{"id":23619,"date":"2023-07-13T15:21:20","date_gmt":"2023-07-13T13:21:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18612-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:23","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:23","slug":"18612-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18612-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung bautechnisch zulassungsf\u00e4higer glasfaserverst\u00e4rkter Bewehrungssysteme (2. Phase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines praxistauglichen Bewehrungssystems f\u00fcr den Bereich der nicht vorgespannten Bewehrungen in der Bautechnik, das auf glasfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen (GFK) basiert. Dieses Bewehrungssystem soll in Bereichen eingesetzt werden, in denen derzeit gerippter Betonstahl, insbesondere nicht rostender Edelstahl, verwendet werden muss.<br \/>\nMit dem neuen GFK-Bewehrungssystem waren wesentliche Vorteile f\u00fcr die Umwelt angestrebt, insbesondere durch eine extreme Reduzierung der W\u00e4rmeleitung (Niedrig-Energie-Bauweise), von Gewicht sowie durch Ressourcenschonung und Verbesserung der Korrosionseigenschaften.<br \/>\nIm Rahmen der 2. Phase sollten Optimierungen des Bewehrungssystems und Herstellungsverfahrens umgesetzt werden sowie der Nachweis zum station\u00e4ren Einsatz als nicht vorgespannte Bewehrung f\u00fcr B\u00f6den, Decken und Balkonanschl\u00fcssen erbracht werden. Ferner waren die umweltseitigen Vorteile und ein Erf\u00fcllen der Zulassungsvorschriften f\u00fcr diese Anwendungen nachzuweisen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Durchf\u00fchrung des F&#038;E-Projektes wurde in zwei Phasen unterteilt:<br \/>\n&#8211;\tIn der 1. Projektphase wurde die Machbarkeit eines im betreffenden Anwendungsbereich zulassungsf\u00e4higen GFK-Bewehrungssystems nachgewiesen, insbesondere durch Erf\u00fcllung der Pr\u00fcfkriterien im Dauertest im Labor. Ferner zeigte ein erster Anwendungstest die technische und wirtschaftliche Herstellbarkeit einzelner Elemente in gr\u00f6\u00dferen Mengen sowie deren Verarbeitbarkeit am Bau (im tempor\u00e4ren Einsatz zur Bewehrung von Grundwasserabsperrw\u00e4nden beim Tunnelbau).<br \/>\n&#8211;\tInnerhalb der 2. Projektphase wurden weitere Pr\u00fcfungen zur Vorbereitung der bauaufsichtlichen Zulassung des GFK-Bewehrungssystems durchgef\u00fchrt und die Zulassung weiter vorangetrieben. Aufw\u00e4ndige Versuchsreihen betrafen den Nachweis der Dauerhaltbarkeit und Chemikalienbest\u00e4ndigkeit. Ferner wurden weitere beispielhafte Anwendungen untersucht, das Herstellungs-verfahren und die Beschichtungstechnik optimiert sowie eine geeignete Pr\u00fcftechnik entwickelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die erfolgreiche Entwicklungsarbeit f\u00fchrte zu einem praxistauglichen GFK-Bewehrungssystem f\u00fcr nicht vorgespannte Bewehrungen. Neben einem neuen Systemaufbau (Materialauswahl, Konstruktion) wurden Verfahren und Werkzeuge zur Herstellung und Verarbeitung auf der Baustelle sowie eine geeignete Pr\u00fcftechnik und Pr\u00fcfprogramme entwickelt.<br \/>\nIm Rahmen der umfangreichen Pr\u00fcfreihen konnten die Dauerhaftigkeit sowie die mechanischen und dynamischen Eigenschaften des Systemaufbaus unter Beweis gestellt werden. Hierdurch wurde die bautechnische Zulassung im Bereich der nicht vorgespannten Bewehrungen vorbereitet. Das laufende Zulassungsverfahren soll bis Mitte 2006 erfolgreich abgeschlossen werden.<br \/>\nUnabh\u00e4ngig von der noch ausstehenden Zulassung wurden bereits mehrere Pr\u00fcfungen und Gutachten zum Einsatz des Materials auf Basis einer Zustimmung im Einzelfall erfolgreich bestanden und das Material bereits auf diversen Baustellen und unterschiedlichen Anwendungen erfolgreich verarbeitet. Beispiele sind der station\u00e4re Einsatz in Kragplattenanschl\u00fcssen (Isokorb\u00e2), beim Bau von Bodenplatten an Mautstationen und Parkh\u00e4usern sowie der tempor\u00e4re Einsatz in Grundwasserabsperrw\u00e4nden.<br \/>\nDer Nachweis der Serienfertigung und Praxistauglichkeit des entwickelten Systems wurde durch Herstel-lung und Verarbeitung von ca. 120 t GFK-Bewehrungsst\u00e4ben in 2005 erbracht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das entwickelte System wird von Sch\u00f6ck vermarktet. Hierzu wurden bereits zum Ende der Laufzeit das Marketing aufgebaut und 5 Mitarbeiter eingestellt.<br \/>\nEin Ideenworkshop mit externen Experten ergab mehr als 60 neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr GFK-Bewehrungen, von denen 20 Anwendungen auf einer Priorit\u00e4tenliste herausgearbeitet wurden und nach Projektabschluss verfolgt werden sollen.<br \/>\nZur Information der \u00d6ffentlichkeit wurden innerhalb der Laufzeit mehrere Vortr\u00e4ge auf nationalen und internationalen Veranstaltungen sowie Ver\u00f6ffentlichungen in der Fachpresse und auf Fachmessen vorgenommen. Zu erw\u00e4hnen ist hierbei, dass Sch\u00f6ck f\u00fcr das entwickelte GFK-Bewehrungssystem ComBAR\u00e2 2005 den begehrten materialica design award erhielt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des gef\u00f6rderten F&#038;E-Projektes ist ein innovatives Bewehrungssystem entstanden, das einen ma\u00dfgeblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann, beispielsweise durch eine deutliche Reduzierung der W\u00e4rmeverluste an Balkonanschl\u00fcssen, Ressourcenschonung und Vermeidung von Korrosion. Entsprechende Vorteile wurden bei den im Projekt untersuchten Anwendungen nachgewiesen.<br \/>\nEine deutliche \u00dcberschreitung der bei Antragstellung geplanten Ziele der Umweltentlastung soll nach Projektabschluss durch eine Erweiterung der Anwendungsf\u00e4lle und weitere Entwicklungsprojekte erreicht werden.<br \/>\nDa die entwickelten GFK-Bewehrungssysteme au\u00dferdem im Vergleich zu derzeitigen L\u00f6sungen auch wirtschaftlich sind, ist von einer erfolgreichen Vermarktung auszugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines praxistauglichen Bewehrungssystems f\u00fcr den Bereich der nicht vorgespannten Bewehrungen in der Bautechnik, das auf glasfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen (GFK) basiert. Dieses Bewehrungssystem soll in Bereichen eingesetzt werden, in denen derzeit gerippter Betonstahl, insbesondere nicht rostender Edelstahl, verwendet werden muss. 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