{"id":23922,"date":"2023-07-13T15:24:30","date_gmt":"2023-07-13T13:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23112-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:31","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:31","slug":"23112-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23112-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines multifunktionalen Werkzeugs f\u00fcr Handwerksbetriebe zur Dichtigkeitspr\u00fcfung und Sanierung von umweltbelastenden Hausanschl\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel des Vorhabens ist die Ausarbeitung einer Technologie und einer entsprechenden mechanischen Vorrichtung, welche sowohl die Kosten, als auch die technologischen Zeiten wesentlich herabsetzt. Die von uns avisierte  neue Technologie\/Vorrichtung strebt die komplette Abwicklung der Sanierung durch die  Inspektions\u00f6ffnung an. Hierbei muss eine mechanische Teleskopvorrichtung entwickelt werden, welche die Einbringung und die Positionierung des Inliners erm\u00f6glicht, sowie die Einm\u00fcndung in das Hauptkanalrohr in einem Arbeitsgang sanieren kann. Sollte es gelingen, so verk\u00fcrzen sich die technologischen Zeiten auf unter eine Stunde. Der Anlass ist die Beschlusslage des europ\u00e4ischen Parlaments. Der Gesetzgeber verlangt demnach, dass in Wasserschutzgebieten ab 2005, in den sonstigen Bereichen ab 2015, auch private Kan\u00e4le hinsichtlich Dichtigkeit in Bestand und Neubau nachweispflichtig werden. In der Landesbauordnung NRW \u00a745 ist der fl\u00e4chendeckende Nachweis bereits festgeschrieben. Die Befahrungen der Zweckverb\u00e4nde weisen  einen Prozentsatz der defekten Hausanschl\u00fcsse von ca. 80 % aus.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs soll ein Teleskoparm entwickelt werden, welcher durch die Inspektions\u00f6ffnung eingef\u00fchrt werden kann und den bereits angebrachten getr\u00e4nkten Strumpf in die Abflussleitung einf\u00e4delt. Diese Vorrichtung muss ein Kameraauge f\u00fcr die Diagnose und f\u00fcr die \u00dcberwachung der Arbeiten enthalten, sowie die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine, gegen die Schubrichtung wirkende Presskraft mittels eines aufblasbaren Schlauches mit differenziertem Querschnitt auszu\u00fcben.<br \/>\nDie L\u00f6sung des zweiten Problems besteht darin die Aktivierung und die Abbindungszeiten der Kunstharzmischung zu beschleunigen. Hierbei sehen wir eine Kombination mit verschiedenen Stoffen vor, die uns bereits aus unserem t\u00e4glichen Arbeitsablauf bekannt sind. Die Kombination der Vorrichtung und der verwendeten Stoffe ergeben eine neue Technologie mit dem gew\u00fcnschten Effekt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtig angewendeten Technologien verteilen sich auf die Grunderneuerung (Neuverlegung) und auf die zerst\u00f6rungsfreie Sanierung. Die Neuverlegung muss man immer im Zusammenhang mit dem Zustand der Leitung sehen und unter Umst\u00e4nden ist sie unvermeidbar. Die zerst\u00f6rungsfreien Technologien verdichten die Leitungen mittels Inliner auf verschiedene Weise. Die am meisten eingesetzten Technologien verwenden kunstharzbeschichtete Str\u00fcmpfe, die in die Leitung hineingezogen werden, wo sie unter Einwirkung von W\u00e4rme aush\u00e4rten. Nachteil dieser Technologien ist, dass die technologischen Zeiten mehrere Stunden in Anspruch nehmen, sowie die umst\u00e4ndliche Anbringung  des Anschlussringes in die Hauptkanaleinm\u00fcndung<br \/>\nEin wesentlicher L\u00f6sungsanteil ist die Integration von verschiedenen Werkzeugen. Der integrierte Packer und der multifunktionale Kopf bilden hier die eigentlichen Ans\u00e4tze. Hierbei gab es auf Grund des uns zur Verf\u00fcgung stehenden technologischen Know-How`s einige R\u00fcckschl\u00e4ge.