{"id":23768,"date":"2023-07-13T15:24:07","date_gmt":"2023-07-13T13:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22615-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:08","slug":"22615-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22615-01\/","title":{"rendered":"Informations- und technische Umsetzungskampagne Ru\u00dffreier \u00d6PNV &#8211; Ru\u00dffreie Busse"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe startete eine sich an kommunale Entscheidungstr\u00e4ger, st\u00e4dt. Verkehrsbetriebe, Betriebe der Zulieferindustrie und Automobilindustrie richtende Aktion, in der f\u00fcr die Nachr\u00fcstung von Bussen und Erstausstattung aller Neufahrzeuge mit Dieselru\u00dffilter informiert und geworben wird.<br \/>\nNeufahrzeuge: Busse sollten werksseitig bei der Auslieferung obligatorisch mit Filter ausger\u00fcstet werden. Jeder neue Bus, der heute von Herstellern wie MAN oder EvoBus (DaimlerChysler) an die Busbetriebe ausgeliefert wird, kann serienm\u00e4\u00dfig mit Filter geliefert werden.<br \/>\nFahrzeuge am Markt: Busgesellschaften sollten dazu bewegt werden, umgehend ihre Fahrzeuge vollst\u00e4ndig nachzur\u00fcsten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Einzelbausteine beinhaltete das Projekt:<br \/>\n\u00b7\tAuftaktpressekonferenz in Berlin,<br \/>\n\u00b7\tGezielte Ansprache aller \u00d6PNV-Betriebe und Verantwortliche in den Gemeinden,<br \/>\n\u00b7\tZielgruppengespr\u00e4che mit Entscheidungstr\u00e4gern der Automobilwirtschaft, mittelst\u00e4ndischen Betrieben und der Zulieferindustrie,<br \/>\n\u00b7\tGezielte Umweltbildungsarbeit in den Fachmediendiensten der \u00d6PNV-, Kommunal-, Umwelt- und Automobilpresse,<br \/>\n\u00b7\tBegleitende Aktion, die sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtete,<br \/>\n\u00b7\tVergabe eines Unterauftrages an die Universit\u00e4t Karlsruhe, Institut f\u00fcr technische Chemie und Polymerchemie zur Entwicklung eines toxikologisch unbedenklichen SCR-Katalysators und dessen Implementierung in das SCRT-System.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>\u00dcber den gesamten Projektverlauf unterhielt die Deutsche Umwelthilfe mit rund 2.200 Kommunen im Bundesgebiet mehr oder weniger intensiven Kontakt und unterst\u00fctzte sie dabei, sich in ihren Gemeinden f\u00fcr eine Nachr\u00fcstung aller dieselgetriebenen Busse im \u00d6PNV mit Ru\u00dffiltern einzusetzen und zudem darauf hinzuwirken, dass bei Neufahrzeugen nur ru\u00dffreie Busse (entweder Erdgasantrieb oder Dieselmotoren mit Partikelfilter) angeschafft werden.<br \/>\n35 St\u00e4dte und Verkehrsbetriebe haben beschlossen, bis Mitte 2006 die H\u00e4lfte ihrer \u00f6ffentlichen Busflotte mit Dieselru\u00df-Filtern auszustatten oder Erdgas-Busse einzusetzen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Innenstadtbereiche, wo die Luft am dicksten und auch der \u00f6ffentliche Busverkehr besonders rege ist. Die Deutsche Umwelthilfe hat diese Vorreiter in den vergangenen Monaten mit Informationen, mit der Ver\u00f6ffentlichung vorbildlicher Beschl\u00fcsse und Strategien sowie mit Lobbyarbeit bei Ministerien un-terst\u00fctzt.