{"id":23464,"date":"2023-07-13T15:23:24","date_gmt":"2023-07-13T13:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21577-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:26","slug":"21577-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21577-01\/","title":{"rendered":"Expeditionen ins Pflanzenreich &#8211; entdecken, erkennen, gestalten &#8211; ein umweltp\u00e4dagogisches Projekt f\u00fcr Kinder"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt zielte darauf ab, Kindern und Jugendlichen, die in der Stadt leben, eine kreative M\u00f6glichkeit zu bieten, sich mit grundlegenden Zusammenh\u00e4ngen aus den Bereichen Pflanze, Umwelt und Landschaft zu befassen und ihre Bedeutung f\u00fcr das eigene Leben wahrzunehmen. Hierzu wurden Projektangebote f\u00fcr Gruppen von Kindern und Jugendlichen ausgearbeitet, die aus den beiden Komponenten Erleben\/Entdecken und kreativ Umsetzen bestehen.<br \/>\nDas sinnliche Erfassen und das kreative Umsetzen sollten zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik f\u00fchren und zu einer \u00fcber das Projekt hinaus gehenden Besch\u00e4ftigung anregen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInsgesamt wurden sechs Teilprojekte ausgearbeitet und angeboten. Dabei handelte es sich um Ferienangebote \u00fcber zwei Wochen, um Angebote, die \u00fcber drei Termine reichten, bis hin zu Angeboten f\u00fcr ein bis zwei Schulstunden. Auch ein Schreibwettbewerb z\u00e4hlte zum Programm. Bis auf den Schreibwettbewerb waren alle Projekte so angelegt, dass sich die Teilnehmer gemeinsam mit einem bestimmten Thema besch\u00e4ftigten und dazu angehalten wurden, sich dieses selbstst\u00e4ndig unter Einbeziehung aller Sinne zu erschlie\u00dfen. Bei jedem Teilprojekt m\u00fcndeten die gesammelten Eindr\u00fccke der Teilnehmer in einem Werk der eigenen Fantasie. Dieses konnte ein florales Gesteck, ein in einer Obstkiste angelegter Garten, eine Gartenskulptur, ein Landschaftsbild oder auch eine Geschichte \u00fcber einen Baum sein. Hierf\u00fcr war eine intensive und vielseitige Besch\u00e4ftigung mit der Thematik Voraussetzung, was der Wissensvermittlung zugute kommen und das Interesse an Umwelt- und Naturthemen f\u00f6rdern sollte. Schlie\u00dflich wurde das Augenmerk darauf gerichtet, was pers\u00f6nlich gef\u00e4llt. Wie m\u00fcsste ein Garten aussehen, in dem man sich gerne aufh\u00e4lt? Welche Pflanzen lassen sich aufgrund ihrer Formen, ihrer Farben oder ihrer Oberfl\u00e4chen in einem Gesteck oder Beet gut kombinieren? In welchen Landschaften h\u00e4lt man sich gerne auf? Die Teilnehmer sollten selbst Antworten finden und diese in einem selbst kreierten Werk zur Anwendung kommen lassen. Das sollte verdeutlichen, dass es m\u00f6glich ist, die Gestaltung des eigenen Umfelds vom Kleinen bis zum Gro\u00dfen zu beeinflussen. Floraler Schmuck, der selbst geplante Garten, der Eindruck einer sch\u00f6nen Landschaft sollten als Anregung dienen, sich bei der Gestaltung des Lebensumfelds, der Umwelt und der Landschaft einzubringen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Ergr\u00fcnden und Begreifen von Umwelt und Natur mit allen Sinnen ist ein guter Weg, Kinder und Jugendliche f\u00fcr Umweltthemen zu interessieren und Wissen zu vermitteln. Dies hat das Projekt best\u00e4tigt. Das Anfertigen greifbarer Ergebnisse, die auf der eigenen inhaltlichen, gedanklichen und sinnlichen Auseinandersetzung basierten, war eine wichtige Motivation f\u00fcr die Mitarbeit der Teilnehmer. Auch der Wettbewerb in der Gruppe spielte f\u00fcr die Motivation eine Rolle. Die M\u00f6glichkeit, die selbst angefertigten Ergebnisse \u00f6ffentlich pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, z. B. auf einem Markt oder in einer Ausstellung, hat die Teilnehmer z. T. sehr angespornt, und es hat ihnen gut getan, ihre Arbeit \u00f6ffentlich anerkannt zu finden.