{"id":23602,"date":"2026-01-31T10:32:07","date_gmt":"2026-01-31T09:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22130-01\/"},"modified":"2026-01-31T10:32:12","modified_gmt":"2026-01-31T09:32:12","slug":"22130-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22130-01\/","title":{"rendered":"Pilotprojekt zur Einf\u00fchrung von Agrarumweltma\u00dfnahmen im polnischen niederschlesischen Grenzraum. Ein praktisches Demonstrationsprojekt f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Beitritt Polens zur Europ\u00e4ischen Union 2004 gelten auch f\u00fcr die polnische Landwirtschaft h\u00f6here Umweltstandards. Um jedoch an Agrarumweltma\u00dfnahmen teilnehmen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Betriebe bestimmte allgemeine Voraussetzungen erf\u00fcllen. Dazu z\u00e4hlt u. a. das Vorhandensein von G\u00fclle, Jauche oder Festmistlagerkapazit\u00e4ten von mindestens 180 Tagen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit vier ausgew\u00e4hlten polnischen Landwirtschaftsbetrieben zeigt dieses Projekt beispielgebende L\u00f6sungen auf, diese Voraussetzungen zu erf\u00fcllen. Weiterhin wurden die Landwirte der Region zu Themen, wie sie die F\u00f6rdervoraussetzungen erf\u00fcllen k\u00f6nnen, geschult. Dieses Projekt ber\u00fccksichtigt insbesondere die in der Grenzregion Niederschlesien\/Sachsen vorhandenen Schutzgebiete (Landschaftspark Bobertal, Land-schaftsschutzgebiet Riesen- und Isergebirge, die niederschlesischen W\u00e4lder und die Flusst\u00e4ler von Nei\u00dfe und Queis).<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Realisierung dieses Projektes gliederte sich in nachfolgende zwei Phasen1. Phase: Der Tr\u00e4ger schloss mit vier ausgew\u00e4hlten Landwirtschaftsbetrieben Vertr\u00e4ge ab, in denen auf der Grundlage konkreter, vereinbarter Programmvorschl\u00e4ge entsprechende Agrarumweltma\u00dfnahmen (sog. Pakete) sowie die Grunds\u00e4tze f\u00fcr Kontrolle und Auszahlung der Finanzmittel festgelegt wurden. Diese Finanzmittel sollten dem Landwirt helfen, die F\u00f6rdervoraussetzungen im Rahmen des EU-Programms zu erf\u00fcllen. Der Landwirt bekommt damit kein Bargeld, sondern gibt bestimmte Dienstleistungen in Auftrag (z. B. Erstellung einer Dungplatte). Anhand eines zu f\u00fchrenden Bautagebuches sind die Eigenleistungen zu dokumentieren.<br \/>\n2. Phase: Durch Bildungsma\u00dfnahmen (Winterschulungen in den vier Kreisen des niederschlesischen Grenzraumes) wurde den Landwirten der Region weiteres Know-How vermittelt. Dieser Bildungsprozess sollte sie ermutigen, gem\u00e4\u00df den Grunds\u00e4tzen, Anforderungen und Verfahren der Europ\u00e4ischen Union und den Anforderungen der Polnischen Agrarumweltma\u00dfnahmen zu arbeiten. Die Landwirte wurden be-f\u00e4higt, durch ihre erh\u00f6hte Fachkompetenz die fachlichen F\u00f6rdervoraussetzungen zu erf\u00fcllen. Dazu sollten auch zwei Studienreisen in s\u00e4chsische Landwirtschaftsbetriebe und Fachgespr\u00e4che mit verantwortlichen Mitarbeitern der s\u00e4chsischen Agrarverwaltung beitragen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Entsprechend der Projektplanung wurde am 1. September mit der Umsetzung des Projekts begonnen. Es fanden Gespr\u00e4che mit Landwirtschaftsbetrieben, die sich innerhalb der im Antrag beschriebenen Schutzgebiete befinden, statt. Zum 9. September 2004 wurden mit folgenden 4 Landwirtschaftsbetrieben die entsprechenden Vertr\u00e4ge \u00fcber die Einf\u00fchrung der Agrarumweltma\u00dfnahmen mit den zu erf\u00fcllenden Anforderungen vorbereitet und unterzeichnet:<br \/>\n&#8211;\tRyszard Turczynowicz, Kreis Boleslawiec, Gemeinde Boleslawiec, Ort Suszki,<br \/>\n&#8211;\tEwa Idziejczak, Kreis Lwowek Slaski, Gemeinde Lubomierz,<br \/>\n&#8211;\tMaria Chodorska, Kreis Luban, Gemeinde Luban, Ort Henrykow,<br \/>\n&#8211;\tWojciech Majewski, Kreis Zgorzelec, Stadt Zgorzelec.