{"id":23532,"date":"2025-08-02T10:32:03","date_gmt":"2025-08-02T08:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21874-01\/"},"modified":"2025-08-02T10:32:04","modified_gmt":"2025-08-02T08:32:04","slug":"21874-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21874-01\/","title":{"rendered":"Interaktive Datenbank Energieeffizienter Architektur &#8211; \u00dcbersetzung aus dem Englischen und nationale Anpassung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Grundlage des Vorhabens war die Software IDEA, die von einem internationalen Konsortium bestehend aus 5 Partnern mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Union in den Jahren 2000 &#8211; 2002 entwickelt wurde. Dabei entstand ein englischsprachiges Computerprogramm, welches die M\u00f6glichkeiten des niedrigenergetischen und solaren Bauens anwendungsnah pr\u00e4sentiert und deren Verbreitung f\u00f6rdert so-wie eine Reihe n\u00fctzlicher Entwurfs- und Berechnungswerkzeuge zur Verf\u00fcgung stellt.<br \/>\nZiel des DBU-Projekts war, die Attraktivit\u00e4t dieser Software f\u00fcr den deutschen Markt zu verbessern. Wichtigste Punkte waren dabei die \u00dcbersetzung ins Deutsche, sowie die nationale Anpassung und Erweiterung der in IDEA enthaltenen Berechnungswerkzeuge.<br \/>\nUm die Verbreitung der Inhalte von IDEA zu f\u00f6rdern, wurden wesentliche Teile in das bestehende Online-Angebot des Projektpartners BauNetz Online-Dienst GmbH &#038; Co. KG integriert, wo diese kostenfrei allen potentiellen Nutzern zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErster Arbeitschritt war die \u00dcbersetzung der bereits existierenden Software, d.h. der Benutzeroberfl\u00e4che, der Geb\u00e4udebeispiele, des Glossars und der zentralen Themen, sowie der Entwurfs- und Berechnungswerkzeuge. Hierbei wurden gleichzeitig \u00c4nderungen am Design vorgenommen, da R\u00fcckmeldungen vom Anwender der englischsprachigen Software gezeigt hatten, wo z.B. zu kleine Schriftgr\u00f6\u00dfen verwendet wurden oder Geb\u00e4udeinformationen zu un\u00fcbersichtlich dargestellt waren.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Teil war die Anpassung der Berechnungswerkzeuge, vor allem des Tools Energiebilanz, welches in der EU-Version nach dem Berechnungsverfahren der EN 832 rechnet und welches um die notwendigen Eingaben \/ Berechnungen f\u00fcr eine Bewertung gem\u00e4\u00df EnEV erweitert wurde.<br \/>\nDer Projektpartner BauNetz Online-Dienst GmbH hat eine Online-Version von IDEA erstellt und in sein bereits existierendes Online-Angebot f\u00fcr Planer und Architekten eingebunden, wodurch ein Gro\u00dfteil der in IDEA enthaltenen Informationen kostenfrei zug\u00e4nglich gemacht wird, und die Inhalte auf diese Weise eine weite Verbreitung erhalten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Erster Schritt der Arbeiten war die \u00dcbersetzung der Benutzeroberfl\u00e4che. Ihr Layout wurde in der Konfiguration so beibehalten, wie es bereits in der englischsprachigen Programmversion vorhanden war.<br \/>\nEiner der Hauptteile von IDEA ist eine Sammlung von Geb\u00e4udebeschreibungen, die 60 Beispiele aus Mittel- und Nordeuropa enth\u00e4lt. Die Dokumentation der Geb\u00e4udebeispiele erfolgt durch sorgf\u00e4ltig und qualitativ hochwertig aufbereitete Fotos (au\u00dfen und innen), Pl\u00e4ne (Grundrisse, Fassadenschnitte) und Detail-zeichnungen f\u00fcr kritische technische L\u00f6sungen. Hinzu kommen Erl\u00e4uterungen des energetischen und l\u00fcftungstechnischen Konzepts.<br \/>\nHauptarbeit f\u00fcr diesen Programmteil im DBU-Projekt war die \u00dcbersetzung der Geb\u00e4udebeschreibungen und -erl\u00e4uterungen. Au\u00dferdem konnten bei einigen Geb\u00e4uden (besonders im deutschsprachigen Raum) weitere Informationen eingeholt und so z.B. fehlende Energieverbrauchswerte erg\u00e4nzt werden.