{"id":23919,"date":"2024-11-27T10:36:54","date_gmt":"2024-11-27T09:36:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23097-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:56","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:56","slug":"23097-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23097-01\/","title":{"rendered":"Vergleich der Eignung und Effizienz von Ma\u00dfnahmen zur Geruchsvermeidung und -minderung in einer Altpapier verarbeitenden Papierfabrik in Innenstadtlage"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf der Basis umfangreicher Emissionsmessungen und Ausbreitungsberechnungen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Kapazit\u00e4tserh\u00f6hung erarbeitete die Unternehmensberatung Dr. Wohlfarth ein von der Beh\u00f6rde gebilligtes Geruchssanierungskonzept. Die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen waren aber \u00fcberwiegend end-of-the-pipe-L\u00f6sungen, die nicht auf die Verminderung des Geruches sondern auf die modifizierte Ableitung der Ger\u00fcche abzielen.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahmen sollten durch geeignete alternative Ma\u00dfnahmen substituiert werden, deren Schwerpunkt auf der Bek\u00e4mpfung der Ursachen f\u00fcr die Geruchsbildung abzielen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInsgesamt 13 verschiedene Ma\u00dfnahmen wurden untersucht. Dabei handelte es sich um Ma\u00dfnahmen, die auf verfahrenstechnischem, chemischem, biologischem oder physikalischem bzw. einer Kombination daraus Geruch vermeiden oder mindern sollten. Ein Teil der Ma\u00dfnahmen wurde als Versuche in der Papierfabrik durchgef\u00fchrt, sofern dies technisch machbar war. Andere Ma\u00dfnahmen wurden aufgrund von Technikumsversuchen beurteilt. Jede der Ma\u00dfnahmen wurde hinsichtlich des zu erwartenden Minderungseffektes und der Wirtschaftlichkeit bewertet<br \/>\nDie Beurteilung der Leistungsf\u00e4higkeit und die Auswirkung der verschiedenen Ma\u00dfnahmen auf die Ergebnisse der Ausbreitungsberechnung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Antragsteller und den Kooperationspartnern. Eine zentrale Bedeutung kam den olfaktrometischen Messungen an drei ausgew\u00e4hlten Abluftquellen der Papierfabrik vor und nach Umsetzung der jeweiligen Ma\u00dfnahmen zu.<br \/>\nNur diese Messungen geben eine eindeutige Aussage zur Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen. Nachdem f\u00fcr die einzelnen Vermeidungsma\u00dfnahmen die erzielten Geruchsminderungen messtechnisch quantifiziert wurden, wurde f\u00fcr jede Ma\u00dfnahme eine Ausbreitungsberechnung durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahmen Kreislauftrennung Stoffaufbereitung und Papiermaschine und Verst\u00e4rkte biologische Kreislaufwasserreinigung k\u00f6nnen nicht in Praxisversuchen evaluiert werden. In diesen beiden F\u00e4llen sind Simulationsberechnungen durchgef\u00fchrt worden, auf deren Ergebnissen die Ausbreitungsberechnungen teilweise aufbauen werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nicht alle untersuchten Ma\u00dfnahmen tragen dazu bei, die Geruchsbelastung im Umfeld der Papierfabrik nachhaltig zu verringern. Dies trifft insbesondere auf den Einsatz chemischer Additive zu, die die Bildung von Geruchsstoffen unterdr\u00fccken sollen. Einige Stoffe zeigten ein durchaus interessantes Potenzial, andere trugen jedoch zu einer Erh\u00f6hung der Geruchsfracht bei.<\/p>\n<p>Die Themen Kreislauftrennung mit Gegenstromf\u00fchrung sowie die st\u00e4rkere Entfrachtung des Wasser-kreislaufes mittels verst\u00e4rkter Reinigung des Kreislaufreinigung und\/oder Einleitung von Abwasser wurden mittels Simulationsrechnungen untersucht. Diese Ma\u00dfnahmen zeigen bei unterschiedlicher Wirtschaftlichkeit ein gutes Potenzial zur Geruchsminderung. <\/p>\n<p>Weitere verfahrenstechnische Ma\u00dfnahmen wie Magnetfeldbehandlung, Kreislaufwasserbel\u00fcftung, Abluftkondensation und Aktivkohlefilter wurden untersucht und zeigten ein unterschiedlich starkes Potenzial zur Geruchsminderung. <\/p>\n<p>Die gewonnenen Erkenntnisse haben dazu gef\u00fchrt, dass ein alternativer Geruchssanierungsplan erstellt werden konnte, der die grunds\u00e4tzliche Zustimmung der Beh\u00f6rden gefunden hat.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden im Rahmen PTS Umwelttechnik-Symposium am 7.11.07 mit dem Vortrag Bewertung von Verfahren zur Geruchsvermeidung in Abluftstr\u00f6men der Papiererzeugung am Beispiel einer Altpapier verarbeitenden Papierfabrik dem interessierten Fachpublikum vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt wurde erfolgreich durchgef\u00fchrt und hat die gesteckten Ziele erreicht. Es konnten f\u00fcr das Geruchssanierungsprogramm Methoden gefunden haben, die hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Effektivit\u00e4t besser sind als die urspr\u00fcnglich geplanten Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf der Basis umfangreicher Emissionsmessungen und Ausbreitungsberechnungen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Kapazit\u00e4tserh\u00f6hung erarbeitete die Unternehmensberatung Dr. Wohlfarth ein von der Beh\u00f6rde gebilligtes Geruchssanierungskonzept. Die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen waren aber \u00fcberwiegend end-of-the-pipe-L\u00f6sungen, die nicht auf die Verminderung des Geruches sondern auf die modifizierte Ableitung der Ger\u00fcche abzielen. 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