{"id":23868,"date":"2023-09-24T10:32:09","date_gmt":"2023-09-24T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22924-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:09","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:09","slug":"22924-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22924-01\/","title":{"rendered":"Verlagerung und Optimierung des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus in das Nationalpark-Besucherzentrum  Das TorfHaus &#8211; Moor-und Wildnisforum im Nationalpark Harz &#8211; Naturtouristisches Kommunikations- und Dienstleistungszentrum"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zur Optimierung und Weiterentwicklung des bisherigen Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus war der Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus n\u00f6tig geworden. Es liegt nun direkt am Besucherschwerpunkt des Gro\u00dfparkplatzes Torfhaus und ist durch eine nationalparkkonforme, als verl\u00e4ngerter Arm der Ausstellung fungierende Au\u00dfengestaltung in das bestehende Landschaftsbild eingebunden. Der Naturdynamikpfad WaldWandelWeg mit den inhaltlichen Themen Wildnis, Prozessschutz und Borkenk\u00e4fermanagement an einem nahen Hauptwanderweg erg\u00e4nzt das Zentrum.<\/p>\n<p>Mit dem Nationalpark-Besucherzentrum ist ein innovatives naturtouristisches Kommunikations- und Dienstleistungszentrum mit regionaler und bundesweiter Vernetzungsfunktion entstanden. Es dient als attraktive Anlaufstelle f\u00fcr Rastende, Natur- und Nationalparkinteressierte, Wanderer und Natursportler und tr\u00e4gt auch dem demographischen Wandel in der Gesellschaft mit spezifischen Angeboten Rechnung. Regional und \u00fcberregional steht diese moderne Kommunikationsplattform f\u00fcr die Nationalparkidee daf\u00fcr, die Eigengesetzlichkeit der Natur zu bewahren und den Menschen M\u00f6glichkeiten des nachhaltigen Naturerlebnisses und der Erholung aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Das Besucherzentrum direkt auf dem Gro\u00dfparkplatz Torfhaus er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, die Ziele und Projekte des Nationalparks sowie nationale und internationale Naturschutzstrategien wie die Einf\u00fchrung der Dachmarke Nationale Naturlandschaften (Europarc Deutschland e.V.) und das Projekt Erlebnis Gr\u00fcnes Band (E+E-Vorhaben des BfN) an einem bundesweit herausragend frequentiertem Standort einem breit gef\u00e4cherten Publikum \u00fcber Informations-, Ausstellungs- und Bildungsangebote zu vermitteln und mit einer zielgruppenspezifischen Angebotspalette zu bewerben. Das Zentrum hat Vorbildfunktion f\u00fcr die Zusammenarbeit von regionalem und \u00fcberregionalem Naturschutz und Fremdenverkehr und tr\u00e4gt zur F\u00f6rderung der l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Kooperation in der Nationalparkregion Harz bei.<br \/>\nZur Optimierung und Weiterentwicklung des bisherigen Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus war der Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus n\u00f6tig geworden. Es liegt nun direkt am Besucherschwerpunkt des Gro\u00dfparkplatzes Torfhaus und ist durch eine nationalparkkonforme, als verl\u00e4ngerter Arm der Ausstellung fungierende Au\u00dfengestaltung in das bestehende Landschaftsbild eingebunden. Der Naturdynamikpfad WaldWandelWeg mit den inhaltlichen Themen Wildnis, Prozessschutz und Borkenk\u00e4fermanagement an einem nahen Hauptwanderweg erg\u00e4nzt das Zentrum.