{"id":23549,"date":"2025-06-25T10:32:20","date_gmt":"2025-06-25T08:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21965-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:20","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:20","slug":"21965-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21965-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Integration von Naturschutz und praktischer Gartendenkmal- und Kulturlandschaftspflege im Rahmen eines nachhaltigen Kulturg\u00fcterschutzes von historischen Parkanlagen und Kulturlandschaften (deutsch-polnisches Fortbildungsprogramm anhand de[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Historische Park- und Gartenanlagen sowie Kulturlandschaften sind nicht nur als kulturelles Erbe von hoher Bedeutung, sondern auch f\u00fcr den Naturschutz, da sie sich meist durch eine floristische und faunisti-sche Artenvielfalt auszeichnen. Mangelndes Bewusstsein daf\u00fcr, dass eine langfristige Erhaltung sowohl in denkmalpflegerischer als auch natursch\u00fctzerischer Hinsicht nur durch kontinuierliche fachgerechte Pflege gew\u00e4hrleistet werden kann, gef\u00e4hrdet historische Parkanlagen und Kulturlandschaften. Die qualifizierte und fachgerechte Pflege und Erhaltung von historischen G\u00e4rten, Parks und Kulturlandschaften beinhaltet ein breites Spektrum an T\u00e4tigkeiten, die spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten voraussetzen. Mangels fehlender praktischer Ausbildungsm\u00f6glichkeiten ist eine nachweisbare Qualifizierung von Fachkr\u00e4ften in diesem Bereich dringend erforderlich um die langfristige Erhaltung des gartenk\u00fcnstlerischen und landschaftlichen Erbes zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen, plant die Stiftung F\u00fcrst-P\u00fcckler-Park Bad Muskau ein deutsch-polnisches Fortbildungsprogramm zur Weiterbildung im Bereich der praktischen Gartendenkmal- und Kulturlandschaftspflege.<br \/>\nEs soll ein erster modellhafter Durchgang des deutsch-polnischen Fortbildungsprogramms durchgef\u00fchrt werden, der \u00fcber zwei Jahre l\u00e4uft. Schwerpunkt der Fortbildung ist neben der Vermittlung von theoretischem Fachwissen im Bereich der Gartendenkmalpflege vor allen Dingen die handlungsorientierte Anwendung in der Praxis: Denkmalgerechte Pflege- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen in historischen Anlagen sollen vor dem Hintergrund aktueller Gesichtspunkte vermittelt und erlernt werden. Dabei wird auch der Verkn\u00fcpfung von Denkmalpflege und Naturschutz Rechnung getragen, die gerade bei der Erhaltung historischer Freifl\u00e4chen und Kulturlandschaften eine gro\u00dfe Rolle spielt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit dem Abschluss der Seminarreihe liegen Ergebnisse in Form einer Analyse und Evaluierung des Fortbildungsprogramms an der Muskauer Schule in Hinblick auf folgende Punkte vor:<br \/>\n\u00a7\tThemen und Inhalte<br \/>\nDas durchgef\u00fchrte Fortbildungsprogramm wurde so konzipiert, dass m\u00f6glichst alle relevanten garten-denkmalpflegerischen Themen in Verkn\u00fcpfung mit Naturschutzaspekten abgedeckt werden. Nach den Erfahrungen des Modellprojektes k\u00f6nnen die einzelnen Themenschwerpunkte in ihrer Relevanz f\u00fcr das Gesamtprogramm unterschiedlich gewichtet werden.<br \/>\n\u00a7\tReferentenauswahl<br \/>\nZiel bei der Referentenauswahl war es, ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Praxis und Wissenschaft herzustellen. W\u00e4hrend es an anschaulich darzustellenden aktuellen Beispielen aus der Praxis nicht mangelt, scheint vor allem in der Vermittlung von \u00fcbergreifenden Handlungsoptionen und Lehrmeinungen zu Sanierung und Pflege der einzelnen Gartenelemente eine Schwierigkeit zu liegen.