{"id":23530,"date":"2024-11-27T10:36:43","date_gmt":"2024-11-27T09:36:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21860-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:45","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:45","slug":"21860-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21860-01\/","title":{"rendered":"Umweltp\u00e4dagogische Qualifizierung von Mitarbeitenden in Einrichtungen der Behindertenhilfe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltbildung soll auf verschiedenen Ebenen, d. h. in der Ausbildung, schulischen und beruflichen Bildung sowie im Freizeitbereich in die Bildungsarbeit der Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderungen integriert und dauerhaft verankert werden. Zu diesem Zweck soll eine Fortbildungsreihe f\u00fcr Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe durchgef\u00fchrt und parallel hierzu praktische Ma\u00dfnahmen zur Umweltentlastung bei den verschiedenen Kooperationspartnern umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr das gesamte Projekt ist eine Gesamtdauer von zwei Jahren vorgesehen. Es ist in die folgenden Phasen unterteilt:<br \/>\nVorbereitungsphase (3 Monate 01.07. &#8211; 30.09.2004)<br \/>\n&#8211;\tKontaktaufnahme mit den beteiligten Einrichtungen<br \/>\n&#8211;\t\u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr den bevorstehenden Start des Projektes<br \/>\n&#8211;\tKonzeption der Fortbildungsreihe f\u00fcr die heil- und sozialp\u00e4dagogischen Mitarbeiter\/innen<br \/>\nQualifizierungsphase (8 Monate 01.10.04 &#8211; 30.04.2005)<br \/>\n&#8211;\tFortbildung der heil- und sozialp\u00e4dagogischen Mitarbeiter\/innen in einer dreiteiligen Seminarreihe in der H\u00d6B<br \/>\n&#8211;\tPlanung erster Praxisprojekte f\u00fcr die jeweiligen Einrichtungen<br \/>\nPraxisphase (5 Monate 01.05. &#8211; 30.09.2005)<br \/>\n&#8211;\tUmsetzung der Praxisprojekte<br \/>\n&#8211;\tAnlage naturnaher Strukturen\/Elemente in den Einrichtungen<br \/>\n&#8211;\tBeratung und Begleitung durch die Projektleitung<br \/>\nErprobungsphase (5 Monate 01.10.2005 &#8211; 31.01.2006)<br \/>\n&#8211;\tModellseminare f\u00fcr Behinderte, die von den sozialp\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften gestaltet werden<br \/>\n&#8211;\t\u00dcberpr\u00fcfung und Weiterentwicklung der vorliegenden Konzeptionen<br \/>\nEvaluations- und Ver\u00f6ffentlichungsphase (3 Monate 01.02. &#8211; 30.06.2006<br \/>\n&#8211;\tAuswertung des Projektverlaufes mit den beteiligten Partnern<br \/>\n&#8211;\tFertigstellung der Projektergebnisse (Materialienband, CD-ROM etc.)<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung und Verteilung der erstellten Materialien<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In einer Qualifizierungsphase wurden insgesamt 15 P\u00e4dagogen, Erzieher und Gruppenleiter aus  6 Einrichtungen (s. Kooperationspartner) fortgebildet. Dies geschah in einer dreiteiligen Seminarreihe vom 22.11.2004-24.11.2004, 09.03.2005-11.03.2005 und 09.05.2005-11.05.2005 in der Historisch-\u00d6kologischen Bildungsst\u00e4tte in Papenburg. Wesentliche Impulse gaben im ersten Seminar verschiedene Vortr\u00e4ge zur Umweltp\u00e4dagogik, zur barrierefreien Gartengestaltung, zum \u00f6kologischen Bauen mit Lehm und nachhaltigen Wirtschaften in der Hauswirtschaft.<br \/>\nIn dem zweiten und dritten Seminarblock wurden praxisorientierte Workshops zu den Themen Wasser, Nachhaltige Ern\u00e4hrung, \u00d6kologisch Bauen mit Lehm, Naturnahe Gartengestaltung und Kr\u00e4uter durchgef\u00fchrt. Auf Wunsch der Teilnehmer\/innen wurden grunds\u00e4tzliche Informationen zum Projektmanagement erg\u00e4nzt und ein Wasser-Lehrpfad, das \u00d6kowerk Emden sowie Einrichtungen in den Niederlanden aufgesucht, wie z. B. eine barrierefreie G\u00e4rtnerei.<br \/>\nAuf der Basis dieser Qualifizierung wurden in der Praxisphase in den 6 kooperierenden Einrichtungen folgende Teilprojekte umgesetzt:<br \/>\nOsnabr\u00fccker Werkst\u00e4tten: Ziel dieses Kooperationspartner ist es gewesen, Umweltbildung in dem Bereich der Berufsbildung zu verankern. Es wurden Module in Form von 12 Lernstationen zum Thema  Von der Quelle bis zur M\u00fcndung entwickelt. Die Aufgaben sind der CD-ROM zu entnehmen und k\u00f6nnen auch von Betreuern eingesetzt werden, die nicht am Projekt beteiligt waren.