{"id":23829,"date":"2023-07-14T10:34:13","date_gmt":"2023-07-14T08:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22793-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:16","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:16","slug":"22793-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22793-01\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sentation von herausragenden modellhaften Projektergebnissen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bei der Restaurierung umweltgesch\u00e4digter Kulturg\u00fcter im Rahmen der Ausstellung Zeitschichten im Dresdner Stadtschloss, 30.07.-13.11.2005"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Unmittelbarer Anlass der Ausstellung ZeitSchichten &#8211; Erkennen und Erhalten. Denkmalpflege in Deutschland war das 100. Jubil\u00e4um des Handbuchs der Deutschen Kunstdenkm\u00e4ler, das Georg Dehio 1905-1912 herausgebracht hat und das seitdem fortlaufend aktualisiert werden konnte. Die Bedeutung des Werks als Seismograf der denkmalpflegerischen Selbstverst\u00e4ndnisses und des sich wandelnden Denkmalbegriffs wurde in der Ausstellung im Kontext der Geschichte der Denkmalpflege von 1800 bis zu Gegenwart dargestellt. Dazu dienen mehr als 1000 zum Teil noch nie gezeigte Exponate von 145 Leihgebern aus dem In- und Ausland.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Ausstellung hat den Wert der Erhaltung des kulturellen Erbes vornehmlich anhand bedeutender Originale (Skulpturen, Ausstattungsgegenst\u00e4nde, Glas- und Wandmalereien, historische Modelle, Architekturzeichnungen etc.) aus der deutschen Kultur- und Baugeschichte seit dem hohen Mittelalter dargestellt und deren Besonderheit und Aussagenreichtum im Dialog mit j\u00fcngeren Dokumenten des Reproduktionszeitalters, wie sie auch in der praktischen Denkmalpflege von Nutzen sind, gew\u00fcrdigt. Mittels eines sorgf\u00e4ltig arrangierten Dialogs der Exponate und von Fall zu Fall unterst\u00fctzt durch eine gezielte mediengest\u00fctzte Vertiefung hat die Schau ihre Besucher neugierig gemacht auf die fachlichen Beweggr\u00fcnde, Methoden und Techniken in der Denkmalpflege. Dabei dienten die noch nicht restaurierten Ausstellungsr\u00e4ume des Dresdner Schlosses selbst als anschauliches Exponat, das zahlreiche der angesprochenen Themen angefangen von der historischen Bauforschung \u00fcber Restaurierungs-  resp. Rekonstruktionsentscheidungen noch einmal 1 : 1 vor Augen gef\u00fchrt hat. Die Dresdner ZeitSchichten haben die Geschichte der Denkmalpflege bis an die unmittelbare Gegenwart und deren Herausforderungen herangef\u00fchrt und etwa auch zu Fragen von Stadtumbau, Schrumpfung und Leerstand Stellung bezogen. In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders lohnend erwiesen, regelm\u00e4\u00dfige F\u00fchrungen resp. Gespr\u00e4che und zusammen mit Partnern vor Ort ein umfangreiches Rahmenprogramm anzubieten, das den Besuchern und den interessierten Studenten die M\u00f6glichkeit gegeben hat, die komplexen Fragestellungen ohne Zeitdruck zu diskutieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist in ihrem konzeptionellen und inhaltlichen Umfang sowie der Exponatdichte und -Qualit\u00e4t in der Zeit nach 1945 ohne Vorbild. Erstmals ist das Thema Denkmalpflege nicht nur mit Bezug auf konkrete restauratorische Ma\u00dfnahmen oder einzelne Regionen dargestellt worden, sondern mit Blick auf seine kulturhistorischen Dimensionen und die aktuelle gesellschaftspolitische Relevanz. Bei fachlicher Genauigkeit ist keine reine Fachausstellung realisiert worden, sondern eine Pr\u00e4sentation, die eine breite \u00d6ffentlichkeit anzusprechen vermochte. Gleichzeitig wurden durch gezielte Recherchen viele Objekte der Denkmalgeschichte zutage gef\u00f6rdert bzw. wieder neu entdeckt, sodass das Projekt auch wissenschaftlich Folgen gezeitigt hat bzw. zeitigen wird. Ein umfangreiches Begleitbuch dokumentiert den aktuellen Stand der Forschung, ein anschaulicher Ausstellungsf\u00fchrer die ausgestellten Exponate und deren Pr\u00e4sentation.