"23147-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23147-01\/","title":{"rendered":"ufbau von Unternehmensnetzwerken f\u00fcr die M\u00f6bel-, Druck und metallverarbeitende Industrie in den drei baltischen Staaten &#8211; Umweltkommunikation entlang der jeweiligen Wertsch\u00f6pfungskette als Instrument erfolgreicher Umsetzung von EU-Richtlinien in KMU[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der der Vergangenheit wurde in den baltischen Staaten festgestellt, dass es ein Kommunikationsdefizit von Unternehmen bez\u00fcglich vorhandener Umweltprobleme sowie der Einhaltung von Umweltgesetzgebungen innerhalb von Wertsch\u00f6pfungsketten in den drei baltischen Staaten gibt. Inzwischen ist ein wachsendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Problematik festzustellen und das Ziel dieses Projektes ist, dass in drei ausgew\u00e4hlten Branchen Firmen ihre Wertsch\u00f6pfungsketten identifizieren und Kommunikationswege auf-bauen um bestehende Umweltdefizite zu beseitigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn drei ausgew\u00e4hlten Wertsch\u00f6pfungsketten sollen Kommunikationswege und L\u00f6sungskonzepte f\u00fcr identifizierte Umweltprobleme erarbeitet werden. Es wurden drei Branchen ausgew\u00e4hlt: M\u00f6belherstellung\/Holzverarbeitung, Metallverarbeitung und Druckindustrie. In allen drei Branchen gibt es Umweltprobleme z. B. bei der Behandlung von Abf\u00e4llen und dem Einsatz von Chemikalien. Es gibt Informationsdefizite von Mitarbeitern und Schwierigkeiten bei dem Aufbau eines Umweltmanagements, was auch dazu f\u00fchrt, dass Umweltgesetzgebungen teilweise nicht oder nur unzureichend beachtet werden.<br \/>\nEs wurde eine Reihe von nationalen Trainings f\u00fcr alle Branchen durchgef\u00fchrt (jew. 4 Einh.), in denen Grundlagen der Wertsch\u00f6pfungskettenkommunikation, gepaart mit kostenneutralen Optionen f\u00fcr die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes vermittelt wurden. Au\u00dferdem wurde die neue, auf EU-Gesetzgebung basierende Rechtslage in den Bereichen Chemikalien, Abfallmanagement, Luft, usw. erl\u00e4utert. Zus\u00e4tzlich wurden ein baltischer und drei internationale Workshops organisiert, in denen sich die Mitarbeiter der KMU mit Kollegen und Experten zu Umweltfragen ihrer Branchen vor allem aus Deutschland austauschen konnten. Mittels eines interaktiven internetbasierten Handbuches wurde den Firmen eine M\u00f6glichkeit gegeben, die vermittelten Informationen schnell und unkompliziert nachlesen und vertiefen zu k\u00f6nnen. Mit ausgew\u00e4hlten Firmen aus allen Branchen wurde vertiefter zusammengearbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt hat deutlich gezeigt, wie dringend notwendig die Vermittlung insbesondere von Basiswissen war. Zwar ist teilweise noch immer eine veraltete Technologie im Spiel, jedoch besteht das gr\u00f6\u00dfte Hindernis zur Verbesserung des Umweltschutzes im Wissen der Mitarbeiter der Betriebe. Insofern wurde die Arbeit mehr in der Breite, als in der Tiefe ausgef\u00fchrt. Und das wohl wichtigste Ergebnis ist, dass dank der Teilnahme vieler Mitarbeiter aus den Managementebenen, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Thematik bei ma\u00dfgeblichen Entscheidungstr\u00e4gern angekommen ist und verschiedene vorgestellte Ma\u00dfnahmen unmittelbar in die Tat umgesetzt werden konnten, wozu vielfach Erfahrungsweitergabe und Training der eignen Mitarbeiter geh\u00f6rte.<br \/>\nIm Rahmen von ausgew\u00e4hlten Fallstudien aus allen Branchen und in allen drei L\u00e4ndern konnte mit Vorreiterfirmen in Sachen Umweltschutz etwas eingehender gearbeitet werden und versucht werden, Optionen zu ermitteln, wie der Umweltschutz gerade im Hinblick auf den Input durch die Auswahl der Zuliefe-rer von Rohstoffen, wie aber auch auf den Output durch Fertigung und expliziter Vermarktung umwelt-freundlicherer Produkte.