{"id":23566,"date":"2023-07-13T15:23:41","date_gmt":"2023-07-13T13:23:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22026-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:43","slug":"22026-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22026-01\/","title":{"rendered":"ZUK-Symposium &#8211; Anforderung an ein hochwertiges Recycling f\u00fcr Elektro(nik)altger\u00e4te"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund zunehmender Mengen an Elektro(nik)altger\u00e4ten, dem in diesen Ger\u00e4ten enthaltenen Schadstoffpotenzial sowie der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen (WEEE-Richtlinie) ist das \u00f6kologisch \u00fcberaus relevante Thema des Elektro(nik)altger\u00e4terecyclings von hoher Bedeutung. In diesem komplexen Umfeld bestehen jedoch zahlreiche Unsicherheiten bzgl. der zuk\u00fcnftigen Entwicklung und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, so dass negative Konsequenzen bei falschen Entscheidungen der Akteure zu bef\u00fcrchten sind. Um hier auf eine positive Entwicklung hinzuwirken, wird in Zusammenarbeit mit der DBU ein Symposium mit Experten aus dem Bereich durchgef\u00fchrt, mit der Zielsetzung, die zuk\u00fcnftigen Anforderungen &#8211; vor allem auch f\u00fcr KMU &#8211; zur Sicherung eines \u00f6kologisch hochwertigen Recyclings zu erar-beiten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte f\u00fcr das Vorhaben gliedern sich in die drei Bl\u00f6cke Vorbereitung\/Koordination, Durchf\u00fchrung\/Moderation und Nachbereitung\/Auswertung des Symposiums.<br \/>\nF\u00fcr die Vorbereitung und Koordination des Symposiums ist eine Liste geeigneter Fachteilnehmer zusammenzustellen. Des Weiteren ist eine abgestimmte Agenda auszuarbeiten und ein informativer Flyer zum Einladen der Experten zu erstellen.<br \/>\nIm Rahmen der Durchf\u00fchrung des Symposiums ist u.a. die komplette Moderation der Veranstaltung zu \u00fcbernehmen, damit eine rege Diskussion gew\u00e4hrleistet ist. Des Weiteren werden parallele Workshops zu relevanten Themenfeldern organisiert. Die durch das durchgef\u00fchrte Brainwriting erhaltenen Beitr\u00e4ge werden dokumentiert, und die Protokollierung des gesamten Symposiums wird \u00fcbernommen.<br \/>\nDie Nachbereitung und Auswertung des Symposiums umfasst die Auswertung der Fachvortr\u00e4ge und der jeweiligen Diskussionsbeitr\u00e4ge der Experten. Vor allem werden die Workshopbeitr\u00e4ge intensiv ausgewertet, welches in einem Zusammenf\u00fchren der Aussagen der parallelen Workshops m\u00fcndet. Schlie\u00dflich erfolgt eine Zusammenfassung des gesamten Symposiums zu Kernaussagen und Ergebnissen, die einer kritischen Analyse und Bewertung unterzogen werden. Hierdurch lassen sich zuk\u00fcnftige Anforderungen und Forschungsbedarfe identifizieren. Das Protokoll des Symposiums wird den Teilnehmern zugestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Symposiums gelang es, 29 Experten auf dem Gebiet des Recyclings von Elektro(nik)altger\u00e4ten von Herstellern und Recyclern bis hin zu Politik und Fachverwaltung sowie Wissenschaft zu vereinen. Der Fokus der Veranstaltung lag auf Statements, Diskussionen sowie Workshops zur gemeinsamen Erarbeitung von Forschungsbedarf und erforderlichen Ma\u00dfnahmen im Zuge der nationalen Umsetzung der WEEE-Richtlinie. Durch die aktive Teilnahme der Experten aus den verschiedenen Bereichen konnte die Zielsetzung des Symposiums &#8211; die Identifizierung der zuk\u00fcnftigen Anforderungen auf dem Sektor &#8211; erf\u00fcllt werden. Insgesamt erwies sich die Durchf\u00fchrung eines Symposiums somit als geeignetes Mittel zur Erreichung der Zielsetzung.<br \/>\nIn den Diskussionen und Workshops kristallisierten sich mehrere Typen von Fragestellungen heraus. Zum einen sind dies eher kurzfristige Aufgaben und Projekte, deren Entwicklung und Umsetzung innerhalb der n\u00e4chsten Zeit anzustreben ist. Auf der anderen Seite existieren eher langfristige Projektideen, f\u00fcr die Forschungsbedarf identifiziert wurde. Des Weiteren sollte Einflussnahme auf politischer Ebene ausge\u00fcbt werden, um Entwicklungen in die richtige Richtung lenken zu k\u00f6nnen.