{"id":23548,"date":"2024-11-27T10:36:43","date_gmt":"2024-11-27T09:36:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21959-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:45","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:45","slug":"21959-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21959-01\/","title":{"rendered":"Glaubw\u00fcrdig nachhaltig wirtschaften &#8211; Nachhaltigkeitsmanagement und seine Verbreitung in Kirchen, Sozial- und Umweltverb\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgangslage<br \/>\nDie DBU hat bereits das Projekt Kirchliches Umweltmanagement (KirUm) gef\u00f6rdert. In diesem Vorhaben wurde nachgewiesen, dass das Instrument des Umweltmanagements hervorragend f\u00fcr Kirchliche Einrichtungen und f\u00fcr Kirchengemeinden mit ehrenamtlichen Strukturen geeignet ist.<br \/>\nDas Projekt Sustainable Churches<br \/>\nAusgehend von den Erfolgen des KirUm gelang es, \u00fcber die EU (LIFE-Programm) die inhaltliche Weiterentwicklung vom Umwelt- zum Nachhaltigkeitsmanagement kofinanziert zu bekommen. In 8 deutschen und 5 europ\u00e4ischen Piloteinrichtungen soll das neu entwickelte System in der Praxis erprobt, in einer weiteren Projektphase in den Kirchen bekannt gemacht und in andere Non-Profit-Sparten kommuniziert werden.<br \/>\nZusammenarbeit mit der DBU<br \/>\nQualifizierung und Erweiterung des Projekts Sustainable Churches bei der Entwicklung des innovativen Managementsystems EMASplus sowie der verst\u00e4rkten Verbreitung von EMAS und dem Nachhaltigkeits-management in Kirchen, Sozial- und Umweltverb\u00e4nden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tDer Nutzen eines UM liegt im kirchl. Bereich nicht nur in den Ressourceneinsparungen, sondern im Nachahmungseffekt (\u00dcbertragung in die Privathaushalte der Mitarbeitenden, G\u00e4ste und Ehrenamt-lichen). Dieser Nutzen wird durch eine Standard-Einf\u00fchrung des UM nicht optimal erschlossen, so dass das Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen dieses Vorhabens konzeptionell und praktisch auf diese Verbreitungseffekte hin entwickelt wird.<br \/>\n2.\tNeben der F\u00f6rderung von 13 Einrichtungen durch die EU werden weitere 20 kirchliche und nicht-kirchliche Non-Profit-Einrichtungen zur Einf\u00fchrung des Nachhaltigkeitsmanagements motiviert, um so \u00fcber einen Zeitraum von 10 Jahren 58.000 Tonnen CO2 einzusparen.<br \/>\n3.\tBestehende Materialien werden durch weitere Fortbildungsmaterialien, Modelle f\u00fcr Nachhaltigkeitsberichte und eine Konferenz f\u00fcr Nachhaltige Managementinnovationen in Non-Profit-Organisationen im ZUK in Osnabr\u00fcck erg\u00e4nzt.<br \/>\n4.\t\u00dcber Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen werden wesentliche umweltrelevante Entscheidungen getroffen. Damit kann auf die kirchliche Hierarchie mit ihren Beschaffungsrichtlinien,  auch auf Lieferanten und damit den Markt eingewirkt werden. Dieser Themenkomplex soll nun erstmals aus Sicht der Kirchen mit ihrer gro\u00dfen Marktmacht untersucht und gestaltet werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das im Projekt entwickelte Nachhaltigkeitsmanagement EMASplus wird bis Ende 2006 in insgesamt 38 Einrichtungen erfolgreich eingef\u00fchrt und zertifiziert sein. Dazu geh\u00f6ren zun\u00e4chst die 11 deutschen und 4 europ\u00e4ischen Modelleinrichtungen des von der EU-LIFE kofinanzierten Projekts Sustainable Churches, des weiteren die durch das DBU-Projekt angestifteten zus\u00e4tzlichen 23 Non-Profit-Organisationen.<br \/>\nAuf der Grundlage des im Projekt entwickelten Berichtsstandards f\u00fcr Nachhaltigkeitsberichte wurden f\u00fcr alle Modelleinrichtungen Nachhaltigkeitsberichte erstellt. Es fanden alle geplanten Konvoitagungen mit den deutschen Modelleinrichtungen statt, um in die notwendigen Systemelemente des Nachhaltigkeitsmanagements zu diskutieren und einzuf\u00fchren; weitere Veranstaltungen informierten \u00fcber das Projekt und f\u00f6rderten die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch.<br \/>\nDer Dialogprozess Wege zur \u00f6kofairen Beschaffung in den Kirchen hat M\u00f6glichkeiten und Schwierigkeiten der nachhaltigkeitsorientierten Beschaffungspotentiale in den Kirchen beleuchtet und einen weitergehenden Prozess zwischen Umwelt- und Entwicklungsakteuren, kirchlichen Beschaffungsfirmen sowie dem Umweltbundesamt angesto\u00dfen.