{"id":23550,"date":"2026-03-13T10:32:05","date_gmt":"2026-03-13T09:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21967-01\/"},"modified":"2026-03-13T10:32:09","modified_gmt":"2026-03-13T09:32:09","slug":"21967-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21967-01\/","title":{"rendered":"Trainingsprogramm f\u00fcr Berater aus Estland, Lettland, Litauen zur neuen europ\u00e4ischen Chemikalienpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Europ\u00e4ischen Union wird zur Zeit eine Verordnung (REACH) diskutiert, die gro\u00dfe Teile der jetzt geltenden Chemikaliengesetzgebung reformieren wird und die Verantwortlichkeiten f\u00fcr die Sicherheit chemischer Produkte von den staatlichen Beh\u00f6rden zu den Wirtschaftsakteuren verschieben wird. Im Mai diesen Jahres werden die baltischen Staaten der Europ\u00e4ischen Union beitreten.<br \/>\nIm Rahmen des Projekts wird ein Trainingsprogramm f\u00fcr baltische Berater zur REACH-Verordnung konzipiert und durchgef\u00fchrt. Ziel ist es, lokale Berater darauf vorzubereiten, in Zukunft ihr Wissen an Unternehmen, Regierung und Beh\u00f6rden in Form von Seminaren oder direkten Beratungsgespr\u00e4chen weiterzugeben. Damit erfolgt eine Qualifizierung der Berater als Multiplikatoren im Sinne eines Train-the-trainer-Konzepts.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Trainingskurse bestehen jeweils aus Vortr\u00e4gen zu verschiedenen Inhalten, praktischen \u00dcbungen, Diskussionen und wo passend Rollenspielen. In den drei ersten Trainingseinheiten werden die Grundlagen der REACH-Verordnung sowie des Chemikalienrisikomanagements vermittelt. Die 4. Einheit dient der Zusammenschau erlernter Inhalte und Erarbeitung von Zielgruppenspezifischen Kurzseminaren (Testtraining). Die Kurzseminare werden von den lokalen Beratern selbst\u00e4ndig durchgef\u00fchrt. In der letzten Trainingseinheit werden die Erfahrungen der Testtrainings ausgetauscht und die gemeinsam erarbeiteten Trainingskonzepte und -materialien \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Projektlaufzeit haben 5 Trainingsseminare mit einer Dauer zwischen 2 und 3,5 Tagen mit jeweils ca. 20 Teilnehmern stattgefunden. Die Trainings bestanden zum einen aus rein inhaltlichen Einheiten, in denen Inhalte und Umsetzungsmethoden f\u00fcr den Vorschlag f\u00fcr die REACH-Verordnung in Form von Vortr\u00e4gen, \u00dcbungsaufgaben, Arbeitsgruppen und Diskussionen vermittelt wurden. Zum anderen wurden die Wissens- und Methodenvermittlung durch Trainingseinheiten zur Erweiterung der eigenen Beraterf\u00e4higkeiten (Moderation, Mediation, Change Management) erg\u00e4nzt.<br \/>\nVon Seiten der Trainees wurden insgesamt 7 Testtrainings durchgef\u00fchrt, in denen gemeinsam erarbeitete Seminarkonzepte ausprobiert und die im Seminar verwendeten Vortr\u00e4ge und Aufgaben in angepasster Form verwendet.<br \/>\nSo profitierten rund 130 Vertreter aus Industrie, NGOs und Beraterfirmen von dem Trainingsprogramm. Zudem besuchten die Trainees 11 verschiedene Betriebe und diskutierten mit den Funktionstr\u00e4gern die Zusammenh\u00e4nge und Anforderungen von REACH. Rund 100 weitere Interessensvertreter nahmen an dem BEF Stakeholder-Workshop im September 2004 teil.<br \/>\nDie Seminarmaterialien wurden in Form eines Trainingshandbuches f\u00fcr alle Teilnehmer des Projektes zusammengestellt. Das Handbuch soll die Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen dabei unterst\u00fctzen in Zukunft eigene Seminare zum Thema REACH in ihren L\u00e4ndern abzuhalten. Die Seminarmaterialien wurden nach Estnisch, Litauisch und Lettisch \u00fcbersetzt.<br \/>\nInsgesamt wurde das Projekt sowohl von den Trainees als auch von den Projektnehmern als sehr erfolgreich gewertet. Die Kombination aus Wissensvermittlung und Beraterkompetenztraining anhand konkreter REACH-bezogener Beispiele wurde als sehr effizient und hilfreich angesehen. Alle Trainees \u00e4u\u00dferten fachlich sehr viel dazu gelernt zu haben und sich in allgemeinen Beratungssituationen sicherer zu f\u00fchlen.<br \/>\nDie meisten Trainees haben sich sowohl durch Teilnahme an Seminaren als auch durch das Abhalten von Testtrainings, Betriebsbesuche und Beitr\u00e4ge zum Trainingshandbuch aktiv in das Projekt eingebracht. Zwischen den BeraterInnen und Beratern haben sich Kontakte entwickelt, die auch nach Ende des letzten Seminartages gepflegt wurden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt hatte eine sehr eingegrenzte Zielgruppe und eher einen Trainingscharakter denn einen Informationscharakter. Insofern ergaben sich weder Notwendigkeit noch Gelegenheit einer intensiven \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation.<br \/>\nDas Projekt selber ist in verschiedenen Zusammenh\u00e4ngen im REACH-Kontext (RIP &#8211; Projekte, Impact Assessment in den neuen Mitgliedsstaaten) vorgestellt worden. Die Fach\u00f6ffentlichkeit war allerdings mehr an der Stimmung in den neuen Mitgliedsstaaten interessiert, als an den erarbeiteten Materialien oder dem Projektfortgang allgemein.<br \/>\nDie von \u00d6kopol erstellten Materialien f\u00fcr die Trainingseinheiten sind von den \u00d6kopol Mitarbeiterinnen bei verschiedenen Gelegenheiten bereits genutzt worden (Vortr\u00e4ge).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Trainingsprogramm f\u00fcr Berater und Beraterinnen in den baltischen Staaten ist erfolgreich durchgef\u00fchrt worden und alle Projektziele wurden erreicht. Der Bedarf an kompetenten Beraterinnen und Beratern zum Thema REACH war in den Seminaren und durch die konkrete Arbeit mit den Unternehmen deutlich geworden. Durch das Seminarprogramm sind nach Ansicht der Projektpartner in jedem der baltischen L\u00e4nder ca. 3-5 Beraterinnen in der Lage Zielgruppenspezifische Seminare zu REACH allgemeinen, sowie einigen vertieften Themen (Gefahrenbeurteilung, Prinzipien der Sicherheitsbewertung, Auswirkungen auf Unternehmensaktivit\u00e4ten) abzuhalten. Weiterhin sollten Sie Unternehmen, die Chemikalien herstellen oder anwenden bez\u00fcglich der Umsetzung von REACH strategisch beraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Europ\u00e4ischen Union wird zur Zeit eine Verordnung (REACH) diskutiert, die gro\u00dfe Teile der jetzt geltenden Chemikaliengesetzgebung reformieren wird und die Verantwortlichkeiten f\u00fcr die Sicherheit chemischer Produkte von den staatlichen Beh\u00f6rden zu den Wirtschaftsakteuren verschieben wird. Im Mai diesen Jahres werden die baltischen Staaten der Europ\u00e4ischen Union beitreten. 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