{"id":23537,"date":"2023-07-13T15:23:38","date_gmt":"2023-07-13T13:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21892-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:39","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:39","slug":"21892-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21892-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung einer Machbarkeitsstudie zur Ausstellung Selbsthilfe der Natur und ihre Grenzen: Beispiel Wasser im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Bundesgartenschau 2007 findet erstmals in den etwa 6 km von einander entfernten St\u00e4dten Gera und Ronneburg statt. Es wird zwei intensiv entwickelte Kernzonen geben. Im Rahmen der Gestaltung der Kernzone Neue Landschaft Ronneburg handelt es sich um ein durch den Wismut-Uranerzbergbau stark ver\u00e4ndertes Gebiet. Hierbei bieten sich einmalige M\u00f6glichkeiten, die Selbsthilfe der Natur zur Wiederherstellung stabiler Lebensr\u00e4ume, aber auch die Grenzen der nat\u00fcrlichen Selbsthilfeprozesse darzustellen. Das Beispiel des Lebensraumes Wasser ist besonders geeignet, da sich das Gel\u00e4nde unmittelbar auf einer in Flutung befindlichen untert\u00e4gigen Grube mit bergbaulich stark beeinflussten W\u00e4ssern befindet, die in Wechselwirkung zu einem dichten Netz naturnaher Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser stehen. Hauptziele des Vor-habens ist die Erarbeitung und Auswahl geeigneter Selbstheilungsprozesse mit hohem Innovationsgehalt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte lassen sich grob in vier Abschnitte gliedern. In der Grundlagenermittlung werden geeignete biologische Selbstheilungsprozesse zur Schadstoffeliminierung inkl. einer Grobkonzeption der daraus zu entwickelnden Exponate ausgew\u00e4hlt. In der Umsetzungsphase wird ein Ausstellungskern, inkl. geeigneter Ausstellungsmodule erarbeitet. Ein besonders kreatives Umweltdidaktisches sowie ein zielgruppenbezogenes Kommunikations- und Designkonzept schlie\u00dfen sich an. Im Rahmen von Wirtschaft-lichkeitsuntersuchungen wird im dritten Arbeitsschritt auch unter Ber\u00fccksichtigung weiterer BUGA Elemente, ein dauerhaftes Betreibermodell f\u00fcr die Ausstellung entwickelt. Neben der Identifizierung von Einnahme und Finanzierungsquellen, wird auch ein Personal- und Wirtschaftsplan unter Beachtung rechtlicher Rahmenbedingungen erarbeitet. Die Erarbeitung von Informationsmaterial, Durchf\u00fchrung und Dokumentation eines Workshops zur Evaluation des Ausstellungskonzeptes sowie die entsprechende Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit umfassen den letzten Arbeitsschritt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen eines sehr engen Abstimmungsprozesses zwischen der BUGA 2007 GmbH, der WISUTEC GmbH und den beteiligten Fachpartnern ist eine Arbeit entstanden, die die vielf\u00e4ltigen Forschungsergeb-nisse der Sanierungsaktivit\u00e4ten in Th\u00fcringen und Sachsen auf spannender Art und Weise pr\u00e4sentieren kann. Insgesamt sind in diesem Diskussionsprozess 27 m\u00f6gliche Exponate entwickelt worden, die den Besucher in die spannende Welt der selbstheilenden Kr\u00e4fte der Natur einf\u00fchren kann. Hierbei handelt es sich um die Maximalvariante, die nat\u00fcrlich auch ihren deutlichen Niederschlag auf die Kosten hat. Zwei weitere Varianten sind im Arbeitsprozess entwickelt worden, die in der Anzahl der Exponate deutlich reduziert wurden. Der Vorteil einer Pr\u00e4sentation mittels Exponaten liegt darin, das die Ausstellung im Rahmen eines ersten Ausstellungskerns initiiert werden kann, und im Folgenden im Bausteinprinzip erweitert respektive ver\u00e4ndert werden kann. So ist auch ein m\u00f6gliches Sponsoring sehr flexibel einsetzbar.<br \/>\nSehr viel Zeit wurde im Rahmen der Diskussion auf die Fragen der Wirtschaftlichkeit gelegt. Trotz des hohen Grades des Alleinstellungsmerkmals dieser Ausstellung, ist eine erste Anschubfinanzierung unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr die Umsetzung des Projektes. Eingeholte Zahlen von nationalen Ausstellungen gr\u00f6\u00dferer Dimension, stehen f\u00fcr dieses Projekt au\u00dferhalb jeder Debatte. Umso mehr war allen Beteiligten klar, auch aus Gr\u00fcnden der kaufm\u00e4nnischen Vorsicht, die Exponate auszuw\u00e4hlen, die besonders geeignet sind, die benannten Zielgruppen f\u00fcr die Selbstheilungskr\u00e4fte der Natur zu begeistern.<br \/>\nAm Ende des Arbeitsprozesses waren sich alle Partner einig, das die Ausstellung aufgrund des hohen Alleinstellungsmerkmals, gekoppelt an ein hohes Ma\u00df an unmittelbaren Schaupotentialen im Gel\u00e4nde, der BUGA Kernzone Neue Landschaft Ronneburg, gro\u00dfe Chancen hat dauerhaft Besucher anzuziehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des Bearbeitungsprozesses wurde eine erste Internetpr\u00e4sentation, zu sehen unter www.buga2007.de sowie ein Flyer entwickelt. Mit diesem Flyer, der gleichzeitig geeignet ist, ein notwen-diges Sponsoring zu unterst\u00fctzen, sind die grunds\u00e4tzlichen Voraussetzungen gegeben, diese Ausstellung, insbesondere mit der Initialz\u00fcndung der Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007, in der brei-ten \u00d6ffentlichkeit mit Erfolg zu positionieren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Rahmen der vorgelegten Machbarkeitsstudie zur Ausstellung Selbsthilfe der Natur (Arbeitstitel), stellt eine sehr gute Grundlage f\u00fcr die Umsetzung des Projektes dar. Alle Beteiligten, auch die eingebunden Agenturen, waren von der Dimension des Gesamtprojektes und deren Pr\u00e4sentationspotentialen im Rahmen einer Ausstellung begeistert.<br \/>\nDie Ausstellung kann unter bestimmten Rahmenbedingungen, die in der Studie formuliert sind, zu einer dauerhaft wirkenden Umweltbildungsausstellung mit hohem Umweltp\u00e4dagogischem Erlebnisgrad Besucher anziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Bundesgartenschau 2007 findet erstmals in den etwa 6 km von einander entfernten St\u00e4dten Gera und Ronneburg statt. Es wird zwei intensiv entwickelte Kernzonen geben. Im Rahmen der Gestaltung der Kernzone Neue Landschaft Ronneburg handelt es sich um ein durch den Wismut-Uranerzbergbau stark ver\u00e4ndertes Gebiet. 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