{"id":23684,"date":"2023-07-13T15:23:57","date_gmt":"2023-07-13T13:23:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22359-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:57","slug":"22359-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22359-01\/","title":{"rendered":"Modellvorhaben: Der umweltgesch\u00e4digte sp\u00e4tmittelalterliche Bamberger Kreuzweg als Projekt der schulischen Bildung und des Engagements von Sch\u00fclern (Bayern)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Schulprojekts ist es, das Bewusstsein von jungen Menschen f\u00fcr ihre Umwelt, f\u00fcr Natur und Denkm\u00e4ler zu wecken, ihre Eigenverantwortung zu st\u00e4rken und sie zu motivieren, sich f\u00fcr Schutz und Erhaltung zu engagieren. Durch Patenschaften f\u00fcr Denkm\u00e4ler in ihrer Stadt wollen die Sch\u00fcler, die beteiligten Lehrer und die JBACH-DENK-MAL-Stiftung zus\u00e4tzlich einen Ansto\u00dfeffekt erzielen, der die B\u00fcrger zu Mitverantwortung und Unterst\u00fctzung anregen und b\u00fcrgerliches Engagement verst\u00e4rkt an die Seite der \u00f6ffentlichen Hand stellen soll.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas hier zur Diskussion stehende Projekt der Sch\u00fcler ist die Patenschaft f\u00fcr den Bamberger Kreuzweg. Das Projekt muss vor dem Hintergrund des gesamten Schulprojekts Der Stein beginnt zu reden gesehen werden. Die Aktivit\u00e4ten der Sch\u00fcler richten sich auf drei Punkte:<br \/>\n&#8211;\tdie inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Kreuzweg<br \/>\n&#8211;\tdie Finanzierung der Instandhaltung der Reliefs des Kreuzwegs<br \/>\n&#8211;\tdie Motivation der B\u00fcrger Bambergs zum Engagement im Sinne eines Schneeballeffekts.<br \/>\nDie tats\u00e4chliche Durchf\u00fchrung der Ma\u00dfnahme liegt in den H\u00e4nden der Denkmalbeh\u00f6rde der Stadt Bamberg, der beteiligten Projektierungsgesellschaft und der beauftragten Restaurierungsbetriebe.<br \/>\nDer modellhafte Charakter dieses Projekts liegt nicht im technischen Bereich, sondern mit dem Projekt wurden neue Wege der b\u00fcrgerlichen Mitverantwortung aufgezeigt, angeregt und initiiert durch den f\u00e4cher- und klassen\u00fcbergreifenden Unterricht des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums zu Fragen von Umwelt &#8211; Natur &#8211; Denkmal in der eigenen Stadt und die \u00dcbernahme von Patenschaften f\u00fcr gef\u00e4hrdete Denkm\u00e4ler.<br \/>\nDurch unterschiedlichste Aktionen der Sch\u00fcler wurden die Mittel zur Restaurierung gewonnen. (Konzerte, Theater, Flohm\u00e4rkte, Tombola, Stra\u00dfen- und Haussammlungen, Spenden zu bestimmten Anl\u00e4ssen, Denkmalissio, Wettbewerbe, Preise usw.)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Wiedereinweihung des Bamberger Kreuzwegs durch den Erzbischof von Bamberg wurde das Schulprojekt (Modellvorhaben) am 31. Mai 2005 abgeschlossen. Da diese rein praktische Seite des Projekts nicht direkt etwas mit dem eigentlich Modellvorhaben als Projekt der schulischen Bildung und des Engagements von Sch\u00fclern zu tun hat, freuen wir uns, heute den Schlussbericht vorlegen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAls Modellvorhaben im Sinne eines Projekts der schulischen Bildung und des Engagements von Sch\u00fclern kann mit \u00dcberzeugung festgestellt werden, dass die schulische Bildung \u00fcber den eigentlich Unterricht hinaus wirkt und Anst\u00f6\u00dfe zum Weiterdenken und Weiterentwickeln weckt. Den Sch\u00fclern wurde deutlich, das sich Engagement lohnt und Freude macht. Nicht zuletzt wirkt der Ansto\u00df- und Motivationseffekt  des Schulprojekts sehr erfolgreich und weist schon erfolgreich in die Zukunft. Sch\u00fcler  aus den nachwachsenden Klassen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums wurden motiviert mitzumachen und widmen sich nun ebenfalls mit Elan dem Schulprojekt, so dass eine dritte Patenschaft