<br \/>\nTagesbildungsst\u00e4tte St. Lukas, Papenburg: Hier wurde ein Innenhof naturnah umgestaltet. Dazu bildete sich eine Arbeitsgruppe, die mit Sch\u00fclern der Tagesbildungsst\u00e4tte Bepflanzung und Gestaltung verschiedener Bereiche des Innenhofes durchf\u00fchrte (Jahreszeitenbeet, Kr\u00e4uterbeet, Schattenbeet, Ruhepl\u00e4tze). In der Folge entstanden ein Gartenpflegekurs und eine Arbeitsgruppe Gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrung, die ihre Produkte in einer Cafeteria anbieten.<br \/>\nSt.-Vitus-Werk, Meppen: Hauptanliegen dieser Einrichtung ist es gewesen, den Fahrradverkehr zu f\u00f6rdern. Unterst\u00fctzt wurde das Anliegen durch hausinterne Werbung und den Bau eines Fahrradunterstandes aus Holz und Lehm. Die Umsetzung erfolgte mit Jugendlichen aus dem Berufsbildungsbereich, Schwerpunkt Holzverarbeitung.<br \/>\nChristopheruswerk Lingen: Diese Einrichtung hatte sich zum Ziel gesetzt, eine gro\u00dfe Fl\u00e4che von 1600 Quadratmetern multifunktional mit Auszubildenden des Berufsbildungsbereichs Garten- und Landschaftsbau umzugestalten. Die gesamte Fl\u00e4che wurde entsiegelt und mit Naturmaterialien ausgestattet.<br \/>\nDie Projektarbeit hat Ansto\u00df gegeben, das Gel\u00e4nde weiter zu entwickeln: es sollen noch weitere Dachbegr\u00fcnungen und ein Sonnensegel gebaut und installiert werden.<br \/>\nBischof-Tenhumberg-Haus, Ahaus: Das Bischof-Tenhumberg-Haus ist ein Wohnheim f\u00fcr Erwachsene mit Behinderungen von 20-69 Jahren. Bewohner und p\u00e4dagogische Mitarbeiter hatten sich zum Ziel ge-setzt, den Garten des Wohnheims  natur-nah zu einem Sinnesgarten umzugestalten. Dazu bildete sich  eine Arbeitsgruppe, die nach und nach folgende Elemente anlegte: Einen Fu\u00dferfahrungsweg, ein Kr\u00e4uterbeet, einen Wall mit Beerenstr\u00e4uchern, einen Weg mit Tastboxen und Klangst\u00e4ben.<br \/>\nFreckenhorster Werkst\u00e4tten: Die Aktivit\u00e4ten dieser Einrichtung erstreckten sich \u00fcber f\u00fcnf Teilbereiche, die alle der Berufsbildung angegliedert sind. Dazu geh\u00f6ren ein Pausengel\u00e4nde in der Hauptstelle, der Lohmannhof, ein Au\u00dfengel\u00e4nde in Beckum und eine Zweigstelle in Ahlen. Hier wurden ein Sinnespfad, eine Trockenmauer, ein Bauerngarten, Kr\u00e4uterhochbeete und ein Zupfgarten von geistig und psychisch behinderten Menschen gemeinsam in einer neuen Form der Kooperation angelegt.<br \/>\nIn der Erprobungsphase wurden in drei Kursen im Sommer 2006 (15.05.-19.05.2006, 26.06.-30.06.2006 und 10.07.-14.07.2006) Pilotseminare zur Umweltbildung f\u00fcr Menschen mit Behinderungen unter Leitung des Projektteams und der sozialp\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4fte der Kooperationspartner durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im November 2006 wird eine Dokumentation (mit CD-ROM) \u00fcber das Projekt erscheinen. Dieser Band wird \u00fcber die Historisch-\u00d6kologische Bildungsst\u00e4tte und die beteiligten Projektpartner vertrieben.<br \/>\nBegleitend zu dem Projekt wurde eine Homepage eingerichtet, die \u00fcber den Verlauf des Projektes berichtete und einen Kommunikationsraum f\u00fcr Projektpartner und andere Interessenten schaffte. Die Homepage ist aufzurufen unter www.umweltbildung-fuer-menschen-mit-behinderungen de<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es hat sich gezeigt, dass Umweltbildung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen auf verschiedenen Ebenen nachgefragt wird:<br \/>\n\tIm Projekt entwickelte Module werden im Berufsbildungsbereich einiger Kooperationspartner weitergef\u00fchrt.<br \/>\n\tEs gibt eine rege Nachfrage nach Freizeiten und Bildungsurlauben f\u00fcr Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung, die in Werkst\u00e4tten arbeiten.<br \/>\n\tDer Landescaritasverband des Landes Niedersachsen zeigt konkretes Interesse an umweltp\u00e4dagogischen Projekttagen, die im Rahmen eines anerkannten Bildungsurlaubes angeboten werden. Erste Veranstaltungen sind bereits f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2007 geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltbildung soll auf verschiedenen Ebenen, d. h. in der Ausbildung, schulischen und beruflichen Bildung sowie im Freizeitbereich in die Bildungsarbeit der Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderungen integriert und dauerhaft verankert werden. 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