{"id":23837,"date":"2023-07-13T15:24:16","date_gmt":"2023-07-13T13:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22807-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:18","slug":"22807-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22807-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltiges Investment als Anlagestrategie f\u00fcr Stiftungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt umfasst die Organisation und Durchf\u00fchrung eines eint\u00e4gigen Symposiums zum Thema Stiftungen und Nachhaltiges Investment, welches im Rahmen der Messe Gr\u00fcnes Geld 2004 am 23.09.2004 in D\u00fcsseldorf realisiert werden soll.<\/p>\n<p>Stiftungen besitzen und bewegen ein erhebliches Finanzvolumen. In den ca. 13.000 Stiftungen in Deutschland ist ein Eigentum von etwa 50 Mrd. Euro vorhanden. Allein die 20 gr\u00f6\u00dften deutschen Stiftungen, von denen 19 Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Stiftungen sind, vereinen ein Verm\u00f6gen von 21,4 Mrd. Euro auf sich. Neben den klassischen Finanzdienstleistern sind die Stiftungen damit eine wichtige Zielgruppe, um das Thema der nachhaltigen Finanzanlage bekannter zu machen und das entsprechende Transaktionsvolumina zu steigern. <\/p>\n<p>Die geplante Veranstaltung richtet sich daher an die Zielgruppe der Stiftungsvorst\u00e4nde und -mitarbeiter, die mit der Finanzanlage besch\u00e4ftigt sind. Auch Neugr\u00fcnder, Mitglieder aus Beir\u00e4ten und weitere Multiplikatoren sollen angesprochen werden. Sie sollen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, Vorteile, Risiken und die praktische Umsetzung des Investments von Stiftungskapital in nachhaltige Kapitalanlagen informiert werden. Dabei profitiert das Symposium von seiner Einbettung in die Messe Gr\u00fcnes Geld, die ihrerseits in die Internationale Anlegermesse IAM in D\u00fcsseldorf integriert ist.<\/p>\n<p>Das Projekt soll erreichen, dass mehr Stiftungen ihr Geld in nachhaltiger Form anlegen. Dies ist f\u00fcr sich schon ein erstrebenswertes Ziel, da es sich beim deutschen Stiftungsverm\u00f6gen um erhebliche Summen handelt. Wenn auch nur ein geringer Teil der Stiftungen diesen Weg geht, erh\u00f6ht dies die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten, hilft somit bei der Attraktivierung des Marktes und f\u00fchrt zur Steigerung des Angebots. Auch ist der Vorbildcharakter von Stiftungen betr\u00e4chtlich. Stiftungen stehen f\u00fcr langfristig Wert steigerndes und seri\u00f6ses Anlegen, gelten als glaubw\u00fcrdig und konservativ. Auch haben viele Stiftungen die M\u00f6glichkeit, ihre neue Anlagestrategie \u00f6ffentlich zu machen, um so lokal oder \u00fcberregional nachhaltige Geldanlagen bekannt zu machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas gr\u00fcne Geld hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland zu einem betr\u00e4chtlichen Marktsegment entwickelt. Mit den steigenden Ums\u00e4tzen ist die Zahl von Nachhaltigkeitsfonds, mittlerweile schon weit \u00fcber hundert, genauso gewachsen, wie das Interesse, das dem gr\u00fcnen Geld in der Banken- und Versicherungswelt, der Politik, der Presse und letztlich der \u00d6ffentlichkeit entgegengebracht wird. Dennoch ist vielen Anlegergruppen die Chance auf doppelte Dividende noch nicht bewusst. Zusatznutzen mit einer Kapitalanlage im Umwelt- oder Sozialbereich stiften zu k\u00f6nnen ist aber, die M\u00f6glichkeit dazu vorausgesetzt, vielen Menschen ein Anliegen. Die Veranstaltung kann also durch die Information und Motivation einer Schl\u00fcsselzielgruppe dazu beitragen, mehr Geld in verantwortungsvolle Investments zu lenken.