{"id":23612,"date":"2023-07-13T15:23:45","date_gmt":"2023-07-13T13:23:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22170-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:47","slug":"22170-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22170-01\/","title":{"rendered":"Verfahrenstechnische Entwicklung und Optimierung des Einmischprozesses von Gummiabf\u00e4llen zur Herstellung hochwertiger Recyclate"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit Hilfe des neuartigen Gumtec-Verfahrens lassen sich Gummirecyclate (nicht Regenerate) aus TSE Abf\u00e4llen herstellen, die bis zu 30% bzw. 50% der Originalkautschukrezeptur ohne nennenswerten Kennwerteabfall wieder zugesetzt werden k\u00f6nnen. Der Nachweis ist durch zahlreiche Laborversuche gef\u00fchrt. Ziel des Projektes ist, den Einmischprozess des Recyclates in Kautschukmischung zu untersuchen. Eine Analyse dieses Themas f\u00fchrt die bisher deponierten bzw. in M\u00fcllverbrennungsanlagen verbrannten TSE-Abf\u00e4lle, dem Wirtschaftskreislauf zur\u00fcck, wodurch eine erhebliche Umweltentlastung durch Einsparung von Rohelastomeren erzielt werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt gliedert sich in verschiedene Teilprojekte:<br \/>\nPhase 1, ist Gegenstand dieses genehmigten Projektes.<br \/>\nDabei soll zun\u00e4chst der F\u00f6rder- und Siebprozess des Gummimehls untersucht werden.<br \/>\nAufgrund der spezifischen Oberfl\u00e4che des Recyclates kommt es bei der F\u00f6rderung zu Verklumpungen, sodass eine Siebung nicht m\u00f6glich ist. Andere Kautschuktypen (z.B. Silikone) lassen sich nach derzeitigem Stand nicht absieben.<br \/>\nDabei sollen auf verschiedenen Siebmaschinen Versuche gefahren werden unter Einsazt von Siebhilfen, Klopfb\u00e4lle o.\u00e4. bzw. chemische Zusatzstoffe.<br \/>\nDanach sollen verschiedene Mischversuche an einer EPDM Mischung durchf\u00fchrt werden.<br \/>\nDiese Versuche sollen zum einem bei der Deutschen Gumtec gefahren werden. Zus\u00e4tzlich soll ein namhafter Mischbetrieb die Versuche durchf\u00fchren.<br \/>\nDie Einmischversuche finden auf einem Walzwerk und im Innenmischer statt.<br \/>\nDabei werden die verschiedenen Einstellm\u00f6glichkeiten und deren Abh\u00e4ngigkeit auf die Materialeigenschaften (mechanische Kennwerte und Rheometerwerte) untersucht.<br \/>\nBei einem Innenmischer werden folgende Einflussgr\u00f6\u00dfen ver\u00e4ndert: tangential und k\u00e4mmenden Rotorschaufeln, Zugabepunktes des Recyclates unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Dispersion, Variation von R\u00fchrerdrehzahl, Drehmoment und Temperatur. Bei dem Walzwerk werden Variation der Temperatur und der Viskosit\u00e4t der Frischkautschukmischung, sowie der Einfluss der Friktion untersucht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Vorhaben gliederte sich in zwei Hauptrichtungen.<br \/>\nIn der ersten Phase wurden Produkte auf ihr Mahlverhalten und ihre Auftrennung in Kornklassen untersucht (A).<br \/>\nIn der zweiten Phase sind Einmischversuche von Recyclat in EPDM-Mischungen auf dem Walzwerk und Innenmischer untersucht worden.<br \/>\nA.\tAls Elastomerkomponente f\u00fcr die Siebprozesse sind Silikonkautschukmischungen vermahlen worden. Es ist uns gelungen, durch den Zusatz von chemischen Hilfsmitteln des Mahlprozess positiv, d. h. nach kleineren Korngr\u00f6\u00dfen hin, zu verschieben.