{"id":23632,"date":"2023-07-13T15:23:48","date_gmt":"2023-07-13T13:23:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22199-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:49","slug":"22199-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22199-01\/","title":{"rendered":"Energie-Parcours mit Demonstrationsanlagen im Kinderbauernhof des Aachener Tierparks"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aus dem Grundgedanken des Tierparks Aachen einen neuen Kinderbauernhof zu bauen, ist zusammen mit der STAWAG und der Energieagentur Lippe die Idee entstanden, dabei zus\u00e4tzlich einen Demonstrationsort f\u00fcr die Nutzung regenerativer Energien zu schaffen. Die eingesetzten Energieerzeuger sollen f\u00fcr den Besucher ein breites Spektrum an auch auf den Endverbraucher \u00fcbertragbaren Techniken demonst-rieren. Die Artenvielfalt der Energieerzeugung soll an mehreren Themenpunkten im Kinderbauernhof und im \u00fcbrigen Tierpark erl\u00e4utert werden. Im technischen und \u00f6kologischen Wirkungszusammenhang wird dabei die Erzeugung, Gewinnung und Nutzung von regenerativen Energien dargestellt. Dar\u00fcber hinaus ist vorgesehen, diese Themenpunkte in einen didaktischen Rahmen einzubinden, der sowohl den Nutzern des Kinderbauernhofes, aber auch \u00f6rtlichen Umweltgruppen, Schulen und Kinderg\u00e4rten als Exkursionsort dienen kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEinleitend ist durch die Energieagentur Lippe eine Konzeptstudie erstellt worden, dabei sind die Anforderungen, die aktuelle Energiesituation, das Einsparpotential, technisch- wirtschaftliche Umsetzungsm\u00f6glichkeiten auf Basis von Kostenabsch\u00e4tzungen sowie die Umweltbilanz f\u00fcr den Tierpark inklusive des geplanten Kinderbauernhofs, ausgearbeitet worden. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt einerseits im technischen Sinne an sechs Energiestationen und andererseits in der didaktisch-kommunikativen Aufbereitung an den Erlebnis- bzw. Themenpunkten, welche den Besucher durch den gesamten Tierpark f\u00fchren sollen. Der Tierpark soll hier als Vorreiter dienen und mit seinem innovativen Programm andere Tierparks und \u00e4hnlichen Institutionen zum Nachahmen anregen. Das Projekt gliedert sich in die folgenden Phasen:<br \/>\nKonzeption, technische Realisierung, Realisierung der Ma\u00dfnahmen des Kommunikationskonzeptes, Inbetriebnahme \/ Er\u00f6ffnung, Umsetzung der Kommunikationsaktivit\u00e4ten durch die Kooperationspartner und technische Betriebsf\u00fchrung durch die STAWAG. Die Inbetriebnahme des Pflanzen\u00f6l BHKW`s und des Pelletkessels ist f\u00fcr Herbst 2005 geplant. Je nach Baufortschritt k\u00f6nnen die Solaranlagen des Kinderbauernhofs, einschlie\u00dflich der didaktischen Aufbereitung des Energie-Parcours, z. B. interaktiver Schautafeln und Lernspielen, im Mai 2006 in Betrieb genommen werden. Abschlie\u00dfend erfolgt dann die Umsetzung des Kommunikationskonzeptes, wodurch der erneuerbare Energiegedanke durch Multiplikatorwirkung auch zuk\u00fcnftig Verbreitung finden kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2005 waren die Bauarbeiten des Kinderbauernhofs noch in vollem Gange. Das gro\u00dfe Sozialgeb\u00e4ude ist als Veranstaltungsgeb\u00e4ude des Kinderbauernhofs geplant-, und zu dem Zeitpunkt bereits fertiggestellt worden. Die Tierst\u00e4lle, Scheunen und der Kiosk befanden sich teils noch im Rohbau. Parallel zu diesen Bauma\u00dfnahmen erfolgten die Ausschreibungen des Pelletkessels, der Kollektor- und PV-Anlage. Unterhalb der Sozialr\u00e4ume ist ein extra Heizungsraum gebaut worden, in welchem sich neben dem Kessel auch das Pelletlager befindet. Dort sind ebenfalls der Kombispeicher zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterst\u00fctzung installiert worden. Der Pelletkessel ist im November 2005 in Betrieb gegangen, p\u00fcnktlich zur offiziellen Einweihungsfeier des Kinderbauernhofs bzw. des Sozialgeb\u00e4udes.<br \/>\nDer Sonnenkollektor war zu dem Zeitpunkt bereits auf dem Dach der Sozialr\u00e4ume montiert, die Inbetriebnahme erfolgte allerdings erst im Jan. 06. Die Montage der Photovoltaikanlage erfolgte ebenfalls im Jan. 2006, in Betrieb genommen werden konnte diese allerdings erst Anf. M\u00e4rz. Im Rahmen des Kommunikationskonzeptes wurde ein Display zur Visualisierung der Stromertr\u00e4ge in unmittelbarer N\u00e4he der Photovoltaikanlage installiert. Ende September 06 ist der erste gro\u00dfe Bauabschnitt des Artenvielfaltkonzeptes abgeschlossen worden. Die Energiestationen Pelletheizung, Solaranlage\/Kombispeicher u. Photovoltaikanlage sind in Betrieb genommen worden, die zur Anlagentechnik erstellten Elemente des Kommunikationskonzepts ebenso. Interaktive Schaubilder, Anlagenbeschreibung u. Pinguin-Tafeln (Wegweiser durch Energieparcours) sind passend an den Anlagen platziert worden.