<br \/>\nKurzfristige, operative Fragestellungen:<br \/>\n1.\tKMU-Strukturen:<br \/>\nEs sollte die Erhaltung von KMU-Strukturen im Demontagebereich angestrebt werden. Vorgeschlagene Projekte und Ma\u00dfnahmen umfassen u.a. die Einrichtung eines Runden Tisches, die Anpassung von Besch\u00e4ftigungskonzepten f\u00fcr sozial benachteiligte Menschen an die neuen Gegebenheiten sowie die Initiie-rung von Pilotprojekten f\u00fcr die Zusammenarbeit von KMU in Netzwerken.<br \/>\n2.\tInformationen:<br \/>\nBez\u00fcglich des Informationsflusses wurde zum einen die Errichtung einer Informationsplattform zur Optimierung des Informationsflusses in Recyclingnetzwerken vorgeschlagen. Herstellerseitig wurde die Errichtung einer Standard-Datenbank mit Materialinformationen genannt. Des Weiteren sollte die Produkt-haftung ber\u00fccksichtigt werden, beispielsweise durch vollst\u00e4ndige und normierte Produktkennzeichnung.<br \/>\n3.\tRecyclingtechnologien:<br \/>\nDie (Weiter-)Entwicklung von Technologien zum Recycling von Elektro(nik)altger\u00e4ten sollte gef\u00f6rdert\/unterst\u00fctzt werden. Interessant ist hier v.a. die F\u00f6rderung eines nachhaltigen Kunststoffrecyclings.<br \/>\nLangfristige Fragestellungen<br \/>\n1.\tProduktentwicklung und EcoDesign<br \/>\nDie Voraussetzungen f\u00fcr die Verwertung werden bereits bei der Produktentwicklung und beim EcoDesign geschaffen. Hier wurde weiterer Forschungsbedarf herausgestellt.<br \/>\n2.\tUmweltkommunikation<br \/>\nBez\u00fcglich der Umweltkommunikation gilt es, Konzepte zu entwickeln, die verst\u00e4rkt den Produktnutzen in den Mittelpunkt der Betrachtungen r\u00fccken und die Bedeutung des Produktbesitzes verdr\u00e4ngen.<br \/>\nPolitische Fragestellungen<br \/>\n1.\tQuotensystem:<br \/>\nDie Quotierung sollte materialspezifisch, baugruppenspezifisch bzw. nach den in der Realit\u00e4t zusammen erfassten Produktgruppen oder in Abh\u00e4ngigkeit der technischen und \u00f6konomischen Recyclingm\u00f6glichkeiten erfolgen. Hier ist es w\u00fcnschenswert, Einflussnahme auf politische Entscheidungstr\u00e4ger auszu\u00fcben.<br \/>\nZwar sprachen die Teilnehmer unterschiedliche Themen an und vertraten teilweise auch verschiedene Meinungen &#8211; welches vor dem Hintergrund ihres beruflichen Backgrounds nicht verwundert &#8211; doch zu den o. a. Kernaussagen und Positionen herrschte im gro\u00dfen und ganzen allgemeiner Konsens, so dass diese als Ergebnis des Symposiums festgehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch den breiten Teilnehmerkreis mit seiner heterogenen Zusammensetzung (Experten aus den Bereichen Hersteller, Recycler, Politik\/Fachverwaltung und Wissenschaft) ist die Verbreitung der Ergebnisse des Symposiums gew\u00e4hrleistet. Ferner wurde das Protokoll nicht nur den Teilnehmern sondern auch weiteren Interessenten (z. B. Entscheidungstr\u00e4gern im Bundesumweltministerium) zugestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt kann ein positives Fazit zu dem durchgef\u00fchrten Symposium gezogen werden. Die interessanten Beitr\u00e4ge und fruchtbaren Diskussionen der Teilnehmer sowie die vielversprechenden Ergebnisse der Workshops garantierten die Erf\u00fcllung des Ziels, zuk\u00fcnftige Anforderungen bzw. den Forschungsbedarf auf dem Sektor zu identifizieren und eine Basis f\u00fcr m\u00f6gliche Forschungsprojekte zu erarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vor dem Hintergrund zunehmender Mengen an Elektro(nik)altger\u00e4ten, dem in diesen Ger\u00e4ten enthaltenen Schadstoffpotenzial sowie der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen (WEEE-Richtlinie) ist das \u00f6kologisch \u00fcberaus relevante Thema des Elektro(nik)altger\u00e4terecyclings von hoher Bedeutung. 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