{"id":23713,"date":"2023-07-13T15:24:00","date_gmt":"2023-07-13T13:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22450-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:24:01","modified_gmt":"2023-07-13T13:24:01","slug":"22450-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22450-01\/","title":{"rendered":"Fachtagung: Boden, sch\u00fctzenswertes Gut f\u00fcr Mensch, Natur und Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der am 05. 05. 2001 mit der Landesregierung abgeschlossenen Kooperationsverhandlung \u00fcbernimmt der Landesverband Nds. Deutscher Gebirgs- und Wandervereine die freiwillige Verpflichtung im Rahmen seiner satzungsgem\u00e4\u00dfen Aufgaben an der nachhaltigen Entwicklung des Agenda Prozesses von Rio mitzuwirken. Mit der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rderten Fachtagung, die unter dem Motto steht: Boden, sch\u00fctzenswertes Gut f\u00fcr Mensch, Natur und Umwelt, will der Landesverband Nds. Mitglieder, insbesondere Sachbearbeiter von Stellungnahmen gem. \u00a7 29 BNatschG, durch Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse in die Lage versetzen mit hoher Sachkenntnis und aktuell zu reagieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSeit dem Abschluss der o. a. Kooperationsvereinbarung f\u00fchrt der Landesverband Niedersachen Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. j\u00e4hrlich Fachtagungen durch, mit der Zielsetzung der Verbesserung des Umweltbewusstseins und der Umweltvorsorge mit Weiterbildung und Schulung der ehrenamtlichen Mitglieder, sowie anderer Interessenten.<br \/>\nDas diesj\u00e4hrige Thema Boden soll m\u00f6glichst umfassend behandelt werden. Die nachhaltige Bodenbewirtschaftung, intensiv wie extensiv, der Boden als Gegenstand von Wissenschaft, Forschung und Lehre, der Bodenschutz und das europ\u00e4ische Bodenb\u00fcndnis ELSA e. V. werden Gegenstand von Referaten sein. Exkursionen zu den Versuchsanlagen der FH Osnabr\u00fcck in Lechtingen, zum Bodenpark des Landkreises Osnabr\u00fcck und die Ausstellung Unterwelten des Naturkundemuseums der Stadt Osnabr\u00fcck werden das Spektrum erweitern.<br \/>\nMit der Auswahl hochqualifizierter Referenten soll den Tagungsteilnehmern die vielschichtige Bedeutung des Allgemeingutes Boden verdeutlicht werden. Der Wissensstand und das Urteilsverm\u00f6gen der ehrenamtlichen Sachbearbeiter soll durch die j\u00e4hrlichen Fachtagungen erweitert, gefestigt und aktualisiert werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die rund 40 Tagungsteilnehmer wurden zun\u00e4chst durch Herrn Prof. Dr. Cl. Arkenstette begr\u00fc\u00dft. Es folgten Gru\u00dfworte durch Herrn Burghard Jasper, B\u00fcrgermeister der Stadt Osnabr\u00fcck, Dr. Willi Real, Stellvertreter des Generalsekret\u00e4rs der Deutschen Bundesstiftung Umwelt den Vizepr\u00e4sidenten der Fachhochschule Osnabr\u00fcck, Prof. Dr. Bernd Lehmann. Dr. W. Real stellte den Teilnehmern die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vor, verbunden mit einem Rundgang durch das Haus.<br \/>\nBei der Vielf\u00e4ltigkeit des Tagungsthemas Boden &#8211; sch\u00fctzenswertes Gut f\u00fcr Mensch, Natur und Umwelt, musste eine Gliederung in mehrere Komplexe vorgenommen werden.<br \/>\nDie diesj\u00e4hrige Fachtagung erstreckte sich \u00fcber drei Tage. Im Mittelpunkt standen dabei wissenschaftlich anspruchsvolle Referate von Professoren: Prof. Dr. Werner Wahmhoff von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, sowie den Professoren Prof. Dr. Friedrich R\u00fcck und Prof. Prof. Dr. Dieter Trautz von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Agrarwissenschaften der Fachhochschule Osnabr\u00fcck.<br \/>\nAusgehend von dem der Tagung zugrunde liegenden Thema:  Der Boden &#8211; ein Sch\u00fctzenswertes Gut f\u00fcr Mensch, Natur und Umwelt besch\u00e4ftigten sich die Referenten u. a. mit folgenden Fragen:<br \/>\n&#8211;\tDie F\u00f6rderung einer nachhaltigen Landwirtschaft gem\u00e4\u00df Kapitel 14 der Agenda 21.