{"id":23553,"date":"2023-07-13T15:23:41","date_gmt":"2023-07-13T13:23:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21987-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:42","slug":"21987-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21987-01\/","title":{"rendered":"TOURBENCH &#8211; Europ\u00e4ische Monitor- und Benchmarking-Initiative zur Reduktion von Umweltbelastungen und Kosten in touristischen \u00dcbernachtungsbetrieben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00dcber 95 % von mehr als 300.000 Hotels, Campingpl\u00e4tzen, Jugendherbergen, Ferienh\u00e4usern und Ferien-Bauernh\u00f6fen in Europa sind sehr kleine bis mittlere Unternehmen, viele als Familienbetriebe. Durch besseres Management, Information und technische Ma\u00dfnahmen kann die \u00d6koeffizienz im Durchschnitt um 20-30 % erh\u00f6ht werden. Viele Ma\u00dfnahmen rechnen sich, verbessern die Wettbewerbsf\u00e4higkeit, unterst\u00fctzen die regionale Wirtschaft &#8211; und entsprechen den Erwartungen der Verbraucher.  Doch die meisten Betriebe kennen ihren Umweltverbrauch und die entsprechenden Kosten nicht, k\u00f6nnen keine Priorit\u00e4ten setzen, wissen nicht, dass und f\u00fcr welches Umweltzertifikat sie sich bewerben k\u00f6nnen. Umweltzeichen haben keine Daten \u00fcber den (besseren) Umweltverbrauch ihrer gepr\u00fcften Betriebe, und sie haben oft zu  wenig zertifizierte Betriebe. Verbraucher, Reiseveranstalter und Verlage haben nicht gen\u00fcgend Auswahl an Unterk\u00fcnften mit gepr\u00fcfter Umweltqualit\u00e4t. Der internationale Tourismusmarkt bewegt sich nicht wirklich in Richtung Nachhaltigkeit. Nur ca. 300-400 Betriebe beteiligen sich bislang an bestehenden (natio-nalen) Monitoring- und Benchmarkingsystemen. Diese Systeme sind bislang nicht sehr erfolgreich, sie bieten keine internationale Vergleichsm\u00f6glichkeit. TOURBENCH soll als Europ\u00e4ische Plattform diese L\u00fccke schlie\u00dfen, die Nutzerzahlen deutlich erh\u00f6hen und f\u00fcr alle einen starken Mehrwert schaffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenPhase 1: Feinabstimmung des Konzeptes auf nationaler Ebene, Einbeziehung vorhandener Systeme als Erg\u00e4nzung, Festlegung des optimalen gemeinsamen Nenners auf europ\u00e4ischer Ebene, europ\u00e4ische Software online, Test in Deutschland und anderen L\u00e4ndern, 9 Sprachen (Monat 1-18)<br \/>\nPhase 2: Breite Bekanntmachung, Einladung zur kostenlosen Teilnahme \u00fcber die Projektpartner und die unterst\u00fctzenden Dachorganisationen, Hotline, individueller Service ad-hoc online, Newsletter, Workshops, Pr\u00e4sentationen. Teilnahme von 1000+ Betrieben (200+ in Deutschland) (Monat 12-36)<br \/>\nPhase 3: Nutzen-Evaluierung, Nationale und europ\u00e4ische Berichte \u00fcber z. B. Umweltverbrauch\/ Kosten, Zertifiziert\/Nicht zertifiziert, Erwartungen der G\u00e4ste, Potentiale zur Reduzierung von Belastungen und Kosten,  Wirkung Betriebe in ihren Destinationen , Versand an 10.000 Betriebe, Internet-Kampagne mit allen Verb\u00e4nden, 50 best practice Beispiele in Europa. (Monat 19-36)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>&#8211;\tTOURBENCH steht seit 2005 als praktisches, europaweit anwendbares Monitoring- und Benchmarking System f\u00fcr kleine und mittlere Beherbergungsbetriebe und auch als Erg\u00e4nzung und Br\u00fccke zu bestehenden nationalen Systemen in 9 Sprachen zur Verf\u00fcgung. Es nutzt beste Technik und statisti-sche Verfahren (MDRA). Betriebe k\u00f6nnen kostenlos ihren Verbrauch von Energie, Wasser, Material und Reinigungsmitteln pro Leistungseinheit (\u00dcbernachtung) erkennen und die Wirtschaftlichkeit von 17 verschiedenen Investitionsvorhaben im Umweltbereich berechnen und ausdrucken lassen. TOURBENCH unterst\u00fctzt die Verbreitung von Informationen, die zur umweltvertr\u00e4glicheren Gestaltung von touristischen Dienstleistungen f\u00fchren. Die Webseite informiert \u00fcber die aktuellen Umweltzeichen und Managementsysteme in Europa (derzeit ca. 50) und weitere Instrumente zur einen nachhaltigeren Tourismus.<br \/>\n&#8211;\tEine umfangreiche &#8211; in Europa bisher die gr\u00f6\u00dfte &#8211; G\u00e4stebefragung in Beherbergungsbetriebe lieferte erstmals internationale Ergebnisse \u00fcber die Meinungen und Erwartungen in punkto Umweltfragen im Allgemeinen und zu den besuchten Betrieben im Besonderen. Die Ergebnisse wurden durch eine Sonderauswertung der deutschen Reiseanalyse 2002 erg\u00e4nzt.<br \/>\n&#8211;\tMit dem Royal Accommodation Award 2006 wurden im Rahmen von TourBench erstmals in Zu-sammenarbeit mit 20 Umweltzertifikaten in Europa ausgezeichnete Praxisbeispiele f\u00fcr ihr Engagement ausgezeichnet und international bekannt gemacht.