<\/p>\n<p>Die Projekte waren f\u00fcr viele Teilnehmer ein Anlass, sich intensiver mit Umwelt- und Naturthemen zu befassen. Beispielsweise \u00e4u\u00dferten Teilnehmer der Projekte Natur- und Landschaftsbilder sowie Naturskulpturen f\u00fcr den Garten bislang die Landschaft als gegeben hingenommen zu haben. Durch das Projekt sei ihnen klar geworden, wie der Mensch Landschaften gewollt und ungewollt formt. Dass die Projektergebnisse nachwirken, wurde beispielsweise deutlich, wenn Eltern und Museumsbesucher erz\u00e4hlten, dass sie zu Hause mit ihren Kindern auch einen Garten in einer Obstkiste anlegen wollen. Die Themen wurden offensichtlich in die Familien hineingetragen und dort aufgegriffen.<br \/>\nGerade bei den mehrt\u00e4gigen Projekten, die besonders viel Freiheit bei der Ausrichtung der Werke lie\u00dfen, wurde deutlich, dass Jugendliche ihren eigenen Weg finden, sich Natur und Umwelt zu erschlie\u00dfen. Dabei kann Faktenwissen durch die Einbettung in sinnliche Naturerfahrung leichter vermittelt, das Interesse an Umwelt eher geweckt und das Gelernte vermutlich auch langfristiger gemerkt werden. Auff\u00e4llig war in vielen F\u00e4llen, dass Schulwissen, auch wenn es erst kurze Zeit vorher behandelt wurde, nicht abrufbar war.<br \/>\nDie Erfahrungen mit den einzelnen Projekten machten deutlich, dass die Kursleiter in besonderem Ma\u00df gefordert sind. Sie m\u00fcssen besonders flexibel reagieren, da die Themen je nach Umstand in diese oder jene Richtung ausgeweitet werden. Es ist dabei nicht n\u00f6tig, alles zu wissen, viel wichtiger erscheint es, die Neugierde der Teilnehmer zu wecken, aufrecht zu halten und zu eigenen Gedanken anzuregen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projekte und Aktionen waren f\u00fcr die Presse, teilweise auch f\u00fcr Rundfunk und Fernsehen ein Anlass f\u00fcr die Berichterstattung. Es fanden bei verschiedenen Teilprojekten \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentationen statt. Die Ergebnisse des Schreibwettbewerbs wurden publiziert, die in den beiden Ferienprojekten entstandenen Kunstobjekte wurden im Deutschen Gartenbaumuseum \u00fcber einige Wochen ausgestellt, ebenso die in Obstkisten angelegten G\u00e4rten. Die einzelnen Teilprojekte und die Ergebnisse wurden auf der Homepage des Deutschen Gartenbaumuseums jeweils bekannt gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ein Weg, Kinder und Jugendliche f\u00fcr Themen aus Natur und Umwelt zu interessieren, kann das direkte Naturerlebnis und dessen Ausrichtung auf die sinnliche Wahrnehmung sein. Dies kann Interesse we-cken, sich eingehender und aus eigenem Antrieb mit Natur und Umwelt zu befassen. Faktenwissen l\u00e4sst sich effektiver vermitteln, wenn sich aufgrund der intensiven, auch kreativen und alle Sinne ansprechenden Besch\u00e4ftigung mit dem Thema entsprechende Fragen ergeben haben, die die Teilnehmer beantwor-tet haben m\u00f6chten. Hierzu bietet der praktische Umgang mit den Anschauungsobjekten, der die Sinne und die Fantasie anregt, eine M\u00f6glichkeit.<br \/>\nDer Wettbewerb in der Gruppe und die Aussicht, mit seinem Werk \u00f6ffentlich wahrgenommen zu werden, kann f\u00fcr die Teilnehmer ein wirkungsvoller Ansporn sein. Zugleich ist die \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation der Ergebnisse ein guter Weg, andere zur Nachahmung zu animieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt zielte darauf ab, Kindern und Jugendlichen, die in der Stadt leben, eine kreative M\u00f6glichkeit zu bieten, sich mit grundlegenden Zusammenh\u00e4ngen aus den Bereichen Pflanze, Umwelt und Landschaft zu befassen und ihre Bedeutung f\u00fcr das eigene Leben wahrzunehmen. 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