<br \/>\n&#8211;\tGefahren einer \u00dcberd\u00fcngung landwirtschaftlich genutzter Fl\u00e4chen.<br \/>\n&#8211;\tM\u00f6glichkeiten zur Vermehrung einer Humusanreicherung.<br \/>\n&#8211;\tNachteilige Entwicklungen als Folge einer zunehmenden Erderw\u00e4rmung.<br \/>\nDer Vorsitzende des kommunalen Boden B\u00fcndnisses europ\u00e4ischer St\u00e4dte, Kreise und Gemeinden ELSA e. V., dessen Gesch\u00e4ftsstelle sich in Osnabr\u00fcck befindet, Detlef Gerts, referierte \u00fcber diese Einrichtung. Das Europ\u00e4ische- Bodenb\u00fcndnis unterst\u00fctzt Kommunen durch Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Umsetzung eines handlungsorientierten und nachhaltigen Bodenschutzes. Die Thematik des Bodens als Gegenstand von Wissenschaft, Forschung und Lehre wurde durch das Referat des praktizierenden Landwirtes und MdL. Friedhelm Biestmann, stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses im Nieders\u00e4chsischen Landtag und Sprecher f\u00fcr Agrarpolitik, l\u00e4ndlicher Raum und Umweltpolitik der CDU &#8211; Faktion des Nds. Landtages erg\u00e4nzt. Er nahm Stellung zum konventionellen und alternativen Landbau, den Produktionsmethoden und der Qualit\u00e4t der Produkte. Die Politik favorisiere weder den konventionellen noch den alternativen Landbau. Die Entscheidung \u00fcber Zukunftsaussichten der verschiedenen Produktionsarten tr\u00e4fe der Verbraucher. Herr Biestmann schloss mit dem Fazit, dass jeder Landwirt seine Produktionsfl\u00e4chen, die seine Existenzgrundlage darstellen, umsichtig, verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafte, es sei im Interesse des Landwirtes seinen Boden leistungsf\u00e4hig zu erhalten.<br \/>\nDen Referaten schlossen sich themengebundene Exkursionen an. Im Geopark des Landkreises Osna-br\u00fcck wurden die Teilnehmer von dem stellvertretenden Landrat Dr. Hermann Meyer begr\u00fc\u00dft. Herr Timo Kluttig, Geologe bei dem Landkreis Osnabr\u00fcck gab einen \u00dcberblick \u00fcber die Geologie Norddeutschlands. Zu den verschiedenen Gesteinsformationen wurde vorhandenes Anschauungsmaterial entsprechend  erl\u00e4utert. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Naturparks N\u00f6rdlicher Teutoburger Wald\/ Wiehengebirge, Herr Hartmut Escher erl\u00e4uterte in dem angrenzenden Bodenpavillon die dort dargestellten im Naturpark vorkommenden Bodenarten und die Bodenbildung. In dem benachbarten Naturkundemuseum der Stadt Osnabr\u00fcck konnte die Bodenausstellung Unterwelten besichtigt werden, die sich mit den Lebewesen im Boden befasst.<br \/>\nDen Abschluss bildete eine Exkursion zu den Versuchsanlagen der FH Osnabr\u00fcck. Prof. Dr. Chr. Wonneberger f\u00fchrte durch die Versuchsanlagen im Gartenbau unter Glas und im Freigel\u00e4nde, sowie die Versuchsanlagen im Obstbau. Frau Dipl. agr. Ulrike Schliephake f\u00fchrte durch das mit Tierhaltung alternativ bewirtschaftete Gut Waldhof in Lechtingen und erl\u00e4uterte die Anbaumethoden insbesondere auch die Forschung im Kartoffelanbau in Verbindung mit der Boden- und Klimavertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die hiesige Presse lie\u00df auf Anfrage verlauten, dass sie \u00fcber fachliche Tagungen nicht berichte. Ein vom Medienwart des Landesverbandes, Walter Brockmann, verfasster Artikel wurde der Presse zugesandt und am 12. 02. 2005 in gek\u00fcrzter Fassung ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>, dass jeder Landwirt seine Produktionsfl\u00e4chen, die seine Existenzgrundlage darstellen, umsichtig, verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafte, es sei im Interesse des Landwirtes seinen Boden leistungsf\u00e4hig zu erhalten.