{"id":23670,"date":"2023-07-13T15:23:54","date_gmt":"2023-07-13T13:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22319-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:55","slug":"22319-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22319-01\/","title":{"rendered":"Umweltkommunikation mit k\u00fcnstlerischen Mitteln: Weidenskulptur am Heger Tor"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt zielt darauf ab, eine breite \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema Kunst und Natur zu sensibilisieren. Eine Skulptur aus Naturmaterialien inmitten einer urbanen Situation erzeugt Aufmerksamkeit und Irritation. Der \u00f6ffentliche k\u00fcnstlerische Entstehungsprozess erm\u00f6glicht dem interessierten Betrachter Assoziationen zu entdecken und neue kreative Wege zu gehen, Natur bewusst zu erleben und mit ihr zu arbeiten. Auf sinnlichem Wege kann so Umwelt mit Hilfe der Kunst wahrgenommen werden. Der Aspekt der Umweltbildung wird in den begleitenden Projektteilen intensiviert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Januar und Februar 2004 sammelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom st\u00e4dtischen Fachbereich Gr\u00fcn und Umwelt der Stadt Osnabr\u00fcck den Schnittgutabfall von Weide, Haselnuss und Hartriegel und lagerten ihn bis zu seiner Verwendung durch den K\u00fcnstler Patrick Dougherty in der ehemaligen Stadtg\u00e4rtnerei Gut Honeburg. Das vom K\u00fcnstler verwendete Material stammte demnach ausschlie\u00dflich aus der Region Osnabr\u00fcck. Nachdem der K\u00fcnstler am 14. April 2004 anreiste, begutachtete er das Weidenmaterial und entschied, mit welchen St\u00e4mmen und Zweigen er seine Arbeit beginnen wollte. Anschlie\u00dfend besichtete Patrick Dougherty den Ort, an dem die Skulptur entstehen sollte, das Heger Tor, um sich einen Eindruck \u00fcber die architektonischen Gegebenheiten zu verschaffen. Die Vorgehensweise des K\u00fcnstlers und seiner Helfer glich der, die V\u00f6gel beim Nestbau anwenden. Zuerst verankerte der K\u00fcnstler f\u00fcr jedes einzelne Tor junge Weidenst\u00e4mme f\u00fcr die strukturelle Stabilit\u00e4t im Boden. \u00dcber dieses Ger\u00fcst aus Jungst\u00e4mmen zog er ein gro\u00dffl\u00e4chiges Netz aus st\u00e4rkeren Ruten. Anschlie\u00dfend wurden viele kleine \u00c4ste und Zweige mit den st\u00e4rkeren Ruten verwebt. So entstand in dreiw\u00f6chiger Arbeit ein Weidentor nach dem anderen. Insgesamt schuf der K\u00fcnstler vier Tore und benutzte dabei keine zus\u00e4tzlichen Hilfsmittel wie N\u00e4gel oder Schrauben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt Weidenskulptur am Heger Tor war ein gro\u00dfer Erfolg. Die Skulptur wurde von der \u00d6ffentlichkeit gerne angenommen. Es gab viele Anregungen von Interessierten zu dem Thema Natur und Umwelt und viele dachten daran, sich ihre eigene kleine Weidenskulptur zu schaffen. Tats\u00e4chlich entstand hier eine Kommunikation \u00fcber Umwelt mit Hilfe k\u00fcnstlerischer Mittel. Wichtig war, dass ein stetiger Austausch \u00fcber die Medien und mit dem K\u00fcnstler stattfand. Dar\u00fcber hinaus wurde die Skulptur an einem sehr zentralen Ort in der Innenstadt geschaffen. Die B\u00fcrger waren informiert und konnten die Ver\u00e4nderungen am historischen Heger Tor wahrnehmen. Von vornherein war klar, dass die Skulptur nur f\u00fcr einen begrenzten Zeitraum zu sehen sein wird. Negative Diskussionspunkte gab es in der Hinsicht nicht. Tats\u00e4chlich gab es aber wenige Personen, die das ehrw\u00fcrdige Heger Tor nicht mit diesem Kunstwerk in Verbindung sehen wollten. Im allgemeinen wurde aber sehr viel \u00fcber dieses Projekt diskutiert, u. a. auch in der Tageszeitung. Die Frage war, wie die Bewohner Osnabr\u00fccks mit dieser Ver\u00e4nderung umgehen w\u00fcrden. Die Reaktionen war aber fast ausschlie\u00dflich positiv und man w\u00fcnscht sich schon ein neues Projekt dieser Art.<br \/>\nDer K\u00fcnstler Patrick Dougherty hat gerne in Osnabr\u00fcck gearbeitet.