{"id":23564,"date":"2026-03-14T10:32:04","date_gmt":"2026-03-14T09:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22012-01\/"},"modified":"2026-03-14T10:32:07","modified_gmt":"2026-03-14T09:32:07","slug":"22012-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22012-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines Master-Studienganges Nachhaltiges Management komplexer Infrastruktur"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Infrastruktureinrichtungen bilden den notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Unterbau f\u00fcr ein funktionierendes Gemeinwesen (u. a. M\u00fcllabfuhr, Deponien, Kl\u00e4ranlagen, Schulen, B\u00fcrgerzentren, aber auch Gewerbegebiete mit kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, etc.). Sie haben ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Lebensverh\u00e4ltnisse in einer Region und besitzen i. d. R. eine sehr gro\u00dfe Umweltrelevanz. Die Infrastrukturen der genannten Bereiche sind weitgehend entwickelt, so dass die Hauptaufgabe zuk\u00fcnftig im umweltgerechten Betrieb und Management dieser Einrichtungen (Objekte und T\u00e4tigkeiten) liegen wird. Die hierbei entstehenden komplexen Fragestellungen verlangen eine interdisziplin\u00e4re Qualifikation der Mitarbeiter, die umwelttechnische, facilit\u00e4re, wirtschaftswissenschaftliche, juristische und soziokulturelle Elemente ber\u00fccksichtigt. Der von den Fachhochschulen M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck, Standort Lingen, neu konzipierte, interdisziplin\u00e4re Master-Studiengang setzt hier bedarfsorientiert an und fokussiert auf den umweltgerechten Betrieb und die Betriebsabl\u00e4ufe in umwelttechnischen sowie sonstigen \u00f6ffentlichen und gewerblichen Infrastruktureinrichtungen. Im Rahmen des Studiums werden Einblicke in die technischen und betriebswirtschaftlichen Zusammenh\u00e4nge gew\u00e4hrt, die in der k\u00fcnftigen Unternehmensf\u00fchrung \u00f6kologische und \u00f6konomische Entlastungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Master-Studiengang Nachhaltiges Management komplexer Infrastruktur ist als 4-semestriges, modular aufgebautes, internetgest\u00fctztes Studium konzipiert. Grundlagen bilden wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden der verschiedenen Fachdisziplinen, die f\u00fcr die Anforderungen der beruflichen Praxis von Bedeutung sind. Die Vermittlung der interdisziplin\u00e4ren Lehrinhalte erfolgt hierbei unter Nutzung des Internets gekoppelt mit regelm\u00e4\u00dfigen Pr\u00e4senzphasen. Letztere bieten f\u00fcr die Studierenden Gelegenheit zu vertiefenden Diskussionen, Schwerpunktsetzung und praxisorientiertes Lernen an Fallstudien. Das Internet erm\u00f6glicht eine von Ort und Zeit unabh\u00e4ngige Beteiligung\/ Information der Studierenden und ist somit f\u00fcr eine berufsbegleitende Studienform ideal geeignet. Der Studiengang richtet sich an Absolventinnen\/ Absolventen sowie bereits Berufst\u00e4tige technischer, betriebswirtschaftlicher und vergleichbarer Disziplinen, die an Zusatzqualifikationen interessiert sind.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt diente dem Aufbau und der Etablierung des Master-Studiengangs Nachhaltiges Management komplexer Infrastruktur (iIM Internationales Infrastrukturmanagement). Der Projektverlauf l\u00e4sst sich in drei nicht scharf abzugrenzende und sich zum Teil \u00fcberlagernde Phasen unterteilen. In der ersten Phase erfolgten die Pr\u00e4zisierung und Konstituierung des Studiengangs. Mit Projektbeginn wurde die Projektorganisation und -steuerung durch die beteiligten Partner festgesetzt. Die notwendigen formellen\/ organisatorischen Rahmenstrukturen und eine geeignete EDV-Infrastruktur wurden aufgebaut. Im Mittelpunkt der zweiten Phase stand die Erarbeitung eines didaktischen Lehrkonzeptes f\u00fcr die internetgest\u00fctzte Lehre sowie die sukzessive Erstellung\/ Umstellung der Lehrmaterialien auf  das E-Learning-Konzept unter didaktischen und technisch-umsetzbaren Gesichtspunkten. Aufbauend auf den in den beiden vorangegangenen Phasen gebildeten Grundstrukturen wurde in Projektphase drei mit der konkreten Umsetzung in den Studienbetrieb begonnen. Dabei standen neben der Akkreditierung des Studiengangs (erfolgte im Juli 2009), die Einwerbung der Studierenden sowie die Begleitung der ersten Durchl\u00e4ufe im Vordergrund.