{"id":23671,"date":"2023-07-13T15:23:54","date_gmt":"2023-07-13T13:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22320-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:55","slug":"22320-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22320-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer innovativen Trennwand f\u00fcr K\u00fchlfahrzeuge zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und Ru\u00dfpartikelaussto\u00dfes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Deutschland wird ein Gro\u00dfteil der K\u00fchl- und Tiefk\u00fchlwaren mittels K\u00fchlverteilfahrzeugen zum Endkunden in die jeweiligen Filialen oder zum Groverbraucher (Gro\u00dfk\u00fcchen\/Kantine etc.) transportiert. Dies wird mit Fahrzeugen mit einem zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht von 3,5 bis 25 t mittels isolierten w\u00e4rmeged\u00e4mmten Aufbaus mit maschineller K\u00fchlung durchgef\u00fchrt. In dem Verteilprozess werden h\u00e4ufig zischen 5 &#8211; 30 Endkunden pro Tag beliefert. Dazu m\u00fcssen bei jedem Halt die Heckt\u00fcren ge\u00f6ffnet werden, die warme und feuchte Luft str\u00f6mt ins Fahrzeuginnere. Infolge des Warmlufteinfalls steigt die Temperatur an und muss wieder zus\u00e4tzlich heruntergek\u00fchlt werden. Ziel des Projekts ist es, eine Trennwand f\u00fcr K\u00fchlfahrzeuge (K-Wert 0,4 W\/m2) zu entwickeln, welche den Warmlufteinfall in der Verteilung der Tiefk\u00fchl- und K\u00fchlkost wirksam minimiert. Dadurch wird der Schadstoffaussto\u00df von K\u00fchlfahrzeugen und der Kraftstoffverbrauch der K\u00fchlaggregate um bis zu 30% verringert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tDie Fa. Kiesling entwickelt eine w\u00e4rmeged\u00e4mmte Trennwand, welche m\u00f6glichst leicht und damit auch leicht zu verschieben und arretieren ist.<br \/>\n&#8211;\tDie Trennwand muss neuartigen Isolierungsanforderungen gerecht werden, so dass sie ann\u00e4hernd mit der Isolierung des Aufbaus identisch ist (ATP-Richtlinien f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Verkehr).<br \/>\n&#8211;\tGleichzeitig m\u00fcssen Werkstoffe gew\u00e4hlt werden, die im Tieftemperaturbereich eine verschlei\u00dffeste Bauweise und Haltbarkeit und hohe Belastbarkeit gew\u00e4hrleisten m\u00fcssen.<br \/>\n&#8211;\tDurch Sensoren m\u00fcssen jederzeit die Stellung der Trennwand und damit der Betrieb der K\u00fchlmaschinen optimal darauf abgestimmt sein (Kontroll- und Aufzeichnungsfunktion \u00fcber Einsatz der Trennwand).<br \/>\n&#8211;\tDer Einbau eines neuen Trennwandsystems verringert den Kraftstoffverbrauch der K\u00fchlmaschine ma\u00dfgeblich verringern und damit auch den Schadstoffaussto\u00df. Es ergab sich eine Kraftstoffersparnis von ca. 11,25 Mio. l Diesel bei 15.000 Einheiten pro Jahr.<br \/>\n&#8211;\tAls weiterer Vorteil ist eine hygienisch einwandfreie Abtrennung von K\u00fchlware zur verschmutzen Mehrwegverpackung zu nennen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Erste Temperaturauswertungen mit dem ersten Trennwand-Prototypen ergeben eine wesentlich verbesserte Temperaturf\u00fchrung durch die Verwendung der Trennwand gegen\u00fcber einem gew\u00f6hnlichen K\u00e4ltevorhang.<br \/>\n&#8211; Gewicht der Trennwand:<br \/>\nDas Gewicht der Trennwand betr\u00e4gt 66 kg. Eine herk\u00f6mmliche Trennwand mit \u00e4hnlichen Isoliereigenschaften wiegt ca. 170 kg. Hieraus ergeben sich aufgrund der geringen zu bewegenden Massen hervorragende  Handlingseigenschaften. So ist sichergestellt, dass die Trennwand in der t\u00e4glichen Praxis vom Fahrer eingesetzt wird. Die Zielvorgabe wurde in diesem Punkt erf\u00fcllt.