{"id":23890,"date":"2023-07-14T10:34:16","date_gmt":"2023-07-14T08:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22985-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:18","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:18","slug":"22985-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22985-01\/","title":{"rendered":"Weiterentwicklung eines im Untergrund versenkbaren und bei Hochwasser ausklappbaren Stauwandsystems f\u00fcr den Katastrophenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass zur Entwicklung einer semipermanenten Hochwasserschutzwand f\u00fcr den Objektschutz waren die immer st\u00e4rkeren und in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden auftretenden Hochwasser mit der Folge immenser Sach-, Umwelt- und volkswirtschaftlicher Sch\u00e4den. Ziel des Projektes war es, die zum PCT-Patent an-gemeldete WasserWand Wibbeler als Pilotwand aufzubauen. Zudem sollte die WasserWand Wibbeler weiterentwickelt und auf Dichtigkeit, Zuverl\u00e4ssigkeit, Schnelligkeit, Funktionalit\u00e4t und Sicherheit gepr\u00fcft und optimiert und zum Projektabschluss nach den Anforderungen\/Kriterien des Technischen \u00dcberwachungsvereins (T\u00dcV) und des Bundes der Ingenieure f\u00fcr Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) e.V., Pfullingen, gepr\u00fcft und zertifiziert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm die Produktreife der WasserWand Wibbeler nachzuweisen, wurde eine Versuchswand in einem Becken der ehemaligen Kl\u00e4ranlage Heiligenhaus Nord aufgebaut. Hier wurde das Hochwasserschutzsystem unter nahezu realistischen Bedingungen gestestet und optimiert. Drei Wandelemente mit einer Gesamtl\u00e4nge von 9,0 m und einer Stauh\u00f6he von 2,0 m wurden in dem Becken zu einer Stauwand verbunden. Das System wurde nach den Anforderungen des BWK-Merkblattes f\u00fcr Hochwasserschutz bemessen. Die prinzipielle Funktionsf\u00e4higkeit wurde hier nachgewiesen; ebenso wurden die anvisierten Aufbauzeiten erreicht. Bei den Versuchen zeigten sich jedoch Wandleckagen, die \u00fcber den zul\u00e4ssigen Leckagewassermengen lagen und den angestrebten Eignungsnachweis nach dem BWK-Merkblatt und damit den Gesamterfolg gef\u00e4hrdeten. Vor diesem Hintergrund wurden speziell f\u00fcr die WasserWand entwickelte Dichtungen eingebaut und weitere Versuche durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die WasserWand Wibbeler hat unter den Hochwasserschutzsystemen f\u00fcr den Objektschutz eine Sonderstellung, da sie die Vorteile der permanenten Systeme mit denen der transportablen Systeme verbindet. Die Besonderheiten im Einzelnen sind die gro\u00dfe Systemfestigkeit, schnelle Einsatzf\u00e4higkeit, hohe Anpassungsf\u00e4higkeit an geographische Gegebenheiten, der Wegfall personal- und kostenintensiver Auf- und Abbauarbeiten, es fallen keine Transportkosten an, es ist keine Lagerhaltung f\u00fcr Komponenten erforderlich, es sind keine zus\u00e4tzlichen Wege f\u00fcr den Aufbau einzukalkulieren und es werden ausschlie\u00df-lich umweltfreundliche Materialien wie Beton, Stahl und Recycling-Kunststoff verwendet. Insgesamt kann durch dieses System eine gro\u00dfe Schutzh\u00f6he in sehr kurzer Zeit mit geringem Aufwand erreicht werden.<\/p>\n<p>Die Bemessung der WasserWand erfolgte gem\u00e4\u00df den im BWK-Merkblatt vorgegebenen Lastannahmen. Es wurden zahlreiche Versuche zur Dichtigkeit, Treibgutversuche, Frosttests und Untersuchungen zur Wartung des Systems durchgef\u00fchrt. Dadurch wurde das Gesamtsystem optimiert und Detailaspekte verbessert. <\/p>\n<p>Insgesamt konnten alle wesentlichen Kriterien zur Nutzung der WasserWand im realit\u00e4tsnahen Betrieb nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt  Die WasserWand Wibbeler ist im September 2006 auf der Hochwasserschutzmesse Ac-qua Alta in Hamburg und auf einem Hochwasserschutz-Kongress im Dezember 2007 in Andernach pr\u00e4sentiert worden.<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentlichkeit wurde das Projekt in verschiedenen Zeitungen wie der Osnabr\u00fccker Zeitung, den Westf\u00e4lischen Nachrichten in M\u00fcnster und der Wirtschaft aktuell in Steinfurt in den Jahren 2007 und 2008 vorgestellt.<\/p>\n<p>In einem Pressartikel in der Fachzeitung Hochwasserschutz und Katastrophenmanagement der Verlages Ernst &#038; Sohn ist das Projekt mit dem Titel Schneller, semipermanenter Hochwasserschutz mit der WasserWand Wibbeler dem Fachpublikum vorgestellt worden.<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden dar\u00fcber hinaus dem 2007 neu eingerichteten Hochwasser-Kompetenzzentrum in K\u00f6ln vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt wurde ein neuartiges station\u00e4res Hochwasserschutzsystem f\u00fcr den Objektschutz entwickelt. Die prototypartig aufgebaute Wand wurde Praxistests nach dem relevanten BWK-Merkblatt mit guten Ergebnissen unterzogen. Die erfolgreichen Versuche zeigten, dass das System in kurzer Zeit aufgebaut und wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Die WasserWand lie\u00dfe sich k\u00fcnftig nach dem gebauten Muster in Serie produzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass zur Entwicklung einer semipermanenten Hochwasserschutzwand f\u00fcr den Objektschutz waren die immer st\u00e4rkeren und in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden auftretenden Hochwasser mit der Folge immenser Sach-, Umwelt- und volkswirtschaftlicher Sch\u00e4den. Ziel des Projektes war es, die zum PCT-Patent an-gemeldete WasserWand Wibbeler als Pilotwand aufzubauen. 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