{"id":23536,"date":"2023-07-13T15:23:38","date_gmt":"2023-07-13T13:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21890-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:39","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:39","slug":"21890-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21890-01\/","title":{"rendered":"Kreative und k\u00fcnstlerische Formen der Umwelterziehung mit Kindern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Kunstschule Zinnober ist eine kommunale Einrichtung der au\u00dferschulischen kulturellen Bildung. Die Aufgabe von Zinnober ist die F\u00f6rderung individueller Gestaltungsf\u00e4higkeit und Phantasie. Sie will dar\u00fcber hinaus das Verst\u00e4ndnis von Kunst und ihre Bedeutung f\u00fcr das kulturelle Leben der Gesellschaft f\u00f6rdern. Die Kunstschule arbeitet auf der Grundlage eines offen angelegten, ortsbezogenen Curriculums, das alle k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen und ein interdisziplin\u00e4res und multimediales Angebot einbezieht. Die Besch\u00e4ftigung mit der Natur in k\u00fcnstlerischen Projekten ist eine ganzheitliche. Es geht um gezielte Aufmerksamkeit und bewusstes Wahrnehmen der eigenen Umwelt. Erst durch Wissen, das mit allen Sinnen im direkten Kontakt mit der Natur erfahren wird, kann ein nachhaltiges Umwelt-Bewusstsein geschaffen werden. Ziel ist, dass Kindern deutlich wird, dass sie selbst ein Teil des Systems sind und Einfluss haben auf ihre pers\u00f6nliche Umwelt. In Projekten wird diese Einflussnahme praktiziert, indem die Natur hautnah erfahren und mit nat\u00fcrlichen Materialien gearbeitet wird. Wir wollen Kinder sensibilisieren f\u00fcr das Erkennen der \u00e4sthetischen Komponente bei der Natur- und Materialerfahrung. Je fr\u00fcher ein junger Mensch erkennt, dass Natur und ihre materielle Beschaffenheit ein Faszinosum der besonderen Art ist, dem man sich zur Ergr\u00fcndung immer wieder aus anderen Blickwinkeln und Sichtweisen n\u00e4hern muss, desto mehr w\u00e4chst die Achtung vor der Natur und ihrer Schutzbed\u00fcrftigkeit.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWir favorisieren die prozessorientierte Projektarbeit. Durch die verschiedenartigen Angebotsformen wie Kurse, Projekte, offene Ateliers und Werkst\u00e4tten, streben wir die Einbeziehung aller Bev\u00f6lkerungsgruppen an. Den Teilnehmer\/innen werden &#8211; eingebunden in ihre sozialen und altersspezifischen Erlebnisfelder &#8211; Gestaltungsm\u00f6glichkeiten unterschiedlichster Art er\u00f6ffnet. Sie sollen mit den unterschiedlichsten k\u00fcnstlerischen Medien selbstst\u00e4ndig umzugehen lernen und ihr kulturelles und \u00f6kologisches Umfeld wahrnehmen. Offene Umsetzungsm\u00f6glichkeiten von Themen mit k\u00fcnstlerischen Medien bringen neue erlebnis- und lebensweltorientierte Erfahrungen mit m\u00f6glichst gro\u00dfer Nachhaltigkeit. Die unterschiedlich gew\u00e4hlten Arbeitsmethoden orientieren an den k\u00fcnstlerisch p\u00e4dagogischen Leitlinien der Kunstschulen. Sie beinhalten ein selbstst\u00e4ndiges, kreatives Erforschen von Umst\u00e4nden und Prozessen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Intention der Projektplanung folgend, stand bei der gesamten Durchf\u00fchrung der Kurse das eigene Erfinden, Erleben, Entdecken und Erforschen der Umwelt durch Kinder im Vordergrund. Die Wahrneh-mungsf\u00e4higkeit der Kinder wurde gerade in Bezug auf die Umwelt angeregt und umfassender gebildet. Gruppendynamische Prozesse, mit Erkenntnissen \u00fcber die \u00f6kologische Qualit\u00e4t von einhergehend ver-wendeten Materialien wurden gef\u00f6rdert. \u00d6kologische Zusammenh\u00e4nge wurden greifbar gemacht, eine kritische Betrachtung und eine mutige Benennung von Umwelts\u00fcnden wurde so m\u00f6glich. Dieser ver\u00e4nderte \u00f6kologische Wahrnehmungsprozess bewirkte \u00fcberraschenderweise auch bei den