{"id":23495,"date":"2025-12-22T10:32:02","date_gmt":"2025-12-22T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13111-01\/"},"modified":"2025-12-22T10:32:04","modified_gmt":"2025-12-22T09:32:04","slug":"13111-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13111-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Biotechnologie: ICBio: International Congress on Biocatalysis 2004 (29.08.-01.09.04), Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Wei\u00dfe Biotechnologie, also die Nutzung von Enzymen und Mikroorganismen zur biotechnologischen Gewinnung von (Fein-)Chemikalien, Wertstoffen, neuen Materialien und Energietr\u00e4gern, befindet sich in einem rasanten Aufschwung. Biotechnologische Verfahren unter Einsatz von Biokatalysatoren f\u00fchren vielfach zu einer besseren Ausnutzung von Rohstoffen, einer Minimierung von Schadstoffemissionen und einer Herabsetzung des Energieverbrauchs bei gleichzeitig verbesserter Produktqualit\u00e4t und -reinheit. Im Gegensatz zur Roten und Gr\u00fcnen Biotechnologie verf\u00fcgt die Wei\u00dfe (industrielle) Biotechnologie \u00fcber ein hohes Ma\u00df an \u00f6ffentlicher Akzeptanz und entwickelt seit etwa zwei Jahren eine ungeheure Dynamik. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft beginnen, das gro\u00dfe Potenzial der Wei\u00dfen Biotechnologie zu erkennen und durch konzertierte Ma\u00dfnahmen zu erschlie\u00dfen. Im Jahr 2002 wurde mit der erstmaligen Durchf\u00fchrung des DBU-gef\u00f6rderten International Congress on Biocatalysis (biocat 2002) der Grundstein f\u00fcr eine neue Kongressreihe gelegt, deren Ziel es ist, die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biokatalyse unter Fachleuten zu diskutieren und gleichzeitig neue Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Wei\u00dfe Biotechnologie zu geben. Die positive Resonanz auf diese Veranstaltung war Anlass, den International Congress on Biocatalysis auch im Jahr 2004 wieder stattfinden zu lassen. Als hochklassige Veranstaltung bot biocat2004 deutschen, europ\u00e4ischen und au\u00dfereurop\u00e4ischen Experten auf dem Gebiet der Biokatalyse ein Forum zum Austausch der neuesten Forschungsergebnisse. Hierbei wurden Synergien angestrebt, die sich aus dem langj\u00e4hrigen Engagement der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Bereich Integrierte Biotechnologie ergaben. Biocat stellt hierbei auch eine internationale Plattform f\u00fcr das DBU-gef\u00f6rderten InnovationsCentrum Biokatalyse (ICBio) dar.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie vorbereitenden Ma\u00dfnahmen zur Organisation des Kongresses begannen direkt im Anschluss an biocat2002. Unter der Leitung von Prof. Garabed Antranikian hatte ein Kernteam unmittelbar damit begonnen, alle erforderlichen Aufgaben zur Vorbereitung des Kongresses zu bearbeiten. Zu den Aufgaben dieses Teams z\u00e4hlte insbesondere die organisatorische Planung und Durchf\u00fchrung des Kongresses und des Rahmenprogramms sowie die Erstellung aller im Zusammenhang mit der Tagung stehenden Druckschriften. Die wissenschaftliche Ausgestaltung und Evaluation der eingereichten Beitr\u00e4ge oblag dem Organisationskomitee sowie dem Internationalen Wissenschaftlichen Beirat, der aus insgesamt 24 hochkar\u00e4tigen Pers\u00f6nlichkeiten aus Hochschule und Industrie zusammengesetzt war. Der Kongress war unterteilt in Plenarvortr\u00e4ge, Kurzvortr\u00e4ge und Posterpr\u00e4sentationen. Dar\u00fcber hinaus war ein angemessener Zeitraum f\u00fcr Diskussionen vorgesehen. Die Anzahl der Kongress-Teilnehmer wurde auf rund auf 300 limitiert. Die Kongress-Sprache war Englisch.