<br \/>\n&#8211; Isolierungsanforderungen:<br \/>\nAlternativ wurde ein Material der ITV Denkendorf untersucht. Dieses war von den Isoliereigenschaften allerdings nicht akzeptabel. Die Vakuumtechnik war f\u00fcr bewegliche und stark sto\u00dfbelastete Teile ebenfalls keine Alternative. Herk\u00f6mmliche PU-GFK-Verbundplatten schieden wegen des Gewichts und des schlechten Handlings aus.<br \/>\n&#8211; Verschlei\u00dffestigkeit:<br \/>\nDie Grundfestigkeiten wurden auch mit einer g\u00fcnstigeren Alternative aus Fernost erreicht, allerdings konnte diese Variante nicht verwendet werden, da die Ausf\u00fchrung und Verarbeitung mangelhaft und nicht prozesssicher sind. Durch Erfahrungen bei Prototypen wurde die Konstruktion mehrmals \u00fcberarbeitet und die verwendeten Isoliermatten verst\u00e4rkt.<br \/>\n&#8211; Kraftstoffverbrauch:<br \/>\nDa nur der tats\u00e4chlich zu k\u00fchlende Raum gek\u00fchlt wird und die T\u00fcr\u00f6ffnungen und der damit verbundene Warmlufteinfall minimal ist, wird die Ersparnis auf ca. 30%, abh\u00e4ngig von der Verteilerroute, Anzahl der Stopps, der relativen Luftfeuchtigkeit, der Anzahl, Beschaffenheit und der Temperatur der mitgef\u00fchrten Mehrwegverpackungen abgesichert.<br \/>\n&#8211; Kraftstoffersparnis bei der Beladung:<br \/>\nDie Trennwand wird morgens zum Vork\u00fchlen des noch nicht beladenen Aufbaus an der Rampe eingesetzt. Da die meisten bisherigen K\u00fchlfahrzeuge \u00fcber Heckt\u00fcren verf\u00fcgen, m\u00fcssen diese beim Andocken an eine Rampe ge\u00f6ffnet werden. Bei heruntergeklappter Eco-Cool-Swing-Wand bleibt die K\u00e4lte des vorgek\u00fchlten Aufbaus im Aufbau. Erst kurz vor der Beladung muss die Wand nach oben geschwenkt werden.<br \/>\n&#8211; Hygiene:<br \/>\nIn der Praxis wird die Wand auch zur Trennung von K\u00fchlware und aufgenommenen leeren Mehrwegverpackungen eingesetzt. Die Wand ist leicht zu reinigen. Bei Bedarf k\u00f6nnen die einzelnen Elemente via Klettverschluss ausgebaut und in einer Textilreinigung gereinigt werden. Somit ist auch ein einfacher Austausch im Falle einer Besch\u00e4digung m\u00f6glich. Bei den bisher ca. 50 eingesetzten Prototypen sind keine derartigen Besch\u00e4digungen aufgetreten.<br \/>\n&#8211; Nachr\u00fcstbarkeit:<br \/>\nEin Bausatz wurde ebenfalls entwickelt. Zielsetzung war ein m\u00f6glichst einfacher Einbau dieser Wand in jedes K\u00fchlfahrzeug.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vorstellung eines Prototypen anl\u00e4sslich der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover; Prototypenvorstellung und Erprobung durch Anwender; Erstellung eines Prospekts und Verteilung an ca. 10.000 Adressen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Eco-Cool-Swing-Trennwand sorgt f\u00fcr eine wesentlich bessere Temperaturf\u00fchrung im Aufbau. Auch vorhandene Fahrzeuge, welche teilweise noch ohne Heckt\u00fcren mit Ladebordwand als R\u00fcckwandver-schluss fahren, k\u00f6nnen diese Wand einbauen. In naher Zukunft m\u00fcssen die Temperaturen durch neue versch\u00e4rfte Gesetze und Verordnungen besser eingehalten werden. Zudem sorgt der Kostendruck bei den Transportunternehmen f\u00fcr weitere Treibstoffeinsparm\u00f6glichkeiten nach einer konsequenten Ausnut-zung der am Markt erh\u00e4ltlichen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Deutschland wird ein Gro\u00dfteil der K\u00fchl- und Tiefk\u00fchlwaren mittels K\u00fchlverteilfahrzeugen zum Endkunden in die jeweiligen Filialen oder zum Groverbraucher (Gro\u00dfk\u00fcchen\/Kantine etc.) transportiert. Dies wird mit Fahrzeugen mit einem zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht von 3,5 bis 25 t mittels isolierten w\u00e4rmeged\u00e4mmten Aufbaus mit maschineller K\u00fchlung durchgef\u00fchrt. 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