<br \/>\nDer Studienbetrieb startete zum Wintersemester 2006\/ 2007. Bedingt durch die relativ kurze Vorbereitungs- und Umsetzungsphase konnten zu Studienbeginn noch nicht alle Module im E-Learning-Format angeboten werden. Die Umstellung der Module auf dieses Format erfolgte sukzessive in den weiteren Semestern, so dass das Studium mittlerweile zu 100 % per E-Learning absolviert werden kann. Im Februar 2009 haben die ersten Absolventen ihre Abschlusspr\u00fcfung abgelegt. Mittlerweile l\u00e4uft der dritte Durchgang des Programms und mit der Einwerbung f\u00fcr den vierten Durchgang wurde begonnen.<br \/>\nSeit Beginn des Studienprogramms im WS 2006\/ 2007 haben sich 16 Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet eingeschrieben. Von diesen Teilnehmern haben vier Studierende nach der 1. Pr\u00e4senzphase das Studium nicht fortgesetzt. Als Begr\u00fcndung hierf\u00fcr wurde vornehmlich die Unvereinbarkeit des notwendigen Arbeitspensums mit den pers\u00f6nlichen Lebensverh\u00e4ltnissen genannt.<br \/>\nDie Erfahrung hat gezeigt, dass der Studiengang die Zielgruppe anspricht. Der \u00fcberwiegende Anteil der Studierenden besitzt eine eher technische Ausbildung und ist insbesondere neben der Weiterbildung in technischen Fragestellungen an den betriebswirtschaftlichen Inhalten und den Modulen zur Unternehmensf\u00fchrung interessiert. Weiterf\u00fchrendes Ziel muss es sein auch Absolventen anderer Disziplinen zu gewinnen, da hierdurch auch innerhalb der Kohorten ein noch intensiverer interdisziplin\u00e4rer Austausch erfolgt und die Lernerfolge erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nTrotz umfangreicher Marketingaktivit\u00e4ten konnte der Studiengang bisher nur einen vergleichsweise geringen Zulauf verzeichnen. Hier ist es notwendig das bisherige Marketing-Konzept zu \u00fcberdenken und Strategien zu entwickeln, um das Angebot einem gr\u00f6\u00dferen Kreis der angestrebten Zielgruppe zu vermitteln. Erste Ans\u00e4tze (u. a. in Richtung Zertifikatstudium) wurden hier bereits unternommen.<br \/>\nMit dem Studienprogramm wird vor allem die mittlere F\u00fchrungsebene in den verschiedenen (vor allem kommunalen) Einrichtungen angesprochen, so dass diese auch als Multiplikator f\u00fcr die vermittelten Inhalte dienen kann. Die Altersstruktur innerhalb der Kohorten (zwischen 24 &#8211; 56 Jahre) sowie die Mischung aus Berufsanf\u00e4ngern und Berufserfahrenen haben sich bew\u00e4hrt. Durch die Anforderungen in den einzelnen Modulen (u. a. Gruppenarbeiten) werden Austausch und Kooperationen auf fachlicher und sozialer Ebene gef\u00f6rdert. Daneben wird ein intensiver Praxiskontakt durch Hochschul-Lehrende, Dozenten aus der Praxis, durch die Einbeziehung des Projektbeirates und nicht zuletzt durch die Studierenden selbst, die aktuelle Fragestellungen aus ihrem Berufsalltag einbringen (u. a. in Fallstudien, Projektmodulen und Abschlussarbeiten) gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Projektverlauf wurden hier u. a. die folgenden Ma\u00dfnahmen umgesetzt: Aufbau der studiengangseigenen Internetseiten (\u201awww.fh-muenster.de\/iim), Vortr\u00e4ge auf Fachtagungen und Fachveranstaltungen, Erstellung und Distribution von diversen Informationsmaterialien (u. a. Flyer, Infobrosch\u00fcren, Imagebrosch\u00fcre), Artikel in Fachzeitschriften, Informationen in Newslettern sowie auf den Internetseiten relevanter Verb\u00e4nde und Institutionen, regelm\u00e4\u00dfige Informationsveranstaltungen f\u00fcr Studierende und Interessierte mit Vertretern aus der Praxis, Pr\u00e4senz auf Absolventenkongressen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes ist es gelungen, den Master-Studiengang Nachhaltiges Management komplexer Infrastruktur aufzubauen und in den ersten Durchl\u00e4ufen zu erproben. Durch das Feedback der Studierenden und der beteiligten Partner aus der Praxis sowie der Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (Juni 2009) wurde der Bedarf an diesem Lehrkonzept und seinen Inhalten unterstrichen. Weiterf\u00fchrendes Ziel muss es jedoch sein, das Studienprogramm durch geeignete Strategien weiter am Markt zu positionieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Infrastruktureinrichtungen bilden den notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Unterbau f\u00fcr ein funktionierendes Gemeinwesen (u. a. M\u00fcllabfuhr, Deponien, Kl\u00e4ranlagen, Schulen, B\u00fcrgerzentren, aber auch Gewerbegebiete mit kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, etc.). Sie haben ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Lebensverh\u00e4ltnisse in einer Region und besitzen i. d. R. eine sehr gro\u00dfe Umweltrelevanz. 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