{"id":23753,"date":"2023-07-27T10:32:05","date_gmt":"2023-07-27T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22561-01\/"},"modified":"2023-07-27T10:32:06","modified_gmt":"2023-07-27T08:32:06","slug":"22561-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22561-01\/","title":{"rendered":"Vermittlung von Informationen und Wissen zum GEO-Tag der Artenvielfalt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Zeiten knapper Kassen drohen Ma\u00dfnahmen und Konzepte zum Schutz von Natur und Landschaft unter die R\u00e4der zu geraten. Der \u00d6ffentlichkeit ist h\u00e4ufig nicht bewusst, was f\u00fcr sch\u00f6ne Gebiete sie vor der eigenen Haust\u00fcr entdecken kann. Die Potenziale innerst\u00e4dtischer Gr\u00fcnfl\u00e4chen f\u00fcr die Artenvielfalt werden meistens untersch\u00e4tzt. Am GEO-Tag der Artenvielfalt 2005 trugen wir deshalb bewusst den Aspekt des Artenschutzes in den besiedelten Bereich hinein, um die Menschen f\u00fcr die Bedeutung innerst\u00e4dtischer Naturoasen zu sensibilisieren. Wir &#8211; die Redaktion GEO und die Deutsche Umwelthilfe &#8211; wollten die Teilnehmerzahlen 2005 an diesem j\u00e4hrlich stattfindenden Aktionstag deutlich erh\u00f6hen, in dem wir auch neue Zielgruppen ansprachen. Wir riefen nicht nur Umweltgruppen und Sch\u00fcler-Arbeitsgemeinschaften, sondern auch Kommunen und Natur-Nutzerverb\u00e4nde wie z. B. Wander- und Heimatvereine auf, sich am GEO-Tag der Artenvielfalt zu beteiligen. Sie sollten diesen Tag als Plattform nutzen, um auf die Bedeutung des Artenschutzes aufmerksam zu machen, sei es durch Artenbestandsaufnahmen, Naturschutzaktionen oder Artenschutzprojekte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDurch eine intensive \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Flyer, Internet, Pressearbeit) konnten wir bundesweit die genannten Zielgruppen f\u00fcr eine Teilnahme am GEO-Tag der Artenvielfalt am 11. Juni 2005 motivieren. An diesem Tag fanden bundesweit 373 Aktionen statt &#8211; genau 121 Aktivit\u00e4ten mehr als im Jahr 2004. Mit Wanderungen, F\u00fchrungen und Naturerlebnistagen trugen naturbegeisterte Menschen dazu bei, ihren Mitmenschen das Ph\u00e4nomen Biodiversit\u00e4t begreifbar zu machen. Am selben Tag erhoben etwa 110 Experten bei der Hauptveranstaltung im Berliner Tiergarten 1410 Tier- und Pflanzenarten. Um Sch\u00fcler f\u00fcr eine Teilnahme am GEO-Tag zu motivieren, schrieben wir einen Sch\u00fclerwettbewerb aus. Die Sieger fuhren f\u00fcr eine Woche in den Nationalpark Hainich im Th\u00fcringer Wald. Nach dem GEO-Tag veranstalteten wir ein Symposium, bei dem die Ergebnisse der Kartierung im Berliner Tiergarten mit denen vom Bronx River in New York verglichen wurden. Zudem verabschiedeten wir 21 Handlungsthesen zur F\u00f6rderung von Natur in der Stadt sowie verfassten eine Brosch\u00fcre mit kommunalen Naturschutzprojekten und eine Handlungsempfehlung f\u00fcr Kommunen zur Planung und Durchf\u00fchrung eines solchen Aktionstages.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Resonanz der bundesweiten Aktionen und der Berliner Hauptveranstaltung zeigt, dass den Menschen auch in der heutigen Zeit der Kontakt zur Natur ein wichtiges Anliegen ist. Festzustellen ist auch, dass sich in den letzten Jahren die Artenvielfalt in unserem Wohnumfeld erh\u00f6ht hat. Verschiedene Gr\u00fcnde haben dazu gef\u00fchrt. Ein wesentlicher ist, dass sich die Einstellung im Umgang mit der Natur ver\u00e4ndert hat. Hausg\u00e4rten werden vielf\u00e4ltiger, Fassaden begr\u00fcnt und in Parks, ja selbst auf Verkehrsinseln, wird mehr und mehr Fl\u00e4che der Natur \u00fcberlassen. Und wie vor allem die Resonanz bei der Hauptveranstaltung in Berlin auf den GEO-Tag der Artenvielfalt zeigt, ist in St\u00e4dten die Sehnsucht der Menschen nach Natur und der Wunsch nach einem gr\u00fcnen, abwechslungsreichen Wohn- und Arbeitsumfeld besonders stark. Auch wenn in den letzten Jahren einiges erreicht wurde, so ist es gerade in Zeiten knapper Kassen wichtig, mit einer Vielzahl an Instrumenten f\u00fcr mehr Natur in der Stadt zu sorgen. Ein Projektergebnis sind die Handlungsthesen zur F\u00f6rderung von mehr Natur in der Stadt. In diesen wird unter anderem die \u00c4chtung von Pflanzenschutzmitteln, die Nutzung einheimischer Wildpflanzen in st\u00e4dtischen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und die F\u00f6rderung von Naturerlebnis in der Stadt gefordert. Auch sollten vor allem St\u00e4dte mehr Mut zur Wildnis zeigen, da Naturschutz in der Stadt die Lebensr\u00e4ume der Menschen wieder attraktiver macht und der Abwanderung ins Umland und