<br \/>\nUnsere Versuche ein Packergrundger\u00fcst zu erstellen, sind ausnahmslos gescheitert, denn das eingesetzte Material ist entweder unter Druck gerissen, oder hat dem Vulkanisierungsprozess nicht standgehalten. Weitere Probleme zeigten sich bei den Anschl\u00fcssen und bei den erforderlichen Materialst\u00e4r-ken. Diese werden in einer weiteren Phase der Entwicklung gekl\u00e4rt. Hierzu wurden Spezialhersteller kontaktiert.<br \/>\nDie endg\u00fcltige L\u00f6sung der Steuerung wird mit einer Fernbedienung ausgestattet sein, welche nur die Bewegung und die Funktionen steuert. Der Vorschub muss manuell erfolgen, das allerdings eine endlose Zuleitung erm\u00f6glicht. Diese h\u00e4tte dann auch auf die Gesamtausstattung Einfluss, denn hier w\u00e4re eine aufgewickelte Standardl\u00e4nge auf einem Kompaktwagen positioniert, einsetzbar. <\/p>\n<p>Die Aufgaben des multifunktionalen Kopfes sind:<br \/>\n&#8211;\tTr\u00e4ger einer Lichtquelle<br \/>\n&#8211;\tAdapter f\u00fcr die Optionalwerkzeuge<br \/>\n&#8211;\tTr\u00e4ger der Vor- und R\u00fcckkamera<br \/>\nDie Lichtquelle und die entsprechende druckwasserdichte Kamera sind Standardl\u00f6sungen und bed\u00fcrfen keiner Weiterentwicklung unsererseits. Vorgesehen sind jedoch zwei unabh\u00e4ngige Minikameras f\u00fcr die \u00dcberwachung der Arbeitsebene und der Sto\u00dfrichtung.  Dies gilt auch f\u00fcr die einzusetzenden Lichtquellen.<br \/>\nDer Kopf verf\u00fcgt \u00fcber einen Pressluft &#8211; Stutzen. Dieser erm\u00f6glicht den Einsatz weiterer Systeme.<br \/>\nUnser gegenw\u00e4rtiger Stand umfasst auch bereits die ersten konkreten Vorstellungen \u00fcber den Hutaufsatzbalg. Dieser wird in Form eines profilierten Balges erstellt. Der Balg verf\u00fcgt \u00fcber eine definierte Form in aufgeblasenem Zustand. Durch die Einf\u00fchrung des Werkzeuges in die Auslassstelle zum Hauptsammler wird das Werkzeug positioniert und mittels dem mitgef\u00fchrten aufgeblasenen Packer blockiert. Der aufgesetzte Strumpf\/Hutaufsatz wird durch die Form des Balges an die gew\u00fcnschte Stelle gepresst und bis zum Aush\u00e4rten positioniert. Eine weitere Bearbeitung, oder der Einsatz von Robotern d\u00fcrfte im Normalfall nicht notwendig sein.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die gemeinsam erzielten Resultate wurden bei verschiedenen Stadtwerken  vorgestellt. Nach Erreichung des endg\u00fcltigen konstruktiven Standes (Nachprojektphase) wird das Produkt als Musterst\u00fcck gebaut und bei verschiedenen Abwasserbetrieben erprobt. Interesse liegt vor!<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Modell- und praxisnahen Versuche mit dem Gebrauchsmuster haben eine prinzipielle Eignung der Grundkonstruktion bewiesen.<br \/>\nDer unter den gegenw\u00e4rtigen Konstruktionsstand zu erreichende Qualit\u00e4tsstandard des Teleskoparmes ist f\u00fcr eine schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praxiswirksame Technologien, aber erst dann geeignet, wenn die Konstruktion f\u00fcr die Serienfertigung vorliegt bzw. die Optimierung der verwendeten Materialien und technischen Details durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel des Vorhabens ist die Ausarbeitung einer Technologie und einer entsprechenden mechanischen Vorrichtung, welche sowohl die Kosten, als auch die technologischen Zeiten wesentlich herabsetzt. Die von uns avisierte neue Technologie\/Vorrichtung strebt die komplette Abwicklung der Sanierung durch die Inspektions\u00f6ffnung an. 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