{"id":23506,"date":"2023-07-14T10:34:05","date_gmt":"2023-07-14T08:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21768-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:07","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:07","slug":"21768-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21768-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie Ost-westeurop\u00e4ischer Umweltdialog"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit der Erweiterung der EU am 1.5.2004 ist in den neuen EU-Staaten der Anpassungsdruck an die europ\u00e4ischen Standards im Umweltschutz gestiegen. Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang das Wissen um die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung und eine daran sich orientierende Um-welt(bewusstseins)bildung vor allem der jungen Generation. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie OST  WESTEUROP\u00c4ISCHER UMWELTDIALOG sollen Sch\u00fcler aus Deutschland und aus Ungarn, Slowenien und der Slowakei bilaterale Umweltpartnerschaften bilden und sich gemeinsam intensiv mit konkreten Umweltfragen und -themen im eigenen und im Land der Partnerschule besch\u00e4ftigen. Dabei soll auch eine verst\u00e4rkte interkulturelle Kommunikation und Verst\u00e4ndigung zwischen alten West- und neuen Osteurop\u00e4ern in Gang gesetzt werden. Ein weiteres Ziel sind Lesef\u00f6rderung, Medienkunde und Landeskunde durch Zeitungslekt\u00fcre. In der Machbarkeitsstudie soll im Kleinen gepr\u00fcft werden, ob bzw. inwieweit sich Konzept und Ziele des Projekts realisieren und auf ein Hauptprojekt \u00fcbertragen lassen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Sch\u00fcler der deutsch-ungarischen, deutsch-slowenischen bzw. deutsch-slowakischen Projektklassen besuchen sich in dem Zeitraum 1.5.-30.11.2004 gegenseitig. Beide Klassen recherchieren in der jeweiligen Besuchswoche in ost-westeurop\u00e4ischen Rechercheteams gemeinsam ein Umweltthema in der Region der Gastgeber wie richtige Journalisten. Gemeinsam bearbeiten sie auch ihre Rechercheergebnisse und schreiben dar\u00fcber Artikel, die in der jeweiligen deutschen und in der jeweiligen osteurop\u00e4ischen Projektzeitung ver\u00f6ffentlicht werden. Auf diese Weise werden nicht nur Umweltwissen und -bildung der unmittelbar beteiligten Sch\u00fcler, sondern mittelbar auch der Leser der Projektzeitungen gef\u00f6rdert. In der Machbarkeitsstudie stehen nicht nur die inhaltlichen Aspekte (gemeinsame Durchf\u00fchrung der Umweltrecherche; Organisation der Umweltrecherchen in den 3 osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern; Sprach- und Verst\u00e4ndigungsprobleme; Kooperation mit den Projektzeitungen) auf dem Pr\u00fcfstand, sondern auch organisatorische Aspekte (reisetechnische Fragen, Interessenslage bei den Schulen, Aufnahmebereitschaft der El-tern &#8230;).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Machbarkeitsstudie als Test f\u00fcr ein Hauptprojekt vor allem in den beiden Themenschwerpunkten (I) interkultureller europ\u00e4ischer Dialog und (II) journalistische Umweltrecherche sehr zufrieden stellend und erfolgreich verlaufen. Der dritte Schwerpunkt, die Einbindung der Zeitung in den Unterricht und die Projektarbeit ist demgegen\u00fcber &#8211; bedingt durch den \u00e4u\u00dferen Rahmen &#8211; etwas in den Hintergrund getreten. Im Einzelnen:<br \/>\nI Interkultureller europ\u00e4ischer Dialog: W\u00e4hrend der gegenseitigen Besuche gab es keine &#8211; weder durch die Sprache noch durch Vorurteile, unterschiedliche Mentalit\u00e4ten oder materielle Wohlstandsniveaus bedingten &#8211; ernsthaften Verst\u00e4ndigungsprobleme zwischen den jeweiligen Projektgruppen. Offenheit, Aufgeschlossenheit, Unvoreingenommenheit, Neugierde, Herzlichkeit, Gastfreundschaft, Wiedersehensfreude sind die von Lehrern und Sch\u00fclern am h\u00e4ufigsten genannten Attribute, die die ost-westeurop\u00e4ischen Begegnungen pr\u00e4gten. Das gilt insbesondere f\u00fcr die Familien, in denen die Sch\u00fcler und Lehrer jeweils untergebracht waren. Dazu trug auch wesentlich die wie selbstverst\u00e4ndliche Aufnahme und Unterbringung der Sch\u00fcler in den Familien der jeweiligen Gastgeber bei sowie die Bef\u00fcrwortung der Projektidee (mit der Mischung aus gemeinsamer Projektarbeit, gemeinsamen Ausfl\u00fcgen und Freizeit) sowie die vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzung und Hilfe seitens der Eltern. Bei den Fahrten zur Partnerschule wurden unter-schiedliche Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Flugzeug) benutzt; schwer wiegende reisetechnische und organi-satorische Probleme oder Vorbehalte sind dabei nicht aufgetreten. Die Gesamtkosten des Austauschs waren f\u00fcr die Beteiligten aufgrund der Zusch\u00fcsse und der Unterbringung in den Familien kalkulierbar und ertr\u00e4glich.