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Kongress fand vom 29. August bis 1. September 2004 an der Technischen Universit\u00e4t Hamburg-Harburg statt. Die viert\u00e4gige Veranstaltung gab insgesamt 309 Teilnehmern aus 32 L\u00e4ndern die Gelegenheit, ihre neuesten Ergebnisse vor Fachpublikum zu pr\u00e4sentieren und neue Kontakte zu Universit\u00e4ten und Firmen zu kn\u00fcpfen. Das umfangreiche wissenschaftliche Programm umfasste sechs Themenschwerpunkte mit insgesamt 74 Vortr\u00e4gen und 137 Posterpr\u00e4sentationen. Neu geschaffen wurde der Biocat Award, eine Auszeichnung f\u00fcr wissenschaftliche Exzellenz auf dem Gebiet der Biokatalyse. Erstmalige Preistr\u00e4ger sind Prof. Nicholas Turner (University of Edinburgh, UK), Prof. Romas Kazlauskas (University of Minnesota, USA) und Dr. Bernhard Hauer (BASF AG, D). Das durchg\u00e4ngige Corporate Design hat eine effektive Kommunikation zwischen Veranstalter und Teilnehmern entstehen lassen. Das begleitende Rahmenprogramm w\u00e4hrend des International Congress on Biocatalysis hatte zum Ziel, die Kommunikation zwischen den Teilnehmern zu intensivieren und eine Basis f\u00fcr vertiefende Diskussionen und weitergehende Kooperationen zu schaffen. Insgesamt gesehen bot der International Congress on Biocatalysis ein so ausgezeichnetes Forum, um bisherige Aktivit\u00e4ten vorzustellen und neue Anst\u00f6\u00dfe zur Weiterentwicklung biokatalytischer Verfahren zu geben, dass von allen Seiten der Wunsch nach einer Verstetigung dieser Veranstaltungsreihe ge\u00e4u\u00dfert wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Kongress selbst war ein Instrument der \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr die Wei\u00dfe Biotechnologie. Mit \u00fcber 300 Teilnehmern wurde ein Multiplikationseffekt verwirklicht, der internationale Dimensionen erreicht hat. Das Book of Abstracts ist unter der ISBN-Nummer 3-930400-64-2 ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Standort Hamburg bot wieder einmal exzellente Voraussetzungen f\u00fcr die Organisation und Durchf\u00fchrung des International Congress on Biocatalysis. Zum einen verf\u00fcgte die Organisationsleitung \u00fcber weitreichende Erfahrungen in der Ausrichtung von Meetings, Kongressen und internationalen Konferenzen (biocat2002, International Congress on Extremophiles, VAAM Fr\u00fchjahrstagung u.a.). Zum anderen war durch die Unterst\u00fctzung seitens der Universit\u00e4tsleitung und die hervorragende Infrastruktur der TU Hamburg-Harburg sowie der TuTech Innovation GmbH ein reibungsloser Ablauf gew\u00e4hrleistet.<br \/>\nDas gro\u00dfe, internationale Interesse an biocat2004 belegt die beeindruckende Teilnehmeranzahl, die zwar etwas niedriger lag als bei der biocat2002 aber dennoch die vorsichtigen Erwartungen der Organisatoren \u00fcbertroffen hat. Nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2002 war und ist eine generelle Zur\u00fcckhaltung bei internationaler Reiset\u00e4tigkeit festzustellen. Die lobenden Reaktionen der Kongressbesucher haben gezeigt, dass der International Congress on Biocatalysis durch seine einzigartige Mischung von biologischen, chemischen und verfahrenstechnischen Themenschwerpunkten eine besondere Stellung in der internationalen Kongresslandschaft einnimmt. Eines steht auf jeden Fall fest: biocat ist zu einem Markenzeichen in der internationalen Kongresslandschaft geworden. Diese erfolgreiche Entwicklung gilt es in Zukunft fortzusetzen. Genauso wie die Wei\u00dfe Biotechnologie selbst stehen auch die biocat-Konferenzen f\u00fcr Interdisziplinarit\u00e4t, Netzwerke und Innovation. Dieser hohe Anspruch soll auch bei der biocat2006, die vom 3. bis 7. September 2006 in Hamburg stattfinden wird, erf\u00fcllt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Wei\u00dfe Biotechnologie, also die Nutzung von Enzymen und Mikroorganismen zur biotechnologischen Gewinnung von (Fein-)Chemikalien, Wertstoffen, neuen Materialien und Energietr\u00e4gern, befindet sich in einem rasanten Aufschwung. 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