{"id":23572,"date":"2024-12-01T10:32:40","date_gmt":"2024-12-01T09:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22049-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:41","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:41","slug":"22049-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22049-01\/","title":{"rendered":"Tagung: Potentials and Risks of Nanoscale Materials"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Wissenschaftszentrum Umwelt der Universit\u00e4t Augsburg veranstaltete am 20., 21. September 2004 die internationale Tagung MATFORUM 2004 zum Thema Potentials and Risks of Nanoscale Materials. Auf der Konferenz berichteten und diskutierten Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowohl \u00fcber Potentiale als auch Risiken im Umgang mit nanoskopischen Materialien und Technologien. Das aktuelle Konferenzthema und die Tatsache, dass die f\u00fcr Materialwissenschaften weltweit wichtigsten Vereinigungen, die Materials Research Society (MRS) und die European Materials Research Society (EMRS) sowie das World Environment Center (WEC), eine Vereinigung von Umweltdirektoren international operierender Unternehmen, Mitorganisatoren waren, verlieh der Konferenz eine inter-nationale Relevanz.<br \/>\nEine wesentliche Zielsetzung der Tagung war die Beteiligung und Mitwirkung von international agierenden Unternehmen. Durch die Auswahl praxisnaher Themen (u. a. Aspekte der Arbeitssicherheit, der Messtechnik und Verfahren des Umweltmanagements) und die Beteiligung von Vortragenden aus der Wirtschaft sollten einerseits die Chancen eines Transfers der Resultate von der Forschung in die industrielle Praxis erh\u00f6ht werden und andererseits die Entwicklung einer Strategie zur nachhaltigen Produktion von Nanotechnologien und nanoskopischer Materialien sowie die zuk\u00fcnftige Absch\u00e4tzung und Erschlie\u00dfung entsprechender Potentiale unterst\u00fctzt werden. Durch die Beteiligung des World Environment Centers sollten neben forschungs- und messrelevanten Themen wesentliche Akzente auf unternehmensrelevante Umweltthemen gesetzt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Tagung wurde arbeitsteilig von den beteiligten Organisatoren durchgef\u00fchrt. Diese Arbeitsteilung erstreckte sich \u00fcber die gesamte Organisationszeit und bezog sich haupts\u00e4chlich auf die Bereiche der allgemeinen Vorbereitung und des Tagungsmanagements sowie der Akquirierung und Betreuung von Referentinnen und Referenten. Die inhaltliche Programmausgestaltung erfolgte in enger R\u00fccksprache mit einem f\u00fcr die Tagung einberufenen Wissenschaftlichen Beratungsgremium, deren Mitglieder sich aus Forschung und Praxis zusammensetzten. Um ein m\u00f6glichst breites Publikum f\u00fcr die Veranstaltung sowohl aus der Forschung als auch der Praxis zu erreichen, wurde die \u00d6ffentlichkeitsarbeit kontinuierlich von allen Organisatoren wahrgenommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Themenschwerpunkte der Tagung MATFORUM 2004 &#8211; Potentials and Risks of Nanoscale Materials lagen in den Bereichen nachhaltige Produktion und Anwendung sowie umwelt- und gesundheitsrelevante Auswirkungen von Nanomaterialien und -technologien. Das MATFORUM 2004 war die Folgeveranstaltung des &#8211; ersten &#8211; MATFORUMs 2002 &#8211; A First Materials Science Forum on Future Sustainable Technologies, das vor zwei Jahren an der Universit\u00e4t Augsburg stattfand. Von den Teilnehmern wurde damals die Augsburg Materials Declaration mit klaren Empfehlungen f\u00fcr eine nachhaltige Materialforschung formuliert und verabschiedet. Dieses Manifest wurde auch von der MRS und der E-MRS \u00fcbernommen und publiziert. Auf der Grundlage der Augsburg Materials Declaration wurden die Beitr\u00e4ge des MATFORUMs 2004 hinsichtlich der zuk\u00fcnftigen Perspektiven einer nachhaltigen Forschung im Bereich der Nanomaterialien und -technologien behandelt. Dabei wurden Schwerpunkt-felder identifiziert, die zuk\u00fcnftig besondere Chancen aber auch Risiken im Umgang mit Nanomaterialien und -technologien beinhalten. Als besondere Aufgabenfelder im Rahmen eines zuk\u00fcnftigen Umgangs mit nanoskaligen Materialien und Technologien haben sich folgende Bereiche herauskristallisiert:<br \/>\n&#8211; Es bestehen noch erhebliche Defizite im Nachweis von nanoskaligen Materialien und Partikeln etwa am<br \/>\n  Arbeitsplatz. Entsprechende Me\u00dftechniken sind ein wichtiges Desiderat.<br \/>\n&#8211; Die Pfade, auf denen sich nanoskalige Partikel in der Umwelt verbreiten k\u00f6nnen, m\u00fcssen genauer<br \/>\n  charakterisiert werden (Traceability studies).