{"id":23761,"date":"2023-07-14T10:34:13","date_gmt":"2023-07-14T08:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22583-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:14","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:14","slug":"22583-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22583-01\/","title":{"rendered":"R\u00f6ntgen-Sortierverfahren f\u00fcr die Aufbereitung von Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4r-Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des beantragten Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines R\u00f6ntgen &#8211; Sortierverfahren f\u00fcr die Aufbereitung von Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4r-Rohstoffen.<br \/>\nDie Wertsch\u00f6pfung im Anwendungsbereich der prim\u00e4ren Rohstoffe wird erzielt durch das fr\u00fchzeitige Trennen des wertlosen Gesteins (Berge) vom wertstoffhaltigen Gestein. Dadurch werden erhebliche Kosten und Energieaufwendungen im nachfolgenden Aufbereitungsprozess eingespart.<br \/>\nIm Anwendungsbereich der sekund\u00e4ren Rohstoffeist das Ziel, die Metalle von den Nichtmetallen effizient zu trennen. Hierdurch werden Deponiekosten eingespart und zudem lassen sich die ausgebrachten Wertstoffe wieder einsetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Projektlaufzeit betrug 12 Monate und diente der Umsetzung der Grundlagenentwicklung in einer voll funktionsf\u00e4higen Technikummaschine.<br \/>\nNach Planung, Konstruktion und Bau eines R\u00f6ntgen-Sortierger\u00e4tes erfolgte dessen Erprobung im Tech-nikum von Scan&#038;Sort. Dabei wurden folgende Funktionen intensiv getestet:<br \/>\n\u00b7\tBildqualit\u00e4t der R\u00f6ntgensensorik;<br \/>\n\u00b7\tAbstimmung der R\u00f6ntgenquelle mit den Sensorkan\u00e4len;<br \/>\n\u00b7\tVerkn\u00fcpfung der Bilddaten der Sensorkan\u00e4le zur Optimierung der Materialselektivit\u00e4t;<br \/>\n\u00b7\tFeststellung des Einflusses ver\u00e4nderlicher Betriebsparameter auf die Erkennungseigenschaften der R\u00f6ntgensensorik;<br \/>\n\u00b7\tLeistungstest der Auswerteelektronik und der intelligenten Ausschleusung positiv erkannter Teile;<br \/>\n\u00b7\tVersuche mit Probematerial und Feststellung des erzielten Trennerfolges.<br \/>\nEs steht voll funktionstaugliches R\u00f6ntgen-Sortiersystem mit einer Arbeitsbreite von 600 mm zur Verf\u00fcgung. Zur Feststellung des Wirkungsgrades der Sortierung wurden zahlreiche Proben aus prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Rohstoffbereichen sortiert und analysiert. In einem Folgeprojekt ist eine geeignete Verfahrenstechnik f\u00fcr Durchs\u00e4tze von > 250 t\/h zu entwickeln. Zu diesem Zweck sollte im Rahmen dieses Vorhabens jeweils eine Sortieranlage bei einem Pilotanwen-der f\u00fcr Erze und f\u00fcr Kohle aufgebaut und erprobt werden.<br \/>\nM\u00f6gliche Projektpartner w\u00e4ren: Mintek in S\u00fcdafrika, Camborne School of Mine in England und TU Delft in Holland.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>An Hand repr\u00e4sentativer Proben konnte das vorgesehene Aufgabematerial charakterisiert werden. Integ-ration und Test der R\u00f6ntgensensorik wurden positiv abgeschlossen. Nach Planung, Konstruktion und Bau eines R\u00f6ntgen-Sortierger\u00e4tes erfolgte dessen Erprobung im Technikum von Scan&#038;Sort.<br \/>\nF\u00fcr das R\u00f6ntgenverfahren wurde bereits eine PCT Patentanmeldung unter dem Titel Vorrichtung zur Trennung von Sch\u00fcttg\u00fctern eingereicht. Die Pr\u00fcfung durch das europ\u00e4ische Patentamt hat in allen wesentlichen Anspr\u00fcchen den Neuheitsanspruch und den erfinderischen Wert dieser Entwicklung best\u00e4tigt.<br \/>\nInsgesamt konnte festgestellt werden, dass die Erwartungen an das neu entwickelte R\u00f6ntgen-Sortierverfahren voll erf\u00fcllt, bzw. in einigen Anwendungen weit \u00fcbertroffen wurden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das im Rahmen des Projektes entwickelte Trennverfahren konnte zahlreichen Interessenten aus dem Inland sowie Ausland vorgef\u00fchrt werden. Dabei kamen die potentiellen Kunden in der Regel mit eigenem Probematerial in das Technikum von Scan&#038;Sort, um die Versuche direkt beobachten zu k\u00f6nnen und den Erfolg der Sortierung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dies f\u00fchrte bereits zum Verkauf der ersten R\u00f6ntgensysteme in die Bereiche Elektronikschrott- und Altmetallaufbereitung. Das Interesse f\u00fcr diese neue Technologie ist im-mens.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das neu entwickelte R\u00f6ntgensortierverfahren arbeitet auf Grund der verwendeten Zweienergieverfahren (Dual Energy XRAY) sehr trennscharf und stabil. Das gro\u00dfe Interesse an der neuen Technologie beruht darauf, dass hiermit eine sehr robuste Alternative zu bisherigen Trennverfahren zur Verf\u00fcgung steht. Dar\u00fcber hinaus er\u00f6ffnen sich f\u00fcr den Einsatz der R\u00f6ntgentechnologie eine Vielzahl neuer Anwendungsgebiete, f\u00fcr die es bisher keine wirtschaftlichen Trennverfahren gab. Es hat sich gezeigt, dass die geplante neue R\u00f6ntgentechnologie speziell im Bereich der prim\u00e4ren Rohstoffe in vielf\u00e4ltigster Weise einsetzbar ist. Die Einsatzm\u00f6glichkeiten beginnen unter Tage und setzen sich \u00fcber Tage sowohl im Aufbereitungsprozess als auch bei der Nachsortierung bestehender Halden fort. Eine erfolgreiche Vermarktung ist weltweit absehbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des beantragten Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines R\u00f6ntgen &#8211; Sortierverfahren f\u00fcr die Aufbereitung von Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4r-Rohstoffen. Die Wertsch\u00f6pfung im Anwendungsbereich der prim\u00e4ren Rohstoffe wird erzielt durch das fr\u00fchzeitige Trennen des wertlosen Gesteins (Berge) vom wertstoffhaltigen Gestein. Dadurch werden erhebliche Kosten und Energieaufwendungen im nachfolgenden Aufbereitungsprozess eingespart. 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