<br \/>\n\u00a7\tTeilnehmerkreis und Zielgruppe<br \/>\nEs zeigte sich, dass vor allem der Bedarf an interdisziplin\u00e4rem Austausch ziemlich hoch ist, beispielswei-se zwischen Gartendenkmalpflegern und Restauratoren oder Natursch\u00fctzern. Da andere Fachtagungen meist nur eine ausgew\u00e4hlte Berufsgruppe ansprechen, leistet die Muskauer Schule in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Beitrag dazu, verschiedene Interessentengruppen zusammenzubringen und dadurch den Blickwinkel auf die praktische Gartendenkmalpflege zu erweitern.<br \/>\n\u00a7\tOrganisationsform<br \/>\nEine Kombination aus festem und externem Lehrpersonal ist zu bevorzugen, bei der festes Lehrpersonal und\/oder regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende, bew\u00e4hrte Referenten theoretische und praktische Grundlagen vermitteln, w\u00e4hrend externe, wechselnde Referenten &#8211; je nach Themenschwerpunkt auch aus anderen Fachbereichen &#8211; Fragestellungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze an aktuellen Beispielen aus ihrer Praxis darstellen.<br \/>\n\u00a7\tThemenschwerpunkte<br \/>\nDas Seminarprogramm der Muskauer Schule bietet als einzige Institution praxisorientierte Seminare an. Bew\u00e4hrt hat sich dabei die Begrenzung der Seminare auf ein einzelnes Thema, das stringent von der geschichtlichen Betrachtung \u00fcber Pflege und Unterhaltungsma\u00dfnahmen bis hin zu praktischen Beispielen behandelt wird. Durch diese sehr konzentrierte Form heben sich die Seminare an der Muskauer Schule von den meisten gartenhistorischen Veranstaltungen ab und k\u00f6nnen vor dem Hintergrund eines Mangels an allgemeing\u00fcltigen Lehrs\u00e4tzen einen Beitrag zur Formulierung grunds\u00e4tzlicher Handlungsoptionen leisten.<br \/>\n\u00a7\tAngebot des Lehrstoffes<br \/>\nF\u00fcr einen gemischten Teilnehmerkreis aus Angestellten der Schl\u00f6sserverwaltungen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen\u00e4mtern und Denkmalbeh\u00f6rden sowie Freischaffenden hat sich das Angebot als zwei- bis dreit\u00e4giges Wochen-endseminar bew\u00e4hrt.<br \/>\n\u00a7\tZertifizierung<br \/>\neiner Zertifizierung des Fortbildungsprogramms als ein weiterer Schritt in der Entwicklung einer verbindlichen Ausbildungsstandards in der praktischen Gartendenkmalpflege Bedeutung zu.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Faltbl\u00e4tter und verschiedene einschl\u00e4gige Fachzeitschriften wie Stadt + Gr\u00fcn oder Garten &#038; Land-schaft wiesen auf Einzelseminare und Gesamtprogramm hin. Ein Link auf der Internetseite der Stiftung F\u00fcrst-P\u00fcckler-Park Bad Muskau informierte \u00fcber Ziele und Inhalte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Durchf\u00fchrung des modellhaften Fortbildungsprogramms hat gezeigt, dass gro\u00dfer Bedarf an der Vermittlung gartendenkmalpflegerischer Praxisthemen und am fachlichen Austausch in diesem Bereich besteht. Die Muskauer Schule wurde durch die Initiierung einer Seminarplattform diesem Anspruch gerecht. Einer Zertifizierung des Fortbildungsprogramms als ein weiterer Schritt in der Entwicklung eines verbindlichen Ausbildungsstandards in der praktischen Gartendenkmalpflege kommt gro\u00dfe Bedeutung zu. Bereits seit den ersten \u00dcberlegungen zur Muskauer Schule angestrebt, kann nun das bis Juni 2006 durchgef\u00fchrte modellhafte Fortbildungsprogramm eine Grundlage f\u00fcr eine Zertifizierung bilden, die in zwei Stufen durch den AK Historische G\u00e4rten der DGGL und langfristig anzustrebend durch Berufsverb\u00e4nde erfolgen k\u00f6nnte. Allein aus der T\u00e4tigkeit der Muskauer Schule heraus l\u00e4sst sich diese hochge-steckte Zielsetzung nicht realisieren. Es bedarf einer breiten gesellschaftlichen Lobby.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Historische Park- und Gartenanlagen sowie Kulturlandschaften sind nicht nur als kulturelles Erbe von hoher Bedeutung, sondern auch f\u00fcr den Naturschutz, da sie sich meist durch eine floristische und faunisti-sche Artenvielfalt auszeichnen. 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