dessen Zersiedelung vorbeugt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Laufe des Projekts setzten wir verschiedene Instrumente der \u00d6ffentlichkeitsarbeit ein, und zwar einen Informationsflyer, eine Internetpr\u00e4senz, einen E-Mail-Newsletter, verschiedene Pressemitteilungen, mehrere Veranstaltungen und zwei Brosch\u00fcren. In der Vorbereitungsphase des GEO-Tages lag der Fokus auf der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Nicht nur im Internet waren wir pr\u00e4sent. Wir wandten uns an die Medien der verschiedenen Vereine der Naturnutzer und -sch\u00fctzer, um f\u00fcr eine Beteiligung am GEO-Tag 2005 zu werben. Zum ersten Mal wurden auf unsere Initiative hin ein Informationsflyer bundesweit verteilt. Dabei zeigte es sich, dass bei der Bewerbung eines solchen Tages nicht nur die Internetpr\u00e4senz, sondern auch die Verbreitung eines Flyers auch in Zeiten der virtuellen Kommunikation von gro\u00dfer Bedeutung ist.<br \/>\nSehr erfolgreich verlief die Hauptveranstaltung zum GEO-Tag der Artenvielfalt in Berlin. Die Veranstaltung stie\u00df auf eine sehr positive Resonanz der Berliner und der \u00fcberregionalen Medien wie u. a. BILD, BZ, Berliner Kurier, Welt, Berliner Zeitung, Tagesspiegel, taz, Berliner Morgenpost, Wissenschaftsmagazin NANO, Inforadio Berlin, WDR-H\u00f6rfunk etc. Von Vorteil f\u00fcr die Pressearbeit war auch die Schirmherrschaft des damaligen Bundesumweltministers J\u00fcrgen Trittin, den bei einem Rundgang durch den Berliner Tiergarten viele Reporter begleiteten. An der Presse- und Ergebniskonferenz am gleichen Tag nahmen \u00fcber 200 Personen teil, um sich \u00fcber die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zu informieren.<br \/>\nAuch die Nachbereitung des GEO-Tages der Artenvielfalt stie\u00df auf gro\u00dfes Interesse. Am Symposium Natur in der Stadt, bei dem die Ergebnisse der Bestandsaufnahmen am Beispiel Berlin, New York und Dessau pr\u00e4sentiert wurden, nahmen \u00fcber 100 Personen aus Berlin und anderen St\u00e4dten teil. Weitere Bausteine dieser Phase waren zwei Publikationen. In der Brosch\u00fcre St\u00e4dte und Gemeinden aktiv f\u00fcr den Naturschutz werden 15 vorbildliche kommunale Naturschutzprojekte vorgestellt. Um die Erfahrungswerte bez\u00fcglich Organisation und Durchf\u00fchrung eines GEO-Tages der Artenvielfalt weiterzugeben, verfassten wir einen Leitfaden. Dieser enth\u00e4lt kurz und pr\u00e4gnant die wichtigsten Schritte, um eine solche Veran-staltung zusammen mit Partnern vor Ort effizient und erfolgsversprechend vorzubereiten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Vermittlung von Informationen und Wissen zum GEO-Tag der Artenvielfalt war ein gro\u00dfer Erfolg. In dessen Rahmen erweiterten und erg\u00e4nzten wir den traditionellen Verlauf eines bis dato typischen GEO-Tages der Artenvielfalt um viele neue Bestandteile und Facetten. W\u00e4hrend der Vorbereitungsphase konnten wir mit einer vielf\u00e4ltigen Ansprache neue Zielgruppen zum Mitmachen gewinnen. Die Hauptveranstaltung im Berliner Tiergarten, die auch von den Berliner Naturschutzverb\u00e4nden und  institutionen mitunterst\u00fctzt wurde, wurde erstmals mit einem umfangreichen Besucher- und Exkursionsprogramm begleitet. Das Symposium zur Ergebnisaufbereitung des GEO-Tages der Artenvielfalt und die beiden Ver\u00f6ffentlichungen zeigen deutlich, dass ein solcher Aktionstag viele Impulse und Anregungen nach sich zieht. Interessierte Teilnehmer, die in den kommenden Jahren einen GEO-Tag der Artenvielfalt veranstalten wollen, k\u00f6nnen wertvolle Anregungen zur Vorbereitung einer solchen Veranstaltung dem Leitfaden entnehmen. Die Brosch\u00fcre St\u00e4dte und Gemeinden aktiv f\u00fcr den Naturschutz zeigt, dass solche Aktionstage auch mit bestehenden kommunalen Naturschutzkonzepten verkn\u00fcpft und als eine M\u00f6glichkeit der \u00d6ffentlichkeitsarbeit gezielt genutzt werden k\u00f6nnen. Somit hoffen wir, dass in den kommenden Jahren der GEO-Tag der Artenvielfalt weiterhin auf eine hohe Beteiligung verschiedener Gruppen vor Ort sto\u00dfen wird. Wir haben mit diesem Projekt die Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Zeiten knapper Kassen drohen Ma\u00dfnahmen und Konzepte zum Schutz von Natur und Landschaft unter die R\u00e4der zu geraten. Der \u00d6ffentlichkeit ist h\u00e4ufig nicht bewusst, was f\u00fcr sch\u00f6ne Gebiete sie vor der eigenen Haust\u00fcr entdecken kann. Die Potenziale innerst\u00e4dtischer Gr\u00fcnfl\u00e4chen f\u00fcr die Artenvielfalt werden meistens untersch\u00e4tzt. 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