<\/p>\n<p>Mit dem Nationalpark-Besucherzentrum ist ein innovatives naturtouristisches Kommunikations- und Dienstleistungszentrum mit regionaler und bundesweiter Vernetzungsfunktion entstanden. Es dient als attraktive Anlaufstelle f\u00fcr Rastende, Natur- und Nationalparkinteressierte, Wanderer und Natursportler und tr\u00e4gt auch dem demographischen Wandel in der Gesellschaft mit spezifischen Angeboten Rechnung. Regional und \u00fcberregional steht diese moderne Kommunikationsplattform f\u00fcr die Nationalparkidee daf\u00fcr, die Eigengesetzlichkeit der Natur zu bewahren und den Menschen M\u00f6glichkeiten des nachhaltigen Naturerlebnisses und der Erholung aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Das Besucherzentrum direkt auf dem Gro\u00dfparkplatz Torfhaus er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, die Ziele und Projekte des Nationalparks sowie nationale und internationale Naturschutzstrategien wie die Einf\u00fchrung der Dachmarke Nationale Naturlandschaften (Europarc Deutschland e.V.) und das Projekt Erlebnis Gr\u00fcnes Band (E+E-Vorhaben des BfN) an einem bundesweit herausragend frequentiertem Standort einem breit gef\u00e4cherten Publikum \u00fcber Informations-, Ausstellungs- und Bildungsangebote zu vermitteln und mit einer zielgruppenspezifischen Angebotspalette zu bewerben. Das Zentrum hat Vorbildfunktion f\u00fcr die Zusammenarbeit von regionalem und \u00fcberregionalem Naturschutz und Fremdenverkehr und tr\u00e4gt zur F\u00f6rderung der l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Kooperation in der Nationalparkregion Harz bei.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn des Projektzeitraums wurde der Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums direkt an den Besucherstr\u00f6men des Gro\u00dfparkplatzes Torfhaus mit dem B\u00fcro Richter Architekten, Braunlage, geplant und nachfolgend umgesetzt. Die Ausstellungsplanung und -gestaltung  erfolgte mit dem Ausstellungsb\u00fcro SigNatur, G\u00f6ttingen, in enger Abstimmung von F\u00f6rdermittelgebern, Tr\u00e4gerverbund und Nationalparkverwaltung Harz. Die Au\u00dfenanlagen wurden vom Landschaftsarchitekturb\u00fcro WildWuchs Rainer Lutter geplant und vom Landschaftsgartenbetrieb Altgassen umgesetzt. Am 2. Januar 2009 wurde das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus f\u00fcr den Probebetrieb er\u00f6ffnet. Zeitgleich fand die Unterzeichnung der Zuwendungs- und Kooperationsvertr\u00e4ge zum zuk\u00fcnftigen Betrieb des Besucherzentrums statt. Ende M\u00e4rz 2009 wurde die Ausstellung installiert und der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr einen Probelauf \u00fcbergeben. Am 26. Mai 2009 fand die offizielle Er\u00f6ffnung des Besucherzentrums TorfHaus durch den Nieders\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Christian Wulff und die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Petra Wernicke im Beisein zahlreicher weiterer prominenter G\u00e4ste statt. Zeitgleich hatte der Filmbeitrag Auf dem Goetheweg zum Brocken im Nationalpark-Kino Premiere.<br \/>\nDie feierliche Er\u00f6ffnung begleitend richtete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus die Fachtagung 2. Harzer Wildnisforum unter dem Thema Welchen Wert hat der Nationalpark Harz? aus, auf der die Wertvielschichtigkeit und insbesondere die Bedeutung des Nationalparks f\u00fcr die Regionalf\u00f6rderung im Fokus der Referate und der abschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stand.<br \/>\nAm 24. August 2009 wurde der WaldWandelWeg am Schubensteinweg pressewirksam er\u00f6ffnet. Die Nationalpark-Besucher des stark frequentierten Rundwanderwegs um das Gro\u00dfe Torfhausmoor erleben hier origin\u00e4r und anschlussf\u00e4hig zu den Ausstellungsinhalten in ca. 2 km Entfernung vom Besucherzentrum auf einem ca. 180 m langen Bohlenweg die dynamische Naturentwicklung und die enorme Vielfalt und Lebenskraft, die diesen Prozessen im Wald inne wohnt. Attraktiv  gestaltete Tafeln bieten vertiefende Informationen.