<br \/>\nDer Kostenrahmen wurde eingehalten, zu Reparaturarbeiten kam es nicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde Anfang Februar 2004 bereits bei den Journalisten der regionalen als auch der \u00fcberregionalen Presse bundesweit angek\u00fcndigt. Entsprechend umfangreich war auch die Berichterstattung (vgl. Pressespiegel). Die Auswahl des Presseverteilers bezog sich zum einen auf den Verteiler f\u00fcr Kunst und Kultur des Presseamtes der Stadt Osnabr\u00fcck. Zum anderen wurde der Verteiler noch erg\u00e4nzt im Hinblick auf Zeitschriften und Zeitungen, die sich mit Gartenlandschaften, Natur- und Landschaftsarchitektur besch\u00e4ftigen sowie Lifestyle Magazine, die \u00fcber trendige Wohn- und Gartenideen schreiben. Es gab insge-samt drei Ortstermine sowie zahlreiche Presseaussendungen. Ein K\u00fcnstlergespr\u00e4ch f\u00fcr die Medien fand nach Vollendung des Kunstwerkes statt. Immer wieder schauten Journalisten beim K\u00fcnstler vor Ort vorbei und f\u00fchrten zahlreiche Interviews. Auch nach der Fertigstellung der Skulptur wurde in der lokalen Presse weiter berichtet.<br \/>\nDes weiteren entstand ein etwas 15min\u00fctiger Film \u00fcber die komplette Projektdurchf\u00fchrung.<br \/>\nIm Internet wurde das Projekt auf www.osnabrueck.de vorgestellt und mit einer immer wieder aktualisierten Bildergalerie erweitert.<br \/>\nAuch die Umfragen der Universit\u00e4t haben f\u00fcr eine positive unterst\u00fctzende \u00d6ffentlichkeitsarbeit gesorgt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt ist innerhalb des vorgesehen Zeitraums geschaffen worden. Der Kostenplan wurde eingehalten. Aufgrund der positiven Resonanz bei den Besuchern wurde das Projekt noch um drei Monate verl\u00e4ngert.<br \/>\nOb eine Weidenskulptur vor dem Heger Tor errichtet werden sollte oder nicht, wurde auf vielen Ebenen, fast immer positiv, diskutiert. Die Weidenskulptur hatte eine so gro\u00dfe Resonanz zu verzeichnen, weil sie ein Kunstprojekt f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit war und auch viele ansonsten nicht kunstinteressierte Personengruppen ansprach.<br \/>\nVon allen Seiten wird es begr\u00fc\u00dft, dass die Skulptur jetzt auch in der \u00d6ffentlichkeit, im Zoo Osnabr\u00fccks, in Ruhe altern kann.<br \/>\nEin Projekt in dieser Form ist weiterzuempfehlen und sollte auf jeden Fall wieder ein Gespr\u00e4chsthema werden. Bei diesem Projekt bereichern sich Kunst und Natur gegenseitig und es erzeugt Aufmerksamkeit in einer urbanen Umgebung.<br \/>\nEine Weidenskulptur an diesem zentralen Ort bringt die Passanten zum Nachdenken und setzt damit den Umweltgedanken fort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt zielt darauf ab, eine breite \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema Kunst und Natur zu sensibilisieren. Eine Skulptur aus Naturmaterialien inmitten einer urbanen Situation erzeugt Aufmerksamkeit und Irritation. Der \u00f6ffentliche k\u00fcnstlerische Entstehungsprozess erm\u00f6glicht dem interessierten Betrachter Assoziationen zu entdecken und neue kreative Wege zu gehen, Natur bewusst zu erleben und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,64,2423],"class_list":["post-23670","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-niedersachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"22319\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-22319.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"43.119,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Museums- und Kunstverein Osnabr\u00fcck e. V.c\/o Felix-Nussbaum-Haus","dbu_projektdatenbank_strasse":"Lotter Str. 2","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49078","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Osnabr\u00fcck","dbu_projektdatenbank_p_von":"2004-02-19 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2004-10-19 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"8 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0541\/6003420","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"130","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23670\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36673,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23670\/revisions\/36673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}