<br \/>\nDie ZeitSchichten-Ausstellung hat das Nachdenken \u00fcber Denkmalpflege auf vielf\u00e4ltigen Ebenen befruchtet; s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten rund um das Projekt und Folgeausstellungen in einzelnen Bundesl\u00e4ndern belegen deren nachhaltige Wirkung. Neben der Pr\u00e4senz in den Medien und auf einschl\u00e4gigen Tagungen, haben Experten aus Denkmal\u00e4mtern und Hochschulen als Besucher ihr Interesse ebenso bekundet wie Architektur- und Geschichtsstudenten, Vereine und interessierte Laien. Netzwerke zwischen unterschiedlichen Einrichtungen rund um die Denkmalpflege &#8211; von Handwerksverb\u00e4nden \u00fcber Fachhochschulen und Universit\u00e4ten zu Vereinen und Museen &#8211; sollen auch in Zukunft im Sinne der Bewahrung des kulturellen Erbes weiter entwickelt und ausgebaut werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Weiterbildung wie der Denkmalkommunikation gelten. Dazu haben Denkmalpfleger und Denkmalfreunde am 8. November in den Ausstellungsr\u00e4umen eine Dresdner Erkl\u00e4rung vorgestellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zum Projekt hat sich von Beginn an auf mehreren Ebenen erstreckt. Eine regelm\u00e4\u00dfige und ausf\u00fchrliche Information der Presse und zugeh\u00f6rige Angebote als downloads auf der projekteigenen Website (www.zeitschichten.de) haben zu der gew\u00fcnschten engen Projektbegleitung durch die Medien beigetragen und Niederschlag gefunden in einer au\u00dferordentlich breit gestreuten und ausf\u00fchrlichen Berichtserstattung. Die gute Zusammenarbeit mit den Medienpartnern MDR, DeutschlandRa-dio und S\u00e4chsische Zeitung hat nicht unwesentlich zur positiven \u00f6ffentlichen Resonanz auf die Ausstellung beigetragen. Lifesendungen aus der Ausstellung &#8211; als Interviews oder Diskussionsveranstaltungen &#8211; sind mit dem MDR und mit dem Deutschlandfunk realisiert worden.<br \/>\nIn \u00fcber 300 F\u00fchrungen, zahlreichen Veranstaltungen mit Studenten, in Vortr\u00e4gen und Workshops ist das Denkmalthema parallel zur Ausstellung vertieft und in seinen vielschichtigen aktuellen Bez\u00fcgen und Perspektiven er\u00f6rtert worden. Die Tatsache, dass viele, nicht nur einheimische Besucher, die Ausstellung wiederholt angesehen haben, deutet auf deren Stellenwert &#8211; auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion \u00fcber Denkmalrekonstruktionen.<br \/>\nAllw\u00f6chentliche Spezialf\u00fchrungen von Restauratoren und Technikern haben die fachlichen Informationen anhand der ausgestellten Objekte anschaulich erg\u00e4nzt und ein Informationsangebot dargestellt, das auch Fachleute regelm\u00e4\u00dfig mit positiver Resonanz wahrgenommen haben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt ZeitSchichten hat den Denkmalpflege in Deutschland eine gro\u00dfe \u00f6ffentliche Wirksamkeit verschafft und hat sich als geeignet erwiesen, deren Grundlagen und Vorgehensweisen auch solchen Menschen zu vermitteln, die gemeinhin mit der Disziplin nicht viel verbinden. Die Erhaltung des baukulturellen Erbes, das Nebeneinander von Alt und Neu und auch die in der Ausstellung thematisierten aktuellen Herausforderungen (Bev\u00f6lkerungsverlust, demografischer Wandel, Umnutzungsdruck etc.) haben die Besucher angesprochen und oftmals zu wiederholten Besuchen und der Teilnahme an begleitenden Veranstaltungen angeregt. Insofern hat die Ausstellung einen beachtlichen Part geleistet im Bereich der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung f\u00fcr die aktuellen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen und deren Konsequenzen f\u00fcr den Erhalt des \u00dcberkommenen. In enger Auseinandersetzung und in Anschauung der pr\u00e4sentierten Originale hat sich ihnen der wissenschaftliche und restauratorische Aufwand bei der Substanzerhaltung des kulturellen Erbes vermittelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Unmittelbarer Anlass der Ausstellung ZeitSchichten &#8211; Erkennen und Erhalten. 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