{"id":23688,"date":"2023-07-14T10:34:11","date_gmt":"2023-07-14T08:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22379-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:12","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:12","slug":"22379-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22379-01\/","title":{"rendered":"Modellvorhaben: Kultureller Umweltschutz in Schulen &#8211; ein deutsch-europ\u00e4isches Modellvorhaben mit Schwerpunkt Osteuropa"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das denkmal aktiv-Netzwerk soll zu einem Kreis von Schulverb\u00fcnden, die sich ein Schuljahr lang f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in den Unterricht integrieren, ausgebaut werden. Die Arbeit der Schulteams umfasst neben der theoretischen Ann\u00e4herung an Geschichte und Baustilkunde vor allem die Mitarbeit bei der praktischen Denkmalpflege. Je nach Objekt treiben die Schulteams die Rettung, Instandsetzung und die langfristige Pflege eines Kulturdenkmals voran. Die Kooperation mit fachlichen Partnern ist dabei obligatorisch. \u00dcberregionale Treffen der Schulteams zum Erfahrungsaustausch und eine Internet-Plattform sorgen f\u00fcr die denkmal aktiv-weite Vernetzung. Die gewonnenen Erfahrungen sollen Breitenwirkung \u00fcber die gef\u00f6rderten Schulen hinaus entfalten. Konzepte und Ergebnisse werden dokumentiert und als Leitfaden f\u00fcr weitere Schulen bereit gestellt. Im Schuljahr 2004\/2005 sollen bew\u00e4hrte Strukturen der denkmal aktiv Pilotphase genutzt und durch den Verbundansatz die Kooperationen zwischen Schulen intensiviert werden. Schulen aus dem europ\u00e4ischen Ausland sollen sukzessive einbezogen werden &#8211; ein erster Schritt in Richtung eines Netzwerks von internationalen Schulteams, die sich grenz\u00fcberschreitend f\u00fcr Kulturdenkmale und Kulturerbethemen in Europa engagieren. Im Schuljahr 2004\/2005 sollen wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr diese Ausweitung geschaffen und im Rahmen einer ersten Stufe erprobt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs werden Gruppen von je 3-6 Schulen (Cluster) gef\u00f6rdert, die ein gemeinsames Vorhaben in einer sinnvollen Kooperation durchf\u00fchren. Schulen mit einschl\u00e4gigen Erfahrungen, Konzepten und Materialien bei der Integration des Themas kultureller Umweltschutz in den Unterricht, geben als federf\u00fchrende Schulen ihr Know-how an die weiteren Partnerschulen weiter und koordinieren die Arbeit im Cluster. Die Verbundschulen rufen Aktivit\u00e4ten zu historischen Bauten und St\u00e4tten vor Ort ins Leben. Jede Schule f\u00fchrt dabei ein eigenes denkmal aktiv-Projekt durch. Der F\u00f6rderantrag wird gemeinsam im Verbund entwickelt und von der federf\u00fchrenden Schule f\u00fcr das Cluster eingereicht.  Der Austausch im Cluster erfolgt u. a. \u00fcber das Internet und regionale Workshops. Die F\u00f6rderung der Schulteams umfasst sowohl finan-zielle als auch fachliche und koordinierende Unterst\u00fctzung (u. a. bei der Kontaktherstellung zu externen Partnern und Sponsoren oder der Erstellung von Arbeitspl\u00e4nen und Berichten). Kickoff-Meetings sowie \u00fcberregionale Treffen zum Erfahrungsaustausch tragen zur Qualit\u00e4tssicherung und zur Vernetzung bei. Zur Sicherstellung einer langfristigen Perspektive soll die Suche nach weiteren Partnern und Sponsoren weiter vorangetrieben werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Insgesamt