<br \/>\nDie kontinuierliche Lobbyarbeit der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes Ru\u00dffreier \u00d6PNV &#8211;  Ru\u00dffreie Busse schaffte ein Bewusstsein bei den Kommunen und Verkehrsbetrieben. St\u00e4dte und Gemeinden arbeiten aktuell an der Fertigstellung ihrer Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne zur Einhaltung der Luftreinhaltungsrichtlinie. Bei Erstellung dieses Ma\u00dfnahmenpaketes ist der Punkt sauberer \u00d6PNV zu einem wichtigen Baustein der Pakete geworden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber Pressemitteilungen, Pressekonferenzen und das Internet kommuniziert. Die Gestaltung ansprechender Plakate erm\u00f6glichte die Sensibilisierung einer breiten \u00d6ffentlichkeit. Durch die Kinder -und Jugendaktion, die \u00fcber den Bewilligungszeitraum hinweg fortgesetzt wird, wurde die anschauliche Darstellung der komplizierten Sachverhalte auch mit Interaktionsm\u00f6glichkeit (Filtertuchtest) f\u00fcr die Kinder und Jugendlichen erreicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es ist der Deutschen Umwelthilfe binnen weniger Monate gelungen, die Dieselru\u00dfproblematik in den Medien, bei Politikern, bei Automobilherstellern sowie bei Verkehrsbetrieben und Autofahrern zu einem der wichtigsten Umweltthemen zu machen. Zahlreiche Berichte in Fernsehen, Rundfunk, Tageszeitungen und Magazinen zeugen davon.<br \/>\nDie Rechtslage hat sich positiv entwickelt: Inzwischen liegen eine Reihe von neuen Urteilen zur Luftreinhaltung in St\u00e4dten vor. Die kontinuierliche Lobbyarbeit der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes Ru\u00dffreier \u00d6PNV &#8211; Ru\u00dffreie Busse schaffte ein Bewusstsein bei den Kommunen und Verkehrsbetrieben. St\u00e4dte und Gemeinden arbeiten aktuell an der Fertigstellung ihrer Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne zur Einhaltung der Luftreinhaltungsrichtlinie. Bei Erstellung dieses Ma\u00dfnahmenpaketes ist der Punkt sauberer \u00d6PNV zu einem wichtigen Baustein der Pakete geworden.<br \/>\nDen Vorreitern wie Paderborn, die schon seit den 1990er Jahren alle ihre Busse mit Ru\u00dffiltern ausgestattet haben und Frankfurt an der Oder, wo nur Erdgasbusse fahren, folgten &#8211; nicht zuletzt aufgrund unserer Kampagne &#8211; M\u00fcnster, T\u00fcbingen, Hagen oder Wiesbaden. Auch in den Gro\u00dfst\u00e4dten Berlin, M\u00fcnchen und Stuttgart tut sich einiges. Die Deutschlandkarte vorbildlicher St\u00e4dte und Gemeinden konnte im Laufe des Projektes um zahlreiche Orte erg\u00e4nzt werden. Nach unserem Kenntnisstand verf\u00fcgen heute 16 St\u00e4dte \u00fcber eine Bus-Flotte mit mehr als 75% Anteil ru\u00dffreier Fahrzeuge, 20 St\u00e4dte mit einem Anteil von 50-75% und 16 St\u00e4dte mit einem Anteil von 25-50%.<br \/>\nDie Lieferzahlen von CRT-Systemen in Deutschland sprechen B\u00e4nde: Nach Auskunft des Ru\u00dfpartikelfilter-Herstellers HJS wurden im Jahr 2004 50 Retrofit-Filter-Nachr\u00fcstsysteme ausgeliefert. In 2005 konnte eine 700%ige Steigerung erreicht werden. Bereits f\u00fcr 2006 liegen Bestellungen in \u00e4hnlichen Gr\u00f6\u00dfenordnungen vor. Nach Aussage des Unternehmens konnte dies nicht zuletzt aufgrund der intensiven Lobbyarbeit durch die Deutsche Umwelthilfe erreicht werden.<br \/>\nDie Bundesl\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg und Nordrhein-Westfalen haben ihre F\u00f6rderpraxis f\u00fcr Busse mit Ru\u00dffilter j\u00fcngst ge\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Deutsche Umwelthilfe startete eine sich an kommunale Entscheidungstr\u00e4ger, st\u00e4dt. Verkehrsbetriebe, Betriebe der Zulieferindustrie und Automobilindustrie richtende Aktion, in der f\u00fcr die Nachr\u00fcstung von Bussen und Erstausstattung aller Neufahrzeuge mit Dieselru\u00dffilter informiert und geworben wird. Neufahrzeuge: Busse sollten werksseitig bei der Auslieferung obligatorisch mit Filter ausger\u00fcstet werden. 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