<br \/>\nDer zweite, gr\u00f6\u00dfere Bauabschnitt betraf die Realisierung der Energiestation Raps\u00f6l-BHKW, kombiniert mit einem Gaskessel zur Abdeckung der Spitzenlast. Nach verschiedenen \u00dcberlegungen bez\u00fcglich der Standortfrage des BHKW`s wurde der gro\u00dfe Kellerraum unter dem alten Gemeinschaftsgeb\u00e4ude des Tierparks gew\u00e4hlt. Dieser bietet gen\u00fcgend Platz um dort neben dem BHKW und dem Spitzenlastkessel auch die Raps\u00f6ltanks lagern zu k\u00f6nnen. Auf Grund der idealen Lage zum Parkplatz des Tierparks hin, ist die Bef\u00fcllung der Tanks problemlos und dauerhaft gew\u00e4hrleistet.<br \/>\nDas BHKW und der Kessel versorgen die in der Vergangenheit getrennten Verbrauchsstellen Gemeinschafts- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude. Durch eine W\u00e4rmeleitung wurden auch die sich in der N\u00e4he befindlichen Affenh\u00e4user an das W\u00e4rmekonzept angeschlossen, so dass die renovierungsbed\u00fcrftigen kleinen Gasthermen in den Tierh\u00e4usern durch die W\u00e4rmeleitung abgel\u00f6st werden konnten. Der Gaskessel wurde z\u00fcgig geliefert und wurde zusammen mit der bereits schon verlegten Nahw\u00e4rmeleitung Ende Oktober \/ Anfang November 06 in Betrieb genommen. Auf Grund von Lieferschwierigkeiten konnte das Raps\u00f6l &#8211; BHKW dann erst Ende Februar 2007 seinen Betrieb aufnehmen.<br \/>\nDamit die Anlagen verl\u00e4sslich und effektiv arbeiten, sind Wartungsvertr\u00e4ge mit den Fachfirmen abgeschlossen-, und zus\u00e4tzlich Mitarbeiter des Tierparks zur Bedienung und Wartung des BHKW`s gesondert in die Anlagentechnik eingewiesen worden. St\u00f6rungen k\u00f6nnen somit effektiv zeitnah behoben werden. Auch wurde auf die Besonderheiten des Raps\u00f6ls hingewiesen, d. h. es muss einem bestimmten Quali-t\u00e4tsstandard gen\u00fcgen, welcher bei jeder Lieferung eingehalten werden sollte. \u00d6lverunreinigungen f\u00fchren auf Dauer zu Sch\u00e4den am BHKW-Motor. Neben den gr\u00f6\u00dferen Energiestationen wurden zus\u00e4tzlich kleine Demoanlagen wie z. B. das Windrad installiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt Artenvielfalt umfasst ein Energieversorgungskonzept auf Basis erneuerbarer Energien und ist gleichzeitig die Realisierung eines Energie-Parcours mit derzeit elf Stationen zur Umweltkommunikation f\u00fcr Schulen, \u00d6ffentlichkeit und sonstiger Zielgruppen. Als Maskottchen f\u00fchrt Piet der Pinguin auf den Schautafeln durch den Parcours. Die offizielle Er\u00f6ffnung des Energieparks im Tierpark wurde zeitnah zur Fertigstellung des Energieparcours im Kinderbauernhof, am 29.09.2006 durchgef\u00fchrt. Selbstverst\u00e4ndlich waren hierzu auch die Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geladen. Da im Rahmen der Schulkooperation der Energiepark als au\u00dferschulischer Lernort genutzt werden soll, wurden bei der Er\u00f6ffnung auch die Sch\u00fcler in den Vordergrund gestellt. Der Energieparcours erstreckt sich mittlerweile \u00fcber den gesamten Tierpark und kann auch zuk\u00fcnftig ausgeweitet oder ver\u00e4ndert der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert werden. Es gibt derzeit neben den bereits beschriebenen Stationen weitere zur Holzverbrennung, Erdw\u00e4rme, Biogas, Wasserkraft, Raps\u00f6lfeld. Der Aachener Tierpark ist durch das Artenvielfalt Projekt beliebtes Ziel und interessanter Treffpunkt unterschiedlichster Veranstaltungen (z. B. das EU Projekt Umwelt baut Br\u00fccken &#8211; Jugendliche im Dialog).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat alle Erwartungen erf\u00fcllt u. stellt eine innovative Erg\u00e4nzung des herk\u00f6mmlichen Konzepts Zoo dar. Auf Grund der Vielf\u00e4ltigkeit der dort stattfinden Veranstaltungen ist ein Multiplikatoreneffekt nachhaltig gegeben. Der Energiepark ist im Rahmen der \u00d6ffnungszeiten des Tierparks jederzeit f\u00fcr Kinder u. Erwachsene zug\u00e4nglich u. stellt somit auch einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaproblematik u. Energieeinsparung dar. Das Projekt der Artenvielfalt ist ein gemeinschaftliches Projekt des Aachener Tierparks Euregiozoo, der DBU sowie der STAWAG. Auf Grund des gemeinn\u00fctzigen Charakters haben sich auch die entsprechenden Handwerksfirmen als Sponsoren betei-ligt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aus dem Grundgedanken des Tierparks Aachen einen neuen Kinderbauernhof zu bauen, ist zusammen mit der STAWAG und der Energieagentur Lippe die Idee entstanden, dabei zus\u00e4tzlich einen Demonstrationsort f\u00fcr die Nutzung regenerativer Energien zu schaffen. 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