konnten 72 Schulprojekte\/18 Cluster unterst\u00fctzt werden. Die Umsetzung der Aktion erfolgte wie geplant. Nach Auswertung der Dokumentationen aus den gef\u00f6rderten Projekten kann die Schulaktion im Schuljahr 2004\/2005 zusammenfassend als sehr erfolgreich bewertet werden. Die geplanten Ziele konnten im Wesentlichen erreicht werden, das Engagement der Beteiligten (dies gilt f\u00fcr die gef\u00f6rderten Teams und die fachlichen Partner vor Ort) war beachtlich, die Konstruktion der Ma\u00dfnahme war angemessen, das Zusammenwirken der Beteiligten hat \u00fcberwiegend sehr gut funktioniert.<br \/>\nWichtige Ergebnisse im Einzelnen:<br \/>\n\u00b7\tDie F\u00f6rderung von Schulverb\u00fcnden (Cluster) erm\u00f6glichte einen Transfer direkt von Schule zu Schule. Die bei den federf\u00fchrenden Schulen vorhandenen Konzepte und Materialien bildeten eine gute Grundlage f\u00fcr die in den Clustern stattfindenden Projektarbeiten. Durch die Betreuung\/Koordination der federf\u00fchrenden Schulen und den Austausch im Cluster wurden die neuen Teilnehmer erfolgreich an die Arbeitsweise im Netzwerk herangef\u00fchrt.<br \/>\n\u00b7\tDie europ\u00e4ische Ausrichtung von denkmal aktiv kann als Erfolg gewertet werden: Die Zusammenarbeit zwischen Schulen verschiedener L\u00e4nder hat funktioniert und wurde durchweg als Gewinn empfunden, der Transfer des denkmal aktiv-Ansatzes auf weitere L\u00e4nder ist gelungen.<br \/>\n\u00b7\tDas f\u00fcr viele Schulen noch wenig erschlossene Thema Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz war hinreichend interessant, um Schulteams f\u00fcr einen Zeitraum von einem Schuljahr bei der Stange zu halten. Das denkmal aktiv-Thema wurde von allen Beteiligten (Lehrkr\u00e4fte,  Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie beteiligte Partner) als hochinteressant, wichtig und spannend empfunden.<br \/>\n\u00b7\tDie Konstruktion der Schulaktion (Aufgabenstellung, Umfang der F\u00f6rderung, projekt\u00fcbergreifender Erfahrungsaustausch, Kooperation mit fachlichen Partnern vor Ort, Unterst\u00fctzung durch eine zentrale Betreuung) hat sich auch unter den modifizierten Rahmenbedingungen bew\u00e4hrt.<br \/>\n\u00b7\tDie erfolgreiche Umsetzung von denkmal aktiv-Projekten war auch im Schuljahr 2004\/5 in der normalen schulischen Praxis m\u00f6glich. Es wurden verschiedene Ans\u00e4tze verfolgt, u. a. in einem Unterrichtsfach oder f\u00e4cher\u00fcbergreifend; Durchf\u00fchrung als Pflichtkurs, als zus\u00e4tzlicher Kurs, als AG. Vielfach wurde die denkmal aktiv-Arbeit von den Schulen genutzt, um neue Formen der schulischen Arbeit zu erproben, u.a. im Hinblick auf die Nutzung p\u00e4dagogischer Freir\u00e4ume in Ganztagsschulen.<br \/>\n\u00b7\tDer Fundus an erprobten Konzepten f\u00fcr die Integration des Themas Denkmalschutz\/Kulturerbe in den Unterricht\/Schulalltag konnte um weitere Themen\/Facetten erweitert werden. Das gilt auch f\u00fcr eine Reihe umweltrelevanter Themen\/Aspekte. Ein Teil der erarbeiteten Konzepte\/Materialien wird im Zuge der Erweiterung der p\u00e4dagogischen denkmal aktiv-Materialien Ber\u00fccksichtigung finden. Durch die Cluster konnte vielfach eine Ausweitung der beteiligten F\u00e4cher entstehen, die auch die naturwissenschaftlich-technischen Bereiche sowie Themen mit Umweltrelevanz betreffen.