{"id":23655,"date":"2023-07-13T15:22:38","date_gmt":"2023-07-13T13:22:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20587-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:39","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:39","slug":"20587-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20587-02\/","title":{"rendered":"Untersuchung des Filterbettes und Optimierung der Sp\u00fcltechnik der CAPTURA-Filteranlage zur Aufbereitung von Schwimmbadw\u00e4ssern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um bereits vor dem Einsatz der Captura-Filter im Nettebad eine Optimierung der Sp\u00fcltechnik zu erzielen und m\u00f6gliche Problemzonen der Filter zu erkennen, sollen wissenschaftliche Versuche an der FH-Osnabr\u00fcck durchgef\u00fchrt werden. Dabei soll zum Einen der Wasserverbrauch so niedrig wie m\u00f6glich gehalten werden, zum Anderen muss eine sichere Reinigung des Filters gew\u00e4hrleistet sein.<br \/>\nZiel ist es, bei einer sicheren Reinigung des Filters und einem schnellen Schaumaustrag, den Wasserverbrauch zu minimieren. Weiter besteht die M\u00f6glichkeit den Filterbettaufbau zu optimieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Fachhochschule Osnabr\u00fcck f\u00fchrt Versuche zur Darstellung und Optimierung der Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse und D\u00fcsenanordnung in einem Captura-Filter durch und stellt Vergleiche mit den im Moskaubad eingesetzten Filter an. Diese werden mit den visuellen Untersuchungen des Captura-Filters verglichen und die Unterschiede heraus gearbeitet. Bei den Versuchen im Schinkelbad wird besonders die Filterleistung (Reinigungswirkung) beobachtet, hierbei wird auch die Filterbetth\u00f6he variiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen zu einer weiteren Optimierung des Sp\u00fclvorganges und einer Vermeidung von m\u00f6glichen Totzonen f\u00fchren. Es werden hierbei Untersuchungen in acht verschiedenen Betriebszust\u00e4nden und Druckverlustmessungen bei drei verschiedenen Sp\u00fclvorg\u00e4ngen durchgef\u00fchrt. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Versuche im Labor f\u00fcr Verfahrenstechnik wird ein Captura-Filter mit den ben\u00f6tigten Pumpen und Anschl\u00fcssen, sowie einem Vorlagenbeh\u00e4lter, im Labor f\u00fcr Verfahrenstechnik der Fachhochschule Osnabr\u00fcck aufgebaut. Der Filter, sowie Pumpen und Armaturen werden von der Firma aquila gestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die mit der theoretischen Methode ermittelten Str\u00f6mungsprofile haben sich ann\u00e4hernd in den praktischen Versuchen widergespiegelt. Die Str\u00f6mungsabweichungen innerhalb des Filters belaufen sich auf unter<br \/>\n10 %. Es konnten keinerlei Totzonen festgestellt werden. Die Versuche im Labor haben weiter ergeben, dass durch die hohe D\u00fcsenzahl und deren Anordnung auf die St\u00fctzschicht verzichtet werden kann. Es wird w\u00e4hrend der Sp\u00fclung bis auf den D\u00fcsenboden und damit auch zwischen den D\u00fcsen fluidisiert. Der Entfall der St\u00fctzschicht  wurde in die Praxis \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Die praktischen Versuche im Moskaubad haben eine hervorragende Praxistauglichkeit ergeben. Reduzierungen von Filterschichten sind grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Auch mit reduzierten Schichten konnten die erforderlichen Werte nach DIN 19643 stets eingehalten werden. Die Reduzierung der Chloramine ist ann\u00e4hernd linear mit der Filterschichth\u00f6he. Die Trihalogenmethane wurden im korrespondierenden Projekt 20587\/1 untersucht. Die Reduzierung der Filterschichten ist bei B\u00e4dern mit einem hohen Trihalogenmethanbildungspotential nicht zu empfehlen.<br \/>\nDie Sp\u00fclversuche im Moskaubad haben einen nachlaufenden Keimaustrag ergeben. Als optimale Sp\u00fclwassermenge bei hohen Wassertemperaturen wurden 3 bis 3,25 m\u00b3\/m\u00b2 ermittelt. Bei niedrigeren Temperaturen kann man diese noch reduzieren. <\/p>\n<p>Die gleichm\u00e4\u00dfigere Durchstr\u00f6mung des Captura zieht nach sich, dass keinerlei Verwerfungen des Filterbetts zu finden sind. Die im Moskaubad verwendeten Druckfilter haben dagegen starke Verwerfungen  des Filterbetts. Diese werden durch die Einbauten im Filter hervorgerufen. Auch eine st\u00e4rkere Verkeimungsneigung durch R\u00fcckhalt von Verschmutzungen an den Einbauten wurde ermittelt.<br \/>\nUm ann\u00e4hernd gleiche Sp\u00fclergebnisse zu erzielen wurden bei den Drucksandfiltern bis zu drei mal soviel Wasser verbraucht. Die durchgef\u00fchrte Untersuchung zeigt, dass die Captura-Filter bei der Sp\u00fclung gleichm\u00e4\u00dfiger und besser durchgestr\u00f6mt werden als die Drucksandfilter. Dadurch wird ein besserer Schmutzaustrag gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mehr als 10 Artikel in Fachzeitschriften in insgesamt 5 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Vorstellung bei dem Technischen Ausschuss w\u00e4hrend dem Kongress der Gesellschaft des Deutschen Badewesens 2007 in Trier, Vorstellung beim Schwimmbadseminaren Dr.Jentsch, bei den 1. Osnabr\u00fccker B\u00e4dertagen 2008, Internetpr\u00e4senz unter www.captura.eu, Vorab Vorstellung bei der Interbad 2006 und Komplettvorstellung bei der Interbad im Oktober 2008.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die theoretischen Ans\u00e4tze, wie einbautenfreie Rohwasserkammer, umlaufende Schmutzabzugsrinne und das Unterdruckprinzip weisen gegen\u00fcber der Drucksandfiltration erhebliche Vorteile auf. \u00d6kologische Vorteile sind realisierbar. Eine \u00f6konomische und auch \u00f6kologische Bilanzierung wird im korrespondierenden Projekt 20587\/1 vorgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um bereits vor dem Einsatz der Captura-Filter im Nettebad eine Optimierung der Sp\u00fcltechnik zu erzielen und m\u00f6gliche Problemzonen der Filter zu erkennen, sollen wissenschaftliche Versuche an der FH-Osnabr\u00fcck durchgef\u00fchrt werden. 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