<br \/>\nDas Projekt fiel zeitlich mitten in eine Phase enormen \u00f6konomischen Aufschwungs in Estland, Lettland und Litauen &#8211; einem weiteren Grund, warum dieses Projekt zur richtigen Zeit am richtigen Ort durchgef\u00fchrt wurde. Kurzfristig war dies eine Herausforderung, da die vergleichsweise kleinen Firmen nur wenig Personal und vor allem Zeit f\u00fcr die Projektarbeit freistellen konnten. Zudem mangelt es an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften in der Region, da die M\u00f6glichkeiten der Freiz\u00fcgigkeit innerhalb der EU zu arbeiten und bei-spielsweise in Gro\u00dfbritannien, Irland oder den Niederlanden noch h\u00f6here L\u00f6hne zu verdienen, derzeit noch attraktiver sind, als im eigenen Land zu arbeiten. Dennoch, die Anforderungen, die gerade aus Westeuropa and die KMUs im Baltikum, die vor allem als Zulieferer f\u00fcr den Export produzieren, gestellt werden, sind f\u00fcr viele Firmen starke Anreize, weitere Verbesserungen durchzuf\u00fchren, f\u00fcr die sie dank des Projektes vielf\u00e4ltige Hilfestellungen erhalten haben. Sicherlich ist weitere Arbeit in diesem Bereich dringend geboten und das Baltic Environmental Forum wird sich weiterhin bem\u00fchen, dies in die Tat umzusetzen, um insbesondere auch Mitarbeiter in der Produktion und die breite \u00d6ffentlichkeit zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurden Pressemeldungen im Vorfeld der Veranstaltungen herausgegeben. Dar\u00fcber hinaus wurde auf den Internetseiten der Projektpartner \u00fcber das Projekt und seine Aktivit\u00e4ten berichtet. Zur Projektmitte wurden in den baltischen Staaten Informationsveranstaltungen durchgef\u00fchrt. In Lettland konnte sogar die Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Projekt durch das lettische Umweltministerium erreicht werden, die im Rahmen einer Veranstaltung f\u00fcr betrieblichen Umweltschutz auf das BEF-Projekt hinwiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat \u00fcber 90 kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen aus den M\u00f6bel-, Druck-, und metallverarbeitenden Industrien direkt erreicht, wobei die \u00fcberwiegende Mehrzahl im Rahmen von Trainingsma\u00dfnahmen \u00fcber Wertsch\u00f6pfungskettenkommunikation, kostenneutrale innerbetriebliche Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Umweltperformanz und praktische Informationen zur Umsetzung der neuen, auf EU-Richtlinien basierenden Umweltgesetzgebung informiert wurden. Zudem wurden internationale Workshops organisiert, in denen ein Austausch mit Kollegen aus den jeweiligen Branchen vor allem aus dem Bundesgebiet, aber auch aus anderen L\u00e4ndern erm\u00f6glicht wurde. Das Projekt hat, auch dank der Gr\u00f6\u00dfe der drei baltischen Staaten in allen drei Brachen eine sehr gute Basis geschaffen, um Problembewusstsein zu schaffen: die grundlegende Voraussetzung, um \u00fcberhaupt \u00fcber technologische Verbesserungen, auch jenseits von Kostendruck und Rechtsvorschriften nachdenken und auch investieren zu wollen.<br \/>\nAlle Firmen, branchen\u00fcbergreifend,  die im Rahmen der Fallstudien teilgenommen haben, haben intern durch klare Aufgaben- und Rollenverteilungen ihren Beitrag zur Optimierung der Wertsch\u00f6pfungskettenkommunikation geleistet und etwa dreiviertel von ihnen haben zudem Kriterien erarbeitet, um zuk\u00fcnftig Rohstoffe und Zulieferer auch hinsichtlich des Umweltschutzes beurteilen zu k\u00f6nnen (insbes. Farben und Lacke in der M\u00f6bel- und Druckindustrie, sowie Reinigung- und Schmiermittel in der Metallindustrie).<br \/>\nDie Ergebnisse wurden in Form eines interaktiven, internetbasierten Handbuches festgehalten.<br \/>\nDas entwickelte Handbuch ist \u00fcber den Link: http:\/\/www.bef-de.org\/unsere-themen\/industrie-1\/projekte, in deutscher und englischer Sprache zu erreichen. Die estnische, lettische und litauische Ausgabe ist \u00fcber die Internetpr\u00e4senzen der Projektpartner einsehbar:<br \/>\nEstland (BEF Estonia)\twww.bef.ee<br \/>\nLettland (BEF Lithuania)\twww.bef.lv<br \/>\nLitauen (BEF Latvia)\twww.bef.lt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der der Vergangenheit wurde in den baltischen Staaten festgestellt, dass es ein Kommunikationsdefizit von Unternehmen bez\u00fcglich vorhandener Umweltprobleme sowie der Einhaltung von Umweltgesetzgebungen innerhalb von Wertsch\u00f6pfungsketten in den drei baltischen Staaten gibt. 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