{"id":23835,"date":"2023-07-13T15:22:28","date_gmt":"2023-07-13T13:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20407-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:30","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:30","slug":"20407-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20407-01\/","title":{"rendered":"Der Umwelt verpflichtet (Programm Sport und Umwelt; DSB &#8211; DBU)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der \u00f6kologische Wert von Golfanlagen sehr hoch sein kann. Die gegebenen Chancen f\u00fcr den Erhalt der Artenvielfalt und Kulturlandschaft werden aber nicht immer in vollem Umfang genutzt. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind u.a. die komplexe Zusammenh\u00e4nge und vielf\u00e4ltigen Einflussfaktoren bei der Pflege einer Golfanlage. Deshalb war der zentrale Ansatz der Aufbau einer fachlich vielseitigen und unabh\u00e4ngigen Beratungsstruktur. Infolgedessen ist der langfristige Gegenstand des Umweltprogramms Golf und Natur, den Umweltgedanken auf Golfanlagen kontinuierlich zu verbessern und hierdurch Fortschritte beim Umweltschutz zu erreichen. Die Anzahl der deutschen Golfanlagen und das damit verbundene Fl\u00e4chenpotential, speziell in dicht besiedelten Gebieten, k\u00f6nnen eine gute Voraussetzung f\u00fcr einen relevanten Beitrag zum Erhalt einer artenreichen Natur sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Umweltprogramm basiert auf dem Prinzip der gelenkten Eigeninitiative. Deshalb wird den teilnehmenden Golfanlagen nach der Anmeldung ein Materialordner bestehend aus BfN-Biotopmanagementhandbuch, Programmleitfaden und Bestandsaufnahmebogen zugesandt. Mit dem Ausf\u00fcllen des Bestandsaufnahmebogens erheben die Teilnehmer im umweltrelevanten Bereich den Status quo ihrer Golfanlage. Beim ersten Besuch des DGV-Umweltberaters wird dann der Bestandsaufnahmebogen gepr\u00fcft und mit dem Umweltteam der Golfanlage, z.B. bestehend aus Platzwart, Clubmanager und pflegeverantwortlichem Head-Greenkeeper f\u00fcnf Ma\u00dfnahmen nach bestimmten Vorgaben aus den Basisanforderungen ausgew\u00e4hlt und ein Entwicklungsplan formuliert. \u00dcber die Jahre der Teilnahme an dem Umweltprogramm ist f\u00fcr den Golfclub vorgesehen, sukzessiv seine Datengrundlage in den Schwerpunktbereichen der Pflege zu erg\u00e4nzen. Mit Hilfe der vorliegenden Daten und Erhebungen werden dann nach Dringlichkeit und Umsetzbarkeit Aktionsbereiche identifiziert, die zu einer Umweltverbesserung f\u00fchren. Zweiter Schwerpunkt des Beraterbesuchs ist die Einf\u00fchrung des Umweltteams in die \u00f6kologischen Zusammenh\u00e4nge auf der eigenen Golfanlage. Die notwendige Selbstverpflichtung und Identifikation bei der Umsetzung des Programms setzen Verst\u00e4ndnis bei den Zusammenh\u00e4ngen von Golfplatzpflege und Umwelt voraus. Anschlie\u00dfend erh\u00e4lt die besuchte Golfanlage eine Teilnahmebescheinigung und startet dann in eine zweij\u00e4hrige Phase, um die vereinbarten Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Bei erfolgreicher Umsetzung des individuellen Ma\u00dfnahmenkataloges wird ein Umweltzertifikat verliehen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Parallel zur Entwicklung der Programmunterlagen (Handbuch, Bestandserhebungsbogen, Brosch\u00fcre, Zertifikate) wurde ein spezialisiertes DGV-Umweltberaterteam aufgebaut (zzt. 5 Personen, Erweiterung geplant). In der Projektlaufzeit wurden laufende Schulung und Weiterbildung dieses Beraterteams (Erfahrungsaustausch, Schulung einmal pro Jahr auf einer Golfanlage) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Durch Rundschreiben an die Golfclubs, Informationsveranstaltungen und vielen Vortr\u00e4ge musste zun\u00e4chst ein wohlwollendes Desinteresse von Entscheidungstr\u00e4gern an dem Umweltprogramm \u00fcberwunden werden. Am Ende der Projektlaufzeit konnten 39 teilnehmende Golfanlagen (Projektplanung: 40 Golfanlagen) gez\u00e4hlt werden, davon haben 13 ein Bronze und 9 ein Silber Zertifikat erreicht. Durch die Weiterf\u00fchrung des Programms ist in K\u00fcrze auch die Vergabe von Gold Zertifikaten zu erwarten. \u00dcber die 65 auf Golfpl\u00e4tzen durchgef\u00fchrten Beratungstage konnten viele sinnvolle Ma\u00dfnahmen initiiert werden, die \u00fcber die Jahre Ihre Wirkung in den Bereichen Landschaft, Pflegebetrieb, Ressourcenschutz und in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit entfalten werden. Bei den Beratungen wurde festgestellt, dass die Golfanlagen, abh\u00e4ngig von Ihrem Budget, von der Organisationsstruktur und den jeweiligen beh\u00f6rdlichen Pflege- und Entwicklungspl\u00e4nen ein sehr unterschiedlich weit entwickeltes Pflegemanagement haben. Die fachlich breite Qualifikation der DGV-Berater und Ihre spezielle Kompetenz bei der Golfplatzpflege, sind augenscheinlich von entscheidender Bedeutung daf\u00fcr, dass Vereinsvorst\u00e4nde, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Head-Greenkeeper die Empfehlungen auch tats\u00e4chlich umzusetzen bereit sind.