{"id":23901,"date":"2023-07-13T15:24:27","date_gmt":"2023-07-13T13:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23019-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:28","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:28","slug":"23019-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23019-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie: Mentoren, Mentees und Modelle &#8211; Innovativer Lern- und Wettbewerbsprozess f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung in Naturparken"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zwischen dem Aufgabenspektrum der Naturparke (u. a. nachhaltige Regionalentwicklung und Tourismus; Erhalt, Entwicklung und Wiederherstellung der Kulturlandschaft) und den in den meisten Naturparken verf\u00fcgbaren Ressourcen besteht eine gro\u00dfe Diskrepanz. Begrenzend wirkt v. a. die knappe Personal- und Sachmittelausstattung der Naturparkverwaltungen. Daneben ist aber auch die fehlende Qualifizierung von Mitarbeitern in Fragen des Tourismus und der Regionalentwicklung eine der Ursachen daf\u00fcr, dass die sozio\u00f6konomischen Potentiale, die von Gro\u00dfschutzgebieten f\u00fcr die Regionalentwicklung ausgehen k\u00f6nnen, meist nicht ausgesch\u00f6pft werden.<br \/>\nAn diesem Qualifizierungsbedarf und den Wissenserfordernissen setzt das Gesamtprojekt Mentoren, Mentees und Modelle &#8211; Innovativer Lern- und Wettbewerbsprozess f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung in Naturparken an. Ziel ist es, den Naturparken \u00fcber Mentorate zwischen den Naturparken aber auch mit fachlicher Unterst\u00fctzung externer Akteuren eine problemspezifische Hilfestellung beim Prozess- und Projektmanagement zu geben.<br \/>\nDas Projekt Machbarkeitsstudie: Mentoren, Mentees und Modelle &#8211; Innovativer Lern- und Wettbewerbsprozess f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung in Naturparken geht dem Gesamtvorhaben voraus und bildet die Grundlage f\u00fcr die Pr\u00fcfung auf Fortsetzung des Gesamtvorhabens.<br \/>\nInnerhalb der Machbarkeitsstudie wird der Qualifizierungs-\/ Wissensbedarf in Naturparken analysiert und systematisiert, Mentorenmodelle aus Wirtschaft, Politik und dem sozialwissenschaftlichen Bereich untersucht, um Aussagen treffen zu k\u00f6nnen, ob und wie ein Mentorenmodell f\u00fcr deutsche Naturparke sinnvoll und umsetzbar ist. Im Ergebnis soll ein Modell dargestellt sowie Mentoren und Mentees (Naturparke) f\u00fcr eine Testphase gewonnen werden. Auch m\u00f6gliche Finanzierungen und Formen der Institutionalisierung werden eruiert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00a7\tProblemorientierte Bedarfs-\/ Defizitanalyse in den Naturparken\/ Kl\u00e4rung der Mitwirkungsbereitschaft von Naturparken (Auswertung von Quellenmaterial; Interviews; Experten-Hearing)<br \/>\n\u00a7\tAnalyse Mentoring-Modelle in der Praxis (Auswertung von Quellenmaterial; Interviews; Experten-Hearing)<br \/>\n\u00a7\tKonzeption Mentorenmodell<br \/>\n\u00a7\tAkquisition Mentoren\/ Mentees f\u00fcr Testphase<br \/>\n\u00a7\tPr\u00fcfung von Finanzierung und Formen der Institutionalisierung\u00a7\tVer\u00f6ffentlichung der Ergebnisse<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Diskussionen und Einsch\u00e4tzungen der befragten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden der Naturparke, der Experten aus dem Bereich Wissenstransfer sowie das Experten-Hearing zeigen, dass ein Mentoring f\u00fcr Naturparke grunds\u00e4tzlich als m\u00f6glich erachtet, von der Mehrheit der Naturparke gewollt und f\u00fcr sinnvoll einge-sch\u00e4tzt wird.<br \/>\nF\u00fcr die Mehrheit der Naturparke ist zun\u00e4chst ein internes Mentoring zwischen den Naturparken nahe liegend. Ziel des internen Mentorings ist, die Erfahrungswerte und Wissensbest\u00e4nde der Naturparke (noch) st\u00e4rker untereinander zu vernetzen. Aber auch die Integration von externem Wissen, also der Erfahrungsaustausch mit Experten anderer, fachfremder Bereiche stellt f\u00fcr Naturparke eine konkrete Un-terst\u00fctzungsm\u00f6glichkeit dar. Ziel des externen Mentorings ist, neben dem Feedback f\u00fcr die eigene Ar-beitsweise, insbesondere strukturelle Probleme zu fokussieren.<br \/>\nEin Mentoring-Programm f\u00fcr Naturparke sollte zwei Formen beinhalten: das auf die individuelle Situation eines Naturparks am st\u00e4rksten ausgerichtete 1:1-Mentoring sowie ein Gruppen-Mentoring zwischen mehreren Naturparken.