{"id":23855,"date":"2023-07-14T10:34:16","date_gmt":"2023-07-14T08:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22875-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:17","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:17","slug":"22875-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22875-01\/","title":{"rendered":"Kommunikationskonzept Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Krankenhaus"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltschutz im Krankenhaus ist ein Thema, das seit vielen Jahren vom Institut f\u00fcr Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg untersucht wird. Trotz zahlreicher Ver\u00f6ffentlichungen mit Erfahrungen und Vorschl\u00e4gen f\u00fcr Umweltschutzma\u00dfnahmen in Krankenh\u00e4usern wurde das Thema bisher nur von einer kleinen Minderheit der Krankenh\u00e4user wirklich angenommen. Dies steht im Gegensatz zu der Beobachtung, dass in vielen Unternehmen der Umweltschutz mittlerweile in die Unternehmensziele aufgenommen wurde und auch aktiv dargestellt wird.<br \/>\nDas Projekt sollte daher mit einem Kommunikationskonzept dazu beitragen, das Thema Umweltschutz in die Diskussion zu bringen und Zusammenh\u00e4nge mit aktuellen Themen der Krankenh\u00e4user herzustellen. Das langfristige Ziel sollte dabei sein, Umweltschutz wie auch Qualit\u00e4t als einen Teil der F\u00fchrungskompetenz leitender Mitarbeiter zu verstehen und die Managementstrukturen des Unternehmens zu integrieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt gliedert sich in 5 Arbeitspakete:<br \/>\nDer erste Schritt war eine Zielgruppenanalyse der f\u00fcr das Projekt festgelegten Zielgruppen: \u00c4rzte\/innen, Pflegepersonal, Verwaltung und technischer Dienst.<br \/>\nAuf Basis der Themenauswahl wurde f\u00fcr jede Zielgruppe ein Flyer entwickelt, der auf die Umweltauswirkungen der eigenen T\u00e4tigkeit im Krankenhaus aufmerksam macht und M\u00f6glichkeiten aufzeigt, wie jeder mit sowohl unter \u00f6kologischen als auch unter \u00f6konomischen Gesichtspunkten sinnvollen Ma\u00dfnahmen zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann.<br \/>\nParallel zu den Flyern wurde eine Internetseite unter der Adresse www.gesundeskrankenhaus.de aufgebaut, die f\u00fcr jede Zielgruppe einen eigenen Zugang zum Thema anbietet.<br \/>\nVierter Baustein des Projektes war eine interdisziplin\u00e4re Tagung zum Thema in Osnabr\u00fcck.<br \/>\nF\u00fcnftes Element des Kommunikationskonzeptes war ein Wettbewerb Umwelt und Krankenhaus, mit dem der Nachwuchs der verschiedenen medizinischen Berufe angesprochen wurde. Pr\u00e4miert wurden die besten Pr\u00e4sentationen im Rahmen der Tagung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Zielgruppenanalyse ergab einige Ansatzpunkte, den Umweltschutz mit aktuellen Themen im Krankenhaus zu verkn\u00fcpfen. Am einfachsten ist die Verbindung mit den seit kurzem vorhandenen Qualit\u00e4tsmanagementsystemen. Im KTQ-System ist der Umweltschutz sogar in Ans\u00e4tzen vorhanden. Viele tech-nische Ma\u00dfnahmen wurden unter Kostengesichtspunkten realisiert, haben auch positive Umweltaspekte, die aber oft nicht bilanziert bzw. dargestellt werden. Die Integration ins Selbstverst\u00e4ndnis der Krankenhausmitarbeiter ist nur in einzelnen F\u00e4llen festzustellen. Bis der Umweltschutz als ein Baustein eines modernen Managements in Kliniken wahrgenommen wird und Teil der F\u00fchrungskompetenz leitender Mitarbeiter ist, wird es noch etwas dauern. Das Projekt hat einen Impuls in diese Richtung geliefert. Allerdings gibt es derzeit noch zu wenige Beispiele, anhand derer sich das Potential, das in diesem Ansatz liegt, darstellen l\u00e4sst.<br \/>\nDie Flyer wurden an leitende Mitarbeiter der jeweiligen Zielgruppe in deutschen Krankenh\u00e4usern verschickt, mit der Aufforderung, sich weitere Flyer kostenlos zuschicken zu lassen, um sie an die Mitarbeiter\/innen des Krankenhauses zu verteilen. 