<br \/>\nDie vier Landwirtschaftsbetriebe haben gem\u00e4\u00df der Vertr\u00e4ge mit der Umsetzung der Investitionsma\u00dfnahmen im Oktober 2004 begonnen und bis Ende Mai 2005 abgeschlossen und gegen Vorlage von Rechnungen in 2 Abschlagszahlungen (zum 09.11.2004 und zum 02.03.2005) die Gesamtbetr\u00e4ge wie folgt erhalten:<br \/>\n&#8211;\tHerr Majewski\t\t\tSumme der Rechnungen 4.193,23 \u20ac<br \/>\n&#8211;\tHerr Turczynowicz\t\tSumme der Rechnungen 3.758,20 \u20ac<br \/>\n&#8211;\tFrau Idziejczak\t\t\tSumme der Rechnungen 2.357,18 \u20ac<br \/>\n&#8211;\tFrau Chodorska\t\t\tSumme der Rechnungen 1.741,27 \u20ac<br \/>\nDer Abschluss der Bauma\u00dfnahmen erfolgte zum 31. Mai 2005. Die in den Vertr\u00e4gen festgelegten Pakete der Agrarumweltprogramme f\u00fchrten die Landwirte in ihren Betrieben selbstst\u00e4ndig durch. Die Abschlusskontrollen dazu wurden am 16. Juli 2005 durch den Projektleiter und den Kooperationspartner vor Ort in den Landwirtschaftsbetrieben durchgef\u00fchrt. Von den Bauarbeiten und den realisierten Agrarumweltma\u00df-nahmen wurden Dokumentationen schriftlich sowie fotographisch erstellt und sind dem Abschlussbericht als Anlage beigef\u00fcgt.<br \/>\nAm 14. September 2004 fand die Auftaktveranstaltung der Schulungen f\u00fcr die Landwirte unter dem Thema: Landwirt &#8211; W\u00e4chter der Natur in Luban mit 50 Teilnehmern statt. Insgesamt wurden auf Grund des hohen  Zuspruches bis zum 30.03.2005 20 Schulungen organisiert und durchgef\u00fchrt. Die entsprechenden Teilnehmerlisten sind dem Endbericht beigef\u00fcgt. Eine finanzielle Unterst\u00fctzung wurde dabei durch das Phare CBC &#8211; Programm gew\u00e4hrt.<br \/>\nIm Dezember 2004 wurde ein F\u00f6rderzuschuss f\u00fcr die Realisierung des Projekts Der Landwirt als H\u00fcter der Natur &#8211; Pilotprojekt zur \u00f6kologischen Bildung der Landwirte aus dem niederschlesischen Grenzraum aus dem Woiwodschaftsfonds f\u00fcr Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Wroclaw f\u00fcr den Druck einer Informationsbrosch\u00fcre und Bildungsmaterialien als Eigenleistung zum DBU Projekt beantragt und zum 01. April 2005 bewilligt. Die Publikation bestand aus Bildungs- und didaktischen Materialien f\u00fcr jeden Kursteilnehmer und einer Informationsbrosch\u00fcre zu Agrarumweltprogrammen, Vorschriften und Regeln ihrer Einf\u00fchrung, zu den geltenden Naturschutz- und Umweltschutzvorschriften. Die Auflage betrug 5400 Exemplare und wurde woiwodschaftsweit verteilt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die Vielzahl von Schulungen und Bekanntgabe \u00fcber die Gemeinde\u00e4mter ist eine hohe Anzahl nicht nur von Landwirten aber auch der \u00f6ffentlichen Bev\u00f6lkerung \u00fcber das Projekt informiert worden. Des Weiteren wurde das Projekt bei den Jahresmitgliederversammlungen des Vereins Pogranice (Mitglieder sind 25 B\u00fcrgermeister und 4 Landr\u00e4te der Region) und der Interessensgemeinschaft \u00d6kolandbau (35 Mitgliedsbetriebe) pr\u00e4sentiert. Die regionale Presse hat punktuell \u00fcber die Schulungsveranstaltungen berichtet. Woiwodschaftsweit wurde auch nach Beendigung des Projektes im Rahmen des Agro-Info Netz-werkes berichtet und die Informationsbrosch\u00fcren verteilt. Des Weiteren ist ein Fernsehbeitrag zu den vier am Projekt beteiligten Landwirtschaftsbetrieben im Regionalsender Luban erschienen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch das hohe Engagement der am Projekt beteiligten Kooperationspartner sowie Landwirtschaftsbe-triebe und die Absicherung der Co-Finanzierung haben zu einem erfolgreichen Abschluss des Projektes gef\u00fchrt.<br \/>\nAlle realisierten Bauma\u00dfnahmen und Agrarumweltma\u00dfnahmen in den Landwirtschaftsbetrieben wurden planm\u00e4\u00dfig und ohne M\u00e4ngel abgeschlossen. Durch die gro\u00dfe Auflage der Publikations- und Informati-onsbrosch\u00fcre ist eine woiwodschaftsweite Information zum Projekt erfolgt.<br \/>\nDas Projekt trug wesentlich zur Erh\u00f6hung des Wissens der Landwirte zum Thema Agrarumweltma\u00df-nahmen bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Beitritt Polens zur Europ\u00e4ischen Union 2004 gelten auch f\u00fcr die polnische Landwirtschaft h\u00f6here Umweltstandards. Um jedoch an Agrarumweltma\u00dfnahmen teilnehmen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Betriebe bestimmte allgemeine Voraussetzungen erf\u00fcllen. Dazu z\u00e4hlt u. a. das Vorhandensein von G\u00fclle, Jauche oder Festmistlagerkapazit\u00e4ten von mindestens 180 Tagen. 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