<br \/>\nTeilweise besteht &#8211; insbesondere bei den Naturparken mit einer d\u00fcnnen Personal- und Finanzdecke &#8211; die Gefahr, dass Mentoring als Instrument verstanden wird, um dem Personalengpass zu begegnen. Eine entsprechende Sensibilisierung f\u00fcr die Ziele, Inhalte und Vorteile, aber auch die Grenzen eines Mento-rings ist notwendig.<br \/>\nGrundlegend gilt zudem das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Beteiligung und dass die Mentees ihren Bedarf selbst erkennen. Erst dann kann der Erfahrungsaustausch initiiert werden und gewinnbringend sein.<br \/>\nEntscheidend f\u00fcr den Erfolg des Mentorings ist zudem die Passf\u00e4higkeit der Entwicklungsziele und der Pers\u00f6nlichkeit der Mentees mit den Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten und der Pers\u00f6nlichkeit der Mentoren. Mentoring bzw. der Schl\u00fcsselmoment des Matchings erfordert somit stets Zeit und Sensibilit\u00e4t im Umgang mit den individuellen und unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen und M\u00f6glichkeiten von Mentees und Mentoren.<br \/>\nBei der Institutionalisierung eines Mentoring-Programms sind Determinanten wie Rahmenprogramm, Auftakt-, Zwischen- und Abschlussveranstaltungen, Evaluationen, etc. obligatorisch. Dar\u00fcber hinaus wird die enge Zusammenarbeit mit dem Senior-Experten-Service in Bonn empfohlen, insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des Interesses der aktiven Senioren, sich f\u00fcr Sinnvolles (u. a. Umwelt, Naturschutz, Nachhaltigkeit) zu engagieren, erscheint diese Kooperation als gewinnbringend f\u00fcr beide Seiten.<br \/>\nInsgesamt ist festzuhalten, dass dem Ziel einer Programm-Institutionalisierung zun\u00e4chst eine weiterf\u00fchrende Sensibilisierung und eine Testphase in der Mentoring praktiziert wird, vorausgehen m\u00fcssen. Mentoring f\u00fcr Naturparke ist nur in unterschiedlichen, aufeinander aufbauenden Phasen praktikabel.<br \/>\nIn Bezug auf die dauerhafte Finanzierung eines Mentoring-Programms k\u00f6nnen Kosten und Finanzierungswege erst nach einer Testphase benannt werden. Grundlegend wird mit einem Mentoring f\u00fcr Naturparke ein innovativer und interdisziplin\u00e4rer Ansatz verfolgt sowie ein modernes, bew\u00e4hrtes Instrument der Personalentwicklung eingesetzt. Es ist davon auszugehen, dass dieses Beschreiten neuer Wege in der  Personalqualifizierung und -entwicklung f\u00fcr F\u00f6rdermittelgeber und Sponsoren attraktiv ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00a7\tVorstellung des Projektes auf der Sitzung des Bundesarbeitskreises VDN auf dem Reisepavillion in Hannover: Februar 2006.<br \/>\n\u00a7\tExpertenhearing am 22.05.2006: Diskussion der Ziele und M\u00f6glichkeiten eines Mentorings f\u00fcr Naturparke, Erfahrungsaustausch mit anderen Mentorenmodellen, Akquisition von Mentoren\/ Mentees.<br \/>\n\u00a7\tVer\u00f6ffentlichung der Projektergebnisse in Form des Abschlussberichts vom Juli 2006.<br \/>\n\u00a7\tPr\u00e4sentation der Projektergebnisse im Internet (www.naturparke.de).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Institutionalisierung eines Programms erfordert weitere Schritte der Sensibilisierung, damit die Naturparke die Vorteile eines Mentorings erkennen und ihren Bedarf selbst artikulieren (Bottom-up-Prinzip). Die Phase der Sensibilisierung sollte beinhalten: die Kommunikation des Mentorings, die Integration in die  Qualit\u00e4tsoffensive, die Akquisition weiterer Partnern sowie ein Open Space zum Thema Mentoring in Naturparken. Des Weiteren sollten ein konkreter Testlauf in den Naturparken, in dem das Mentoring praktiziert wird, stattfinden; Schnittstellen mit dem Senior-Experten-Service (SES) eruiert sowie Erfahrungen mit unterschiedlichen Methoden der Mentorenakquisition gemacht werden. Insgesamt konnten 12 Naturparke sowie der SES als Partner f\u00fcr eine Testphase gewonnen werden. Erst wenn die Vorteile des Mentorings in der der Testphase sp\u00fcrbar werden, kann die Phase der konkreten Programmgestaltung und -umsetzung beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zwischen dem Aufgabenspektrum der Naturparke (u. a. nachhaltige Regionalentwicklung und Tourismus; Erhalt, Entwicklung und Wiederherstellung der Kulturlandschaft) und den in den meisten Naturparken verf\u00fcgbaren Ressourcen besteht eine gro\u00dfe Diskrepanz. Begrenzend wirkt v. a. die knappe Personal- und Sachmittelausstattung der Naturparkverwaltungen. 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