<br \/>\nII Die journalistische Umweltrecherche: Bei der praktischen Umsetzung des neuen Rechercheansatzes (gemeinsam recherchieren und schreiben) haben die Projektgruppen unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, die f\u00fcr ein Hauptprojekt ein modifiziertes Recherchemodell nahe legen. Die Umweltrecherche f\u00fchren sie zwar in gemischten Rechercheteams gemeinsam durch, aber die Artikel schreibt jede Projektgruppe f\u00fcr sich in ihrer jeweiligen Muttersprache f\u00fcr die eigene Projektzeitung. Die einzelnen Umweltrecherchen sind im Gro\u00dfen und Ganzen in ihrer Planung, Vorbereitung und Durchf\u00fchrung reibungslos verlaufen. Die engen zeitlichen Rahmenbedingungen der Machbarkeitsstudie &#8211; neben den regul\u00e4ren schulischen Verpflichtungen &#8211; erschwerten jedoch eine intensivere Vorbereitung auf die Umweltrecherche. Bei den Rechercheterminen vornehmlich in Ungarn, Slowenien und der Slowakei w\u00e4ren eine anschaulichere, verst\u00e4ndlichere und lebendigere Pr\u00e4sentation der Themen w\u00fcnschenswert gewesen. U.a. daf\u00fcr w\u00e4re die Hilfe durch Umwelt-Kooperationspartner im jeweiligen Land n\u00fctzlich. In p\u00e4dagogischer wie in journalisti-scher Hinsicht hat es sich im Vergleich zu der mehrw\u00f6chigen Schreibphase im Rahmen des Vorg\u00e4ngerprojekts Jugend und Umwelt &#8211; Grenz\u00fcberschreitende Kooperationen bew\u00e4hrt, unmittelbar nach dem Recherchetag und m\u00f6glichst noch vor der Heimreise in einer journalistischen Klausur das Text- und Bildmaterial f\u00fcr die eigene Zeitungsseite fertig zu stellen. Die Artikel und Fotos \u00fcber jedes vor Ort recherchierte Umweltthema sind jeweils in den beiden Projektzeitungen ver\u00f6ffentlicht worden.<br \/>\nIII Medienkompetenz: f\u00fcr eine systematische Einbindung der jeweiligen Projektzeitung in den Unterricht und die Projektarbeit stand zu wenig Zeit zur Verf\u00fcgung. Sie konnte nur eher punktuell und sporadisch genutzt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Tageszeitungen (S\u00fcddeutsche Zeitung, S\u00e4chsische Zeitung, SME, Delo und N\u00e9pszabads\u00e1g) schl\u00e4gt sich nieder in der durchweg regen und umfangreichen Berichterstattung \u00fcber das Projekt. So haben die jeweiligen Zeitungen nicht nur die Rechercheergebnisse ihrer Projektklassen ver\u00f6ffentlicht, sondern auch Artikel der verantwortlichen Projektlehrer\/-innen, die im Rahmen eines Vorbereitungsseminars ausgew\u00e4hlte Aspekte zum Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche vor Ort recherchiert hatten. Auch in der regionalen Presse und im lokalen Radio und Fernsehen (Ptuj, Slowenien) ist \u00fcber das Projekt und den Austausch der Sch\u00fcler berichtet worden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Obwohl f\u00fcr die gegenseitigen Besuche, die Umweltrecherchen und die journalistische Gestaltung der Zeitungsseiten effektiv nur knapp 4 Monate zur Verf\u00fcgung standen, haben der Verlauf und die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie eindrucksvoll best\u00e4tigt, dass Idee und Konzept des ost-westeurop\u00e4ischen Umweltdialogs zwischen deutschen Schulen einerseits und slowenischen, ungarischen und slowakischen Schulen andererseits trotz der nicht unerheblichen Entfernungen und anderer Besonderheiten Erfolg ver-sprechend in der Praxis umgesetzt und &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung der genannten Modifikationen &#8211; einem Hauptprojekt zugrunde gelegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der Erweiterung der EU am 1.5.2004 ist in den neuen EU-Staaten der Anpassungsdruck an die europ\u00e4ischen Standards im Umweltschutz gestiegen. 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