gestartet werden konnte, die Restaurierung des Kaiserportals am Kloster Michelsberg. Vor allen Dingen aber wurde die B\u00fcrgerschaft der Stadt Bamberg verst\u00e4rkt auf die Umweltprobleme von Denkm\u00e4lern aufmerksam. Die Idee, sich gerade in Zeiten knapper Mittel durch ehrenamtliches Engagement f\u00fcr Kulturdenkm\u00e4ler zu engagieren, \u00fcberzeugte. Denkm\u00e4ler wurden als unverzichtbarer Bestandteil unseres historischen Erbes und unserer Umwelt neu erlebt. Die B\u00fcrger Bambergs haben nicht nur das Projekt der Restaurierung des Bamberger Kreuzwegs als Patenprojekt des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums mit Spenden unterst\u00fctzt, auch andere Projekte im Bereich von Umwelt und Denkmalpflege kamen pl\u00f6tzlich ins Gespr\u00e4ch. In Bamberg ist etwas in Bewegung geraten!<br \/>\nDie Sch\u00fcler entdeckten mit dem Projekt Der Stein beginnt zu reden Kultur als Teil unserer Umwelt. Sie wurden selbst mit gro\u00dfer Kreativit\u00e4t vielf\u00e4ltig kulturell aktiv, schulten ihre Ausdrucksf\u00e4higkeit auf unterschiedlichen Gebieten und lernten im Rahmen des Themas sich selbst mit all ihren M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten kennen. So besteht Grund zur Hoffnung, dass die jungen Menschen ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Umwelt und Denkmal entwickeln, so dass sich auch die n\u00e4chste Generation mit Sachverstand und Liebe um den Erhalt von Natur und Denkmal, von Heimat und historischem Erbe bem\u00fchen wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit spielte eine wichtige Rolle im Schulprojekt. Die Bildungsarbeit der Schule wurde in der mehrmals pr\u00e4mierten Internetseite www.apfelweibla.de ausf\u00fchrlich dokumentiert, was den Sch\u00fclern Freude bereitete und die Identifikation mit dem Projekt verst\u00e4rkte. Diese Seite wurde aber auch von Bamberger B\u00fcrgern, kulturell interessierten Besuchern der Stadt und Journalisten besucht und als Anregung und hervorragende Erg\u00e4nzung zur g\u00e4ngigen Literatur empfunden.<br \/>\nEin wichtiges Ziel des Schulprojekts war es, neben eigenem Engagement mit erfolgreicher \u00d6ffentlichkeitsarbeit die B\u00fcrger Bambergs zu motivieren, sie f\u00fcr das Thema  zu interessieren und mit Spenden die Aktion der Sch\u00fcler f\u00fcr die Stadt und ihre Denkm\u00e4ler zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nSo setzten von Beginn der Denkmalprojekte an Berichte in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und im Fernsehen (regional und \u00fcberregional ) wichtige Impulse zur Motivierung der Sch\u00fcler &#8211; aber auch der B\u00fcrger Bambergs. Mit Denkmalissimo einem Fest rund um die Denkmalpflege wurde die n\u00e4chste Patenschaft aus der Taufe gehoben und die B\u00fcrger zugleich umfassend \u00fcber Denkmalpflege und die Be-deutung historischer Denkm\u00e4ler als Teil unserer Umwelt informiert.<br \/>\nDas erfolgreiche Bamberger Projekt regte die S\u00e4chsische Denkmalpflege an nachzufragen, ob die JBACH-DENK-MAL-Stiftung ein solches Projekt in Pirna \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Dort l\u00e4uft seit Herbst 2004 nun ein zweites Schulprojekt mit dem Herder-Gymnasium.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In dem gemeinsamen Projekt des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums und der JBACH-DENK-MAL-Stiftung ist es mit geringen Mitteln, aber guten Ideen, mit gro\u00dfem Engagement und mit besonderer Motivation gelungen, Berge zu versetzen und Denkm\u00e4ler vor Ort zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Schulprojekts ist es, das Bewusstsein von jungen Menschen f\u00fcr ihre Umwelt, f\u00fcr Natur und Denkm\u00e4ler zu wecken, ihre Eigenverantwortung zu st\u00e4rken und sie zu motivieren, sich f\u00fcr Schutz und Erhaltung zu engagieren. 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