<br \/>\nZur Ausstellungsevaluation lieferte eine Bachelor-Arbeit im Studiengang 2-F\u00e4cher-Bachelor-Profil Lehramt des Fachs Erdkunde am Geographischen Institut der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen mit dem Titel Evaluation der Ausstellung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus mittels eines halbstandardisierten Fragebogens bei einer Stichprobe von 100 Befragten w\u00e4hrend eines zweiw\u00f6chigen Befragungszeitraumes Ende Juli 2009 relevante Daten.<br \/>\nDas Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit seiner begleitenden Bildungsarbeit wurde am 18. September 2009 als offizielles UN-Dekade-Projekt Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung f\u00fcr 2009\/2010 ausgezeichnet.<br \/>\nZur \u00f6ffentlichkeitswirksamen Bewerbung des Besucherzentrums wurde gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung Harz neben regelm\u00e4\u00dfiger Pressepr\u00e4senz  der Internetauftritt erneuert und barrierefrei nach h\u00f6chstem Standard (Triple A) gestaltet sowie ein Hausflyer fertig gestellt.<br \/>\nIm M\u00e4rz 2009 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Gl\u00fccksburg Consulting AG geschlossen, die ab Januar 2009 das komplette touristische Marketing inklusive des Betriebs der Tourist-Informationen der Samtgemeinde Oberharz \u00fcbernommen hatte. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus fungiert als GLC-Touristinformation und gew\u00e4hrleistet somit die Vorbildfunktion f\u00fcr die Zusammenarbeit von regionalem und \u00fcberregionalem Naturschutz und Fremdenverkehr in der Nationalparkregion.<br \/>\nDas Vorhaben wurde unter Einhaltung der von der DBU erteilten Auflagen und entsprechend den im F\u00f6rderantrag benannten Zuwendungszielen umgesetzt. Der genehmigte Rahmen der f\u00f6rderf\u00e4higen Ausgaben wurde eingehalten. Die von der DBU gew\u00e4hrten F\u00f6rdermittel wurden vollst\u00e4ndig in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Verlagerung des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus in den zeitgem\u00e4\u00dfen, atmosph\u00e4risch ansprechenden, behindertengerechten Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus auf dem Gro\u00dfparkplatz und damit direkt an dessen Besucherstr\u00f6me vergr\u00f6\u00dfert den Einfluss- und Wirkungsbereich des Nationalparks Harz erheblich. So konnten im Vergleich zum  bisherigen Nationalparkhaus die Besucherzahlen um den Faktor 10 gesteigert werden. Bis Ende November 2009 wurden mehr als 153.000 G\u00e4ste im neuen Zentrum registriert.<br \/>\nSo wird der Nationalpark st\u00e4rker als bisher von G\u00e4sten und Einheimischen als touristische Attraktion wahrgenommen. Das f\u00f6rdert auch zukunftsf\u00e4hige Naturschutzstrategien des 21. Jahrhunderts (z.B. Netzwerk Nationale Naturlandschaften, Gr\u00fcnes Band) und die Bedeutung des Nationalparks f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung des Harzes. Der Bauk\u00f6rper und die Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes, die Energieversorgung (Erdw\u00e4rmenutzung) sowie die Regenwassernutzung f\u00fcr die Sanit\u00e4ranlage unterstreichen den Nachhaltigkeitsgedanken und haben umweltentlastende Funktionen. Der klima- und ressourcenschonende Bau und Betrieb des Besucherzentrums erf\u00fcllt Vorbildfunktion und zeigt die \u00dcbertragbarkeit auf andere Objekte und private Haushalte auf. Die Tr\u00e4gerschaft verbindet gewinnbringend unterschiedliche Akteure aus Gro\u00dfschutzgebietsverwaltung, Umweltverband und Kommune. Der Netzwerkaufbau mit regionalen und \u00fcberregionalen Touristikern f\u00f6rdert den nachhaltigen Tourismus in der Region (z.B. nachhaltige Ausgabe von Urlaubskatalogen und Beratung). Die vielf\u00e4ltigen Informationsleistungen des TorfHauses dienen als T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr alle Parkplatzbesucher und Harzreisenden. Umfassende und schnelle Informationen zu Schwerpunktthemen wie Nationalpark (naturkundliche Besonderheiten, Management, Nationalparkphilosophie, Aktivit\u00e4ten, Aktuelles, Insidertipps), Gr\u00fcnes Band und allgemeine touristische Angebote optimieren die Angebotspalette des Nationalparks und werden von den Besuchern angenommen.