<br \/>\n&#8211; Auch die Pfade, auf denen nanoskalige Partikel in den K\u00f6rper gelangen k\u00f6nnen, (Lunge, Haut),<br \/>\n  bed\u00fcrfen noch n\u00e4herer Charakterisierung.<br \/>\n&#8211; Eine sehr uneinheitliche Terminologie erschwert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Studien.<br \/>\n  Bergiffe wie nanoskalige Materialien, Nanotechnologie, Nanopartikel usw. m\u00fcssen m\u00f6glichst bald<br \/>\n  international einheitlich normiert werden.<br \/>\n&#8211; Es bestehen erhebliche Unterschiede zwischen bewusst und unbewusst hergestellten bzw.<br \/>\n  verursachten Nanomaterialien und damit der Absch\u00e4tzung von entsprechenden Risikopotentialen;<br \/>\n  beide Aspekte m\u00fcssen zuk\u00fcnftig st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\n&#8211; Der Dialog und die Kommunikation von Funktionsrisiken und potentiellen Eigenschaften von<br \/>\n  Nanomaterialien und -technologien zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik muss<br \/>\n  weiter gef\u00f6rdert werden. Science-Center k\u00f6nnen hier eine wichtige Rolle \u00fcbernehmen. Durch<br \/>\n  Unkenntnis \u00fcber die Nanotechnologie entstehen auch viele unbegr\u00fcndete \u00c4ngste. Zugleich werden die<br \/>\n  positiven Chancen der Nanotechnologie vielfach in der \u00f6ffentlichen Debatte \u00fcbersehen.<br \/>\nIm Anschluss an das MATFORUM 2004 veranstaltete das Europab\u00fcro des World Environment Center am 22.09.2004 eine Gespr\u00e4chsrunde zum Thema Nanotechnology and Green Chemistry for Sustainable Production. Im Rahmen der Thematik Nanotechnology wurden die wesentlichen Inhalte des MATFORUMs und deren Bedeutung f\u00fcr die betroffenen Unternehmen durch deren Umweltdirektoren nochmals aufgearbeitet. Unter Mitwirkung eingeladener Referenten des MATFORUMs wurden vor allem die umsetzungsrelevanten Themen und m\u00f6gliche Impulse f\u00fcr die Forschungs- und Entwicklungs-abteilungen der einzelnen Unternehmen diskutiert. Dabei standen vor allem der Transfer und die Umsetzung der Empfehlungen des MATFORUMs in die Wirtschaft im Vordergrund.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Tagung wurden am 23.11.2004 auf dem European Materials Forum (EMF; 23.\/24. November) in Noordwijk (NL) durch Herrn Prof. Dr. Bernd Stritzker (Lehrstuhl f\u00fcr Experimental Physik IV, Universit\u00e4t Augsburg; E-MRS) im Namen der European Materials Research Society vorgestellt.<br \/>\nZudem werden die Tagungs- und Pr\u00e4sentationsunterlagen der Referentinnen und Referenten sowohl in Form einer kostenfreien CD-ROM als auch online unter der Homepage http:\/\/www.matforum.de\/ zum Download zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\nDes Weiteren ist eine Ver\u00f6ffentlichung in der transdisziplin\u00e4ren Zeitschrift GAIA, die sich mit den \u00f6kologischen Perspektiven in Wissenschaft und Forschung befasst, in Arbeit. In der Ausgabe 1\/2005 werden unter der Rubrik Forum Schwerpunkte im Bereich Chancen und Risiken von Nanomaterialien gesetzt. Folgende Mitwirkende des MATFORUMs und des WEC-Roundtables werden sich an der Ver\u00f6ffentlichung beteiligen: Prof. Dr. Vicki Colvin (CBEN, Rice University), Dr. Annabelle Hett (Risk Engineering Services, Swiss Reinsurance Company), Prof. Dr. Armin Reller (Lehrstuhl f\u00fcr Festk\u00f6rperchemie\/ WZU, Universit\u00e4t Augsburg; Mitherausgeber von GAIA), Dr. Jens Soentgen (WZU, Universit\u00e4t Augsburg), Dr. Renzo Tomellini (Head of Nanosciences and Nanotechnology Unit, European Commission), Prof. Dr. Dr. Heinz-Erich Wichmann (GSF, Institut f\u00fcr Epidemiologie\/ LMU M\u00fcnchen).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Tagung zeichnete sich durch ein sehr heterogenes Publikum aus Wissenschaft und Forschung sowie Wirtschaft aus. In diesem Zusammenhang bestanden hohe Potentiale, weit reichende Anregungen sowohl in die Forschung als auch die Industrie zu vermitteln, um Nachhaltigkeitsaspekte im Bereich der Anwendung und Produktion von Nanomaterialien und -technologien zuk\u00fcnftig aktiv in wissenschaftliche und industrielle Entwicklungsprojekte zu integrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Wissenschaftszentrum Umwelt der Universit\u00e4t Augsburg veranstaltete am 20., 21. September 2004 die internationale Tagung MATFORUM 2004 zum Thema Potentials and Risks of Nanoscale Materials. Auf der Konferenz berichteten und diskutierten Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowohl \u00fcber Potentiale als auch Risiken im Umgang mit nanoskopischen Materialien und Technologien. 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