<br \/>\nZur Verbesserung des Absiebprozesses haben wir versucht, auf unterschiedlichen Siebanlagen mit und ohne Siebhilfen und unter Variation verschiedener Verfahrensparameter Silikonkautschuk abzusieben. Wir konnten keine Verbesserung des Siebprozesses mit Hilfe von unterschiedlichen Siebanlagen und Siebhilfen erreichen.Aus diesen Gr\u00fcnden wurden f\u00fcr den Absiebprozess chemische Siebhilfen eingesetzt.<br \/>\nDurch den Zusatz von chemischen Siebhilfen sollte die Vereinzelung der Gummipartikel erreicht werden und damit ein verbessertes Siebergebnis erzielt werden.<br \/>\nAn Hand der Ergebnisse ist erkennbar, dass mit dem Zusatz der Kiesels\u00e4ure sehr gute Absiebergebnisse erreicht werden, die eine Optimierung des Mahlprozesses und des Absiebprozesses zu lassen.<br \/>\nB.\tDas Einmischen des Recyclates in die entsprechende Frischmischung ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. Aus diesem Grunde war es notwendig, den Verarbeitern und Compoundern eine Empfehlung in die Hand zugeben, um eine optimale Verteilung des Recyclates in die Frischmischung auf dem Walzwerk und im Innenmischen zu erreichen.<br \/>\nDas Einmischen des Recyclates auf dem Walzwerk erfolgte unter dem Gesichtspunkt der:<br \/>\n\u00b7\tAbh\u00e4ngigkeit von der Korngr\u00f6\u00dfe des Recyclates<br \/>\n\u00b7\tMischung eines Masterbatches unter Verringerung des Recyclatgehaltes<br \/>\n\u00b7\tvergleichenden Untersuchungen mit einer Silikonkautschukmischung.<br \/>\nDie Viskosit\u00e4t und Vulkanisationszeiten ver\u00e4ndern sich mit der Korngr\u00f6\u00dfe. Die Einmischung in ein Masterbatch ist vorteilhaft und machbar. Die EPDM-Ergebnisse sind auf Silikonelastomere \u00fcbertragbar.<br \/>\nDas Einmischen des Recyclates im Innenmischer erfolgte unter Variationen:<br \/>\n\u00b7\tunterschiedlicher Viskosit\u00e4t des Elastomeren\u00b7\tunter Variationen des Zugabepunktes des Recyclats<br \/>\n\u00b7\tunter Variation der Kneterdrehzahl\u00b7\tunter Variationen der Knetergeometrie<br \/>\nDie Erkenntnisse aus diesen Versuchsreihen sind:<br \/>\n\u00b7\tdie Viskosit\u00e4t der Elastomerkomponenten spielt keine Rolle<br \/>\n\u00b7\tder Zugabezeitpunkt des Recyclates hat einen Einfluss auf die Qualit\u00e4t der Mischung<br \/>\ndie Knetendrehzahl hat ebenfalls Einfluss auf den Mischprozess.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Erkenntnisse aus diesen Arbeiten wurden in der Zeitschrift GAK im Oktober 2004 pr\u00e4sentiert. Die Deutsche Gumtec AG hat f\u00fcr ihre Arbeiten den Materialeffizienzpreis des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit erhalten. Au\u00dferdem wurde der Innovationspreis Mitteldeutschland an die Deutsche Gumtec verliehen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in diesem Vorhaben erhaltenen Ergebnisse setzen uns in die Lage den Einmischprozess f\u00fcr Silikon- und EPDM-Mischungen auf Walzwerken und im Innenmischer optimaler zu gestalten. Damit ist eine H\u00fcrde f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Recyclates in EPDM-Frischmischungen genommen worden.<br \/>\nEs ist jedoch unbedingt notwendig, diese Mischungen auf hochwertige Elastomermischungen wie geplant auszudehnen. Es ist uns gelungen, den Mahlprozess und Absiebprozess f\u00fcr Silikonrecyclate zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit Hilfe des neuartigen Gumtec-Verfahrens lassen sich Gummirecyclate (nicht Regenerate) aus TSE Abf\u00e4llen herstellen, die bis zu 30% bzw. 50% der Originalkautschukrezeptur ohne nennenswerten Kennwerteabfall wieder zugesetzt werden k\u00f6nnen. 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