{"id":23851,"date":"2023-07-13T15:24:19","date_gmt":"2023-07-13T13:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22854-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:20","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:20","slug":"22854-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22854-01\/","title":{"rendered":"Aufbereitung von Brauereifilterr\u00fcckst\u00e4nden im Praxisbetrieb"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der deutschen Brauindustrie werden j\u00e4hrlich ca. 70.000 t Filtrationshilfsmittel als Abfallprodukt ent-sorgt. Das von der Deutschen<br \/>\nBundesstiftung Umwelt 1999 mit dem Aktenzeichen Az. 14072 gef\u00f6rderte Projekt Aufbereitung von Brauereifilterr\u00fcckst\u00e4nden hat mit der Entwicklung und Technikumserprobung eines Aufbereitungsverfahrens dazu beigetragen, das es m\u00f6glich erscheint, Brauereifilterr\u00fcckst\u00e4nde zu reinigen und wieder zu verwenden. Da noch keine Ergebnisse in Bezug auf die Eignung der Anlage im Gro\u00dfma\u00dfstab vorlagen, sollte die L\u00fccke mit diesem Projekt geschlossen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tAnlagenbau<br \/>\n2.\tOptimierung der Anlagensteuerung<br \/>\n3.\tEntwicklung der Steuerung f\u00fcr die Peripherie<br \/>\n4.\tAnpassung der Peripherie<br \/>\n5.\tAuswahl geeigneter R\u00fchrwerke und Bestimmung der Betriebsparameter<br \/>\n6.\tEntwicklung von Messmethoden zur Beurteilung des Regenerats und zum Einsatz in der Filtration<br \/>\n7.\tUmbau der Anlage von der Druckluft- auf eine Pumpenf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nachdem die Anlage und die Peripherie, das hei\u00dft, ein Vorlagetank mit R\u00fchrwerk, die Aufgabepumpe, der Regenerattank mit R\u00fchrwerk installiert waren, wurde ein neues Steuerungsprogramm f\u00fcr alle Anlagenteile entwickelt und installiert.<br \/>\nBei den Arbeiten zur Optimierung stellte sich heraus, dass die Entl\u00fcftung der Druckf\u00f6rderbeh\u00e4lter durch Schaum behindert wurde und die eingesetzten Membranventile diese Aufgabe nicht richtig erf\u00fcllten; au\u00dferdem unterlagen sie einem hohen Verschlei\u00df. Die folgenden Versuche mit Schlauchquetschventilen zeigten eine Verbesserung, konnten aber das grunds\u00e4tzliche Problem nicht l\u00f6sen. Daraufhin wurden Versuche zur Kornzerst\u00f6rung und Verschlei\u00dfermittlung mit einer Kreiselpumpe durchgef\u00fchrt; dieser Pumpentyp wurde anschlie\u00dfend in allen 5 Waschstufen eingebaut. Die eingesetzten Pumpen bauen einen geringeren Druck von maximal 2,2 bar auf und liegen damit an der unteren Grenze f\u00fcr die sichere Arbeitsweise der Hydrozyklone. Die Problematik des Schaums konnte hierdurch und durch Ver\u00e4nderung bei der Ableitung und den Einsatz von intervallgeschalteten Spr\u00fchd\u00fcsen weitgehend gel\u00f6st werden. Leider ist die Betriebszeit mit dieser Anlagenkonstellation noch nicht lang genug, um eine belastbare Aussage \u00fcber den Verschlei\u00df der Pumpen und die Kornzerst\u00f6rung und damit der Ausbeute treffen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nParallel zu diesen Arbeiten wurde die Anlagenperipherie ver\u00e4ndert und angepasst. Die R\u00fchrwerke in beiden Tanks wurden in der Form und der Geschwindigkeit optimiert und arbeiten gut. Verschlei\u00df konnte hier noch nicht beobachtet werden.<br \/>\nIm Regenerattank wurde im zylindrischen Bereich eine Heizung installiert, um eine Temperatur von \u00fcber 60 \u00b0C im Regenerat zu halten und so eine Verkeimung zu verhindern. Es stellte sich heraus, dass die Heizung unbedingt im unteren konischen Teil angebracht werden muss, da es sonst zur Abk\u00fchlung bei geringer Tankbef\u00fcllung und zur Geruchsbildung durch partielle \u00dcberhitzung bei einer mittleren Tankbef\u00fcllung kommt. Diese Anpassung wurde noch nicht vorgenommen.<br \/>\nAu\u00dferdem traten immer wieder Probleme bei der F\u00f6rderung des Regenerats von der Anlage in den Regenerattank auf. Die Ursache liegt aller Wahrscheinlichkeit nach in einer falschen Leitungsf\u00fchrung und -dimensionierung. Daher ist es geplant die Regeneratleitung komplett neu zu verlegen.<br \/>\nDas Regenerat wurde st\u00e4ndig kontrolliert; Methoden zur \u00dcberwachung wurden entwickelt. Es stellte sich heraus, dass bei konstanten Betriebsparametern auch ein konstantes Regenerat erzeugt wird. Der Aufwand f\u00fcr die Untersuchungen kann somit auf eine w\u00f6chentliche Analyse beschr\u00e4nkt werden.<br \/>\nEs konnte bisher noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden welche stabilisierende Wirkung das Regenerat hat. Die einzelnen Betriebphasen zwischen den Anlagenumbauten waren zu kurz  und es konnten keine verl\u00e4sslichen Analysen \u00fcber einen hinreichend langen Zeitraum durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nF\u00fcr die Reinigung der Anlage (CIP) wurde eine Vorschrift entwickelt, die notwendigen Programmanpassungen wurden jedoch noch nicht durchgef\u00fchrt, so dass bisher nur mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfem Aufwand gereinigt werden kann.<br \/>\nDurch die fehlende konstante Betriebsweise kann bis jetzt noch keine gesicherte Aussage \u00fcber den Verschlei\u00df der Anlagenteile und die erreichbare Ausbeute gemacht werden. Dabei ist es ganz wesentlich, die m\u00f6gliche Einsatzmenge bei der nachfolgenden Filtration noch genauer festzulegen, um den wirtschaftlich Einsatz des Verfahrens zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Anlage und das Verfahren wurde verschiedenen Besuchergruppen und Interessenten vorgestellt, aber bisher wurde wegen der fehlenden Endergebnisse und des abschlie\u00dfenden Nachweises wirtschaftlicher Tragf\u00e4higkeit noch keine weitere \u00d6ffentlichkeitsarbeit durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Aufbereitung von Brauereifilterr\u00fcckst\u00e4nden zum origin\u00e4ren Wiedereinsatz im Brauprozess ist gelungen. Die beim Betrieb der Anlage gewonnenen Erkenntnisse f\u00fchrten zu grundlegenden \u00c4nderungen am Design der Anlage und deren Peripherie. Die Umsetzung der Modifikationen nahmen und nehmen leider sehr viel Zeit in Anspruch, so dass auch nach der Verl\u00e4ngerung der Projektlaufzeit immer noch kein endg\u00fcltiges Ergebnis vorliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der deutschen Brauindustrie werden j\u00e4hrlich ca. 70.000 t Filtrationshilfsmittel als Abfallprodukt ent-sorgt. 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