{"id":23545,"date":"2023-07-14T10:34:08","date_gmt":"2023-07-14T08:34:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21944-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:09","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:09","slug":"21944-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21944-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Kulturlandschaftskonzeptes zur Wiedergewinnung der Park- und Kulturlandschaft Branitz (Brandenburg)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um den Park in seiner Gesamtheit als historische Kulturlandschaft beurteilen und entwickeln zu k\u00f6nnen, bedarf es einer Ermittlung von Datengrundlagen, die bis heute nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Diese sollen als ganzheitliches Modell in einem geografischen Informationssystem dargestellt und in Zukunft weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Durchf\u00fchrung dieses Projektes sollen unterschiedlichste Erkundung- und Dokumentationstechniken zusammengef\u00fchrt werden, wie z.B. historische Pl\u00e4ne und Luftbilder. Diese werden geografisch richtig \u00fcberlagert und ausgewertet. F\u00fcr aktuelle Luftbilder (Winter- und Sommeraufnahmen) sowie Airborne-Laser-Scanningdaten werden eigene Befliegungen durchgef\u00fchrt. Alle Daten werden in ein ausbauf\u00e4higes geografisches Informationssystem eingebracht, die jederzeit einen schnellen Einblick in das Vorhandene erm\u00f6glichen und damit den aktuellen Arbeitsstand dokumentieren, sowie die M\u00f6glichkeit zulassen, eine Kartierungsgrundlage im Ma\u00dfstab 1:1.000 zu erstellen.<br \/>\nHieraus soll ein Leitfaden zum Erhalt und der nachhaltigen Entwicklung dieser bedeutenden historischen Kulturlandschaft hergeleitet werden, die somit modellhaften Charakter f\u00fcr die unterschiedlichsten Anwen-dungsgebiete wie z. B. in der Denkmalpflege, der Stadtentwicklung oder auch der allgemeinen l\u00e4ndlichen Entwicklung einnehmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Obwohl der Branitzer Park zu den wichtigsten kulturgeschichtlichen und touristischen Attraktionen der gesamten Region um Cottbus geh\u00f6rt, ist das Gesamtwerk des F\u00fcrsten P\u00fcckler, das hei\u00dft die gesamte Branitzer Park- und Kulturlandschaft in ihrem Zusammenhang von Landschaft, gartenk\u00fcnstlerischer Ges-taltung und landwirtschaftlicher Nutzung bisslang zu wenig ber\u00fccksichtigt worden. Eine Ursache hierf\u00fcr war die unzureichende Grundlagenkenntnis, die nicht zuletzt der relativ schlechten Plansituation geschuldet war.<br \/>\nMit dem Forschungsvorhaben konnte aufgezeigt werden, wie durch Fernerkundung mittels aktueller hochgenauer Luftbilder und mit Airborne-Laserscanningdaten, sowie der georeferenzierten \u00dcberlagerung der aktuellen Situation mit zahlreichen historischen Karten und Pl\u00e4nen die Kenntnis \u00fcber eine denkmalgesch\u00fctzte Kulturlandschaft verbessert werden kann.<br \/>\nAlle ermittelten Daten, das hei\u00dft die Ergebnisse aus der Fernerkundung, die archivarischen Quellen und auch die durch die Inventarisierung im Gel\u00e4nde gesammelten Daten sind in einem geographisches Informationssystem dargestellt worden. Damit wurde ein Instrument zur Wiedergewinnung und nachhaltigen Pflege einer denkmalpflegerisch bedeutsamen Kulturlandschaft entwickelt.<br \/>\nEs liegt eine wissenschaftlich fundierte Grundlage sowohl f\u00fcr die dringend notwendigen Arbeiten als auch f\u00fcr das laufende Management der Branitzer Parklandschaft vor. Die vorliegende Arbeit kann f\u00fcr vergleichbare Anlagen als durchaus beispielhaft gelten, da die hier vorgefundenen Bedingungen und die vorgeschlagenen L\u00f6sungswege f\u00fcr denkmalgesch\u00fctzte Kulturlandschaften Reverenzcharakter haben. Dar\u00fcber hinaus konnte deutlich gemacht werden, dass sich Gartendenkmalpflege und Naturschutz in historischen Kulturlandschaften durchaus erg\u00e4nzen k\u00f6nnen, da vielfach \u00e4hnliche Ziele angestrebt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Bewilligung konnte bereits auf das Vorhaben aufmerksam gemacht werden. Dar\u00fcber hinaus fand im Herbst 2004 eine Tagung in Cottbus statt, die dem Thema gewidmet war und wo auf die F\u00f6rderung der DBU hingewiesen werden konnte. Falls es in n\u00e4chster Zeit zu ersten Umsetzungen aus den gewonnenen Erkenntnissen kommt, wird dies durch die \u00d6ffentlichkeitsarbeit entsprechend ber\u00fcck-sichtigt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Einsatz der Fernerkundung f\u00fcr die Grundlagenermittlung und Inventarisation bringt f\u00fcr eine denkmalgesch\u00fctzte Kulturlandschaft den Vorteil, dass gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen schneller und effektiver bearbeitet werden k\u00f6nnen als durch eine klassische terrestrische Gel\u00e4ndeaufnahme. Die Aufnahme der relevanten Daten, zu denen in diesem Vorhaben beispielsweise auch Flurst\u00fccksdaten geh\u00f6rten, in ein geographisches Informationssystem bieten den Vorteil eines schnellen Zugriffs auf die erforderlichen Daten. Es konnten schon w\u00e4hrend der Bearbeitungszeit wichtige Daten f\u00fcr die Beantragung von F\u00f6rdermitteln f\u00fcr die gartendenkmalpflegerische Wiederherstellung einer wichtigen historischen Wegeverbindung zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um den Park in seiner Gesamtheit als historische Kulturlandschaft beurteilen und entwickeln zu k\u00f6nnen, bedarf es einer Ermittlung von Datengrundlagen, die bis heute nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Diese sollen als ganzheitliches Modell in einem geografischen Informationssystem dargestellt und in Zukunft weitergef\u00fchrt werden. 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