<br \/>\nDie Etablierung als GLC-Touristinformation im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus st\u00e4rkt die Servicequalit\u00e4t des Besucherzentrums und tr\u00e4gt zur Vorbildfunktion f\u00fcr die Zusammenarbeit von regionalem und \u00fcberregionalem Naturschutz und Fremdenverkehr in der Nationalparkregion bei.<br \/>\nDie st\u00e4rkere Darstellung des Nationalparks Harz als touristische Attraktion f\u00f6rdert seine Wahrnehmung als Alleinstellungsmerkmal der Region und seine Einbindung in das Marketing touristischer Leistungstr\u00e4ger. Durch die enge Kooperation mit Touristikern und der Nationalparkverwaltung ist die Aktualit\u00e4t der Informationen gesichert.<br \/>\nDurch den Besuch der Ausstellung wird die F\u00e4higkeit zur Gestaltungskompetenz gef\u00f6rdert. Den Besuchern wird fachliches und emotionales Wissen \u00fcber die Naturschutzaufgabe der Gro\u00dfschutzgebiete Deutschlands und insbesondere des Nationalparks Harz vermittelt. Dabei geht es in Bezug auf den Nationalpark v.a. um die Inwertsetzung einer Naturlandschaft jenseits ihrer direkten wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Andererseits werden sie mit bestehenden Konflikten konfrontiert, \u00fcber deren Hintergr\u00fcnde informiert und angeregt, sich an der gesellschaftlichen Diskussion zu beteiligen. Die Einbindung des Themas Erlebnis Gr\u00fcnes Band, untrennbar mit der Brockenumgebung verbunden, zeigt nachdr\u00fccklich den Zusammenhang zwischen (gesellschafts-) politischen Entwicklungen und den M\u00f6glichkeiten des Naturschutzes auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die Nachhaltigkeit des Ausstellungsbesuchs wird dadurch gesteigert, dass die Besucher anschlie\u00dfend die M\u00f6glichkeit haben, die besonderen Ph\u00e4nomene des Nationalparks, z.B. Waldbilder nach Borkenk\u00e4feraktivit\u00e4t, unmittelbar zu erleben. Hierf\u00fcr sind der WaldWandelWeg, ein Infopunkt am Goetheweg als Hauptwanderweg zum Brocken, das Walderlebnisgel\u00e4nde und der Bohlenweg \u00fcber das Gro\u00dfe Torfhausmoor besonders gute Ankn\u00fcpfungspunkte in die Fl\u00e4che des Nationalparks. In der begleitenden Bildungsarbeit werden die Auseinandersetzung mit der Dynamik ungest\u00f6rter Natur gef\u00f6rdert, aber auch die Naturschutzstrategien f\u00fcr das 21. Jahrhundert und das Gr\u00fcne Band Europa thematisiert. Konfliktthemen wie z.B. die Verwilderung der Landschaft (Prozessnaturschutz, Biodiversit\u00e4t) und die Massenentwicklungen des Borkenk\u00e4fers, werden aufgegriffen und in Form halb-, ganz- oder mehrt\u00e4giger Bildungsveranstaltungen f\u00fcr verschiedene Zielgruppen angeboten und durchgef\u00fchrt. Seminare, Bildungsurlaube und Foren des \u00fcberregionalen Austausches vertiefen das Angebot. Kooperationen mit Bildungspartnern au\u00dferhalb des Schutzgebietes erg\u00e4nzen eigene Kompetenzen und f\u00f6rdern gemeinsame Projekte.<br \/>\nDie Auszeichnung des Gesamtprojektes mit seiner begleitenden Bildungsarbeit als UN-Dekade-Projekt Bildung f\u00fcr eine Nachhaltige Entwicklung f\u00fcr den Zeitraum 2009\/2010 ist eine Anerkennung der nachhaltigen Gesamtausrichtung des Hauses und f\u00f6rdert eine positive Wahrnehmung der Zentrumsarbeit in der gesamten Nationalpark-Region.