<br \/>\nDen Referaten schlossen sich themengebundene Exkursionen an. Im Geopark des Landkreises Osna-br\u00fcck wurden die Teilnehmer von dem stellvertretenden Landrat Dr. Hermann Meyer begr\u00fc\u00dft. Herr Timo Kluttig, Geologe bei dem Landkreis Osnabr\u00fcck gab einen \u00dcberblick \u00fcber die Geologie Norddeutschlands. Zu den verschiedenen Gesteinsformationen wurde vorhandenes Anschauungsmaterial entsprechend  erl\u00e4utert. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Naturparks N\u00f6rdlicher Teutoburger Wald\/ Wiehengebirge, Herr Hartmut Escher erl\u00e4uterte in dem angrenzenden Bodenpavillon die dort dargestellten im Naturpark vorkommenden Bodenarten und die Bodenbildung. In dem benachbarten Naturkundemuseum der Stadt Osnabr\u00fcck konnte die Bodenausstellung Unterwelten besichtigt werden, die sich mit den Lebewesen im Boden befasst.<br \/>\nDen Abschluss bildete eine Exkursion zu den Versuchsanlagen der FH Osnabr\u00fcck. Prof. Dr. Chr. Wonneberger f\u00fchrte durch die Versuchsanlagen im Gartenbau unter Glas und im Freigel\u00e4nde, sowie die Versuchsanlagen im Obstbau. Frau Dipl. agr. Ulrike Schliephake f\u00fchrte durch das mit Tierhaltung alternativ bewirtschaftete Gut Waldhof in Lechtingen und erl\u00e4uterte die Anbaumethoden insbesondere auch die Forschung im Kartoffelanbau in Verbindung mit der Boden- und Klimavertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die hiesige Presse lie\u00df auf Anfrage verlauten, dass sie \u00fcber fachliche Tagungen nicht berichte. Ein vom Medienwart des Landesverbandes, Walter Brockmann, verfasster Artikel wurde der Presse zugesandt und am 12. 02. 2005 in gek\u00fcrzter Fassung ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die vermittelten Kenntnisse \u00fcber die vielf\u00e4ltige Funktion unserer B\u00f6den und auch der kurze Einblick in die geologischen Verh\u00e4ltnisse unseres Landes waren sehr komprimiert und erwartet sachkompetent. Der zur Verf\u00fcgung stehende Zeitraum war unter Ber\u00fccksichtigung des komplexen Themas zu gering. Die Tagungsteilnehmer zeigten sich lebhaft an der Vertiefung der Themen interessiert. Die Zielsetzung, unsere Sachbearbeiter von Stellungnahmen gem. \u00a7 29 BNatschG, durch Schulung weiter zu bilden und zu sensibilisieren wurde voll erreicht. Durch die erworbenen Kenntnisse wurden sie in die Lage versetzt die an sie herangetragenen Sachverhalte fachgerecht und ausgewogen zu beurteilen.<br \/>\nNachtrag zum Fazit:<br \/>\nDie Zusammensetzung der Tagungsteilnehmer war in bezug auf die Altersstruktur und auch auf die Vorbildung  als sehr heterogen zu bezeichnen.<br \/>\nDie fachlich anspruchvollen Referate wurden mit gro\u00dfem Interesse verfolgt. Dem geweckten Diskussionsbedarf konnte aus zeitlichen Gr\u00fcnden leider nur ansatzweise entsprochen werden. Der Zeitplan des Tagungsprogramms konnte nur bedingt und auf Kosten des Diskussionsbedarfs eingehalten werden. Der entstandene Zeitdruck wirkte sich zwangsl\u00e4ufig auch auf die Zeitrahmen der Referenten aus. Diese waren aufgrund ihrer Erfahrung jedoch in der Lage den Inhalt ihrer Referate an die Tagungsteilnehmer zu vermitteln.<br \/>\nF\u00fcr alle behandelten Themen l\u00e4sst sich r\u00fcckblickend feststellen, dass die Tagungsteilnehmer allen Refe-raten, die auf anspruchsvollem Niveau statt fanden, ein lebhaftes Interesse entgegenbrachten. Eine Vertiefung der Stoffinhalte durch intensivere Diskussion wurde nach Ansicht der Tagungsteilnehmer f\u00fcr w\u00fcnschenswert erachtet.<br \/>\nEine uns unaufgefordert zugegangene Zuschrift aus dem Teutoburger-Wald-Verein, die als Anlage bei-gef\u00fcgt ist, gibt den allgemeinen Eindruck der Tagungsteilnehmer wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der am 05. 05. 2001 mit der Landesregierung abgeschlossenen Kooperationsverhandlung \u00fcbernimmt der Landesverband Nds. 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