<\/p>\n<p>Das Umweltprogramm ist zwischenzeitlich fester Bestandteil der Greenkeeper Fortbildungspr\u00fcfungen zum Fachagrarwirt Golfplatzpflege und Staatlich gepr\u00fcften Head-Greenkeeper sowohl an der DEULA Bayern als auch an der DEULA Rheinland. Golf und Natur ist auch ein Bestandteil des DGV-Seminars f\u00fcr Vorst\u00e4nde und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Golfanlagen geworden. Somit kommen alle Entscheider einer Golfanlage schon fr\u00fchzeitig mit dem Thema Umweltmanagement in Kontakt.<\/p>\n<p>Der DGV f\u00fchrt das Programm mit dem gleichen Engagement weiter wie in der Startphase und erh\u00f6ht die Personalausstattung, um der steigenden Beratungsnachfrage von Golfanlagen gerecht zu werden.<br \/>\nDas Umweltprogramm ist in Zukunft fester Bestandteil der strategischen Verbandskommunikation (Naturerlebnis als Teil der Faszination Golf). Au\u00dferdem wird die Bewahrung von Natur und Umwelt 2009 als Verbandsziel in die Satzung des DGV integriert. Des Weiteren sind spezifische Forschungsarbeiten zu Umweltfragen mit dem Kooperationspartner an der Rasen-Fachstelle der Uni Hohenheim in der Konzeptionsphase. Es ist eine intensive Zusammenarbeit auf europ\u00e4ischer Ebene angelaufen (Stiftung Golf Environment Europe und Golf Course Committee des Royal and Ancient Golfclubs of St. Andrews). Innerhalb des DGVs wurden Arbeitskreise f\u00fcr die Themen Wasser und Pflanzenschutz gegr\u00fcndet, um hier fachliche Empfehlung und zukunftsf\u00e4hige Strategien zu entwickeln.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Inhalte und Ergebnisse des Umweltprogramms k\u00f6nnen auch auf der DGV-Homepage eingesehen werden: www.golf.de\/dgv\/umweltprogramm. Des Weiteren wird das Programm in allen neuen Druckerzeugnissen des DGV (Jahrestimer, Einsteigerbrosch\u00fcre, DGV-Info) erw\u00e4hnt oder vorgestellt. Das Umweltprogramm insgesamt und das Engagement von Golfanlagen im speziellen, haben ein Interesse seitens der Endverbraucherzeitschriften (Golfmagazin, Golf Spielen Beilage der S\u00fcddeutschen Zeitung) generiert und die Verleihung der Zertifikate wurde meistes vor Ort von der Lokalpresse begleitet. Verschiedene Erfahrungs- und Zwischenberichte sind in Fachzeitschriften (GOLFmanager und Greenkeepers Journal) erschienen. Es wurden 2 Beitr\u00e4ge zu Fernsehreportagen \u00fcber Golfanlagen, die am Umweltprogramm teilnehmen, verfasst. Die Projektergebnisse wurden auf 2 Tagungen (GC St. Leon-Rot, G&#038;CC Seddiner See) im Jahr 2008 durch namhafte Referenten zusammengefasst und einem Fachpublikum vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt hat der Deutsche Golf Verband erhebliche Anstrengungen unternommen, sein Umweltprogramm Golf und Natur publik zu machen und eine Teilnehmerzahl zu erreichen, die ein bedeutsames Umweltentlastungspotential verspricht. Eine professionelle \u00d6ffentlichkeitsarbeit hat eine hohe Kontaktzahl geschaffen, um einerseits die Verantwortlichen der Golfplatzpflege zu erreichen aber auch die erw\u00fcnschte Breitenwirksamkeit zu schaffen. Durch das intensive Engagement aller Beteiligten hat das Programm in der Golfbranche ein un\u00fcberh\u00f6rbares Echo erzeugt. Die Praxisn\u00e4he und Wirksamkeit von Golf und Natur wird f\u00fcr eine laufende Zunahme an teilnehmenden Golfanlagen sorgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der \u00f6kologische Wert von Golfanlagen sehr hoch sein kann. Die gegebenen Chancen f\u00fcr den Erhalt der Artenvielfalt und Kulturlandschaft werden aber nicht immer in vollem Umfang genutzt. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind u.a. die komplexe Zusammenh\u00e4nge und vielf\u00e4ltigen Einflussfaktoren bei der Pflege einer Golfanlage. 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