<br \/>\nDie Erstevaluation der Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum lieferte wichtige Hinweise.<br \/>\nDie Interpretation der Ergebnisse dieser ersten Ausstellungsevaluation l\u00e4sst bzgl. der kognitiven Ziele erwarten, dass die Inhalte des Themenbereichs Nationale Naturlandschaften und Gr\u00fcnes Band von einem Drittel der Besucher aufgenommen werden; die Borkenk\u00e4ferproblematik hingegen wird von den meisten Besuchern reflektiert. Die Textbewertungen fielen sehr positiv aus, die Gesamtzahl der Texttafeln erscheint dennoch zu gro\u00df zu sein.  Zuk\u00fcnftig k\u00f6nnte noch st\u00e4rker auf die Vorstellung konkreter, lokaler Gegebenheiten gegen\u00fcber der Darstellung abstrakter Inhalte, z.B. Dachmarke Nationale Naturlandschaften, geachtet werden. Die affektiven Lernziele wurden gut erf\u00fcllt. Durch den Besuch der Ausstellung wurde die Wahrnehmung von Natur als etwas Sch\u00f6nem und Sch\u00fctzenswertem sehr gef\u00f6rdert. Die Mehrheit der Befragten ist dem Borkenk\u00e4fer positiv gesinnt; der dazu notwendige Rollen- und Perspektivenwechsel durch die spezifische Ausstellungsgestaltung scheint gut gelungen. Die Art der Gestaltung des Zentrums (freundliche Atmosph\u00e4re, helle harmonische Farbgebung, offen, \u00fcbersichtlich) wurde sehr positiv wahrgenommen und unterst\u00fctzt dessen Botschaften. Die aktionalen Lernziele wurden nach der vorliegenden Ausstellungsevaluation nicht ausreichend erf\u00fcllt. Einige Mitmachelemente wurden von den im Erfassungszeitraum vor allem zahlreichen \u00e4lteren G\u00e4sten nicht zufriedenstellend genutzt bzw. wahrgenommen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Projektbegleitend fand eine umfassende \u00d6ffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit dem Nationalpark Harz statt. Neben Berichten im Rundfunk sowie lokalen Fernsehsendern war das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus regelm\u00e4\u00dfig in der lokalen sowie in  \u00fcberregionalen Presseorganen pr\u00e4sent. Internationale Beachtung fand es im britischen Guardian im Rahmen eines Presseberichtes zum Gr\u00fcnen Band.<br \/>\nProjektbegleitend wurde der Internet-Auftritt des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus grundlegend \u00fcberarbeitet. Die barrierefreie Homepage ist sowohl \u00fcber die Nationalpark-Homepage (www.nationalpark-harz.de) als auch die eigene Domain www.torfhaus.info anw\u00e4hlbar.<br \/>\nEin neuer Hausflyer f\u00fcr das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wurde im Fr\u00fchjahr 2009 gedruckt. Er wird sowohl lokal als auch \u00fcberregional verteilt und bewirbt alle Angebotsfelder des Besucherzentrums.<br \/>\nIm j\u00e4hrlichen Naturerlebnisprogramm des Nationalparks Harz werden die Angebote des Nationalpark-Besucherzentrums aufgef\u00fchrt und Veranstaltungsangebote beworben. In zahlreichen Brosch\u00fcren und Flyern, die im Rahmen des E + E-Projektes Erlebnis Gr\u00fcnes Band f\u00fcr die Modellregion Harz entstanden, werden die Angebote des Besucherzentrums beworben.<br \/>\nAuch in den Internet-Pr\u00e4senzen von GFN e.V, Harzer Tourismusverband e.V., Gl\u00fccksburg Consulting AG sowie unter www.nationale-naturlandschaften.de und bei anderen Partnern ist das Zentrum pr\u00e4sent und verlinkt.<br \/>\nZudem wurde das Projekt bei zahlreichen Veranstaltungen mit Bildungstr\u00e4gern, politischen Entscheidungstr\u00e4gern, Touristikern und weiteren Multiplikatoren mittels Pr\u00e4sentationen vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde gem\u00e4\u00df der Beantragung erfolgreich umgesetzt. Die Projektentwicklung lag in H\u00e4nden eines engagierten Teams. Dies betrifft sowohl die Beteiligten des Architekturb\u00fcros, der Ausstellungsagentur sowie des Nationalparkhauses, des BUND, der GFN und der Nationalparkverwaltung Harz. Die Zusammenarbeit mit den Fachplanern verlief gr\u00f6\u00dftenteils harmonisch, kreativ und gegenseitig befruchtend. Die Einbindung dieser vielf\u00e4ltigen Fachkompetenzen sicherte sowohl in der Architektur als auch in der  Ausstellung eine qualitativ hochwertige baulich-technische Umsetzung der Planungen.