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Bestandteil von IDEA ist die Sammlung von insgesamt 11 Berechnungswerkzeugen. Sie enth\u00e4lt Simulations- und Berechnungsmethoden zur Bewertung des energetischen und umweltbeeinflussenden Verhaltens eines Geb\u00e4udes. Neben des \u00dcbersetzung ins Englische wurden bei zwei Berechnungswerkzeugen weiterf\u00fchrende \u00c4nderungen \/ Anpassungen vorgenommen:<br \/>\nDie Urfassung des Werkzeugs Energiebilanz berechnete den Heizw\u00e4rmebedarf nach der europ\u00e4ischen Norm EN 832. Die seit Februar 2002 in Deutschland g\u00fcltige Energieeinsparverordnung basiert zwar auf diesem Verfahren, stellt jedoch zus\u00e4tzliche Anforderungen an die Heizungsanlage, an die Vermeidung sommerlicher \u00dcberw\u00e4rmung sowie an die in Deutschland g\u00fcltigem Maximalwerte bez\u00fcglich des Prim\u00e4r-energiebedarfs und des spezifischen Transmissionsw\u00e4rmeverlusts. Die zur Berechnung ben\u00f6tigten Ein-gaben und die zugeh\u00f6rigen Ausgaben wurden erg\u00e4nzt.<br \/>\nDas Werkzeug U-Wert \/ Feuchte bestimmt den W\u00e4rmedurchgang und das Feuchteverhalten eines Bauelements, welches aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt sein kann. Eine grafische Aus-gabe gibt Informationen \u00fcber den Verlauf der Temperatur und des Wasserdampfdrucks innerhalb der Konstruktion. In der Fassung des EU-Projekts ermittelte dieses Werkzeug zwar schon den m\u00f6glichen Tauwasseranfall innerhalb von W\u00e4nden, Decken und B\u00f6den, allerdings wurde die sommerliche Austrocknung bzw. Verdunstung noch nicht ber\u00fccksichtigt. Deren Berechnung wurde bei der \u00dcberarbeitung des Programms erg\u00e4nzt.<br \/>\nEin dritter Programmteil von IDEA dient der Wissensvermittlung. Neben einem Lexikon (Stichwortverzeichnis) steht dem Programmnutzer eine Reihe von \u00dcbersichtsartikeln zu zentralen Themen des energiebewussten Bauens zur Verf\u00fcgung. Hauptarbeitspunkt war auch hier die \u00dcbersetzung des Stichwortverzeichnisses und der recht ausf\u00fchrlichen Artikel.<br \/>\nUm neben dem Vertrieb auf CD-ROM eine m\u00f6glichst weitreichende Verbreitung der Inhalte von IDEA sicherzustellen, wurden die Inhalt vom Projektpartner BauNetz Online-Dienst GmbH &#038; Co. KG zu derem bestehenden Online-Angebot f\u00fcr Architekten und Ingenieure hinzugef\u00fcgt, in dem der Grossteil der Infor-mationen kostenfrei zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Eine erste Pr\u00e4sentation von IDEA fand auf dem 15. Symposium Thermische Solarenergie vom 27. &#8211; 29. April 2005 vom Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institut e.V. (OTTI) in Bad Staffelstein statt. Hierzu wurde ein Poster erstellt und die Software in einem Kurzvortrag vorgestellt. Ein ausf\u00fchrliches Paper ist im zugeh\u00f6rigen Tagungsband (Seite 416 &#8211; 421) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Projekts stehen jetzt mit IDEA, der Interaktiven Datenbank Energieeffizienter Architektur, sowohl ein Software-Paket auf CD-Rom als auch eine Online-Pr\u00e4sentation zur Verf\u00fcgung. Sie illustrieren, welche M\u00f6glichkeiten zum energieeinsparenden Bauen existieren und dass diese bereits jetzt nicht nur \u00f6kologisch sinnvoll, sondern auch \u00f6konomisch sein k\u00f6nnen. Durch praxisnahe Beispiele wird gezeigt, wie mit nur bis zu einem Zehntel des Energiebedarfs des durchschnittlichen Verbrauchs im Bestand ein behagliches Wohnumfeld erreicht werden kann. Durch konsequente Umsetzung und Verbreitung dieser Praxis w\u00fcrden in nennenswerter Weise die fossilen Energieressourcen geschont und der Aussto\u00df von Treibhausgasen und Umweltschadstoffen verringert.<br \/>\nCD-Rom und Online-Seminar sind somit wichtige Hilfsmittel zur fachspezifischen Wissensvermittlung, die dazu helfen, energieeffizientes Bauen und Sanieren zum aktiven Wissen der Architekten und Ingenieure und zum Standard k\u00fcnftiger Baukultur und Baupraxis zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Grundlage des Vorhabens war die Software IDEA, die von einem internationalen Konsortium bestehend aus 5 Partnern mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Union in den Jahren 2000 &#8211; 2002 entwickelt wurde. 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