<br \/>\n&#8211;\tDie angestrebten 1000 vollst\u00e4ndigen Datens\u00e4tze konnte nicht erreicht werden; von den 1100 Konten entsprechen nur 600 den Anforderungen, viele sind sehr unvollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllt. Durch die Kombi-nation der TourBench Datens\u00e4tze mit vergleichbaren Datens\u00e4tzen des IER (Universit\u00e4t Stuttgart) konnte das Ziel Benchmarks trotzdem erreicht werden: seit Ende 2006 stehen den touristischen Umweltzeichen und Managementsystemen erstmals in Europa vergleichbare Daten von Hotels und Campingpl\u00e4tzen bez\u00fcglich Wasser- und Energieverbrauch sowie zum Abfallaufkommen pro \u00dcber-nachtung zur Verf\u00fcgung. Die Verbrauchsangaben zu chemischen Substanzen sind bisher zu gering.<br \/>\n&#8211;\tDie Kennzahlen und Benchmarks f\u00fcr Hotels und Campingpl\u00e4tze k\u00f6nnen nun f\u00fcr praxisgerechtere Verbrauchsrichtwerte herangezogen werden. Die 15 wichtigsten \u00d6kolabels in Europa empfehlen zwar ihren Betrieben, ihren Umweltverbrauch zu messen. Doch erst wenn daraus Musskriterien werden, wird TourBench als 9-sprachiges online System mit europaweit vergleichbaren Daten st\u00e4rker genutzt werden.<br \/>\n&#8211;\tDer Vergleich von Betrieben mit und ohne Umweltzertifikat zeigt bisher keine gro\u00dfen Unterschiede. Angesichts der vielen Einflussfaktoren sind die Fallzahlen (noch) zu gering und die teilnehmenden Betriebe k\u00f6nnen alle als umweltengagiert bezeichnet werden. Das Vorhandensein eines Zertifikats hat als Analysefaktor weitaus weniger Einfluss als K\u00fcchendienstleistung oder Schwimmbad.<br \/>\n&#8211;\tIn 2006 wurden wichtige Kooperationen mit parallelen Initiativen f\u00fcr nachhaltigeren Tourism in Europa getroffen, die ab 2007 eine starke Steigerung der Nutzerzahlen erwarten lassen: TourBench wurde in das Travelife System der Reiseveranstalterverb\u00e4nde in UK, BE, NL, IT als Messinstrument integ-riert. Die deutschen Reiseveranstalterverb\u00e4nde werden vermutlich ab 2007 mitmachen (DRV, FAR, asr).<br \/>\n&#8211;\tTOURBENCH war bis Ende 2006 f\u00fcr die Nutzer kostenfrei. Mehrere Zielgebiete, Beratungsfirmen, Hotel- und Campingplatzgruppen haben bereits nach einer eigenen  Nutzung der TourBench Software in 2007 angefragt. Die damit verbundenen M\u00f6glichkeiten sollen f\u00fcr die Zukunftssicherung und Weiterentwicklung von TourBench genutzt werden, etwa als Klimaschutz-Kontrollinstrument CO2 Berechnung).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Insgesamt wurden im Rahmen von 270 Einzelma\u00dfnahmen rund 200.000 Betriebe, Fachleute, Organisationen und Besucher der Webseiten \u00fcber TourBench durch die Projektpartner in allen EU L\u00e4ndern informiert. Die wichtigsten Ergebnisse sind auf der Tourbench-Webseite www.tourbench.info ver\u00f6ffentlicht. Zusammen mit der Europ\u00e4ischen Umweltagentur wurde das Portal Destinet &#8211; Informationen zum nachhaltigen Tourismus f\u00fcr die Zwecke von TourBench weiterentwickelt und mit Fachinformationen gef\u00fcllt (Zertifikate, Instrumente, positive Beispiele). In Fachzeitschriften, auf Konferenzen und Messen, Seminaren und internen Gremien wurden neueste Ergebnisse von TourBench vorgestellt. Ende 2006 wurden mit der Publikation Umweltleistungen europ\u00e4ischer Tourismusbetriebe &#8211; Instrumente, Kennzahlen, positive Beispiele die TourBench Ergebnisse im Internet (deutsch und englisch) und in gedruckter Form ver\u00f6ffentlicht (deutsch).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach Verz\u00f6gerungen in 2003\/04 konnten bis Projektabschluss die wichtigsten Ziele erreicht werden: stabile Datenbank in 9 Sprachen kostenfrei nutzbar, europ\u00e4ische Erkenntnisse bez\u00fcglich G\u00e4steerwartungen und Meinungen, erste Kennzahlen und Benchmarks f\u00fcr Energie- und Wasserverbrauch in Hotels und auf Campingpl\u00e4tzen, Querschnitt hervorragender Praxisbeispiele aus 15 L\u00e4ndern, umfangreiche Information zu nachhaltigem Tourismus auf dem \u00f6ffentlichen Destinet Portal, Zusammenarbeit mit erg\u00e4nzenden In-strumenten und Initiativen, gute Aussichten f\u00fcr eine st\u00e4rkere Nutzung von Tourbench in 2007, wenn Umwelt- oder Nachhaltigkeits-Zertifizierungssysteme von ihren Betrieben die regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung ihres Umweltverbrauchs verlangen und wenn TourBench als Teil eines europ\u00e4ischen Tool Kit gemeinsam mit anderen Instrumenten beworben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00dcber 95 % von mehr als 300.000 Hotels, Campingpl\u00e4tzen, Jugendherbergen, Ferienh\u00e4usern und Ferien-Bauernh\u00f6fen in Europa sind sehr kleine bis mittlere Unternehmen, viele als Familienbetriebe. 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