{"id":23769,"date":"2024-11-27T10:36:50","date_gmt":"2024-11-27T09:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22617-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:52","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:52","slug":"22617-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22617-01\/","title":{"rendered":"Strategische Unternehmensentwicklung Umweltbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt Strategische Unternehmensentwicklung Umweltbildung sollte einen Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung der vorhandenen Angebotsstruktur der (au\u00dferschulischen) Umweltbildung leisten. Sein Ziel war:<br \/>\n\u00a7\tdie Umweltbildung dabei zu unterst\u00fctzen, die Entwicklung und wirtschaftliche Absicherung der eigenen Einrichtungen selbst in die Hand zu nehmen<br \/>\n\u00a7\tdie Entwicklungsstrategien auf ein solides, durch Trend- und Marktforschung abgesichertes Fundament zu stellen<br \/>\n\u00a7\tprofessionelle Methoden des Marketings, der Organisationsentwicklung und der Qualit\u00e4tssicherung wirksam und dauerhaft in das Management der Umweltbildungseinrichtungen einzuf\u00fchren.<br \/>\nDahinter steht die \u00dcberzeugung, dass ein bedarfsgerechtes und zielgruppenspezifisches Angebot der Umweltbildung mit gro\u00dfer gesellschaftlicher Reichweite n\u00f6tig ist, um die Nachhaltigkeitsziele in unserer Gesellschaft zu erreichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWesentliche Merkmale des Vorgehens im Projekt waren:<br \/>\n\u00a7\tMulti-Optionalit\u00e4t: Es wird nicht nur eine L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunftssicherung der Umweltbildung erarbeitet, sondern ein Portfolio an Optionen, auf dessen Grundlage der jeweils ad\u00e4quate Entwicklungspfad einer Umweltbildungseinrichtung definierbar ist<br \/>\n\u00a7\tSzenario-Ansatz: Das Konzept ist nicht an der Gegenwart orientiert (Wie kann ich das Bestehende solange als m\u00f6glich bewahren), sondern an der Erfindung aussichtsreicher Zuk\u00fcnfte (Welchen Wandel will ich aktiv gestalten).<br \/>\nDas Projekt gliederte sich in vier Prozessschritte:<br \/>\n\u00a7\tSzenarienentwicklung: Systematische Szenarienerstellung unter Einbezug von Daten aus der Trend- und Zukunftsforschung<br \/>\n\u00a7\tSWOT-Analyse: Integration der externen Chancen und der internen Kompetenzen der Umweltbildung<br \/>\n\u00a7\tBeratungskonzept: Entwicklung eines strategischen Unternehmensberatungskonzepts f\u00fcr Umweltbildungseinrichtungen<br \/>\n\u00a7\tTransfer: Einsatz des Beratungsinstruments in ausgew\u00e4hlten Bereichen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projekts basieren auf der empirischen Erfahrung in der Entwicklungsberatung von 30 Einrichtungen der Umweltbildung. Diese Einrichtungen decken ein weites Spektrum ab &#8211; vom 2-Mann-Betrieb bis zur Organisation mit 40 Angestellten, vom kleinen Verein bis zum Naturschutzverband, von privaten Einrichtungen \u00fcber kommunal getragene bis hin zu staatlichen Teilorganisationen. Regional ver-teilen sich die Piloteinrichtungen quer \u00fcber ganz Deutschland. Gleichzeitig mit der Abschluss-Tagung des STRATUM-Projekts in der Evangelischen Akademie Tutzing erhielten die ersten Umweltbildungs-Einrichtungen ihre Zertifizierung &#8211; zehn der drei\u00dfig Piloteinrichtungen haben damit die erste H\u00fcrde zur Absicherung ihrer Zukunft bereits genommen. Mit seinem neuartigen Beratungsmodell k\u00f6nnte das STRATUM-Team k\u00fcnftig eine wesentliche Rolle bei der Zertifizierung von Bildungseinrichtungen spielen, stellte Professor Gerd Michelsen (Universit\u00e4t L\u00fcneburg) im Hauptvortrag auf der Tagung fest. Nicht nur die Piloteinrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus \u00d6sterreich bescheinigen STRATUM, auf dem richtigen Weg dahin zu sein. Auch alle Referenten der zweit\u00e4gigen