47 Kliniken haben diese Gelegenheit aufgegriffen und insgesamt 4.687 Flyer nachbestellt, um sie an ihre Mitarbeiter\/innen zu verteilen. Angesichts von \u00fcber 2.000 Krankenh\u00e4usern ist dies nat\u00fcrlich ein bescheidenes Ergebnis, das zeigt, welchen Stellenwert das Thema derzeit hat. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass diese Flyer ihre Zielgruppe auch erreicht haben.<br \/>\n\u00dcber die Internetplattform steht eine neue Informationsquelle zum Thema Umweltschutz im Krankenhaus zur Verf\u00fcgung. Analog zu den Flyern wird f\u00fcr jede Zielgruppe ein eigener Zugang zum Thema angeboten. Bisher gibt es noch nicht gen\u00fcgend Informationen dar\u00fcber, wie dieses Angebot angenommen wird. Weitere \u00d6ffentlichkeitsarbeit in herk\u00f6mmlichen Medien soll den Bekanntheitsgrad der Internetseite steigern.<br \/>\nF\u00fcr den Wettbewerb wurden 7 Beitr\u00e4ge eingereicht, von denen zwei Preistr\u00e4ger ermittelt wurden. Die Preistr\u00e4ger wurden zur Tagung eingeladen und pr\u00e4sentierten ihren Beitrag. Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen zu Projektbeginn und gro\u00dfer Unsicherheiten hinsichtlich der Beteiligung bei der geplanten Tagung war bei der Ausschreibung des Wettbewerbes kein Preisgeld angegeben. Dies hat sich sicherlich nachteilig auf die Beteiligung ausgewirkt<br \/>\nUnter dem Titel Gesundes Krankenhaus wurde eine Tagung organisiert, die zwei halbe Tage umfasste. F\u00fcr den ersten halben Tag wurden Referenten von Berufsorganisationen der Zielgruppen gesucht, die sowohl die aktuelle Sicht der Zielgruppe als auch die Umweltschutzthematik vertreten k\u00f6nnen. Der zweite Tag der Tagung umfasste Vortr\u00e4ge zu praktischen Beispielen aus Krankenh\u00e4usern, die zeigen, wie auch unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich Umweltschutz in Krankenh\u00e4usern praktiziert werden kann. Mit Prof. Eckel von der Bundes\u00e4rztekammer, Frau Francois-Kettner vom Deutschen Pflegerat, Herrn Imhorst vom Verband deutscher Krankenhausdirektoren und Herrn F\u00e4rber von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen konnten hochrangige Vertreter gewonnen werden. Diese Kontakte sollen dazu dienen, das Thema Umweltschutz auch in die Berufsorganisationen hineinzutragen. In der Planung der Tagung war von h\u00f6chstens 100 Teilnehmern ausgegangen worden, sodass mit 109 Anmeldungen die Erwartungen erf\u00fcllt wurden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt hatte die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zum Thema Umweltschutz im Krankenhaus zum Ziel. Begleitend zu den oben genannten Projektelementen wurden Pressemitteilungen herausgegeben und Beitr\u00e4ge in Newslettern ver\u00f6ffentlicht, um auf die Aktivit\u00e4ten des Projektes hinzuweisen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Umweltschutz im Krankenhaus sollte als ein normaler Bestandteil eines modernen Managementver-st\u00e4ndnisses in Kliniken etabliert werden. In der Industrie gibt es bereits gen\u00fcgend Beispiele daf\u00fcr, wie Umweltschutz hier positive Beitr\u00e4ge leisten kann. Das Projekt war ein wichtiger Impuls in diese Richtung, auch wenn die Resonanz in den Krankenh\u00e4usern eher hinter den Erwartungen zur\u00fcck blieb.<br \/>\nDie Tagung wurde als wichtige Kommunikationsplattform f\u00fcr das Thema positiv angenommen und von verschiedenen Personen eine Wiederholung angeregt.<br \/>\nDie Kooperation mit Berufsgruppenvertretern zu intensivieren ist eine wichtige Anregung des Projektes f\u00fcr die weitere Arbeit im Umweltschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltschutz im Krankenhaus ist ein Thema, das seit vielen Jahren vom Institut f\u00fcr Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg untersucht wird. Trotz zahlreicher Ver\u00f6ffentlichungen mit Erfahrungen und Vorschl\u00e4gen f\u00fcr Umweltschutzma\u00dfnahmen in Krankenh\u00e4usern wurde das Thema bisher nur von einer kleinen Minderheit der Krankenh\u00e4user wirklich angenommen. 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