<br \/>\nDie Kommunikationsstrategie f\u00fchrte zur Qualifizierung der Verbreitungsma\u00dfnahmen. Eine Reihe von Informations- und Werbematerialien wurden erstellt, dazu gibt es auch eine Filmversion auf DVD und eine Software in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Hohenheim.<br \/>\nEine Richtlinie zur Zertifizierung von EMASplus wurde erstellt, in den Modelleinrichtungen erprobt und mit Gutachtern, Experten und Wirtschaftsunternehmen diskutiert. Die \u00fcberarbeitete Richtlinie wurde am 7. November 2006 dem BMU und der EU als Impuls f\u00fcr die Weiterentwicklung von EMAS zu einem Nachhaltigkeitssystem \u00fcbergeben.<br \/>\nZum Abschluss des Projekts und als Zusammenfassung der Erfahrungen und notwendigen Perspektiven wurde ein an die Kirchen gerichtetes Thesenpapier ver\u00f6ffentlicht und f\u00fcr Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein CSR-Memorandum \u00f6ffentlichkeitswirksam an das BMU und die Europ\u00e4ische Kommission \u00fcbergeben.<br \/>\nAls erstes Unternehmen der Privatwirtschaft hat die apetito catering GmbH die Entscheidung zur Einf\u00fchrung eines Nachhaltigkeitsmanagements im Oktober 2006 getroffen und wird mit der Einf\u00fchrung im Jahre 2007 beginnen.<br \/>\nDas BMU Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat als Konsequenz auf die positiven Projektergebnisse KATE mit einen Dialogprozess mit der Privatwirtschaft und der Erstellung einer Konzeptbrosch\u00fcre \u00fcber die Weiterentwicklung von EMAS zu einem Nachhaltigkeitsmanagement beauftragt.<br \/>\nDie Abschlussevaluierung hat die Ergebnisse des Projekts und die Wirkungen in den Modelleinrichtungen positiv bewertet Als Ergebnisse aus der Evaluierung resultieren folgende angenommene Langzeitwirkungen:<br \/>\n1.\tBessere Nutzung des Mitarbeitendenpotentials<br \/>\n2.\tEffizientere Gestaltung der Organisation durch gesteigertes Innovationspotential und bessere Gestaltung der Ablaufprozesse, verbesserte interne Kommunikation und F\u00fchrungskompetenz.<br \/>\n3.\tBessere Auslastung als Ergebnis einer gesteigerten Kundenorientierung, was zu einer gr\u00f6\u00dferen Kundenzufriedenheit f\u00fchrt und somit auch zu einer besseren Kundenbindung und -gewinnung.<br \/>\n4.\tGeringere Umweltbelastung durch geringeren Ressourcenverbrauch.<br \/>\n5.\tBesseres Betriebsergebnis durch bessere Auslastung, effizientere Organisation und Ressourceneinsparung.<br \/>\n6.\tWahrung der gesellschaftlichen Verantwortung durch die Multiplikation nachhaltiger Verhaltensweisen und nachhaltigen Wirtschaftens.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt ist durch die Vielzahl multiplikationsstarker Modelleinrichtungen sowie der Nachhaltigkeitsberichte bereits vom Ansatz her sehr \u00f6ffentlichkeitswirksam. Die verschiedenen Medien, Materialien, die Veranstaltungen und die Pressearbeit sowie der Politik- und Wirtschaftsdialog haben die \u00d6ffentlichkeitswirksamkeit zus\u00e4tzlich erheblich verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Modelleinrichtungen und die erfolgreich erprobten Methoden f\u00fcr das Nachhaltigkeitsmanagement sind eine gute Grundlage f\u00fcr die weitere Verbreitung in den Kirchen und der Sozialwirtschaft. Die fl\u00e4chendeckende Verbreitung h\u00e4ngt nunmehr von kirchlichen Richtlinienentscheidungen ab. Das Projekt zeigt die Potentiale zur Weiterentwicklung von EMAS zu einem Nachhaltigkeitsmanagementstandard auf und wird als Beitrag zu einem zuk\u00fcnftigen europ\u00e4ischen Nachhaltigkeitsstandard verstanden. Der Transfer in die Wirtschaft hat erfolgversprechend begonnen. Regionale Transferans\u00e4tze zwischen kirchlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen zeichnen sich bereits ab und k\u00f6nnten eine zus\u00e4tzliche Dynamik in Wirtschaft und Gesellschaft entfalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgangslage Die DBU hat bereits das Projekt Kirchliches Umweltmanagement (KirUm) gef\u00f6rdert. In diesem Vorhaben wurde nachgewiesen, dass das Instrument des Umweltmanagements hervorragend f\u00fcr Kirchliche Einrichtungen und f\u00fcr Kirchengemeinden mit ehrenamtlichen Strukturen geeignet ist. 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