Konferenz gaben eine positive Expertise zu dem Projekt ab. Methodisch sehr geeignet fand der Studienleiter der Tutzinger Akademie, Dr. Martin Held, den STRATUM-Ansatz. Professor Gerd Michelsen hatte sich intensiv mit STRATUM besch\u00e4ftigt. Seine Stellungnahme betraf sowohl die von STRATUM entwickelten Instrumente als auch die Zukunftspotenziale der STRATUM-Beratung. Michelsen hob den partizipatorischen Charakter der STRA-TUM-Beratung hervor: STRATUM funktioniert als Selbstlernprozess der Einrichtung, stellte er fest. Die Umweltbildungseinrichtungen erhielten auf diese Weise Klarheit \u00fcber die k\u00fcnftige Ausrichtung der eigenen Arbeit. Sie bek\u00e4men von STRATUM keine Anweisung, was sie zu tun h\u00e4tten, sondern eine belastbare Basis f\u00fcr die eigene Entscheidung, welche der verschiedenen strategischen Optionen sie nutzen wollten. Der Ansatz von STRATUM ist multioptional, er beschreibt die Zukunft der Einrichtungen nicht einseitig, sondern macht das B\u00fcndel strategischer Optionen verf\u00fcgbar, so Michelsen. Da der zeitliche Rahmen des STRATUM-Prozesses \u00fcberschaubar und die Ergebnisse unmittelbar verf\u00fcgbar seien, unterst\u00fctze die STRATUM-Beratung den Ver\u00e4nderungsprozess sehr effektiv. STRATUM ist ein guter Weg, urteilt Michelsen, der die Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit von Umweltbildungseinrichtungen steigern kann. Gute Zukunftsaussichten bescheinigt Michelsen STRATUM im Bereich der Zertifizierung. Im Unterschied zu den vorhandenen Systemen beschr\u00e4nkt sich STRATUM nicht auf einen formalen Beurtei-lungsprozess, der von au\u00dfen kommt, sondern hilft den Einrichtungen durch eine besondere Form der Be-ratung, sich aktiv auf Ver\u00e4nderungen einzustellen und die eigene Entwicklung zu steuern.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Projekt wurde auf folgenden Ebenen realisiert:<br \/>\n\u00a7\tPressemeldungen: Erschienen laufend auf der Website www.stratum-consult.de &#8211; siehe dort<br \/>\n\u00a7\tKonferenzen: Im Rahmen einer Szenario-Konferenz (8.-10. Juni 2005, W\u00fcrzburg), einer Tagung Zukunftsmarkt Umweltbildung (15. September 2005, M\u00fcnster) und der Abschlusskonferenz Nachhaltig erfolgreich &#8211; Strategien f\u00fcr die Zukunft der Umweltbildung (31. Mai\/01. Juni 2006, Tutzing) wurde \u00fcber das Projekt berichtet und mit dem Fachpublikum diskutiert.<br \/>\n\u00a7\tPublikationen: \u00dcber die Ergebnisse der Szenariokonferenz erschien eine 30-seitige Expertise, die gedruckt vorliegt (Das zuk\u00fcnftige Umfeld der Umweltbildung in Deutschland &#8211; Szenarien und Perspektiven); das Projekt als Ganzes wird in der Buchpublikation Unternehmen Umweltbildung (oekom verlag) dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der besondere nachhaltige Charakter von STRATUM beruht auf:<br \/>\n\u00a7\tder Perspektivenerweiterung vom introvertierten Qualit\u00e4tsmanagement zum extravertierten strategischen Management (marktorientierte Planung)<br \/>\n\u00a7\tdem Anspruch, die wirtschaftlich tragf\u00e4hige, wertsch\u00f6pfende Basis der Umweltbildung zu vergr\u00f6\u00dfern (\u00f6konomisches Denken)\u00a7\tder Einf\u00fchrung betriebswirtschaftlicher Instrumente in das Management der Einrichtungen (SWOT, Wettbewerbsanalyse etc.)<br \/>\n\u00a7\tder Ausrichtung auf l\u00e4ngerfristige Entwicklungen in den relevanten Umfeldern (strategische Planung)<br \/>\n\u00a7\tder Implementierung und Verst\u00e4rkung endogener Ver\u00e4nderungspotenziale in den Einrichtungen (partizipatorisch-systemische Beratung).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Strategische Unternehmensentwicklung Umweltbildung sollte einen Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung der vorhandenen Angebotsstruktur der (au\u00dferschulischen) Umweltbildung leisten. 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