<\/p>\n<p>Dabei ist es insbesondere wichtig, die Zielgruppe der Stiftungen umfassend und fachspezifisch anzusprechen, um einen maximalen Bekanntheitsgrad des Symposiums zu erreichen. Dies wird durch die Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen erreicht, in dem die meisten Deutschen Stiftungen organisiert sind. Somit sind qualifizierte Adressen zur direkten Teilnehmeransprache vorhanden und es k\u00f6nnen Medien des Verbandes genutzt werden, um eine umfassende Information potenzieller Interessenten im Bundesgebiet zu erreichen. Die Beteiligung des Partners an der Definition von Vortragsthemen und Auswahl von Referenten gew\u00e4hrleistet die Erstellung eines fachlich versierten und auf die Zielgruppe abgestimmten Veranstaltungsprogramms.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung ist als Symposium angelegt und soll neben Vortr\u00e4gen auch die Diskussion mit den Referenten erm\u00f6glichen. Neben der generellen Einf\u00fchrung in das Thema sollen die Anlageformen gr\u00fcner Kapitalanlage, Infos zur Sicherheit und zum Stiftungsrecht, Erfahrungsberichte von nachhaltig anlegenden Stiftungen und aktuelle Trends und Angebote vorgestellt werden. Die Veranstaltung schlie\u00dft ab mit einem abendlichen Zusammentreffen von Teilnehmern, Referenten und denjenigen unter den Ausstellern, die Anlageangebote f\u00fcr Stiftungen entwickelt haben. Dieses Zusammentreffen soll einen informellen Charakter bekommen; zur Stimulanz der Gespr\u00e4che sind Thementische mit kleinen Diskussionsforen vorgesehen. F\u00fcr den Tagungsteil sind im Einzelnen Vortr\u00e4ge zu folgenden Themen geplant:<\/p>\n<p>Was bewirken gr\u00fcne Kapitalanlagen und welche Bedeutung hat das Thema?<br \/>\nAktuelle Trends auf dem gr\u00fcnen Kapitalmarkt<br \/>\nWie sicher sind gr\u00fcne Anlagen?<br \/>\nErfahrungsberichte von bereits nachhaltig anlegenden Stiftungen<br \/>\nVortr\u00e4ge \u00fcber Banken mit Spezialangeboten f\u00fcr Stiftungen<br \/>\nRechtliche Hemmnisse und Erfolgsfaktoren <\/p>\n<p>Eine Dokumentation der Tagung wird erstellt, um auch verhinderten Interessenten und weiteren f\u00fcr das  Thema aufgeschlossenen Personen die Besch\u00e4ftigung mit den Tagungsinhalten zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Stiftungssymposium im Rahmen der Messe Gr\u00fcnes Geld 2004 fand mit rund 50 angemeldeten Teilnehmern im Congress Center D\u00fcsseldorf statt und wurde er\u00f6ffnet von Christiane Friedrich, Staatssekret\u00e4rin im Ministerium f\u00fcr Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW. Den gr\u00f6\u00dften Teil des Publikums stellte erwartungsgem\u00e4\u00df die Hauptzielgruppe der Stiftungen, allerdings waren auch Produktanbieter, Rating-Agenturen und Fachjournalisten unter den Kongressg\u00e4sten. Diese heterogene Teilnehmerstruktur regte zu intensiven Diskussionen an und unterst\u00fctzte das praxisorientierte Programm in seiner erw\u00fcnschten Wirkung. Von den Stiftungen wurden \u00fcberwiegend Entscheider aus dem Management oder der Finanzverwaltung entsandt, weshalb das Forum eine sehr hohe Fachqualit\u00e4t aufwies. Im Zusammenspiel mit hochkar\u00e4tigen Referenten, den praxisorientierten Vortragsthemen und einer fachlich versierten Moderation konnte eine sehr zielgerichtete Informationsvermittlung stattfinden. <\/p>\n<p>Das konkret auf die Bed\u00fcrfnisse von Stiftungen abgestimmte Kongressprogramm wurde ausdr\u00fccklich von den Teilnehmern begr\u00fc\u00dft. In den Diskussionen zeigte sich, dass Stiftungen dem Themenfeld nachhaltiger Geldanlagen durchaus offen gegen\u00fcberstehen. Bem\u00e4ngelt wurde allerdings, dass es nur wenige Informationsangebote gibt, die insbesondere die spezifische Anlagesituation von Stiftungen ber\u00fccksichtigen. Vor diesem Hintergrund wurde der Kongress als gelungener Ansatz gewertet, um neue Anlagestrategien f\u00fcr Stiftungen aufzuzeigen und bestehende Investitionshemmnisse abzubauen. Die Gr\u00f6\u00dfe des Podiums erlaubte zudem die Diskussion individueller Problemstellungen zwischen den Teilnehmern und Fachreferenten, was zu einem sehr intensiven fachlichen Austausch f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Dieser individualisierte Fachaustausch wurde verst\u00e4rkt durch den im Anschluss des Kongresses organisierten Wirtschaftstreff talkIN &#8211; Wirtschaftstreff Investment und Nachhaltigkeit. An mehreren Thementischen wurden spezielle Fragestellungen zum Thema Stiftungen und Nachhaltiges Investment in kleinen Foren diskutiert. In lockerem Rahmen und gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re konnten so Kontakte zu Anbietern gekn\u00fcpft und Erfahrungen zwischen den teilnehmenden Stiftungen ausgetauscht werden. Moderiert wurden die Gruppen durch die Referenten aus dem Kongress.