Kursleitern in R\u00fcckbesinnung auf das eigene Tun und Handeln eine neue, bewusstere Verantwortung im Umgang mit dem Kunstschulinventar und insbesondere in der kritischen Auswahl der Beschaffung von erforderlichen Arbeitsmaterialen. \u00d6kologische Themen, eine kritische Umweltbetrachtung, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, auch dem eigenen M\u00fcll, werden k\u00fcnftig selbstverst\u00e4ndlich wieder ins Kursge-schehen der Kunstschule einflie\u00dfen. Auch die teilnehmenden Kinder werden sp\u00e4ter, einmal sensibilisiert, aus einem anderen Selbstverst\u00e4ndnis heraus in weiteren Kunstschulkursen, in ihren Familien und auch in ihrer Schule auf \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge aufmerksam machen. Sie werden nach L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten bei \u00f6kologischen Problemen suchen und diese auch in Kooperation mit anderen Menschen finden. Wir von der Kunstschule Zinnober freuen uns dar\u00fcber.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in diversen Artikeln der lokalen und regionalen Presse bekannt gemacht. Ausf\u00fchrlich beschrieben wurde es in den Programmheften im Jahr 2004 sowie auf den Internetseiten der Kunstschule Zinnober. Besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung fand die Ausstellung zum Projekt, die in der st\u00e4dtischen Galerie unter gro\u00dfer Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit durchgef\u00fchrt wurde. Eine Radiosensendung \u00fcber den Grasl\u00f6wenclub der Kunstschule, die von der  Ems-Vechte-Welle produziert wurde, fand einen besonderen Anklang. F\u00fcr Nachfolgeprojekte stehen den Kursleitern und der interessierten \u00d6ffentlichkeit Aufzeichnungen, Bilder, Kunstobjekte sowie ein Erfahrungsbericht des Grasl\u00f6wenclubs zur Verf\u00fcgung. All dies ist auf eine Compact Disc gebrannt, die in der Kunstschule erh\u00e4ltlich ist. U. a. mit Hilfe dieses Mediums konnten auch die allgemeinbildenden Schulen auf das Projekt aufmerksam gemacht werden. Lehrer griffen bereits auf die Compact Disc zur\u00fcck und trugen so die Inhalte des Grasl\u00f6wenprojekts in ihre Schulklassen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Verbindung von Kunst- und Umweltbildung in dem Projekt Grasl\u00f6wen in Papenburg hat sich als au\u00dferordentlich fruchtbar und produktiv erwiesen. Wichtig ist bei beiden Bildungsformen die aktive, be-wusste und kritische Auseinandersetzung mit Dingen und Materialien unserer Umwelt, die es bereits gibt, aber deren Vorhandensein trotzdem erst einmal bewusst gemacht werden muss, um eine Ver\u00e4nderung herbeizuf\u00fchren. Bei den teilnehmenden Kindern konnte das Selbstvertrauen gest\u00e4rkt werden, Objekte und Verh\u00e4ltnisse durch eigenes Tun \u00f6kologisch und k\u00fcnstlerisch ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, neu zu erschaffen, zu bilden. In diesem Prozess erlebten die Kinder ihre eigene Hingabe, ihr Vertiefen, ihr Ver-sinken in einen Gegenstand, h\u00f6chste Konzentrationsleistungen, Eigenverantwortlichkeit, eine Herausforderung in der Realisierung selbstgew\u00e4hlter Aufgaben und eine hohe Identifikation mit dem eigenen Schaffen. Durch die Verbindung von Kunst- und Umweltbildung konnten sowohl teilnehmende Kinder als auch unterrichtende Kursleiter\/innen ihren Horizont  k\u00fcnstlerisch erweitern und dar\u00fcber hinaus einen eigenen nachhaltigen \u00f6kologischen Handlungskatalog entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Kunstschule Zinnober ist eine kommunale Einrichtung der au\u00dferschulischen kulturellen Bildung. Die Aufgabe von Zinnober ist die F\u00f6rderung individueller Gestaltungsf\u00e4higkeit und Phantasie. Sie will dar\u00fcber hinaus das Verst\u00e4ndnis von Kunst und ihre Bedeutung f\u00fcr das kulturelle Leben der Gesellschaft f\u00f6rdern. 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