<br \/>\nIm Zusammenhang mit der Bewertung der denkmal aktiv-Arbeit durch die gef\u00f6rderten Schulen gab es auch Aspekte, die als problematisch eingesch\u00e4tzt wurden. Hierzu geh\u00f6ren vor allem die hohe zeitliche Belastung der an den Projekten beteiligten Lehrkr\u00e4fte sowie Schwierigkeiten im Kreise der Kollegien. Trotz bestehender Mehrbelastung konnten die positiven Aspekte in der Bewertung jedoch \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die engere Schul\u00f6ffentlichkeit hinaus konnten Ergebnisse auch regional bzw. \u00fcberregional bekannt gemacht werden. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen von Tagen der offenen T\u00fcr oder am Tag des offenen Denkmals haben die Schulteams weitere Formate entwickelt und umgesetzt:<br \/>\n\u00b7\tPressver\u00f6ffentlichungen: Es ist eine Vielzahl von Meldungen \u00fcber die Schulaktion denkmal aktiv erschienen (vgl. a. Webseite, Rubrik Presse). Einen beachtlichen Anteil daran hatte die Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit der gef\u00f6rderten Schulteams, insbesondere \u00fcber die \u00f6rtliche Tagespresse.<br \/>\n\u00b7\tPr\u00e4sentation auf Messen: Die Schulaktion\/einzelne denkmal aktiv-Projekte wurden auf Messen und weiteren Veranstaltungen pr\u00e4sentiert, u. a. Markt der M\u00f6glichkeiten anl\u00e4sslich des Jugendhilfetages 2004 in Osnabr\u00fcck, denkmal-Messe 2004 in Leipzig, 3. Th\u00fcringer Bildungssymposium im Mai 2005. Eine Vielzahl weiterer Aktivit\u00e4ten wurde von den Projektteams vorbereitet und durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Zusammenhang mit der Schulaktion denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule gestellten Aufgaben konnten durchweg erfolgreich bew\u00e4ltigt werden. Die Neuerungen im F\u00f6rderkonzept haben bereits zu positiven Wirkungen gef\u00fchrt, das denkmal aktiv-Netzwerk konnte ausgebaut werden. Die europ\u00e4ische Ausrichtung von denkmal aktiv wurde von allen Beteiligten als Gewinn verbucht. Der Fundus an erprobten Konzepten f\u00fcr die Integration des Themas Denkmalschutz\/Kulturerbe in den Unterricht\/Schulalltag konnte um weitere Themen\/Facetten erweitert werden.<br \/>\nDie M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine erfolgreiche weitere Verbreitung des denkmal aktiv-Ansatzes bewerten wir positiv. denkmal aktiv bietet eine ausgezeichnete Plattform f\u00fcr die Umsetzung der Anforderungen an einen modernen Schulalltag, u. a. im Hinblick auf die Entwicklung von Angeboten f\u00fcr Ganztagsschulen.<br \/>\nDas Schuljahr 2004\/5 hat denkmal aktiv einen weiteren Schritt voran bringen k\u00f6nnen. Dennoch sind nach wie vor weitere Arbeiten erforderlich, um die dauerhafte Verankerung des Themas in m\u00f6glichst vielen Schulen zu erreichen. Die Schulaktion sollte in den kommenden Jahren \u00fcber den Initiatorenkreis hinaus auf eine langfristig tragf\u00e4hige breitere Basis gestellt werden. Nur auf diese Weise k\u00f6nnen bew\u00e4hrte Strukturen sowie Ergebnisse der bisherigen Arbeiten f\u00fcr weitere Schulen nutzbar gemacht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das denkmal aktiv-Netzwerk soll zu einem Kreis von Schulverb\u00fcnden, die sich ein Schuljahr lang f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in den Unterricht integrieren, ausgebaut werden. Die Arbeit der Schulteams umfasst neben der theoretischen Ann\u00e4herung an Geschichte und Baustilkunde vor allem die Mitarbeit bei der praktischen Denkmalpflege. 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