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Symposium Stiftungen und Nachhaltiges Investment wurde in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen (BDS) organisiert und durchgef\u00fchrt. Diese Zusammenarbeit er\u00f6ffnete zahlreiche Kommunikationskan\u00e4le, die bei der Bewerbung des Kongresses intensiv genutzt wurden. Als Haupt-Werbemittel wurde ein Programmflyer in einer Auflage von 3.300 St\u00fcck erstellt, der \u00fcber die Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen an \u00fcber 2.000 Mitglieder versandt wurde. Separat wurden Stiftungen angeschrieben, die in ihrem Stiftungsziel einen direkten Bezug zu sozialen und \u00f6kologischen Belangen aufweisen. In allen Mailings f\u00fcr die Messe Gr\u00fcnes Geld wiesen die Organisatoren auf das Symposium hin und erreichten somit eine weite Verbreitung innerhalb der Fachbranche f\u00fcr Nachhaltiges Investment. Die Internetseiten von BDS und Gr\u00fcnes Geld bewarben das Programm des Symposiums intensiv. <\/p>\n<p>Als wichtigstes Instrument f\u00fcr die weitere Ansprache vieler Stiftungsvertreter, die nicht an dem Symposium teilnehmen konnten, erstellte das \u00d6ko-Zentrum NRW eine Kongressdokumentation. Diese wird als pdf-Datei \u00fcber die Internetseiten des BDS allen Stiftungen und weiteren Interessenten zur Verf\u00fcgung gestellt. Mit einer zus\u00e4tzlichen Druckauflage sollen erneut die Stiftungen mit sozial-\u00f6kologischen Hintergrund angesprochen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Stiftungssymposium hat die Erwartungen und Zielsetzungen der Organisatoren vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt. Erreicht werden sollte, dass Stiftungen \u00fcber die spezifischen M\u00f6glichkeiten des Investments in nachhaltige Geldanlagen aufgekl\u00e4rt und \u00fcber m\u00f6gliche Anlagestrategien und Produkte informiert werden. Ferner war es Anliegen des Projekts, einen intensiven und speziell auf die Bed\u00fcrfnisse von Stiftungen zugeschnittenen Erfahrungsaustausch zu initiieren und in Einzelgespr\u00e4chen Kontakte zwischen Anbietern und institutionellen Anlegern herzustellen. Dadurch soll die Investition von Stiftungskapital in nachhaltige Geldanlagen mittelfristig erh\u00f6ht werden. <\/p>\n<p>Mit dem Stiftungssymposium konnten bei den Teilnehmern Vorurteile und Investitionshemmnisse abgebaut werden, so dass mit einer erh\u00f6hten Bereitschaft zur Ber\u00fccksichtigung nachhaltiger Geldanlagen in der Anlagestrategie mancher Stiftung zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Durch die kostenlos angebotene Kongressdokumentation werden dar\u00fcber hinaus weit mehr Stiftungen \u00fcber diese Investitionsform informiert und angeregt, nachhaltiges Investment in der bislang oftmals konservativen Anlagestrategie zu ber\u00fccksichtigen. <\/p>\n<p>Das Projekt diente als Auftakt von kontinuierlichen Bem\u00fchungen der Projekttr\u00e4ger, die Anlagestrategien von Stiftungen in Richtung Nachhaltigkeit zu bewegen. <\/p>\n<p>Dabei wird das \u00d6ko-Zentrum NRW an die Initialwirkung des Symposiums ankn\u00fcpfen und Entscheider in Stiftungsvorst\u00e4nden \u00fcber m\u00f6gliche Strategien, Chancen und Risiken des Nachhaltigen Investments von Stiftungskapital informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt umfasst die Organisation und Durchf\u00fchrung eines eint\u00e4gigen Symposiums zum Thema Stiftungen und Nachhaltiges Investment, welches im Rahmen der Messe Gr\u00fcnes Geld 2004 am 23.09.2004 in D\u00fcsseldorf realisiert werden soll. 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