<br \/>\nInsbesondere die Unterst\u00fctzung durch Mitarbeiter des BUND-Landesverbandes Niedersachsen e.V. mit vielf\u00e4ltigen Erfahrungen bei unterschiedlichen F\u00f6rdermittelabwicklungen in der Umsetzung von Gro\u00dfprojekten als auch die M\u00f6glichkeit, w\u00e4hrend der Bauphase in finanzielle Vorleistungen\/Kreditgew\u00e4hrung gehen zu k\u00f6nnen, war projektentscheidend.<br \/>\nDurch die gute strategische Netzwerkbildung im Rahmen des Tr\u00e4gerverbundes, mit den touristischen und politischen Gremien in der Harzregion, der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung sowie insbesondere der Integration einer GLC-Touristinformation im Besucherzentrum k\u00f6nnen die Angebote des Hauses regional und \u00fcberregional bekannt gemacht und beworben werden, was sich in den hohen Besucherzahlen und den vielen positiven R\u00fcckmeldungen niederschl\u00e4gt und die nachhaltige F\u00f6rderung der gesamten Nationalparkregion unterst\u00fctzt. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus tr\u00e4gt mit seinen Angeboten zur Attraktivit\u00e4tssteigerung der Region bei, bef\u00f6rdert eine nachhaltige regionale, strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung und tr\u00e4gt zudem zur Entwicklung der Marke Nationalpark-Region Harz bei. Auch unterst\u00fctzt das Besucherzentrum mit seiner informellen T\u00e4tigkeit an einem Knotenpunkt des Massentourismus aktiv die Besucherlenkung in der Nationalparkregion und leistet somit einen unmittelbaren Beitrag zur Erf\u00fcllung des Schutzzwecks.<br \/>\nDer Angebotsmix aus Informations- und Beratungst\u00e4tigkeit, Veranstaltungs- und Bildungsangeboten (zielgruppen- und themenorientiert) sowie dem Ausstellungsbetrieb mit Wissensvermittlung, Konfliktmoderation, Problemanalyse und Angeboten zur Partizipation wirkt kumulativ bei der Erreichung der Projekt- und Bildungsziele und unterst\u00fctzt den Kerngedanken Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung des gesamten Projektes Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.<br \/>\nDas Nationalpark-Besucherzentrum konnte Ende November 2009 bereits mehr als 153.000 G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfen.  Damit werden die prognostizierten Besucherzahlen bereits im ersten Betriebsjahr \u00fcberschritten. Das Haus wird ausgesprochen gut angenommen. Das Feedback der Besucher ist \u00fcberwiegend sehr positiv.  F\u00fcr die Art der Gestaltung des Zentrums (freundliche Atmosph\u00e4re, helle harmonische Farbgebung, einladendes Haus, \u00fcbersichtliche Anordnung der Exponate) gibt es vielf\u00e4ltige positive Besucherr\u00fcckmeldungen.<br \/>\nIm Rahmen der Erfahrungen mit dem Erstbetrieb sowie der Ergebnisse einer ersten Ausstellungsevaluation konnten wichtige Hinweise f\u00fcr sinnvolle Optimierungen des Ausstellungsbetriebs gewonnen werden (z.B. verbesserte Besucherlenkung in das Obergeschoss, Erg\u00e4nzung weiterer Ausstellungsexponate f\u00fcr Kinder), die neben der Entwicklung weiterer mehrsprachiger Begleitmedien, z.B. englischsprachiger Ausstellungsf\u00fchrer, zeitnah umgesetzt werden sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zur Optimierung und Weiterentwicklung des bisherigen Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus war der Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus n\u00f6tig geworden. 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