{"id":23605,"date":"2025-06-25T10:32:20","date_gmt":"2025-06-25T08:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22142-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:21","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:21","slug":"22142-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22142-01\/","title":{"rendered":"Langfristige Finanzierungsans\u00e4tze zur Sicherung des Nationalen Naturerbes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist das Herausarbeiten von langfristigen Finanzierungsans\u00e4tzen f\u00fcr die Sicherung des Nationalen Naturerbes unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Folgekostenfinanzierung. Vorrangig ist zu kl\u00e4ren, aus welchen Quellen sich das f\u00fcr einen Umwelt- bzw. Naturfonds ben\u00f6tigte Grundkapital speisen kann bzw. sollte und \u00fcber welche Schritte der Kapitalstock eines solchen Fonds gebildet werden k\u00f6nnte. Zudem soll eine Berechnung erfolgen, die darstellt, wie durch die \u00dcbertragung von Fl\u00e4chen an einen Umweltfonds und die Finanzierung der Unterhaltungskosten durch diesen sich langfristig ein Entlas-tungseffekt f\u00fcr die Haushalte von Bund und L\u00e4ndern einstellt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methodenm Einzelnen sollen folgende Punkte in dem Projekt Ber\u00fccksichtigung finden<br \/>\n1.\tAktuelle Analyse der in den n\u00e4chsten Jahren zur Verwertung anstehenden Fl\u00e4chen (Fl\u00e4chenkulis-se) und der daraus abgeleiteten Erwerbskosten<br \/>\n2.\tAnalyse der zu erwartenden Folgekosten<br \/>\n3.\tAnalyse der in Frage kommenden Finanzierungsquellen<br \/>\n4.\tAnalyse der Interessen \/ Anforderungen der verschiedenen Beteiligten<br \/>\n5.\tInhaltliche und juristische Bewertung von Organisationsmodellen zur Finanzmitteleinwerbung unter Ber\u00fccksichtigung der Interessen verschiedener Beteiligter<br \/>\n6.\tHerausarbeiten einer Vorzugsvariante. Inhaltliche und juristische Analyse der Vorzugsvariante<br \/>\n7.\tAbgleich der Vorzugsvariante mit bereits bestehenden Ideen \/ Vorstellungen<br \/>\nSchwerpunkt des Projektes ist ein von einer externen Institution moderierter Workshop. Dabei werden durch die Projektorganisationen und verschiedene externe Berater die verschiedenen Punkte intensiv diskutiert und eine Vorzugsvariante entwickelt. Die Ergebnisse des moderierten Workshops werden durch die externe Institution aufgearbeitet, die Vorzugsvariante dargestellt und offene bzw. zu kl\u00e4rende Fragen benannt. Die detaillierte Analyse der im Workshop entwickelten Vorzugsvariante soll durch die Vergabe eines Gutachtens oder mehrerer Teilgutachten erfolgen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im September 2004 wurde mit der Wirtschaftsberatungsfirma Ernst &#038; Young ein moderierter Workshop im Berliner Reichstag durchgef\u00fchrt. W\u00e4hrend die Moderation nicht den Erwartungen entsprach, konnte die Beratungsfirma die Ergebnisse gut aufbereiten. Basierend auf den Vorschl\u00e4gen und Empfehlungen von Ernst &#038; Young wurde durch die DNR-Strategiegruppe eine umfassende Studie zum Thema erstellt. Als Vorzugsvariante f\u00fcr die langfristige Sicherung des nationalen Naturerbes stellt die Studie eine Bun-desstiftung in enger Abstimmung mit den Bundesl\u00e4ndern heraus &#8211; wobei eine Implementierung in die Deutsche Bundesstiftung Umwelt die am schnellsten zu realisierende Variante darstellt. Die Ergebnisse der Studie lagen im M\u00e4rz 2005 schriftlich vor. Vor der \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation wurden die Ergebnisse mit den verschiedensten Experten diskutiert. Die Studie wurde in kleiner Auflage vervielf\u00e4ltigt und an wichtige Entscheidungstr\u00e4ger in Politik und Verwaltung verteilt. Die Studie ist f\u00fcr jedermann im Internet unter www.dnr.de abrufbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der DNR-Recherche wurden Mitte April als erstes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vorgestellt. Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse den verschiedenen politischen Parteien pr\u00e4sentiert (SPD \/ GR\u00dcNE sowie in einer weiteren Veranstaltung CDU\/CSU und FDP). Im Rahmen eines Workshops wurden auch die L\u00e4nder-Naturschutzstiftungen in den Diskussionsprozess einbezogen. Im Zuge der Aufstellung der Wahlprogramme der vorgezogenen Bundestagswahl wurden die Gespr\u00e4che mit Ab-geordneten und deren MitarbeiterInnen intensiviert. Wichtig dabei war die Pr\u00e4sentation im Rahmen des NABU-Talk Naturerbe Ende Juni in Berlin. Der offizielle Abschluss des Projektes war der zweite &#8211; nunmehr von Lutz Spandau, Vorstand der Allianz-Umweltstiftung moderierte &#8211; Workshop am 13. Juli 2005 im Berliner Reichstag. Hier wurden die Ergebnisse den verschiedenen Fachleuten aus Verb\u00e4nden, Stiftungen, Politik, Wirtschaft  und Verwaltung pr\u00e4sentiert, die bereits bei dem ersten Workshop anwesend waren und das Anforderungsprofil an die Recherche aufgestellt hatten. Alle TeilnehmerInnen begr\u00fc\u00dften die Ergebnisse und verfassten im Rahmen der Veranstaltung ein gemeinsames Memorandum zur Sicherung des Nationalen Naturerbes. Darin bekennen sich die Workshop-TeilnehmerInnen zu der vom DNR dargestellten Vorzugsvariante einer Stiftungsl\u00f6sung unter dem Dach der DBU und fordern die \u00f6ffentliche Hand auf, die entsprechenden Naturerbe-Fl\u00e4chen kostenneutral zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach dem offiziellen Auslaufen des Projektes Ende Juli 2005 haben sich die Ereignisse nahezu \u00fcberschlagen. Durch eine gezielte Lobbyarbeit vieler Akteure ist es gelungen, den Verzicht der Privatisierung von bis zu 125.000 Hektar Naturerbe-Fl\u00e4chen und die \u00dcbertragung an die Deutsche Bundesstiftung Um-welt oder die L\u00e4nder im Koalitionsvertrag von CDU\/CSU und SPD festzuschreiben. Gleichzeitig haben die L\u00e4nder-Umweltminister auf der Umweltministerkonferenz (UMK) am 3.11.2005 in Rostock einen ein-stimmigen Beschluss zur Sicherung des nationalen Naturerbes verfasst. In dem UMK-Beschluss wird ausdr\u00fccklich auf die DNR-Studie Bezug genommen. Auch im Rahmen der Koalitionsverhandlungen spielte die DNR-Studie und die darin recherchierten Zahlen und Angaben eine wichtige Rolle. Bei der nun anstehenden Umsetzung des Koalitionsvertrages wird ebenfalls auf die DNR-Rechercheergebnisse zu-r\u00fcckgegriffen. Unter diesem Aspekt kann ein uneingeschr\u00e4nkt positives Fazit des Projektes gezogen werden &#8211; auch wenn der Start (insbesondere der moderierte Workshop im September 2004) sicherlich optimaler h\u00e4tte verlaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes ist das Herausarbeiten von langfristigen Finanzierungsans\u00e4tzen f\u00fcr die Sicherung des Nationalen Naturerbes unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Folgekostenfinanzierung. Vorrangig ist zu kl\u00e4ren, aus welchen Quellen sich das f\u00fcr einen Umwelt- bzw. 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